Author Topic: s<ei>i?, deutsche Regeln und Sprachnuancen  (Read 889 times)

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Offline Plumps

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s<ei>i?, deutsche Regeln und Sprachnuancen
« on: January 14, 2010, 04:25:19 am »
Auf SerHudsons Bitte hin, der eigene Themenbereich ;)

Ich stelle mir u.a. auch vor, daß wenn jemand Fragen zur deutschen Grammatik hat - Begriffe nicht klar sein sollten usw. -, die hier geklärt werden können

Zuerst ein Weiterführung aus dem "Wie viele Deutsche..."-Thread

=====================


es wird hier von "frommerschen Regeln" gesprochen und dass "seii" denen nicht folgt. [...]

Das war meine Formulierung, René ;) und sollte gar nicht so sehr ernst genommen werden.
Das würde bedeuten, daß Frommer bereits eine vollständige Grammatik vorliegen hat - das wäre zwar ein Traum für mich, weil das bedeuten würde, einer Veröffentlichung läge, mal von den rechtlichen Querelen mit FOX abgesehen, nichts im Wege, aber so ganz glaube ich es nicht, weil er oft genug gesagt hat, er hat noch am Set ad hoc ein neues Wort erfunden oder eine Regel verändert.

Es ist doch aber schon auffällig, daß es kein 'offizielles' (was auch immer das in diesem Zusammenhang wieder heißen mag) Beispiel gibt, in dem zwei gleiche Vokale aufeinandertreffen. Wir wissen, daß jeder Vokal eine Silbe bildet und deshalb cluster von *uaeioue entstehen können, was dann ein 7-silbiges Wort wäre ;) aber nie ein Beispiel, bei dem so eine Situation à la s<ei>i behandelt wird...

Was meinst du denn bitte mit 'Regeln 100%ig folgen'? - Das macht keine Sprache, nicht mal die konstruierten, weil sie ansonsten nicht den Anschein von 'echt' haben würden ;)
Sprachen verändern sich nun mal im Laufe der Zeit und man darf nicht vergessen, daß die sogenannten 'Regeln' von Linguisten aufgestellt wurden, nicht von der Sprache selbst. Die Sprache folgt ihren eigenen 'Gesetzen'.
Wie bei jeder Sprache gibt es 'Regeln' ... und Ausnahmen von der Regel - Deutsch ist da noch sehr viel regelmäßiger als manch andere Sprache, glaub mir ;) Und eigentlich merkt man so etwas sowieso erst, wenn man sie jemand anderem beibringen will...

Den sogenannten Laudativ - das, was bei oel ngati kam<ei>e anzeigt, daß sich oel freut ngati zu sehe ;)
Aber Yomìheyu hat ganz recht, *seii sieht nicht danach aus, als würde es frommerschen Regeln folgen - bis jetzt habe ich es nie gesehen, daß zwei gleiche Vokale einfach aufeinandertreffen. Das war ja auch unsere Frage bei me- + 'ekong... *siei ist auf jeden Fall falsch, weil der Infix zwischen Konsonant und Vokal muß, wie bei l<ei>u Hmmm, was machen wir denn da? ???

Der Laudativ ist mir begannt und eine schöne Sache :) aber das heisst ja nicht, dass es das non plus ultra ist, wenn es darum geht seine Freude auszudrücken, oder? ;) das <ei> zeigt, meiner Meinung nach, nur nebensächlich an, dass man die Handlung gerade in diesem Moment gerne macht und vielleicht weniger eine generelle Freude... wenn man aber die große Freude betonen möchte, gibt es ja prrte' = Freude... was wäre sonst der Sinn für die Existenz dieser Vokabel? ...verstehst du so ungefähr was ich meine?  :)

was si angeht... denk ich auch, dass es weder seii nochsiei sein kann... nicht nur, aufgrund der schon genannten Problematik der doppelten Vokale (seii) und der falschen Position des Infix (siei), sondern da es, meines Erachtens, ja auch keine Vokabel mit zwei gleichen aufeinander folgenden Vokalen gibt... höchstens mit einem glottal stop (rä’ä, spe’e, ska’a)... auch phonetisch hört sich "seii" doof und weniger na'visch an :) eine Möglichkeit wäre demnach sei'i (unwahrscheinlich) oder (wie Lewin angemerkt hat und was ich eher glaube) sei.

Ma Tireahu'Atxur,

mit der Überflüssigkeit der Vokabel "Freude" hast du natürlich recht :) Ich sehe es eher in so kleinen bedeutungstragenden Wörtchen wie 'gern' oder 'ja', 'doch' usw. Ich kann ja sagen: "Ich sehe dich gern." aber die Aussage "Es ist eine Freude, dich zu sehen" gibt dem ganzen doch einen ganz anderen Schwerpunkt - so betrachte ich Infix vs. eigene Vokabel.
Was meinst du?

Offline SerHudson

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Re: s<ei>i?, deutsche Regeln und Sprachnuancen
« Reply #1 on: January 14, 2010, 04:57:15 am »
Vielen Dank :)

Ich kann dies aus zweierlei Hinsicht nicht 100%ig sagen (1. Fehlendes Grammatik-Grundwissen, 2. noch keine "maSempul"/Frommer Regel dazu gefunden), jedoch gehe ich davon aus, dass zwei gleiche Vokale hintereinander evtl. zu einem Vokal verschmelzen wenn es sich um ein Infix/Präfix oder Suffix handelt. Dies würde zumindest von meinem Verständnis her Logisch erscheinen.

Solange wir jedoch zwecks Verständnis/Rücksichtnahme auf Anfänger die Silbentrennung benutzen ist jedoch solch Verschmelzung/Lenierung (Lenierung = würde das darunter fallen?) eh überlüssig machen, damit man erkennen kann welches Wort als Ausgangswort steht.

Korrigiert mich bitte wenn notwendig, mein Gefäß ist leer! ;)

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Offline Tireahu'Atxur

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Re: s<ei>i?, deutsche Regeln und Sprachnuancen
« Reply #2 on: January 14, 2010, 05:11:25 am »
Ma Plumps,

den Unterschied zwischen Infix (-ei-) und Vokabel (prrte') sehe ich genauso. Deshalb ja meine Formulierung für ftial lì’fyayä Na'viyä prrte'ti atxan si = "Das Studium der Sprache der Na'vi macht viel Freude". Es soll ja die große Freude betont werden... und der doppelte Genitiv ist meiner Meinung nach auch legitim :P ...aber es gibt ja bekanntlich nicht nur eine Wahrheit ;)

Ich denke auch, dass Na'visch noch lange nicht bis zur Vollkommenheit konstruiert ist und es noch viele Ausnahmenregeln geben wird oder wir diese einfach noch nicht kennen. Naja und wahrscheinlich ist sei'i oder sei oder vielleicht sogar auch seii eine dieser Ausnahmen. :) Oeng tsaye’a ;)
Ronsem Na'viyä mì ayoeng 'ivong.

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Re: s<ei>i?, deutsche Regeln und Sprachnuancen
« Reply #3 on: January 14, 2010, 07:28:53 am »
Ma Plumps,

den Unterschied zwischen Infix (-ei-) und Vokabel (prrte') sehe ich genauso. Deshalb ja meine Formulierung für ftial lì’fyayä Na'viyä prrte'ti atxan si = "Das Studium der Sprache der Na'vi macht viel Freude". Es soll ja die große Freude betont werden... und der doppelte Genitiv ist meiner Meinung nach auch legitim :P ...aber es gibt ja bekanntlich nicht nur eine Wahrheit ;)

Richtig ... daran hatte ich nun auch wieder nicht gedacht ;) Die Vokabel "Freude" macht ja den Infix überflüssig ... viellleicht würden die Na'vi solch einen Gebrauch dann sogar als Ironie ansehen :P Uh, neue Bedeutungsebenen - ich liebe diese Sprache *lach*

Solange wir jedoch zwecks Verständnis/Rücksichtnahme auf Anfänger die Silbentrennung benutzen ist jedoch solch Verschmelzung/Lenierung (Lenierung = würde das darunter fallen?) eh überlüssig machen, damit man erkennen kann welches Wort als Ausgangswort steht.

Korrigiert mich bitte wenn notwendig, mein Gefäß ist leer! ;)

Hmmm, das ist natürlich eine gute Frage - ich persönlich finde nicht, daß Lenisierung (Vorsicht dabei übrigens ;) Es heißt Lenition oder Lenisierung ;) ) darunter fällt. Aber vielleicht hab ich da auch zu lange Übung durch das Irische *shrug*

Wie würdest du das denn im Beginnerforum anzeigen wollen? Irgendwann muß man sich dran gewöhnen und wenn du etwas aufschlüsselst wie "ay+tsmukan", werden viele Anfänger es nie begreifen, daß das t letztlich wegfällt - aber ich bin auch einer der Verfechter des Mottos: lerne erst deine Grammatik und dann mach dich an die Sprache! :) Das muß ja nicht jeder so sehen...

EDIT: darn it! Wiki widerspricht mir ;) Man kann doch Lenierung sagen! 'Tschuldige, Dennis :)
« Last Edit: January 14, 2010, 10:08:43 am by Plumps83 »

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Re: s<ei>i?, deutsche Regeln und Sprachnuancen
« Reply #4 on: January 27, 2010, 02:27:05 am »
Ich denke auch, dass Na'visch noch lange nicht bis zur Vollkommenheit konstruiert ist und es noch viele Ausnahmenregeln geben wird oder wir diese einfach noch nicht kennen. Naja und wahrscheinlich ist sei'i oder sei oder vielleicht sogar auch seii eine dieser Ausnahmen. :) Oeng tsaye’a ;)

Nur ein kleines Update, was diese Frage betrifft, aber ich glaube, wir haben es mittlerweile alle mitbekommen:

s<ei>i => seiyi ...

 

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