Author Topic: Abenteuer in den Grenzlanden  (Read 1279 times)

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Offline Eichhörnchen

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Abenteuer in den Grenzlanden
« on: February 03, 2013, 08:40:37 am »
Abenteuer in den Grenzlanden.



Genau genommen konnte man Akrans Zuflucht nicht als ein richtiges Dorf bezeichnen. Die kleine Feste war in die Ausläufer des Toshu Gebirges getrieben worden und im Laufe der Zeit hatten sich im Schutz ihrer Mauern immer mehr Menschen eingefunden, so dass der hiesige Kommandant sich genötigt sah, sie zu erweitern. Ein einfacher Übungsplatz bildete den Mittelpunkt der Anlage. Oft versuchten sich die Wachen hier unter den bewundernden Blicken der Dorfbewohner in Scheinkämpfen, so wie heute.

Fasziniert sah Tara dabei zu, wie die Männer der Wache auf dem kleinen Dorfplatz ihren täglichen Übungen nachgingen. Ihr Hauptaugenmerk richtete sich dabei auf Geoffrey, einen der Soldaten und erheblich älter als sie selbst. Tara brachte es zu ihrem Leidwesen nicht einmal auf 17 Jahre. Von einer stillen Sehnsucht erfüllt, löste sie ihre Blicke von Geoffrey und begann, die kaum vorhandene Wölbung ihrer Brust zu betrachten, die sich unter dem derben Stoff ihres Kleides abzeichnete. Ein weiterer Umstand, der das junge Mädchen betroffen machte.
“Warum wollt ihr einfach nicht wachsen? Ihr seid so flach wie eine Schrubbunterlage der Waschfrauen. Egal wie man es dreht oder wendet, ich habe von allem zu wenig.”
“Hast du nicht. Du bist wunderschön, kleine Tara.”
Wieder diese Stimme die sie in letzter Zeit öfters vernommen hatte. Erschrocken wirbelte Tara herum, doch niemand der Anwesenden, die wie sie den Schaukämpfen beiwohnten, schien zu ihr gesprochen zu haben. Nur ein seltsames Summen erfüllte die Luft, das gleich darauf auch verschwand.
“Ich werde noch verrückt, wenn ich mir weiter Gedanken mache.” Kopfschüttelnd wandte sie sich wieder den Kämpfern zu, doch tief in ihrem Innern gab sie der merkwürdigen Stimme recht. Trotz ihrer Makel begeisterte sich Geoffrey für sie, ein Umstand der sie mit Freude erfüllte und gleichermaßen erschreckte. Tara erinnerte sich noch allzu gut daran, wie er sie zur Wintersonnenwende zum Tanz aufgefordert hatte und sie unter den Blicken der reiferen Mädchen und Frauen mit ihm zur Tanzfläche geschritten war. Für einen Moment hielt Tara die Augen geschlossen, um in ihren Erinnerungen zu schwelgen und bemerkte dabei nicht, wie sich Geoffrey ihr näherte. Ein verspielter Knuff in die Seite riss sie aus ihren Tagträumen.
“Dein Seufzen könnte glatt die Festungsmauern zum Schmelzen bringen, Tara.” Seine unmittelbare Nähe ließ ihr Blut in Wallung geraten und als ihre Blicke sich trafen, vermeinte Tara, ihr Herz müsse vor Aufregung zerspringen. Ein unmenschlicher Schrei zerriss überraschend die Luft und hallte, von den Berghängen mehrfach zurückgeworfen, über die Ansiedlung. Erschrocken sah sie dem Kämpfer in die Augen. Nichts deutete daraufhin, dass Geoffrey Angst hatte. Einzig ein Hauch von Unruhe lag in seinem Blick.
“Nur ein Shrouk, Tara. Sie kommen näher. Der Hunger nach Fleisch treibt sie aus ihren Löchern und wir sind die einzige Siedlung weit und breit.” Verschwunden waren alle schönen Gefühle, die sie eben noch verspürt hatte. Sie nahm ihren Mut zusammen und versuchte, sich ihr Unbehagen nicht allzu deutlich anmerken zu lassen.
“Wenn ich erwachsen bin, gehe ich auch zur Wache. Zusammen werden wir dann das Dorf vor den Kreaturen der Finsternis beschützen.” Gelächter der anderen Wachen antwortete ihr und selbst auf dem Antlitz ihres Freundes bemerkte sie ein Schmunzeln.
“Kannst du denn überhaupt ein Schwert halten? Hier versuch es!” Geistesgegenwärtig umfingen ihre Hände das kalte Metall der Waffe. Ein Keuchen kam über ihre Lippen und sie hoffte, dass Geoffrey nichts davon bemerkte, dass es viel zu schwer für sie war. Durch ihre Handgelenke gingen Stiche und im nächsten Augenblick riss sie das unerwartete Gewicht des Schwertes zu Boden. Verschämt betrachtete Tara ihre schmerzenden Finger, während sie sich unter dem höhnischen Gegacker der Wachen wieder aufrappelte. Geoffrey hob sein Schwert mit einer Leichtigkeit vom Boden, als handhabe er ein Messer und steckte es zurück. “Verzeih mir bitte, liebste Tara. Wenn ich auch nur annähernd geahnt hätte, wie schwächlich du bist…”, er lies den Rest unausgesprochenen. Der abwertende Ausdruck auf seinem Gesicht gefiel Tara überhaupt nicht und sie spürte, wie die Schamesröte ihre Wangen zum Brennen brachte. “Warum sagst du so etwas, Geoffrey?”
“Entschuldige Tara, ich wollte dich nicht kränken. Wenn du hart an dir arbeitest, wirst du eines Tages ganz sicher selbst ein Schwert halten können. So, nun muss ich dich leider verabschieden. Der Kommandant hat uns zu einer Besprechung geladen und er ist kein Mann, der gerne wartet.”
Tara rieb sich verwundert die Augen. “Ich dachte, du begleitest mich nach Hause.”
“Nicht heute. Außerdem verspüre ich nur wenig Lust, mich wieder mit deinem Vater auseinander zusetzen.” Tara fühlte, wie sich ihre Kehle zuschnürte.
“Bitte Geoffrey, er hat es bestimmt nicht so gemeint. Vielleicht liegt es an dem großen Altersunterschied zwischen uns. Bei den Göttern, er ist doch nur besorgt um mich.” “Dann hat er eine komische Art, das zu zeigen. Er hat mir fast den Kiefer gebrochen. Wenn du nicht seine Tochter wärst, läge er jetzt in Ketten. Wie auch immer, ich kann dich wirklich nicht begleiten. Wir sehen uns morgen wieder, so die Götter es wollen.” “So die Götter es wollen, Geoffrey”, wiederholte Tara die Floskel und machte sich zutiefst enttäuscht auf den Heimweg. Erneut klang das Kreischen auf und die verstohlenen Blicke anderer Bewohner zeigten ihr, dass die Laute nicht nur ihrer Fantasie entsprangen. Diesmal allerdings klang es entfernter und sie hoffte, dass die Shrouks nicht bis zum Dorf kommen würden. Geoffrey hatte wohl recht. Die Bestien entwickelten sich zu einem ernsthaften Problem, ebenso wie ihre Gefühle für den Soldaten. Verbitterung erfasste ihr Herz, während sie der Hütte entgegen schritt, in der sie seit ihrer Geburt mit ihrem Vater lebte. Schon von weitem sah sie ihn davor Holz hacken. Tara verlangsamte ihre Schritte, als habe sie Angst, dass jedes laute Geräusch ihn ablenken und verärgern könnte.
“Wo hast du dich wieder herumgetrieben, du nichtsnutziges Geschöpf?”
“Ich war auf dem Markplatz, Vater… .”
“Sei still! Wenn du mir eines Tages ein Balg anschleppst, schlage ich dich tot. Wir brauchen kein weiteres Maul zum Durchfüttern. Hast du das verstanden?”
“Ja Vater. Es tut mir leid, dass ich euch warten ließ.” Wütend funkelte er sie an. “Willst du mich jetzt auch noch verspotten? Scher dich hinein und bereite das Abendmahl vor, oder du bekommst eine Tracht Prügel von mir.” Eine Hand deutete auf den schweren Stock aus glattem Ebenholz, den der Jäger zum Schutz vor Raubtieren, ständig in seiner Nähe bereithielt.
“Wir ihr befiehlt, Vater.” Tara senkte demütig ihren Blick und huschte lautlos wie ein Schatten an ihm vorbei ins Haus. Sämtliche Anspannung fiel von ihr ab, als sie das Klacken der Tür vernahm und das massive Holz in ihrem Rücken spürte. Eine Weile lehnte sie dagegen und lauschte den eintönigen Hackgeräuschen, die von draußen an ihr Ohr drangen.
“Na mach schon und beweg dich, du dummes Ding, oder willst du, dass er wieder wütend wird”, flüsterte Tara sich selbst zu. In Windeseile deckte sie den Tisch ein. Brot, Wasser, gefolgt von etwas Wurst und Käse rundeten ihr Werk ab. Gerade als sie die Trinkbecher abstellte, flog die Tür auf und der Jäger stapfte ins Haus. Fluchend warf er unter ihren ängstlichen Blicken, einen Stapel Holzscheite vor den Kamin.
“Hier, schür das Feuer damit. Ich gehe mich waschen”, rief er mit mürrischen Gesichtsausdruck. Erneut schlug die Tür zu und Tara hörte, wie der Jäger um das Haus herum zum Waschbottich stapfte. Ohne weiter Zeit zu vertrödeln, packte sie zu. Die Holzscheite fühlten sich kalt an und Tara hoffte, dass sie nicht zu feucht waren. Sorgfältig stapelte sie alle neben dem Kamin auf und legte ein paar hinein, um das Feuer in Gang zu halten. Ein angenehmes Kribbeln erfasste ihre Finger, als sie die Hände in die vom Kamin ausgehende Hitze hielt. Von draußen erklang das metallische Scheppern eines Eimers und kurz darauf kehrte ihr Vater zurück.
“Du bist ja doch zu etwas nütze. Los mach und hol mir Wein.” Schwerfällig ließ sich der kräftige Mann auf dem viel zu kleinen Schemel nieder und Tara erwartete insgeheim jedes Mal, dass er unter seinem Gewicht zusammen brechen würde. Ihre Hände zitterten, als sie seinen Becher mit der bauchigen Karaffe füllte.
“Ah, das ist ein edles Tröpfchen. Genau das Richtige um von innen zu wärmen. Wehe du verschüttest etwas davon, dann wirst du mich kennen lernen. Warum bist nicht du an deiner Mutter statt damals gestorben? Die Götter müssen mich wirklich verabscheuen.” Das Mädchen erwiderte nichts darauf. Sie verspürte den Wunsch zu weinen, doch konnte sie es nicht. Im laufe der Jahre waren ihr seine ständigen Gemeinheiten in gewisser Weise gleichgültig geworden. Tara stellte das Behältnis ab und setzte sich dann selbst, nachdem sie ihrem Vater Brot und Wurst gereicht hatte und so verlief der Rest des Abendessens wie immer schweigend. Nach dem sie später ihre übrigen Aufgaben ausgeführt hatte, betrat Tara ihre kleine Kammer unter dem Dach des Hauses, wo die Schlafräume lagen.

Ein Geräusch riss Tara aus ihren Träumen. Die Shrouks! Waren sie unbemerkt in das Haus eingedrungen? Erschrocken richtete sie sich auf und sah zum Fußende, doch da war nichts. In Todesangst ließ sie ihre verstörten Blicke weiter durch die Kammer schweifen. Dem Mädchen stockte vor Furcht der Atem, als sie die Gestalt neben sich auf dem kleinen Schemel erblickte. Blütenweiße Flügel bewegten sich kaum hörbar hinter dem Rücken des Wesens und verursachten einen sanften Luftzug, der ihr Gesicht streifte. Tara rang verzweifelt nach Luft und nur zögernd brachte sie Worte über ihre Lippen.
“Ein Engel. Wie ist das möglich? Bin ich gestorben?”
“Was? Nein! Beim Licht unseres Mondes, wie kommst du denn auf so etwas Schreckliches? Ich bin nicht hier, um dir etwas anzutun. Sei ohne Furcht.”
Das zierliche Geschöpf richtete sich auf und schritt bis zur Bettkante heran. Verunsichert betrachtete Tara ihren unerwarteten Besucher. Das Wesen hatte die Gestalt eines jungen Mädchens, kaum älter als sie selbst, mit großen Augen, die in einem intensiven Grün leuchteten. Nun fand Tara endlich ihre Sprache wieder.
“Aber wenn ich nicht tot bin, warum bist du dann hier? Bist du mein Schutzengel?“
“Ich bin eine Fee, siehst du das nicht? Ihr Menschen seid wirklich ein seltsames Volk.“
“Es gibt keine Feen. Das sind nur Gestalten aus Märchen.”
“Woher hast du diese Weißheit?” Tara leckte sich nervös über ihre Lippen, wobei sie das fremdartige Geschöpf nicht aus den Augen ließ.
“Mein Vater sagt das. Er ist ein erfahrener Jäger und Fährtenleser. Wenn es Feen in den Wäldern gebe, hätten wir sie längst entdeckt.”
Das Geschöpf kicherte auf. “Vielleicht wollen wir einfach nicht gefunden werden.”
Tara betrachtete das Wesen weiterhin argwöhnisch. “Kannst du mich bitte mal in den Arm kneifen?”
“Wozu soll das gut sein?”
“Ich möchte sichergehen, dass ich nicht träume.” Die kleine Fee seufzte verwundert auf.
“Na schön, wenn es dein Wunsch ist.” Ein beherzter Kniff in ihren Arm ließ Tara vor Schmerz aufschreien. “Aua! So deutlich wollte ich es auch wieder nicht wissen. Wie bist du überhaupt hier rein gekommen?” Sie gähnte herzhaft, um die Müdigkeit zu vertreiben.
“Wie ich… ach das ist ganz leicht, wenn man Magie beherrscht. Du kannst mich übrigens Theia nennen, wenn du möchtest.” Tara hieb sich gegen die Stirn. Magie! Das sie nicht von selbst darauf gekommen war. Vor ihr stand ein leibhaftiger Engel. Da war es nicht weiter verwunderlich, dass er sich Zugang zu ihrer Kammer verschafft hatte. “Theia. Das klingt schön und passt zu dir. Ich heiße… .”
Das Mädchen unterbrach sie lächelnd. “Ich weiß, wie du heißt. Du bist Tara, richtig? Zumindest ruft dieser einfältige Narr von einem Soldaten dich immer mit diesem Namen.”
“Deine Stimme. Du warst das also, die beim Wettkampf hinter mir sprach und die ich die letzten Tage vernommen habe.” Die kleine Fee nickte eifrig und wie es aussah überaus erfreut.
“Du erkennst den Klang wieder? Das spricht für dich.” Ein helles Lachen erfüllte den Raum.
“Bitte sei leise, Theia.” Sie zeigte zur gegenüberliegenden Wand. “Nebenan schläft mein Vater. Wenn er dich hier erwischt, wird er bestimmt sehr böse.”
“Klingt, als sei er kein besonders netter Mensch“, sagte Theia.
“Er hat es nicht leicht mit mir. Ein Sohn hätte ihn sicherlich mehr erfreut. Ich falle ihm nur zur Last.”
“Wo ist denn deine Mutter?” Tara schluckte und deutete mit der Hand an, dass Theia sich neben sie setzen sollte. Das Bett knarrte ein wenig unter der Belastung, dann fuhr Tara ein betörender Geruch in die Nase. “Du riechst gut. Wie die hohen Damen oder die Frau des Kommandanten.”
Sie hörte die Fee erneut aufkichern. “Dafür habe ich bei dir das Gefühl, in einem Pferdestall gelandet zu sein. Bestimmt wäscht du dich nie.” Tara riss die Augen auf und wusste vor Überraschung nicht, was sie antworten sollte, bis Theias Lachen ihr zeigte, dass sie sich einen Spaß erlaubt hatte. Theia strahlte sie neugierig an. “Also, was ist nun mit deiner Mutter?” Bei der Erinnerung stiegen Tara Tränen in die Augen, obwohl sie es gar nicht wollte.
“Meine Mutter starb im Kindbett. Ich weiß noch nicht mal, wie sie ausgesehen hat. Nur das Wenige, was mein Vater mir über sie erzählte. Ich möchte nicht darüber sprechen.” Tara zuckte zusammen, als die Fee ihre Hand ergriff um sie zu streicheln.
“Ich sagte doch, du brauchst keine Angst vor mir zu haben. Ich war nur auf der Suche nach etwas Gesellschaft.”
“Findest du es nicht unpassend Nachts jemanden aufzusuchen?”
“Was spricht dagegen? Ich liebe es, bei Mondenschein zu wandeln.” Bevor Theia wieder loskichern konnte, presste Tara ihr die Hand auf den Mund. “Du musst wirklich leiser sein! Bitte! Was meintest du eigentlich damit, dass dieser… einfältige Narr mich ruft? Redest du über Geoffrey?” Ein kaum merkliches Nicken, wobei Theia die Augen verdrehte. Tara fühlte, wie sie in ihre Handfläche prustete und zog blitzschnell die Finger weg. “Danke. Beinahe wäre ich erstickt.” “Blödsinn. Engel können nicht sterben.” “Ich bin kein Engel!”
“Lenk nicht ab. Also, was ist nun mit ihm?”
“Es schmeichelt seiner Eitelkeit, dass du ihn liebst. Aber sein Interesse gilt der Tochter des Kommandanten. Du musst den Tatsachen ins Auge sehen.”
“Nein! Du lügst!” Geoffrey liebt nur mich. Er hat es mir selbst gesagt.”
“Du solltest wissen, dass Feen niemals lügen. Aber glaube was du willst. Ich sage dir nur was ich sehe. Es ist vielleicht besser, wenn ich dich jetzt verlasse.” Eine Flügelspitze streifte über Taras Gesicht, als die Fee sich erhob und instinktiv streckte sie eine Hand danach aus. “Warte! Ich habe es nicht so gemeint. Es tut mir leid, Theia.“ Neugierig strich sie mit ihren Fingern die Schwinge entlang. “Deine Flügel… sie sind wunderschön. Weicher als jeder Stoff den ich kenne. Darf ich sie anfassen?”
“Das tust du doch schon”, gluckste Theia. Insgeheim genoss die Fee es, dass sie Taras ungeteilte Aufmerksamkeit erregte. “Warum bist du überhaupt zu mir gekommen? War es nur wegen Geoffrey?” “Nein. Weil du reinen Herzens bist. Ich zeige mich nur selten Menschen. Die letzten Tage habe ich dich viel beobachtet und die tiefe Trauer in dir gespürt. Als ich dann bemerkte, wie er dich benutzt, konnte ich nicht länger untätig zusehen.” Diesmal zuckte Tara nicht zusammen, als die Fee sie berührte. Ihre hübschen grünen Augen musterten sie den Bruchteil einer Sekunde, dann hauchte Theia ihr einen Kuss auf die Stirn. “Ich muss jetzt gehen und du solltest auch noch etwas schlafen.” “Werde ich dich wieder sehen, Theia?”
“Wenn du es möchtest.” Erneut erklang das niedliche Kichern und im nächsten Moment löste sich Theia vor ihren Augen in einem funkelnden Regen auf. Tara starrte noch lange auf den Fleck, wo die Fee verschwunden war. Schließlich ließ sie sich seufzend zurück auf ihr Bett sinken, doch egal wie sie es anstellte, sie konnte einfach keinen Schlaf mehr finden. Als die Morgensonne in ihre Kammer lugte, machte sich Tara völlig gerädert an ihr Tagewerk.

Auf dem Weg zum Marktplatz um etwas Brot zu besorgen, begegnete ihr Geoffrey. Begeistert ritt der Soldat auf sie zu, als er des schmächtigen Mädchens gewahr wurde.  Verwundert bemerkte sie, dass er in vollem Rüstzeug auf dem Pferd saß. Weitere schwer gepanzerte Reiter der Wache zogen hinter Geoffrey vorbei, schenkten ihnen jedoch keine Beachtung.
“Wir ziehen gegen die Shrouks Tara! Ist das nicht aufregend? Wie lange habe ich auf diese Gelegenheit gewartet!” Tara konnte seine Begeisterung nicht teilen. Ein Gefühl, als habe ihr jemand die Faust in ihre Magengrube gerammt, ergriff sie.
“Sag mir bitte, dass das nicht wahr ist, Geoffrey! Das sind wilde Bestien.”
“Der Kommandant hat es gestern so entschieden. Im Laufe des Nachmittags brechen wir auf. Tara, begreifst du es denn nicht? Wir werden uns mit Ruhm bedecken!” Tränen begannen glänzende Spuren auf ihre Wangen zu zeichnen.
“Nein Geoffrey, das Einzige, womit sie euch bedecken, wird ein Leichentuch auf euren toten Körpern sein.”
"Närrin! Du bist nicht nur schwächlich, sondern auch voller Furcht. Lilith hatte recht.”
Ein weiterer unsichtbarer Hieb, doch Tara ignorierte die abfällige Bemerkung. Sie spürte, wie ihre Knie weich wurden. “Ich werde zu den Göttern für deine Rückkehr beten, Geoffrey.”
“Bete zu wem du willst und nun geh mir aus dem Weg.” Der Soldat gab seinem Pferd die Sporen. Bevor Tara ein paar Schritte zur Seite machen konnte, bekam sie einen heftigen Stoß in den Rücken und flog der Länge nach hin. Unsanft kam sie auf und rieb sich ihre schmerzende Schulter, während unter dem wilden Getrampel der Hufe Ross und Reiter an ihr vorbei stoben. Der Geschmack von feuchter Erde beherrschte ihren Mund und veranlasste Tara, mehrmals undamenhaft auszuspucken. “Was soll das?” Verstört sah sie sich um, als ein ihr nur allzu vertrautes Kichern erklang. Neben ihr war Theia wie aus dem Nichts aufgetaucht und schwebte mit ihren kleinen Füßen eine Handbreit über dem Boden.
Das Mädchen erhob sich aus dem Schlamm, der ihr gesamtes Gesicht bedeckte. Nur das leuchtende Blau ihrer Pupillen wollte nicht so recht zu der eintönigen Farbe passen.
“Du siehst aus wie ein Schokoladenkuchen mit Augen”, kicherte Theia vor ihr mit sich überschlagender Stimme.
“Sehr witzig. Würdest du mir wenigstens helfen aufzustehen? Warum hast du das überhaupt getan?”
“Für einen Moment sah es so aus, als ob er dich einfach umreiten würde. Ich habe mich wohl geirrt. Außerdem hast du Geoffrey schöne Augen gemacht.”
“Ja und? Er ist mein Freund”, sagte das junge Mädchen. “Du weißt, wie ich über ihn denke. Möchtest du nicht viel lieber mich zur Gefährtin haben? Mit mir wird es nie langweilig.” Theias Flügel bewegten sich sanft mit dem Wind.
“Davon bin ich überzeugt, aber warum sollte ich das wollen? Dazu müsstest du erst einmal etwas netter zu mir sein. Wie wäre es als Anfang, wenn du mir endlich hilfst? Ich glaube, ich habe mir bei dem Sturz mein Knie verstaucht.” Tara streckte ihre Finger nach dem Wesen aus. “Ich kann nicht. Entschuldige bitte.” “Was soll das heißen: du kannst nicht? Gib mir einfach deine Hand.”
“Nein! Du bist so unglaublich schmutzig. Ich fasse dich nicht an. Wir Feen sind äußerst reinliche Geschöpfe.”
Tara schluckte, dann stieg heiße Wut in ihr auf. “Du kleines Miststück! Daran bist du schließlich nicht ganz unschuldig!” Ein leichtes Sirren, wie von hunderten Mücken hervorgerufen, erklang und ihre Hände griffen ins Leere. Nur ein Glitzern erfüllte die Stelle, an der sich Theia eben noch befunden hatte. “Was bei allen Göttern geht hier vor? Wo bist du?” Tara spürte ihr Herz vor Aufregung in der Brust schlagen und sah sich vorsichtig um. Ein helles Lachen hinter ihrem Rücken ließ sie abrupt herumfahren.
Theia schwebte auf Augenhöhe vor ihr und betrachtete sie spöttisch. “Habe ich dich erschreckt? Du darfst mich niemals anschreien. Ich hasse es, wenn man laut zu mir ist. Meine Ohren sind sehr empfindlich.”
“Entschuldige, das wusste ich nicht. Trotzdem war dein Verhalten äußerst ungezogen.”
“Das ich dafür gesorgt habe, dass du im Matsch landest? Dafür kann ich nichts. Ich spiele euch Menschen so wahnsinnig gerne Streiche. Es liegt mir sozusagen im Blut.” Das zierliche Wesen machte ein Gesicht, als habe man es mit allen erdenklichen Süßigkeiten gefüttert. Tara musste unwillkürlich lachen und ihre Wut verrauchte so schnell wie sie aufgezogen war. “Bei den Göttern, das Kleid ist völlig ruiniert. Mein Vater darf mich unter keinen Umständen so sehen. Ihre Finger befühlten den verschmutzen Stoff und bei der Vorstellung, an die zu erwartende Bestrafung, bekam sie Magenschmerzen. “Ich muss nach Hause, Theia. Hoffentlich ist er noch auf der Jagd, dann kann ich es waschen und über dem Kamin trocknen.”
“Soll ich dich begleiten? Wir könnten uns unterhalten. Das würde mir gefallen.”
“Dir vielleicht, aber ich kann auf deine Anwesenheit gerne verzichten. Sieh dir mein Kleid an und das Brot habe ich auch nicht besorgt. Ich werde einen riesigen Ärger bekommen. Du könntest dich wenigstens bei mir entschuldigen.”
“Warum sollte ich? Es hat mir doch wahnsinnigen Spaß gemacht. Aber wenn du dich dann besser fühlst.” Ein Seufzen erklang. “Es tut mir Leid, Tara. Ich verspreche, es nicht wieder zu machen. Darf ich dich nun begleiten?” “Selbst wenn ich nein sage, würdest du dich wohl kaum von deinem Vorhaben abbringen lassen”, sagte Tara. Die Fee grinste über das ganze Gesicht. “Woher weißt du das?” “Nur so ein Gefühl, Theia.”
“Betrachte es doch einmal positiv. Dein Freund…”, Theia betonte das Wort, als ob sie eine saure Frucht zwischen den Zähnen stecken hatte, “…zieht mit den anderen Wachen auf einem Kriegszug. Sie werden bestimmt eine Weile fort sein, also genug Gelegenheit, das wir uns besser kennen lernen können.” Tara blieb stehen und betrachtete das so selbstsicher wirkende Geschöpf. Wenn sie ehrlich zu sich war, mochte sie die Fee sogar und Gesellschaft - egal von wem - war etwas, dass Tara immer viel zu wenig hatte. “Also gut, einverstanden. Versuchen wir es zusammen. Aber wenn du noch einmal frech wirst, kannst du das Ganze vergessen.” Tara wartete nicht auf eine Reaktion und wand sich wieder dem fernen Haus zu. Nur das sirrende Geräusch von Theias Flügeln zeigte, dass die kleine Fee ihr bereitwillig folgte.
« Last Edit: February 20, 2013, 12:58:03 pm by Eichhörnchen »
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Re: Abenteuer in den Grenzlanden
« Reply #1 on: February 03, 2013, 08:43:04 am »
Am nächsten Morgen war Tara damit beschäftigt, Kleidung in einem Gebirgsbach zu waschen, der einen kleinen Weiher am Rande des Dorfes speiste. Eine sanfte Berührung an der Schulter, einhergehend mit dem vertrauten Kichern, ließ sie sich nervös aufrichten. “Theia! Ich hätte nicht gedacht, dich so schnell wieder zusehen. Hast du keine Angst, dass einer der anderen Dorfbewohner dich sieht?”
“Die Trottel würden mich nicht einmal bemerken, wenn ich nackt vor ihnen stände.” Tara begann mit zittrigen Händen ihre Arbeit fortzuführen.
“Du bist so komisch. Hast du Ärger bekommen wegen des Kleids?”
Stoff und Bürste entglitten ihren Händen. “Nein. Mein Vater… also… er ist nicht nach Hause gekommen. Was, wenn ihm etwas zugestoßen ist? Ich mache mir wirklich Sorgen Theia. Irgendetwas geht da draußen vor sich. Vielleicht haben ihn die Bestien erwischt.”
“Verwundern würde mich das nicht”, erwiderte Theia. “Wir haben euch beobachtet seit die ersten Menschen hier eintrafen. Ihr erlegt alles Wild in den Wäldern und nehmt ihnen ihre Nahrung. Nun sind sie hungrig und jagen euch. Selbst wenn ihr einige erschlagt, wird das nichts ändern.”
“Du sagst das, als ob es dich nichts anginge. Immerhin ist es mein Vater, auch wenn wir uns keine Liebe entgegenbringen. Was soll ich denn allein machen?” Eine Hand strich zärtlich durch ihr langes Haar.
“Er wird schon zurückkommen. Vertrau mir. Ich kann solche Dinge spüren.“ Theia versuchte zuversichtlich zu klingen, um das junge Mädchen nicht noch weiter zu beunruhigen, dabei war sie sich ihrer Sache überhaupt nicht sicher. Oberhalb der Feste erklang ein Signalhorn.
Tara bemerkte die neugierigen Blicke der Fee. “Das ist nur der Ruf für die Wachen zum täglichen Appell.”
“Ist der Kommandant so etwas wie euer König?”
“Was? Nein. Nicht mal im Entferntesten, obwohl er sich so aufführt. Wie kommst du darauf?”
“Na, weil ihr ihm alle gehorcht. So wie wir unserer Königin.”
Tara kratzte sich nachdenklich am Ohr. “Unser Herrscher muss in einer gewaltigen Stadt leben, irgendwo weit entfernt von hier, soweit ich gehört habe.”
“Heißt das etwa, du weißt es nicht? Hast du ihn schon mal gesehen?”
“Ich weiß nicht viel darüber, Theia. Sie haben hier in den Grenzlanden Artefakte geborgen und sie in die Hauptstadt gebracht, um sie zu untersuchen. Den Gerüchten zufolge ist bei ihren Experimenten irgendetwas schief gelaufen. Die Gelehrten erschufen einen gewaltigen magischen Strudel, der alles um ihn herum verschlang. Kurz darauf brach jeglicher Kontakt ab und das Reich, seiner Führung beraubt, zerfiel in rivalisierende Stadtstaaten. Das war lange vor meiner Geburt. Tatsache ist, dass wir hier draußen auf uns alleine gestellt sind. Der Handel mit den anderen Städten ist inzwischen völlig zum Erliegen gekommen. Die letzten fahrenden Händler haben unser Dorf besucht, als ich noch ein Kind war. Was hast du vor?” Überrascht beobachtete sie die Fee, wie sie zu einem Strauch mit leuchtenden Früchten trippelte, der aus dem Dickicht am Weiher hervorstach und sich eine pflückte.
“Vermutlich gibt es euren Herrscher längst nicht mehr”, sagte Theia unbekümmert und biss herzhaft hinein. “Uähh die schmeckt furchtbar. Eine Beleidigung für meinen zarten Gaumen.” Tara sah amüsiert dabei zu, wie die kleine Fee vor ihr ausspuckte.
“Was musst du auch alles in dich hineinstopfen… .” Sie hatte den Satz noch nicht beendet, da flog ihr der Rest der Frucht ins Gesicht. “Theia! Na warte.” Tara schnellte vor, um die freche Fee zu packen, griff aber nur in einen funkelnden Regen hinein. Theia hatte es vorgezogen, das Weite zu suchen. “Komm sofort wieder zurück! Wir beide sind noch nicht fertig miteinander!” Eine sanfte Stimme, die aus allen Richtungen gleichzeitig kam erklang und Tara versuchte, den genauen Ursprung zu ergründen, doch Theia hielt sich wissentlich verborgen.
“Nur wenn du versprichst, mir nicht weh zu tun.”
“Was meinst du damit? Ich würde nie einen Engel schlagen.” Ein Kichern, dann fühlte Tara, wie ihr jemand ins Ohr blies. Verblüfft schaute sie der Fee ins Gesicht.
“Das war alles, was ich hören wollte.” Tara fasste zu und im nächsten Moment zappelte das völlig überraschte Wesen zwischen ihren Händen. “Du bist aber kein Engel, das hast du selbst gesagt”, lachte das Mädchen auf. “Wirklich durchtrieben und äußerst raffiniert für einen Menschen.” Theia machte ein unglückliches Gesicht. Vorausahnend, was die kleine Fee vorhatte, kam ihr eine Idee. “Wenn du jetzt verschwindest, nimmst du mich dann mit?” Ein verblüffter Ausdruck erschien in den grünen Pupillen. “Ich weiß es nicht, Tara. Es könnte klappen, aber ich habe es noch nie ausprobiert.” “Versuch es bitte, für mich.” Tara spürte den Luftzug der kleinen Flügel auf ihrem Antlitz. “Das ist viel zu gefährlich. Was ist, wenn etwas schief geht? Ich würde mir das niemals verzeihen.” “Das ist lieb von dir. Aber wenn wir es nicht versuchen, erfahren wir es nie. Also los. Ich bin bereit. Es ist mein Wunsch”, bettelte Tara. Die Fee seufzte auf und schloss ihre Augen. “Sei jetzt bitte still. Ich versuche, mich zu konzentrieren.” Ein Ziehen durchfuhr ihren Körper, sonst merkte sie keine Veränderung. “Was ist? Kann es losgehen? Ich warte immer noch.” Ungeduld erfasste jede Faser ihres Körpers. “Sieh dich doch mal um, Tara.” Im ersten Moment verstand sie nicht, was Theia meinte. Vorsichtig wendete sie den Blick, nur um sogleich überrascht aufzukeuchen. Der Bach, neben dem sie eben noch gestanden hatten, lag nun ein ganzes Stück entfernt. “Bei allen Göttern, wie ist das möglich?” Eine Art Hochstimmung ergriff sie und überwältigt von ihren Gefühlen, drückte sie der Fee spontan einen Kuss auf die Nase. “Es hat funktioniert, Theia und es ist völlig ungefährlich.“ Langsam schritt das Mädchen, wieder dem nahen Teich entgegen. “Trotzdem… eine Bitte hätte ich.”
“Was möchtest du denn jetzt noch?”
“Versprich mir, dass du dich nicht wieder durch Magie bewegst. Zumindest nicht, solange wir zusammen sind. Es ist mir irgendwie unheimlich.”
Theia seufzte auf, hatte sie doch insgeheim mit schlimmeren gerechnet. “Ich schwöre es dir, Tara.”
“Nein warte, das geht mir zu schnell. Woher weiß ich, dass du es wirklich ernst meinst und mich nicht anflunkerst?” “Du hörst nicht zu, Tara. Ich sage die Wahrheit. Selbst eine böse Fee würde dich niemals anlügen. Das ist mein voller ernst.” “Ist ja schon gut. Ich glaube dir, Theia. Bleibst du heute bei mir? Ich habe Angst so allein im Haus.” Theia nickte nur und so hob Tara ihre Sachen auf und machte sich erleichtert mit ihrer ungewöhnlichen Freundin auf den Rückweg.

Ein paar Tage später kehrte der Trupp wieder nach Akrans Zuflucht zurück. Ihr Vater war in der ganzen Zeit nicht aufgetaucht. Als man endlich seine Leiche fand und vor dem Dorf verbrannte, bestätigten sich die anfänglichen Befürchtungen. Auch was Geoffrey betraf, schienen sich ihre schlimmsten Alpträume zu bewahrheiten. Die Kämpfer ritten ausgehungert und mit verhärmten Gesichtszügen an ihnen vorbei zur Festung hinauf. “Beim Licht des Mondes, siehst du das, Tara? Fast keine Verwundeten. Sie können doch nicht alle gefallen sein”, sagte die Fee.
Tara drehte sich zu ihr um und strich wehmütig eine aufmüpfige Strähne aus ihrem Gesicht. “Hast du es denn noch nicht gewusst? Shrouks machen keine Gefangenen.” Schweren Herzens kehrte ihr Blick zurück zu den vorbeiziehenden Reitern. “Wo ist Geoffrey? Ich kann ihn nirgends entdecken.”
“Er wird schon noch kommen. Vielleicht weiter hinten beim Tross. Komm, lass uns nachsehen.” Tara nickte nachdenklich und ließ sich von Theia führen. Das weite Gewand verbarg ihre andersartige Erscheinung und die kleinen Flügel vor neugierigen Blicken, zumindest schenkte ihnen niemand Aufmerksamkeit. Fast am Schluss entdeckten sie Ciron einen Freund Geoffreys. Als seine Augen Tara erblickten, hellten sich seine Gesichtszüge auf, nur um im nächsten Moment wieder die selbe Niedergeschlagenheit zu zeigen. “Geoffrey?” Sie hing an seinen Lippen. Würde er ihr die alles erlösende Antwort geben? Ein Kopfschütteln, dann war der Reiter vorbei. Trauer und Hoffnungslosigkeit erfüllten Tara und mit einem mal wurde ihr furchtbar kalt. Eine Kälte, die ihren Ursprung irgendwo tief in ihrem Innern hatte und die sie nicht vermochte, niederzukämpfen.
“Was ist mit dir? Du bist so blass wie eine Tote. Ist es wegen Geoffrey?” Tara schaffte es kaum, zu nicken. Ihre Wangen wurden feucht vor Tränen und der gesamte Mageninhalt versuchte, sich einen Weg nach draußen zu bahnen. Ihr gesamtes bisheriges Leben lief vollkommen aus dem Ruder und Tara fragte sich, woher sie überhaupt noch die Kraft nahm, den Schmerz zu unterdrücken.
“Ich weiß, das er noch da draußen ist. Ohne die Gewissheit, was ihm zugestoßen ist, kann ich nicht weiterleben. Wir müssen Geoffrey suchen, bitte Theia.”
“Ich habe dir gesagt, dass ich ihn nicht mag. Er ist kein guter Mensch, auch wenn du es dir nicht eingestehen willst. Aber da wir beide Freunde sind, helfe ich dir. Allerdings wirst du uns führen müssen. Ich kenne mich außerhalb des Dorfes nicht besonders gut aus.” Dankbar schlang Tara ihre Arme um das schlanke Geschöpf. “Warte hier. Ich packe ein paar Dinge zusammen, dann können wir los. Geduldig wartete Theia unter ihrer weiten Kutte geschützt ab und staunte nicht schlecht, als ihre Freundin auf einem prächtigen Hengst zurückkehrte.
“Woher hast du das Pferd? Ich hoffe doch, es ist nicht gestohlen.”
“Theia! Bei den Göttern, nein. Ciron hat es mir geliehen, allerdings habe ich nicht gesagt, was wir damit vorhaben. Er hat mir auch gesagt, wo sie die Bestien gestellt haben. Nun komm, vertrödeln wir nicht noch mehr Zeit.” Von neuer Hoffnung erfüllt, half sie der Fee hinauf. Ein Schnalzen und gehorsam setzte sich das ruhige Tier in Bewegung. “Na dann mal los”, rief Tara und gab dem Pferd die Sporen.

Das Dorf lag schon ein ganzes Stück zurück und Tara begann, sich Sorgen zu machen, ob sie rechtzeitig zum Einbruch der Abenddämmerung zurück sein würden.
“Warum nennt ihr sie Grenzlande?”, fragte Theia und zerstörte damit die Stille, die bisher ihren Weg begleitet hatte.
“Na weil die Welt dahinter zu Ende ist. So ist es uns seit Generationen von unseren Ahnen überliefert.”
Theia kicherte. “Wie kommt ihr darauf? Das sind doch nur Wälder und Gebirge und dahinter liegen vielleicht fruchtbare Ebenen. Man müsste nur mal nachsehen.”
“Rede nicht so einen Unsinn. Dahinter ist absolut gar nichts.” Das Mädchen streckte eine Hand in Richtung des sich in der Ferne abzeichnenden Gebirges aus. “Jeder, der es versucht hat, ist tot. Zumindest ist nie jemand zurückgekommen. Die Shrouks wachen über die Klippen der ewigen Finsternis.”
“Was soll denn das wieder sein? Davon habe ich noch nie gehört.”
“Das ist der Rand der Welt. Weißt du denn überhaupt nichts? Vielleicht bist du wirklich kein Engel.”
Theia stieß geräuschvoll die Luft aus ihren Lungen. “Endlich wirst du vernünftig.” Eine Weile ritten sie wieder schweigend durch die eintönige Landschaft, bis Tara den Hengst anhielt um kurz zu rasten. Während das Pferd friedlich graste, verzehrten die beiden Mädchen, was Tara in der Eile an Verpflegung eingepackt hatte.
“Das was du über Geoffrey gesagt hast… entsprach es der Wahrheit?” Theia weitete unmerklich ihre Augen und griff nach den Händen des Mädchens. “Ja Tara und es tut mir sehr leid, dir davon erzählt zu haben. Aber das war es, was ich in seiner Gegenwart empfand.” Warm fühlten sich die Finger der Fee an und unglaublich weich. Versonnen begann Tara sie zu streicheln. “Schon gut. Vielleicht ist es besser so, dass du mir die Augen geöffnet hast.” Ihre Finger wanderten weiter den Körper der Fee entlang, bis sie an den zarten Flügeln verharrten. “Was möchtest du von mir, Theia?” Die Frage bereitete ihr schon seit Tagen Kopfzerbrechen und sie fand nun den geeigneten Zeitpunkt, sie zu stellen. Mit der kleinen Fee ging eine seltsame Wandlung vor sich und als ziehe jemand einen Vorhang beiseite, verschwand jegliches Selbstbewusstsein aus ihrem Verhalten.
“Na was ist, bekomme ich eine Antwort von dir?”
Theia druckste herum und antwortete nur zögerlich. “Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll.”
“Das schaffst du schon, du bist doch ein Engel.”
“Ich bin kein…”, wollte Theia aufbegehren, doch dann versagte ihre Stimme. Einen Moment bewegten sich die Flügel rhythmisch hin und her. “Ich habe mich in dich verguckt, Tara.” Das Mädchen hatte mit allem erdenklichen gerechnet, nur nicht mit dieser Antwort und sie fühlte wieder dieses seltsame Gefühl im Bauch, dass sie immer bekam, wenn eine Situation sie überforderte.
“Du hast was? Theia, veralberst du mich wieder?” Winzige Schweißperlen manifestierten sich auf ihrer Stirn, obwohl die Nachmittagsluft eine angenehme Kühle mit sich trug. Theias Flügel schlugen nun völlig unkontrolliert. Ein deutliches Zeichen dafür, wie nervös die kleine Fee war.
“Ich meine es ganz ernst. Mit meinen Gefühlen mache ich niemals Späße.” Tara fühlte sich wie im Rausch. Ihre Lippen wurden spröde und unsicher leckte sie mit der Zunge darüber. Theia trippelte noch einen zaghaften Schritt an sie heran, bis sie den Körper des Wesens durch den Stoff ihres Kleides spüren konnte. Auf Zehenspitzen balancierend, um mit ihr auf Augenhöhe zu kommen, spitzte die Fee auffordernd ihre Lippen. In dem Moment hatte Tara das Gefühl, ihr Herz würde in ihrer Brust zerspringen. Übelkeit wechselte mit wahnsinniger Aufregung und machte es ihr unmöglich, einen klaren Gedanken zu fassen.
“Nein warte, Theia! Ich kann das nicht. Irgendetwas ist falsch daran.” Das leuchtende Grün aus Theías Augen schlug sie in ihren Bann und wie in Trance vernahm sie die helle Stimme.
“Was soll an aufrichtiger Zuneigung und Liebe falsch sein? Jetzt küss mich endlich, bevor ich noch verrückt werde.”
“Hoffentlich sieht uns niemand dabei, sonst sterbe ich vor Scham. Die ganze Situation ist einfach nur unwirklich.” Nervös beugte sich Tara vor, bis sie den Mund der Fee berührte. Erst wollte sie sich sofort wieder zurückziehen, doch ein seltsames Gefühl hinderte das Mädchen daran. Unsagbar zart fühlten sich die Lippen der Fee an und Tara fand Gefallen an dem Kuss. Heftiger und fordernder presste sie ihren Mund auf den Theias, bis ihre Lippen fast miteinander verschmolzen. Die Flügel der kleinen Fee verharrten erst völlig still, dann begannen sie wild zu flattern, während Theia mit weit aufgerissenen Augen regungslos verharrte. Nach einem viel zu kurzen Augenblick löste sich Tara von ihr und rieb sich die Lippen. Theia fand als Erste ihre Sprache wieder.
“Also wenn das falsch war, dann möchte ich zu gerne erleben, wie du jemanden küsst, sobald du denkst, dass es richtig ist.”
Verwunderung zeigte sich in ihren Augen und ein verdächtiges Zucken umspielte ihre Mundwinkel. “Ich verstehe es selbst nicht, Theia. Irgendetwas war anders als sonst. So intensiv habe ich es nie empfunden, wenn Geoffrey mich geküsst hat. Hast du mich verzaubert?”
Ein sanftes Kichern. “Das wäre schön, wenn so etwas möglich wäre. Es würde die Dinge vereinfachen. Aber sei unbesorgt. Ich habe nichts dergleichen getan.”
“Hilf mir zusammenpacken. Wir müssen weiter, bevor die Dunkelheit eine Suche unmöglich macht.” Theia seufzte enttäuscht auf, blieb aber entgegen ihrer sonstigen Gewohnheiten folgsam. Bald darauf ritten sie ihrem Ziel entgegen.

In der Abenddämmerung erreichten sie den Rand des Waldes, hinter dem die Klippen der Finsternis liegen sollten. Tara bekam ein beklemmendes Gefühl in ihrer Magengegend. Nur schwer gelang es ihr, sich auf die vor ihr liegende Aufgabe zu konzentrieren. Ganz anders Theia. Die Fee fand immer wieder Spuren, wenn Tara glaubte völlig die Orientierung verloren zu haben.
“Überall getrocknetes Blut. Hier muss ein Kampf statt gefunden haben, aber wo sind dann die Körper?” “Komm her Tara.” Aufgeregt deutete die Fee auf etwas im Gras. Tara beugte sich darüber und schluchzte auf.
“Das ist Geoffreys Schwert. Bei den Göttern, sieh mal, die Klinge ist völlig blutig.”
“Woher willst du das wissen? Vielleicht ist es von einem der anderen Soldaten. Die Dinger sehen doch alle gleich aus.”
Tara schüttelte den Kopf und deutete auf eine Gravur am Griff. “Es ist Geoffreys. Ich erkenne es wieder. Er ist tot, Theia… verstehst du… tot!” Tara sank vor Verzweiflung auf die Knie, während ihre Finger das verschmierte Schwert wie ein Kleinod umschlossen. “Jetzt bin ich völlig allein”, schluchzte Tara. Eine Hand legte sich auf ihre Schulter.
“Nein, das bist du nicht. Ich werde bei dir bleiben, für immer, wenn du es möchtest.” Gerade wollte Tara zu einer Erwiderung ansetzen, als ein fürchterliches Gebrüll ertönte. “Shrouks! Wie konnten wir nur so dumm sein und glauben, dass sie nicht mehr in der Nähe sind.” Im nächsten Augenblick kam alles noch schlimmer. Der Hengst, völlig verängstigt von den unheilvollen Lauten, ging durch und galoppierte in Richtung des Dorfes davon. Verzweifelt versuchte Tara ihm nachzurennen. Eine Wurzel beendete jäh ihr Vorhaben. Tara spürte einen schmerzvollen Ruck durch ihren Knöchel, dann lag sie schon auf dem Boden. Immer näher kam das tierische Gebrüll der Bestie. Sofort wollte sie sich wieder erheben, doch ein mörderischer Schmerz raste ihr Bein hinauf und raubte ihr den Atem. Wimmernd blieb das Mädchen liegen, während die Fee neben ihr heranschwebte.
“Nimm meine Hand Theia, ich bitte dich! Du musst uns von hier wegbringen!”
“Ich kann nicht, so gern ich das möchte”, jammerte Theia und zum ersten Mal sah Tara Tränen über ihre blassen Wangen laufen. Irgendwo vor ihnen zerbrach ohrenbetäubend ein Stamm. Sie spürten, wie er im dichten Unterholz aufschlug und den Boden zum Zittern brachte. Über das infernalische Getöse splitternden Holzes hinweg drangen kreischende Laute an ihre Ohren und ließen den beiden Mädchen das Blut in den Adern gefrieren.
“Theia, bitte! Wenn du jetzt nichts tust, werden wir beide hier sterben!”
“Es geht nicht. Mein Schwur bindet mich.” Beinahe atemlos starrte die Fee mit weit aufgerissenen Augen abwechselnd von Tara zum vor ihnen aufragenden Dickicht des Waldes.
“Was für ein Schwur? Jetzt ist wirklich nicht der richtige Zeitpunkt für deine Spielchen!” Ein Schatten von gewaltigen Ausmaßen brach zwischen den Bäumen hervor. “Theia!” “Aber… du hast es mir doch selbst verboten, meine Magie zu wirken.” Tara versuchte krampfhaft sich zu erheben, doch sofort schossen Wellen heißen Schmerzes durch ihren Knöchel und ließ das Mädchen aufschreiend zurücksinken. “Was habe ich?” Plötzlich durchzuckte sie die Erkenntnis. “Bei den Göttern, ich wusste nicht, dass du das wirklich ernst nimmst. Ich entbinde dich davon, hörst du? Ich entbinde dich, Theia!” Im selben Augenblick begann die Luft um sie herum zu flimmern. Tara sah die Pranke mit den rasiermesserscharfen Klauen herab fahren und spürte den fauligen Atem der unheimlichen Kreatur auf ihrem Gesicht. Dann herrschte um sie herum Stille… Tara versuchte, sich zu orientieren. Nur langsam lichteten sich die funkelnden Schleier vor ihren Augen und gaben den Blick auf die Umgebung frei.
“Wo sind wir? Ich meine, wohin hast du uns gebracht?”
“An den Ort, der in deinen Gedanken am stärksten verankert war”, erwiderte die kleine Fee. Jetzt erkannte Tara die Umrisse der Kammer wieder und ihre Wahrnehmung kehrte zurück. Ein erleichterter Stoßseufzer entfuhr ihrer Kehle. Sie waren wieder in Sicherheit. Neben sich hörte sie Theia beinahe hysterisch auflachen. Den Schmerz in ihren Knöchel verbeißend, packte sie die kleine Fee und zog sie an sich.
“Du bist wirklich das unglaublichste Geschöpf, das ich jemals in meinem Leben kennen gelernt habe, Theia.” Liebevoll schlossen sich ihre Arme um den Körper des schmächtigen Mädchens. Die kleine Fee würde sie, egal was passierte, immer lieben, sie nie im Stich lassen und niemals anlügen. Begleitet vom sirrenden Geräusch der kleinen Flügel, flitzte die Fee durchs Haus und half wo sie nur konnte. Tara beobachtete sie eine Zeitlang dabei und seufzte schließlich versonnen auf. Sie war nicht mehr allein. Sie würde nie mehr allein sein. Zum ersten Mal, seit das Mädchen zurückdenken konnte, machte sie sich mit einem Lächeln an ihre Aufgaben.


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« Last Edit: February 20, 2013, 01:05:08 pm by Eichhörnchen »
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Offline Tìtstewan

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Re: Abenteuer in den Grenzlanden
« Reply #2 on: February 03, 2013, 08:53:44 am »
Suuuppii!!
Wie immer schön geschrieben!
Karma ngaru! :D

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Offline Yaknun

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Re: Abenteuer in den Grenzlanden
« Reply #3 on: February 03, 2013, 11:36:27 am »
Danke mein Eichhörnchen  :D
Eben entdeckt, sogleich "darüber hergemacht" und mit Begeisterung verschlungen  ;)

Wie bei Texten aus Deiner Feder gewohnt, toll geschrieben und man kann einfach nicht aufhören zu lesen, wenn man erst einmal angefangen hat...

'ne "wichtige" Frage gibt es dann noch per PN  ;) ;) ;)

PS: kleiner Nachtrag - ich hoffe, da gibt es in absehbarer Zeit eine Fortsetzung
Neytiri:
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alt, aber
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...


Offline tsmukan_stephen

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Re: Abenteuer in den Grenzlanden
« Reply #4 on: February 03, 2013, 04:42:16 pm »
Hallo,

na, das ist ja wieder eine Story, wie wir sie von Dir lieben, ma Eichhörnchen!

Wie schon mein Vor'schreiber' meinte: Bitte mehr davon!

Eywa ngahu!

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Offline Ricardo

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Re: Abenteuer in den Grenzlanden
« Reply #5 on: February 07, 2013, 03:35:32 pm »
Sehr gut!
Es bleibt einem wieder einmal nur übrig, den Hut zu ziehen.

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Re: Abenteuer in den Grenzlanden
« Reply #6 on: February 09, 2013, 06:44:28 am »
Gewohnte Qualität vom kleinen Nager :P

Ganz persönlich finde ich die Handlung stellenweise etwas gehetzt und es gibt ein paar Sprünge in den Charakterisierungen der beiden. Vielleicht liegt mir auch das Genre einfach nicht ;) Kenne mich mit Feenliteratur nicht so aus…

Ist es gewollt, daß es so wenig Absätze im Text gibt?

Offline Tìtstewan

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Re: Abenteuer in den Grenzlanden
« Reply #7 on: February 10, 2013, 08:59:17 am »
Kaltxì ma Robert

Freut mich das die Geschichte wieder euren Gefallen gefunden hat, auch wenn es Fantasie und nicht Avatar zum Thema hatte.
Mit Avatar muss es nicht zutun haben, die sind trotzdem super. ;)

Allerdings habe ich öfters das Gefühl, wenn ich mir so das Verhältnis Forumsbeiträge - Pms ansehe, das manche nur einloggen, Kopieren, lesen und PM schreiben. Weiß nicht ob ich mich darüber freuen soll. Ein bisserl mehr Forumsaktivität würde ich mir von einigen dann doch wünschen.
-> dazu eine PM.

ich hoffe, da gibt es in absehbarer Zeit eine Fortsetzung

Folgendes:
Ich habe die Geschichte für eine Ausschreibung ( Wettbewerb ) nach strengen Vorgaben eines Verlags angefertigt. Dabei gilt das zeigen in Foren bzw. Social Networks diesmal merkwürdigerweise nicht als Veröffentlichung, obwohl das meistens verboten ist. Für mich eine Gelegenheit mal etwas von meinen anderen Storys zu präsentieren, die ich sonst anfertige. Allerdings da nun doch einige Nachfragen kamen und die Protagonisten Tara und Theia gefallen, schließe ich einen weiteren Teil nicht kategorisch aus, auch wenn das eigentlich nicht so gedacht war.
Sehr interessant. Mir schwirrte das schon irgendwie im Hintergedanken, weil schon etwas wenig Absätze da sind, aber dies sah ich nicht als 'Fehler' an (daher erwähnte ich es in meiner PM auch nicht :-[).

Ich wünsche dir viel Glück bei der Ausschreibung! :D

Gruß
Roland

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Offline Tsu'tey

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Re: Abenteuer in den Grenzlanden
« Reply #8 on: February 13, 2013, 04:08:09 am »
Kann man aufjedenfall lesen echt nicht verkehrt ;) Ist zwar nicht soo mein Lektüre Bereich, aber auch anderes mag interessant sein :) Wobei ich beim lesen mehr in Richtung Eragon usw. tendiere :)

Ich bleibe in Erinnerung. Ich habe mit Toruk Makto gekämpft. Und wir waren Brüder. Und er war mein letzter Schatten.

Offline Neytiri2000

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Re: Abenteuer in den Grenzlanden
« Reply #9 on: February 13, 2013, 12:13:47 pm »
Kalkxí ma Eichhörnchen,

habe mir nun auch diese Geschichte von dir ran genommen  :D

ich muss sagen das obwohl es ein anderes Genre ist immernoch super geschrieben wurde  ;)

die Entwicklung der Story ist echt spannend gemacht

und irgendwie konnte ich mir schon fast denken das sich Theia in Tara verliebt  :-[ :-X

mach auf jedenfall weiter so   :)

Lg Neytiri2000
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Jake Sully: Ich möchte kein Mitleid, wenn du Fair behandelt werden willst, bist du auf dem Falschen Planeten.

Offline Jake.S

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Re: Abenteuer in den Grenzlanden
« Reply #10 on: April 05, 2013, 03:04:58 am »
Höchste Zeit, dass ich auch mal meinen Senf dazu gebe. :D
Aaaaalso, gleich zu Anfang, ich bin überrascht.
Eigentlich liegen meine lesetechnischen Interessen eher weniger in diesem "Bereich" aber du hast mich mal wieder von dem Gegenteil überzeugt.
Ich finde die Geschichte sehr schön zu lesen auch von der erwähnten Hektik merk ich nichts. (was auch daran liegen könnte, dass ich meistens Thriller lese... ::))
Ansonsten gilt das Übliche:
 -Gute Wortwahl
 -Schöne Sätze
 -Klasse Story

Eigentlich könnte ich einen Kommi für alle deine Storys schreiben... ;D

      Naja, einer muss doch auch zur RDA halten, oder nicht?  ::) Und ein Hubschrauber ist nun mal cooler als ein Vogel. :P

 

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