Author Topic: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä  (Read 1639 times)

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Offline Ricardo

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AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« on: December 17, 2012, 11:58:40 am »
Kaltxì, Brüder und Schwestern!
Wie bekannt sein dürfte, feiert das Meisterwerk AVATAR heute sein Jubiläum!
Das war für drei unserer begabtesten Schreiber hier im Forum Anlass genug, sich zusammenzufinden, um eine gemeinsame Geschichte auf die Beine zu stellen.
Zum ersten Mal bekommt ihr nun ein Gemeinschaftswerk aus den Federn von Eichhörnchen, Plumps und Ricardo zu lesen. Jeder hat ein Kapitel dazu beigetragen.
Solltet ihr also in freundlicher Absicht Karmapunkte spenden wollen, dann für jeden der drei.
Euch erwartet auf jeden Fall ein ganz besonderes und bisher einzigartiges Leseerlebnis!
Ohne noch weiter mit Worten nerven zu wollen, kommt hier nun also das Ergebnis!
Viel Spaß wünschen euch

Eichhörnchen,
Plumps,
Ricardo

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F t x o z ä   I r a y o ä


In den Tiefen des Weltraums drehen sich die Sonnen des Dreigestirns Alpha Centauris umeinander und verbreiten ihr lebensspendendes Licht. Folgen wir einem der unzähligen Lichtstrahlen, quer durch ein gewaltiges System, vorbei an Planeten und Monden, deren Oberflächen so feindlich sind, dass keine bekannte Form von Leben auf ihnen existieren könnte. Der Lichtstrahl zieht weiter durch die Tiefe des Alls, passiert einen gewaltigen Gasplaneten, der in der Datenbank der Raumfahrtbehörde in Kansas als “Polyphemus” geführt wird, bis er auf einen seiner winzigen Begleiter namens Pandora trifft. Das Licht durchdringt die Wolkendecke und unter ihm breitet sich ein wahres Kleinod in allen erdenklichen Blau- und Grüntönen aus, durchzogen von den silbrig mäandernden Läufen der Flüsse. In seiner Schönheit ist es nur vergleichbar mit dem Anblick der Erde, wenn man sie aus dem Weltraum betrachtet. Das Licht der Sonnen zieht weiter, durch die untersten Luftschichten, bis das Blätterdach der Dschungelwelt in all seinen Einzelheiten erkennbar wird. Mittendrin erhebt sich ein eindrucksvolles Gebilde, neben dem selbst die Baumriesen des Amazonas zu einem nichts verblassen. Die Ureinwohner des Mondes nennen es Kelutral, was soviel bedeutet wie Heimatbaum. Der Lichtstrahl hat sein Ziel erreicht. Unter ihm erscheint ein großes Lagerfeuer und in der Nähe ein paar Jäger, die heraneilen. Die meisten Ureinwohner, sie nennen sich selbst Na’vi, haben sich zu einem besonderen Ereignis versammelt. Das Licht trifft auf ihre Gesichter. Eines ist schmerzverzerrt, dennoch zuckt ein Lächeln um seine Mundwinkel. Ein anderes offenbart müde Augen. Wieder ein anderer Na’vi ist völlig falsch gekleidet, was zur Belustigung seiner Freunde beiträgt. Ihnen allen stehen die Erlebnisse der letzten Zeit in ihr Antlitz geschrieben und ihre Brüder und Schwestern fordern sie auf zu erzählen was ihnen widerfahren ist.



Hier sind ihre Geschichten…

Yaratx und Wapey

Die flach einfallenden Sonnenstrahlen ließen das meistens auch am Tag düstere Unterholz jeden Morgen um diese Zeit aufleuchten und besonders lebendig wirken. Yaratx war noch zu müde, um die Schönheit des Waldes wahrzunehmen. Er hatte sich nur schwerfällig aus der Hängematte quälen können. Ihm würde es nie begreiflich sein, wie andere Na’vi schon kurz nach Sonnenaufgang aufstehen konnten. Und das sogar mit Begeisterung, wie es schien.
Heute war auch Yaratx einer der Frühaufsteher. Der Grund war, dass der Tag des großen Dankesfestes gekommen war. Egal wie lange Yaratx versucht hatte, diesen Termin vor sich her zu schieben, hatte die Zeit kein Erbarmen mit ihm. Dem Fest sah er sonst mit großer Vorfreude entgegen, weil er Feste aller Art liebte. Diesmal war es aber anders. Seit Kurzem hatte er eine feste Partnerin: Wapey. Es war Brauch, dass man seinem Partner zu diesem Anlass ein besonderes Geschenk machte. Da Yaratx nicht der Typ war, dem Bräuche nahelagen, hatte er das Geschenk schlichtweg vergessen. Erst als einige seiner jagenden Brüder am Abend zuvor leise miteinander über die Geschenke sprachen, die sie organisiert hatten, fiel es Yaratx mit einem Schrecken wieder ein. Ihn überkam die Angst, sich zu blamieren und als einziger ohne Geschenk dazustehen. Wapey würde ihm das nie verzeihen. Wapeys Familie gleich gar nicht. Einer ihrer älteren Brüder war Anführer der Jäger des Stammes. Sollte Yaratx ohne Geschenk beim Fest auftauchen, dürfte er in nächster Zeit nur die allerharmlosesten Pflanzen im Tal jagen gehen, so viel war klar. Die Kausalitätskette verpasste Yaratx bei jedem Gedanken Bauchschmerzen. Erschwerend kam hinzu, dass sein Geschenk einzigartig sein musste, um Eindruck zu schinden. Das wurde von ihm erwartet. Allerdings hatte er keine Ahnung, wie er dem über achtzehn Generationen vererbten Zeremonienbogen von Muntxe oder der angeblichen Toruk-Kralle von Angeber La'pey auch nur im Ansatz nahekommen sollte.
Seit Stunden schon irrte Yaratx schon im Wald herum und in ihm wuchs die Furcht, mit leeren Händen nach Hause zurückzukehren. Sein Magen knurrte. Unweigerlich musste er an das Festessen denken, das es geben würde. Sofort lief ihm das Wasser im Mund zusammen und sein Magen meldete sich noch einmal.
    „Ist ja gut, heute Abend werden wir beide randvoll sein“, versuchte er, seinen Magen zu einem Waffenstillstand zu überreden. Ohne großen Erfolg.
Yaratx nahm es als willkommene Ablenkung, etwas zu Essen zu jagen. Er hätte theoretisch auch ein paar Waldfrüchte pflücken können, aber er war absolut kein Pflanzengourmet und wollte sich an so einem festlichen Tag nur mit erlesenen Speisen oder dem, was er dafür hielt, begnügen. Gerade in dem Moment, in dem Yaratx zur Probe einen Pfeil im Bogen anlegte, sprang eine kleine Gruppe von Ayyerik aus dem Gebüsch, blieb erstaunt stehen und sah ihn an.
    „Eywa, du meinst es gut mit mir“, sagte Yaratx und ließ den Pfeil sausen.

Den mitgebrachten Tragesack nutzte Yaratx als improvisierte Decke, um das Feuer zu löschen, das er zum Braten benutzt hatte. Der Yerik hatte köstlich geschmeckt. Zwischendurch hatte Yaratx schon überlegt, ihn einzupacken und als Geschenk mitzunehmen, aber sowohl das Gewicht als auch sein Hunger und der gute Geschmack des Fleisches ließen ihn sich anders entscheiden. Yaratx empfand es als Schande, dass keiner sonst von der Köstlichkeit probieren konnte. Die Tatsache, dass wohl bereits die meisten seiner Stammesgenossen ebenfalls beim Festessen waren, spendete ihm dann doch Trost.
Seinem Vorhaben, ein Geschenk zu finden, brachte es ihn aber kein Stück näher.
Während Yaratx ein wenig am Ufer eines kleinen Baches entlangging, sah er ein, dass schöne Bögen und Schmuckstücke nicht einfach dalagen und auf einen bedürftigen Na'vi zur Festzeit warteten. Weil das Jagen das einzige war, worauf sich Yaratx wirklich verstand, bereute er es zwischenzeitlich, den Yerik nicht doch mitgenommen zu haben. Nur eine einzelne Rippe hatte er in seinen Sack gesteckt. Er wollte sie später am Lagerfeuer als Zeichen der Dankbarkeit opfern.

Mit einem Stock im Boden herumstochernd hatte sich Yaratx etwas später an einem See niedergelassen, der von dem kleinen Bach genährt wurde. Die Pause tat gut und seine Füße teilten ihre Dankbarkeit mit einem Gefühl der Entspannung mit.
Plötzlich bemerkte Yaratx auf der anderen Seite des Sees ein Glitzern. Er glaubte, sich geirrt zu haben, denn das Glitzern war gleich wieder verschwunden. Doch wenig später tauchte es wieder auf und verschwand ebenso schnell wieder. Das ging ein paar Mal so. Schließlich entschied sich Yaratx, der Sache nachzugehen. Er lief um den See herum, durchquerte schließlich den Bach und genoss das kühle Wasser, das seine Füße umspülte und ging schließlich bis zu der Stelle, an der er das Glitzern wahrgenommen hatte. Aber es war nichts zu sehen. Offenbar hatten ihm seine Sinne einen Streich gespielt.
Enttäuscht wollte Yaratx schon den Rückweg antreten, als er ein Knacken vernahm. Blitzartig drehte er sich herum und legte dabei reflexartig einen Pfeil schussbereit an. Er rechnete mit dem Schlimmsten. Doch mit dem, was hinter einem Baum hervorkam, hatte er nicht gerechnet. Es war ein Na'vi-Mädchen, das man bereits als junge Frau hätte bezeichnen können. Sie war von so atemberaubender Schönheit, dass Yaratx Pfeil und Bogen einfach fallen ließ. Ihre selbst am Tag leuchtenden Punkte waren perfekt angeordnet, ihr Gesicht entsprach der Grundidee von Perfektion. Sämtliche Rundungen ihres Körpers waren makellos. Dazu waren ihre Schritte graziös und ihre Bewegungen samtweich. Kein Zweifel, das Knacken hatte sie beabsichtigt. Sie wollte wahrgenommen werden. Trotz all dieser einmaligen Ansehnlichkeit fiel nicht der Körper des Mädchens als erstes auf, sondern eine schwere, üppige Halskette. Die war schwarz wie der Nachthimmel an seinen dunkelsten Stellen und hatte das Sternenleuchten eingefangen. Daher musste das Glitzern kommen. Beim ersten Blick darauf wurde Yaratx gewahr, dass es nicht nur bis zum anderen Seeufer, sondern bis zurück zu seinem Dorf strahlen musste.
Ohne den Blick von Yaratxs Gesicht zu lösen, hob das Mädchen die fallen gelassenen Jagdwerkzeuge auf und drückte sie ihm zurück in die Hand. Ihr ganzer Bewegungsablauf wirkte langsam und dadurch besonders würde- und geheimnisvoll.
    „Schließe deinen Mund, du siehst sonst nicht gut aus“, sagte das Mädchen mit einer Stimme, deren Klarheit die Ohren zu überspringen schien und sich tief in alle Arten der Wahrnehmung brannte. Mit ihrer weichen und warmen Hand berührte sie ihn sanft am Unterkiefer und schloss ihm den Mund. Seinetwegen hätte ihre Hand nie mehr weichen müssen. Doch sie tat es. Sie drehte ihm den Rücken zu und schwebte ein paar Schritte zurück. Beim Blick auf ihre Rückansicht bemerkte Yaratx, dass der Lendenschurz, den sie trug, kaum die Bezeichnung verdiente. Er war aus einem dunklen, glänzenden Material gefertigt und verhüllte so wenig, dass er kaum notwendig schien. Yaratxs genauer Blick sagte ihm, dass es alles war, was sie trug. Neben der schweren Kette.
    „W-wer bist du?“, brachte Yaratx zögerlich hervor. Das Mädchen drehte den Kopf mit einem verschmitzten Lächeln herum und ihr sinnlicher Blick fuhr ihm direkt in die Seele.
    „Willst du das wirklich wissen, starker Jäger?“
    „Nein. Äh, ja! Wer bist du?“
Lachend warf sie den Kopf in den Nacken und entfernte sich noch ein paar schwerelose Schritte.
    „Die Frage ist: Wer bist du?“
    „Was?“
    „Ich weiß, wer ich bin und ich weiß, wo ich bin. Mit Sicherheit kennst du die Antwort auf keine der beiden Fragen.“
    Yaratx wurde es gleichzeitig heiß und kalt. Es stimmte. Ortskenntnisse hatte er hier schon lange keine mehr. Sein Gesicht musste genau das ausdrücken und das Mädchen konnte darin wunderbar lesen.
    „Aha“, lächelte sie. „Wie ich es mir gedacht habe. Du bist weit weg von zu Hause, starker Jäger. Hinter diesen Bäumen kann sich alles verstecken. Was glaubst du?“
    „Ich weiß es nicht“, sagte Yaratx verunsichert.
    „Aber ich. Wie heißt du?“
    „Yaratx.“
    „Yaratx! Kein gewöhnlicher Name. Aber auch kein besonderer. Was ist, Yaratx, hast du den Mut, mehr herauszufinden?“
    „Mehr?“
    Wieder lachte sie. Obwohl es ein sehr schönes Lachen war, bekam es Yaratx langsam mit der Angst zu tun. Die Situation war ihm nicht geheuer. Er bemerkte nicht einmal, wie er scheue Schritte zurück setzte, als sie wieder auf ihn zukam.
Noch ehe er sich wehren konnte, presste sie ihre Lippen auf seine. Für Yaratx fühlte es sich unendlich gut an. Das Mädchen wusste wirklich, was es da tat. Es war so leicht und schön, sich einfach hinzugeben.
    „Mein Name ist Täwayä“, sagte sie, dann setzte sie ihre Lippen erneut an. „Ich wohne hier ganz in der Nähe.“ Wieder ein langer Kuss. „Mein Dorf ist nicht weit.“ Kuss. „Ich bin die künftige Tsahìk.“ Sie umklammert ihn leidenschaftlich. „Ich kann deine Gedanken sehen.“ Beide gehen langsam zu Boden. „Ich weiß, dass du mich willst.“ Viele kleine Küsse. Sie legt seine Hand auf ihre bebende Brust. „Hab keine Angst.“ Langsam greift ihre Hand nach seinem Nervenstrang.
Das alles zu tun gibt Yaratx eine erfüllende Zufriedenheit. Er möchte es genießen, aber irgendetwas ganz weit weg stört ihn. Er kann es nicht genau benennen, aber wie ein auf ihn zurasender Pfeil kommt das Gefühl immer näher. Es ist unangenehm und sagt ihm, dass etwas nicht stimmt. Er möchte das Gefühl nicht, nicht jetzt. Der Weg war so weit, hat er keine Belohnung  verdient?
Der Pfeil traf.
    „Wapey“, rief Yaratx und richtete sich erschrocken auf. Schnell fand er zurück auf seine Füße. „Ich … Ich kann das einfach nicht. Es tut mir Leid.“ Sich schuldig fühlend sah er bedrückt zu Boden. Nur mit dem Zeigefinger hob Täwayä seinen Kopf sanft wieder an. Sie sah nicht wütend oder traurig aus. Sie lächelte zufrieden.
    „Ich gratuliere dir“, sagte sie. „Du hast die Prüfung bestanden.“
    „Welche Prüfung?“
    „Wie ich dir sagte, kann ich deine Gedanken sehen. Ich weiß alles über das Fest und deine Nöte. Du bist dir unsicher, ob du deiner Erwählten und ihren Angehörigen gefällst. Glaube mir, das wirst du. Ich habe dich getestet. Einen schwierigeren Test kann es für junge Männer, die an sich zweifeln, nicht geben. Ich hatte Bedenken, aber du hast rechtzeitig zu dir zurückgefunden. Du wirst deiner Frau ein guter und verlässlicher Partner sein. Du kannst sie gar nicht enttäuschen.“
    „Ein Test? Heißt das …? Also, ich meine …? Würdest du…?“
    „Du willst wissen, wie weit ich gegangen wäre.“
    Yaratx nickte schüchtern.
    Als Antwort lächelte Täwayä nur geheimnisvoll.
    „Du hast noch kein Geschenk“, bemerkte sie. „Für bestandene Prüfungen gibt es Belohnungen. So will es der Brauch.“
    Wortlos ging sie zum See und betrat ihn, ohne dabei ein Geräusch zu machen oder eine Welle zu verursachen. Als sie bis zum Hals im Wasser stand, nahm sie ihre Kette ab und warf sie hinüber ans Ufer, direkt zu Yaratxs Füßen. Als er die Kette anheben wollte, bemerkte er ihr Gewicht. Es war unglaublich, wie man sich mit so einem Ballast so grazil bewegen konnte.
    „Das ist eine Kette aus Nachtkristall“, erklärte Täwayä. „Das Material ist so selten, dass selbst die, die es gesehen haben, seine Existenz bezweifeln. Bei Tag trägt man damit immer die reine Nacht bei sich. Und in der Nacht…“ Spielerich glitt ihre Hand über die Wasseroberfläche, ohne nass zu werden. Wieder keine Wellen.
    „Ich kann das nicht annehmen“, sagte Yaratx.
    „Du musst. Wenn du sie mir zurückgibst, gehe ich unter. Spürst du das Gewicht nicht? Du bist stärker als ich dachte! Außerdem bin ich jetzt nackt.“
Mit betörender Ruhe wie schon zuvor legte Täwayä Kopf und Rücken auf das Wasser, als wäre es fest. Ihr rechtes Bein glitt aus dem Wasser. Am Fußgelenk baumelte ihr Lendenschurz. Mit einer schnellen Bewegung nach vorn stieß sie auch ihn ans Ufer. Er war ebenso schwarz und glänzend wie Nachtkristall. Yaratx traute sich nur, ihn mit den Fingerspitzen anzuheben.
    „Was ist das?“
    „Du kannst jetzt nach Hause gehen. Es sind die passenden Geschenke. Du wirst ihre Wirkung im Angesicht der zwei Welten sehen. Aber du musst sie erst herbeiführen.“
    „Herbeiführen?“
    Täwayä schwamm einen kleinen Kreis. Da! Winzige, feine Wellen taten sich auf. Das Wasser war zu hören. Nur das Wasser. Wie still es sonst war, fiel Yaratx erst jetzt auf.
    „Ich sagte doch, dass ich nackt bin.“
    Als sich nichts tat, hielt sich Täwayä beide Hände vors Gesicht. Yaratx glaubte, zu verstehen. Er drehte sich um und zog schnell seinen eigenen Lendenschurz aus, den er Täwayä zuwarf. Nun hatte er das Problem, selbst nackt zu sein.
Täwayä stützte sich mit beiden Händen an der Uferkante auf und betrachtete die Aussicht.
    „Du musst es nur wollen“, säuselte sie.
    Peinlich berührt versuchte Yaratx, in den viel zu kleinen Lendenschurz zu steigen, den er geschenkt bekommen hatte. Doch zu seiner eigenen Überraschung passte er wie angegossen.
    „Ein wenig luftig ist das schon“, bemerkte Yaratx.
    Platschend zog Täwayä eine Bahn. Mit den Augen berührte sie ihr ehemaliges Kleidungsstück, bis ihr Blick hinten auf blankem Fleisch ruhte.
    „Da ist nichts, was du verbergen müsstest“, sagte sie.
Yaratx drehte sich wieder herum und musterte den aus dem Wasser ragenden Kopf und die Schultern.
    „Wer bist du?“, fragte er ungläubig. Da lachte sie wieder, drehte sich um und ging weiter in den See hinein, bis sie verschwunden war. Keine einzige Blase stieg zur Oberfläche auf. Sie war einfach weg.
Yaratx wusste nicht, was er über das alles denken sollte. Auf dem Rückweg musste er immer wieder an sich herabsehen, um sich zu vergewissern, dass das wirklich passiert war. Die Kette schien mit jedem Schritt leichter zu werden und das geheimnisvolle Material, das seine Lenden umspielte, war mit der Zeit gar nicht mehr zu spüren. Mehr als einmal fürchtete er, nackt durch den Wald zu gehen.
Einen Blick zurück wagte er nicht. Je länger das Geschehene her war, desto froher war er, es überstanden zu haben.
Yaratx fühlte sich erst wieder sicher, als er schon von Weitem das Gelächter und die Feuer seines Dorfes in Feierlaune wahrnehmen konnte. Nur die Erkenntnis, dass Wapey die Richtige für ihn war, konnte ihm etwas Ruhe und Zufriedenheit zurückgeben.


Ataya und Laye

Ataya betrachtete fasziniert, wie seine Brüder und Schwestern in heller Aufregung herumliefen. Jeder schien besessen davon zu sein, etwas für das bevorstehende Dankesfest zu Ehren ihrer Mutter Eywa beizutragen. Selbst die Kinder hatten ihre ständigen Streitereien untereinander wie durch Zauberhand beigelegt und versuchten, ihren Eltern zu helfen.
Laye erschien vor ihm und lächelte ihn an. Ihr Haar hatte sie mit verschieden farbigen Federn geschmückt und schon ein festliches Gewand angelegt. Ataya verschlug es bei ihrem atemberaubenden Anblick fast die Sprache. Schon lange waren sie sich zugetan und zum Fest wollte er das hübsche Na’vi Mädchen endlich zu seiner muntxate erwählen. “Wir brauchen noch mehr Fleisch. Gehst du für mich auf die Jagd, Ataya? Ich muss meiner sa‘nu helfen.” Er nickte und betrachtete das liebliche Antlitz seiner Auserwählten. Bis zum Abend blieb noch Zeit und Ataya war zuversichtlich, etwas zu erlegen. “Srane, ma Laye. Ich werde mich gleich auf den Weg machen.” Laye trat eng an ihn heran, drückte ihre Nase sanft an seine. Ein Flüstern drang an seine empfindlichen Ohren: “Oe irayo si ngaru, ma Ataya.” Er nahm den aufregenden Geruch ihrer Haut in sich auf und nur mit Mühe schaffte er es, sich von Laye zu lösen. Der Jäger wusste, wo er das Wild aufspüren konnte. Nicht weit von hier streifte es gerne durch den Dschungel. Dabei suchten sie meist eine Lichtung auf, wo viele Sträucher mit Beeren wuchsen, die Na’vi wie Hexapede gleichermaßen zu schätzen wussten. Dort würde er sich auf die Lauer legen und warten. Er vertraute auf sein sicheres Auge und seine ruhige Hand. Nur selten war es vorgekommen, dass sein Swizaw nicht sein Ziel fand. Der Jäger verabschiedete sich von Laye mit einer Geste zur Stirn und schritt dem Teil des Lagers entgegen, wo die Reittiere untergebracht waren. Ataya sattelte sein friedlich grasendes Pa’li, das sich selbst jetzt nicht aus der Ruhe bringen ließ. Geschickt schwang er sich in den Sattel und stellte Tsaheylu mit seinem Begleiter her. Ein kurzer Ruck des Kopfes und das schnaubende Geräusch seiner Nüstern waren das einzige Anzeichen der Verbindung. Ataya schnalzte mit der Zunge, gefolgt von einem “Makto ko!” Unter dem Trampeln seiner sechs Hufe stob das prächtige Tier, an einigen ihm zuwinkenden Ureinwohnern vorbei, aus dem Lager hinaus. Immer weiter trieb er das Pa‘li zur Eile an. Es ging auf Nachmittag zu und Ataya wollte vor Einbruch der Nacht zurück am Kelutral sein. Das mächtige Pferd fand sicher seinen Weg durch das Dickicht. Selbst Baumstümpfe und Wurzeln vermochten es nicht aus dem Tritt zu bringen. Schließlich tauchte die vertraute Lichtung auf. Gekonnt ließ er sich vom Rücken des Tieres gleiten und überließ es sich selbst. Sofort begann es an dem überall vorhandenen Moos zu kauen. Um ihn herum drangen die vielfältigen Geräusche des Urwalds an seine Ohren, aber nichts war darunter, was auf eine unmittelbare Gefahr hindeutete. Ataya bückte sich und begann gewissenhaft die vorhandenen Spuren zu untersuchen. Er war den Spurenleserinnen seines Stammes keineswegs ebenbürtig, aber um Beute aufzuspüren reichte es. Bald fand der Jäger, wonach er suchte und begann die Lichtung in etwas Abstand zu umrunden. Deutlich hatte er die Fährte erkannt, die aus dem Gras, weg von den Sträuchern bis zu den Rändern des Urwalds, führte. Ataya kauerte sich in das dichte Unterholz und nahm seinen kunstvoll angefertigten Bogen zur Hand. Erregt fuhren seine Finger über das glatte Holz des Heimatbaums. Das Jagdinstrument war sein ganzer Stolz und machte ihn erst zu einem vollwertigen Jäger. Seine Gedanken kehrten zu Laye. Er vertraute darauf, dass sie sein Angebot, ihn zu ihrem Muntxatu zu nehmen, nicht zurückweisen würde. Schon gar nicht an solch einem Tag. Dennoch… eine gewisse Unsicherheit blieb und bohrte wie ein wild gewordener Vrrtep in seinem Kopf herum. Eine Weile verharrte er völlig regungslos und wartete. Nichts geschah und Ataya begann, unruhig zu werden. Sein Blick fiel auf das friedlich grasende Pa’li in einiger Entfernung. Vermutlich hatte die Herde es bemerkt und war geflohen. Er ärgerte sich insgeheim über sein Ungeschick. Doch es half alles nichts. Er musste weiter suchen. Wenn er noch länger wartete, würde ihn der Einbruch der Nacht überraschen. Wie alle Na’vi konnte Ataya hervorragend im Dunkeln sehen, aber er fürchtete sich aus anderen Gründen. Sobald die Finsternis ihre Klauen nach dem Dschungel ausstreckte, begann die Zeit der Jäger, gefährlicher Kreaturen, wie dem Palulukan oder dem Slinger, gegen die ein einzelner Krieger nicht bestehen konnte. Ataya trat aus dem Dickicht hervor und begann der Fährte zu folgen. Er hoffte, dass die Herde nicht allzu weit gezogen war und mit Eywas Hilfe gelang es ihm vielleicht, einen Nachzügler zu stellen. Ein Schrei erklang und eine Gruppe Prolemuris hangelte sich zwischen dem Blätterdach über ihn hinweg. Der Jäger wartete geduldig, bis ihre Geräusche in der Ferne verklangen, dann folgte er weiter den Spuren. Wieder bog er ein paar Zweige beiseite, die ihm den Weg versperrten, nur um im gleichen Augenblick überrascht die Luft aus seinen Lungen zu stoßen. Vor ihm stand völlig reglos ein prächtiges Hexapede und blickte ihn mit schreckgeweiteten Augen an. Bevor Ataya die Sehne spannen konnte, brach das Tier aus und stob davon. Doch nicht weit. Als ihm der Abstand groß genug erschien, verharrte es und beobachtete den Jäger misstrauisch. Ataya dankte insgeheim schon Eywa für diese glückliche Fügung des Schicksals. Gerade als er den Pfeil erneut auflegen wollte, stob das Tier wieder davon. Der Na’vi hastete fauchend hinter ihm her. Wenn es mit ihm spielen wollte, war Ataya dazu bereit. Er war schnell und verfügte über große Ausdauer. Tugenden, die für einen erfolgreichen Jäger unabdingbar waren und ihm schon aus manch gefährlicher Situation geholfen hatten.

Das Tier blieb plötzlich ruckartig stehen, als wittere es etwas. Im nächsten Moment bäumte es sich überraschend mit einem klagenden Ruf auf, fiel auf seine Flanke und blieb liegen. Verblüfft starrte Ataya auf die Szenerie. Immer noch lag der Pfeil auf der Sehne und wartete darauf, auf sein Ziel losgelassen zu werden. Er verstand nicht, was das Tier dazu veranlasst hatte, tot umzufallen. War ein anderer Jäger seines Stammes in der Nähe und ihm zuvorgekommen? Ärger begann in Ataya aufzusteigen. Ohne das Fleisch wagte er Laye nicht unter die Augen zu treten. Außerdem verletzte es sein eigenes Ehrgefühl. Er hatte es dem Na’vi Mädchen versprochen und fühlte sich nun daran gebunden.
Ataya erhob sich und schlich langsam auf dem vor ihm am Boden liegenden Körper zu. Jeden Moment erwartete er, dass es aufsprang und davon stob, aber nichts dergleichen passierte. Bevor er den zuckenden Körper erreichte, vernahmen seine Ohren unerwartet ein surrendes Geräusch und im gleichen Augenblick zuckte ein heißer Schmerz durch seine Hüfte. Mit einem Aufschrei ließ sich der Jäger auf den Waldboden fallen und traute nicht mehr, sich zu rühren. Durch seine Muskeln zog ein unangenehmes Brennen und Ataya spürte, wie Blut an seiner Seite herablief. Instinktiv fingerte er nach seinem Dolch, um der drohenden Gefahr besser vorbereitet gegenübertreten zu können. Doch zu seiner Verwunderung blieb alles ruhig. Kein Tier oder vielleicht sogar einer der verhassten Tawtute ließ sich sehen. Vorsichtig streckte er seine Finger nach der Verletzung an seiner Hüfte aus und erstarrte, als sie einen Gegenstand berührten, der daraus hervorragte. Ataya richtete sich vorsichtig auf, wobei er jede hektische Bewegung vermied. Im gleichen Moment sah er den Dorn, der in seinem Körper steckte und ihm wurde schlagartig bewusst, was geschehen war. Während er die Beute vor sich her getrieben hatte, waren beide einer äußerst gefährlichen Paradies- Todesfee direkt in die Fänge gelaufen. Die weit verbreitete Pflanze reagierte auf jegliche Art von Bewegung und war unter den Ureinwohnern äußerst gefürchtet. Vorsichtig hob Ataya seinen Kopf aus dem dichten Moos und spähte am Körper des noch gelegentlich zuckenden Hexapede vorbei. In einiger Entfernung sah er sie… unscheinbar und gut getarnt zwischen den Sträuchern. Was für ein heimtückisches kleines Ding, ging es ihm durch den Kopf. Leicht hätte er durch seine Unachtsamkeit das Schicksal des Tieres teilen können. Stöhnende Laute kamen über seine Lippen, als er mit zusammengebissenen Zähnen den Dorn herauszog. In Gedanken sandte er ein stilles Dankesgebet zu Eywa, als er bemerkte, dass es nur eine äußerst schmerzhafte Fleischwunde war, aber der Dorn keine Adern verletzt hatte. Ataya wälzte sich auf den Bauch und robbte an das Tier heran, soweit bis er die Läufe zu packen bekam. Unter Aufbringung seiner letzten Kräfte, zog er das Hexapede aus dem Wirkungsbereich der Pflanze. Als Ataya sicher war, das ihm keine Gefahr mehr drohte, zog er seine Dolch hervor und erlöste das Tier von seinen Leiden. Routiniert nahm er seine kostbare Beute aus. Laye würde zufrieden sein mit dem Fleisch, das er zum Lager brachte. Ataya versuchte aufzutreten und nach einigen Versuchen schaffte er es, den Schmerz zu ignorieren. Mit dem Kadaver im Schlepptau näherte sich der Jäger Schritt um Schritt seinem immer noch ruhig grasenden Pferd und sprach beruhigend auf es ein. Mühsam packte Ataya seine Beute auf den Rücken des mächtigen Pa’li und stieg auf. Ohne sich um die zusätzliche Belastung zu scheren, ließ das Tier auf seinen Geheiß vom Grasen ab und begann anzutraben. Mittlerweile brachen die ersten Ausläufer der Dämmerung durch die dicht beieinander stehenden Stämme. Während sich Ross und Reiter langsam auf den Kelutral zu bewegten, blickte Ataya immer wieder mit sorgenvoller Miene auf seine verletzte Hüfte. Fast schwärzlich schimmerte der Blutfluss zu ihm herauf. Auch wenn die Blutung zum Stillstand gekommen war, brannte die Wunde immer noch wie ein alles verzehrendes Feuer in seinem Fleisch. Mit gemischten Gefühlen ließ Ataya sein Pferd weiter traben, bis er endlich den weitläufigen Bereich des Heimatbaums erreichte. Seufzend rutschte er von seinem treuen Begleiter, packte seine Beute und machte sich auf den Weg zum Lagerfeuer…

Laye schrie vor Überraschung und Angst auf, als sie Ataya ins Lager wanken sah. “Ataya, ma Ataya, was ist geschehen?” Das Mädchen rannte, so schnell ihre schlanken Fesseln sie trugen, dem Jäger entgegen. Nun wurden auch andere Na’vi auf ihren verletzten Bruder aufmerksam. Einige Frauen nahmen ihm das Fleisch von den Schultern und andere wollten nach der Tsahìk rufen, doch ein Ausruf Layes stoppte sie. “Kehe! Unsere Schamanin hat jetzt genug zu tun. Ich werde mich selbst um ihn kümmern.” Ataya ließ sich von ihr zum Lagerfeuer geleiten, an dem schon viele ihrer Brüder und Schwestern zusammensaßen. Besorgte Blicke trafen ihn, doch Laye wehrte geschickt jeden ihrer Versuche ab, sich um den Jäger zu kümmern. Für einen Moment verschwand das Mädchen aus seinem Blickfeld, nur um gleich darauf mit einigen Ayrìk, die mit einer klebrigen Paste bestrichen waren, zurückzukehren. Liebevoll presste sie die Blätter auf die Wunde und sofort merkte Ataya, wie das schmerzhafte Brennen deutlich nachließ. “Ist das besser?” Ihre gelben Augen strahlten ihn an. “Srane, ma Laye. Oe irayo si ngaru.” Laye holte etwas unter ihrem festlichen Umhang hervor, das sie bisher vor allen neugierigen Blicken verborgen in einer Trageschlaufe verborgen gehalten hatte. In ihren Händen hielt das Mädchen eine kostbare utu mauti. “Die ist für dich, ma Ataya. Dafür, dass du mir geholfen hast und weil…”, sie senkte den Blick aus ihren Augen, “…nga yawne lu oer, tì’i’avay krrä, ma Ataya.” Beinahe ehrfürchtig nahm er die Frucht entgegen und drückte seine Nase sanft an Layes. Immer mehr Ureinwohner drängten sich nun um sie herum und wollten wissen, was den Jäger verletzte hatte. Auch andere Nachzügler trafen ein und versammelten sich alle um den Schein des Lagerfeuers und so gab Ataya seufzend ihrem Drängen nach und begann zu erzählen.

Offline Ricardo

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Re: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« Reply #1 on: December 17, 2012, 11:58:58 am »
Ìstaw und Syuku

„Kleiner Freund!“, rief er gedämpft in das Dickicht hinein und blickte abwechselnd auf das Mitbringsel, das auf einem Stein am Waldessaum lag. „Freundchen!“ Im dichten Unterholz bewegte sich nichts. Kein Laut war zu hören, bis plötzlich hinter ihm das Pfeifen eines Fkios zu hören war.
Ìstaw wandte sich überrascht dem Na’vi zu, der sich durch das Geräusch bemerkbar gemacht hatte. Es war Loak, der ihn auch schon die letzten Male abgelöst hatte, in der Zeit bevor das Leuchten des Waldes langsam seine Intensität verlor und der Himmel begann, sich zu erhellen.
„Immer noch so schreckhaft?“, sagte Loak und vollführte die Begrüßungsgeste.
„Ich weiß nicht, was du meinst, Bruder“, versuchte Ìstaw nervös das Thema zu wechseln.
Der erfahrene Krieger bedachte ihn mit einem wissenden Lächeln. „Seit fünf Tag-und-Nacht-Zyklen löse ich dich von der Wacht ab und die Überraschung steht dir noch deutlicher ins Gesicht geschrieben als beim ersten Mal.“
„Die Aufgabe ist noch immer neu für mich. Ich möchte den Olo’eyktan nicht enttäuschen, dass er mir diese ehrenvolle Tätigkeit übertragen hat.“
„Wir haben alle mit der kleinen Wache angefangen“, sagte Loak. Ìstaw bestätigte das. „Du machst deine Sache gut. Hab Vertrauen in deine Fähigkeiten.“ Loak legte aufmunternd eine Hand auf Ìstaws Schulter. „Eywa hat dir diese Fähigkeiten gegeben. Der halbe Stamm weiß es – nur du musst es noch lernen. Das ist der Grund, warum ich dich für die Aufgabe vorgeschlagen habe.“ Loak ignorierte den erstaunten Blick seines Stammesbruders und lenkte ihn stattdessen in Richtung Heimatbaum, der in einiger Entfernung aus dem Dickicht der restlichen Bäume ragte und alle übertrumpfte. „Aber genug der leeren Worte, mach dich lieber bereit für das Fest heute Abend. Die anderen werden es nicht gerne sehen, wenn du das Dankesfest wegen deiner Müdigkeit verpasst. Sie denken, die Wachaufgabe ist eine zu große für einen so jungen Krieger wie dich. Zeig ihnen, dass sie sich irren.“
Loak lächelte ihm zu, als Ìstaw seinen Bogen, Speer, das Horn und die Frucht vom Stein aufnahm und den Weg Richtung Heimatbaum einschlug.
Tatsächlich konnte Ìstaw jedoch nicht einen Moment an Schlaf denken. Der kleine Freund war nicht gekommen wie in den vergangenen Nächten. Er hatte das Mitbringsel nicht angerührt und das machte Ìstaw mehr Sorgen als er sich im ersten Moment selbst eingestehen wollte. Das Fest war wichtig, das wusste er selbst – kaum eine andere Zeremonie war so bedeutend für die Na’vi wie die ‚Nacht des Dankes‘ –, aber dass er nicht aufgetaucht war, behagte ihm nicht. Auch wenn seine Glieder vom langen Wachehalten schmerzten, das konzentrierte In-den-Wald-spähen und von Zeit zu Zeit die unsichtbare Grenze patroullieren, um sich mit den anderen Wachtposten per Blickkontakt oder einem kurzen Pfiff zu verständigen, war fordernder als er es vermutet hatte.
Dennoch hatte er Zeit seines Lebens im Stamm nichts anderen tun wollen. Fliegen und Reiten hatten ihn nie so sehr gereizt, dass er sich zum Jäger oder Krieger berufen fühlte. Er hatte stets zu den stummen, aber so wachsamen Männern und Frauen aufgeblickt, die an den Grenzen des Heimatbaumes standen, den Stamm vor drohenden Gefahren zu warnen. Erst während seiner Ausbildungszeit hatte er erfahren, dass die Wacht die Aufgaben von Jägern und Spähern vereinte. Seine ausgezeichneten Sinne im Sehen und Hören reichten bei weitem nicht aus. Waffentraining bei den Kriegern und Fährtenlesen bei den Jägern gehörte ebenso dazu wie das Reiten auf dem Pa’li oder die Grundkenntnisse des Fliegens. Ein Wächter musste für alle Geschehnisse bereit sein, er musste fähig sein, auf alle möglichen Ereignisse vorbereitet zu sein und entsprechend zu reagieren. Die Sicherheit des Stammes stand an erster Stelle. Ìstaw hatte genug, wofür er Eywa an diesem Abend danken würde. Dass das Nantangrudel, das er vor zwei Nächten an der äußersten Grenze seines Abschnittes erspäht hatte, von einer anderen Witterung vom Weg abgebracht worden war. Dass seine Wächterschwester Amhul bei einem durchgedrehten ’Angtsìk nicht überrannt und verletzt worden war. Und für ihn – seinen kleinen Freund, der vor fünf Nächten so plötzlich an seinem Waldesrand aufgetaucht war, dass Ìstaw an seinen Spähfähigkeiten gezweifelt hatte.
Der Grund für seine Müdigkeit, die nach seiner Familie nun auch Loak aufgefallen war, war nicht etwa darin zu finden, dass ihn die Wacht zu sehr forderte – ganz im Gegenteil, er fühlte sich angekommen; als wäre er schon immer dazu berufen gewesen, diese Aufgabe auszuführen –, sondern es war die Fürsorge für diesen kleinen Freund, für den er Eywa so dankbar war, dass ihn sein Nicht-Kommen in dieser Nacht ein flaues Gefühl in den Magen drückte.
Auf halber Strecke zum Heimatbaum machte Ìstaw deshalb kehrt und huschte unbemerkt, wie schon die vergangenen drei Tage, zwischen den wachsamen Augen seiner Wächtergeschwister hindurch und drang tief in den dichten Wald vor. Das schlechte Gewissen, das er empfand, das Wachtnetz zu durchbrechen, wurde durch den Stolz überschattet, dass er die Fähigkeit besaß, sein Schleichen, Spähen und lautloses Pirschen so zu perfektionieren, dass ihn selbst seine Stammesgeschwister nicht bemerkten.
Im Wald begann der neue Tag. Die nachtaktiven Tiere verkrochen sich und die Luft begann von Insekten und Pflanzensamen zu flirren.
Ìstaw bewegte sich lautlos durch das Unterholz und schlich zu der Stelle, zu der ihn der kleine Syaksyuk die vergangenen Nächte geführt hatte. Als das sonst so scheue Tier die erste Nacht aufgetaucht war, war er zwar lautlos gewesen, doch Ìstaw hatte schnell bemerkt, dass er verletzt war. Vermutlich hatte ihn ein Nantang erwischt. Er war unerfahren und sehr viel kleiner als alle Exemplare, die Ìstaw je gesehen hatte. Doch in seinen Augen zeigte sich eine Neugier und Aufmerksamkeit, die ihn an die Tochter seines Bruders erinnerte. Alle Versuche, den kleinen, aufmerksamen Racker zurück in den Wald zu seiner Herde zu scheuchen, blieben vergebens und bevor Ìstaw es sich versah, hatte er ihm in Gedanken einen Namen gegeben, ihm einen Teil seines Proviants überlassen und betrachtete so unauffällig wie möglich die Wunde. Ein tiefer, blutiger Schnitt einer Reißklaue hatte sich über seinen Rücken bis zum unteren Armpaar der linken Seite gezogen. Syuku hatte den Arm in einer bestimmten, verkrampften Haltung hängen lassen, während er Ìstaw aufmerksam betrachtet hatte. Die Nahrung hatte er dankbar angenommen und in der zweiten Nacht schaffte Ìstaw es sogar, ein wenig heilenden Saft auf den Rücken des kleinen Wesens zu träufeln, was Syuku zwar kurz irritierte, die Wunde sich jedoch inzwischen soweit geschlossen hatte, dass es ihn nicht weiter zu stören schien. Danach war er weiter erschienen, auch wenn er den linken unteren Arm wieder mehr gebrauchen konnte, war er dennoch vorsichtig und bestimmte Bewegungen verursachten ihm offensichtlich Schmerzen. In der vierten Nacht hatte er Ìstaw sogar vor einer Kali’weya gewarnt, die sich an den jungen Na’vi herangepirscht hatte. Ìstaw hatte sich so sehr an die nächtlichen Besuche gewöhnt, dass er nun in größter Sorge war.
Vielleicht hatte er die letzten Tage zu viel Zeit mit dem Racker verbracht, seine Konzentration ließ definitiv nach, denn plötzlich hörte er ein brechendes Geräusch, dass er viel früher hätte wahrnehmen müssen. In unmittelbarer Nähe barst etwas und bahnte sich schnaufend und grunzend durch das Unterholz. Ìstaw konnte gerade noch den Satz hinter einen Baumstamm machen, doch der Keil des wütenden ’Angtsìk, dem offenbar schon Amhul begegnet war, riss ein gewaltiges Stück spröden Holzes aus dem Stamm und ließ es auf Ìstaw niederrieseln, der vor den Splittern schützend die Arme vors Gesicht hielt. Ein benachbarter Baum wurde vollständig entwurzelt, kippte zur Seite und begrub Ìstaw unter sich. Ein reißender Schmerz durchfuhr seine Beine, etwas brach unter seinem Gewicht als er auf dem Boden aufprallte. Dann verlor er das Bewusstsein.
Als er zu sich kam, sah er ein aufmerksames Gesicht über sich schweben. Die gelben Augen blickten ihn neugierig an. Syuku legte den Kopf schief und ließ sich ein fragendes Gurgeln vernehmen.
Ìstaw versuchte, sich aufzurappeln. „Da hat es mich wohl ganz schön erwischt, was?“, sagte er zu dem Kleinen, bevor ihn ein ziehender Schmerz die Worte nahm. Er musste sich beherrschen, nicht vor Schreck aufzuschreien. Beide Beine waren unter dem gestürzten Baumstamm eingeklemmt. Es schien nichts gebrochen zu sein, doch der Schmerz der eingequetschten Gliedmaßen war dennoch benebelnd. „Aber es freut mich zu sehen, dass es dir gut geht. Dir ist hoffentlich klar, dass ich nur deinetwegen in dieser Situation stecke, oder?“
Syuku legte den Kopf auf die andere Seite, betrachtete Ìstaws schmerzverzerrtes Gesicht und schnurrte wieder. Ìstaw begann sich derweil, umzusehen und zu orientieren. In weiter Entfernung konnte er den ’Angtsìk noch immer durch das Unterholz wüten hören. Allzu weit war er auch nicht von der Grenze entfernt. Es wäre sicher möglich gewesen, Loak zu rufen und sich von seinen Brüdern helfen zu lassen. Das hieße allerdings auch, dass andere Raubtiere ebenfalls auf ihn aufmerksam werden könnten. Das Risiko, dass das streunende Nantangrudel ihn eher finden würde, wollte er nicht eingehen. Außerdem hieße es auch, Loak erklären zu müssen, was er allein hier zu suchen hatte und wie er an ihrer Wachlinie vorbeigekommen war. Und das konnte er im Moment noch nicht, insbesondere weil der Schmerz ihm die Konzentration raubte.
Er war so in Gedanken gewesen, dass er gar nicht bemerkt hatte, dass Syuku für eine Weile in den Ästen verschwunden war. Als er wieder neben ihm auf den Boden aufkam, trug er ein paar Früchte und eine Wurzel in seinen Händen, die er ihm mit gebotener Vorsicht entgegen schob und erwartungsvoll Ìstaws Reaktion verfolgte. Ìstaw befand die Früchte für essbar und nickte seinem kleinen Freund zu. „Ich denke, das ist nur fair. Ich habe dich aufgepeppelt, jetzt willst du das gleiche für mich tun, was?“ Er biss in eine Frucht und überlegte kauend, was nun zu tun sei. „Oh, der Tag hätte so gut verlaufen können. Vermutlich kann ich heute Eywa eher danken, dass ich vom Clan nicht verspottet werde. Du hast nicht zufällig eine Idee, wie ich hier wieder rauskomme, was?“
Syuku schob ihm zur Antwort nur die Wurzel entgegen. Ìstaw kam sie vage bekannt vor, aber wenn er sich richtig an sein Wächtertraining erinnerte, „dann verursachte diese Wurzel entweder glühende Ohren oder sie wird die Schmerzen mindern.“ In einem Akt des Vertrauens knabberte er an der Wurzel. Seine Zunge kribbelte und wurde leicht taub. Bestes Zeichen. Er lächelte und streckte Syuku dankend die Hand entgegen, doch der kleine Racker hüpfte nur auf und ab und verschwand im nächsten Moment zwischen den Bäumen. „Nun ja, Dankbarkeit zeigt sich in vielen Formen“, murmelte Ìstaw mit einem Schulterzucken und knabberte weiter an der Wurzel. Schon begann sie Wirkung zu zeigen. Das schmerzende Ziehende wurde dumpfer und er fühlte sich beschwingt und leicht benommen, als hätte er zu viel vom Swoa genippt.
So vergingen die Stunden. Syuku erschien immer wieder und brachte ihm neue Früchte und Nachschub von der Wurzel. Ìstaw glaubte, dass sein kleiner Freund dabei mit besonderer Methode vorging. Oft genug drohte die Müdigkeit Ìstaw zu überwältigen, doch Syuku war für ihn da, stupste ihn an, damit er nicht das Bewusstsein verlor. „Irgendwie behagte mir die Situation, in der ich mich um dich kümmern konnte, sehr viel mehr.“ Immer wieder versuchte er, den Stamm von seinen Beinen zu schieben, doch der Winkel war so ungünstig, dass er keinen guten Halt bekam. Die Wurzeln hatten außerdem den Nachteil, dass sie ihn wirklich benommen zurückließen. Er konnte also nicht auf seine volle Kraft vertrauen.
Die Mitte des Tages war bereits weit vorangeschritten, als Ìstaw im ihm umgebenden Wald Geräusche vernahm, vor denen er sich die ganze Zeit gefürchtet hatte. Dass es wirklich ernst war, erkannte er daran, dass auch Syuku aufgebracht die Ohren spitzte und in die Richtung starrte, aus der das Nantangrudel heranrückte.
Was dann passierte, ging sehr schnell und Ìstaw konnte aufgrund seines benebelten Zustandes nicht alles klar erkennen. Das Rudel näherte sich, Ìstaw versuchte, Syuku zu überzeugen, das Weite zu suchen. Aus der entgegengesetzten Richtung erspähte er einen Jägertrupp, der aus der Witterungslinie der Nantang blieb. Ìstaw hatte dieses Glück nicht. Er war sich sicher, dass die Tiere seine Spur bereits aufgenommen hatten.
Als sie in Sichtweite kamen, die Zähne fletschten und zum tödlichen Angriff ansetzten, sprang Syuku zwischen sie, schrie aus Leibeskräften und warf dem Anführer des Rudels einen Stein gegen den Kopf. Dann sprang Syuku an einen nahen Baum, schrie erneut, offenbar um die Aufmerksamkeit des Rudels auf sich zu lenken, entfernte sich weiter und warf einigen Tieren erneut Steine, Äste und Früchte entgegen.
„Syuku, nein!“, rief Ìstaw verzweifelt, aber lallend aus, bevor ihn die Anstrengung der letzten Tage überwältigte und er bewusstlos zu Boden ging.
Er nahm aufgeregte Stimmen um ihn wahr. Er spürte, wie sich Schatten um ihn bewegte, wie ein Gewicht von ihm genommen wurde und sein Körper sich in die Luft erhob. Kühles Moos an seiner Stirn. Das Lachen von Kinderstimmen nahe des Heimatbaumes. Bittere Flüssigkeit an seinen Lippen und in seiner Kehle. Sein Kopf war so leicht, die Schmerzen verflogen, als er schließlich zu sich kam. Die Heilerin beugte sich über ihn und untersuchte seine Wunden.
Seine erste Frage galt Syuku.
„Dein kleiner Freund?“, fragte Loak vom Eingang aus, „der Syaksyuk?“ Ìstaw nickte und Loak lächelte schwach. „Er hat das Rudel lang genug von dir abgelenkt, damit wir dich befreien konnten. Ich habe selten einen solchen Mut bei einem Syaksyuk gesehen. Ohne ihn wäre das Rudel über dich hergefallen. Du kannst Eywa dankbar sein, dass dir ein solcher Gefährte zur Seite stand.“ Keine Frage, warum Ìstaw außerhalb der Wachgrenzen war. „Kann er dem Fest beiwohnen?“, wandte Loak sich stattdessen an die Heilerin.
„Oh, aber ich muss“, brachte Ìstaw hervor, und er fühlte ein Ziehen in seiner Brust bei dem Gedanken, wofür er dankbar sein würde. „Es gibt keinen wichtigeren Grund. Wenn es wahr ist, dann hat dieser Syaksyuk mein Leben gerettet. Wer sollte ihm sonst diese Kraft und den Mut eingegeben haben, wenn nicht Eywa? Ich habe zu danken!“
Loak brachte ihn zur Feuerstelle. Er musste ihn stützen, nicht etwa wegen der Wunde, sondern weil die Anstrengung der letzten Tage mehr denn je an Ìstaw nagten. Die Müdigkeit zog so stark an ihm, dass er sich etwas abseits des versammelten Clans niederließ und abwesend in die Flammen des großen Feuers starrte. Er bemerkte seinen Bruder nicht, der mit seiner Tochter nach Ìstaw Ausschau hielt. Er achtete nicht auf Loak und seine restlichen Wächtergeschwister, die sich aufgeregt um Ataya drängten, um zu hören, was ihm widerfahren war. Er bemerkte kaum Yaratx, der merkwürdig gekleidet den Versammlungskreis betrat, aber von seiner Geliebten umso fröhlicher begrüßt wurde. Ìstaw hatte einzig Augen für das Feuer und seine Gedanken schweiften immerfort nur zu Syuku…
Er hatte Eywa mehr als zu danken. Soweit er den Liedern und den Erinnerungen am Baum der Stimmen folgen konnte, hatte es nie eine Freundschaft zwischen einem Na’vi und einem Syaksyuk gegeben. Und doch hatten Ìstaw und Syuku in den letzten Tagen füreinander gesorgt, sich geholfen und sich sogar das Leben gerettet.
Ein Dank aus tiefstem Herzen entwich den Lippen des jungen Wächters, bevor die Müdigkeit ihn zu Boden zog.

Epilog

Nacheinander schilderten die zurückgekehrten Jäger und Krieger des Stammes ihre aufregenden Abenteuer. Sämtliche Brüder und Schwestern hatten ebenso gespannt an ihren Lippen gehangen und ihren eindrucksvollen Worten gelauscht. Trotz der zahlreich versammelten Ureinwohner herrschte eine fast friedvolle Stille über dem Versammlungsplatz und niemand hatte es gewagt, die Erzähler durch Rückfragen zu unterbrechen oder auf sonstige Weise zu stören. Selbst die lachende und miteinander feixende Gruppe junger Na’vi, die erst spät aufgetaucht war, hatte sich zurückgehalten und nun saßen alle andächtig beieinander, um zusammen das Fest zu begehen. Laye legte einen Arm um Ataya und sah ihren Auserwählten liebevoll an. Bei ihrem Anblick vergaß er augenblicklich die Schmerzen und Strapazen. In seinen Händen hielt er immer noch die Bananenfrucht, welche Laye ihm überreicht hatte. An anderer Stelle konnte man Wapey beobachten, wie sie erfüllt von Stolz die seltsame schwarze Kette von Yaratx trug. Einige ihrer Schwestern sahen neugierig nach dem seltenen Material, doch das Mädchen wehrte gekonnt jeden ihrer Versuche ab, das Schmuckstück zu berühren. Direkt vor dem Lagerfeuer lag der erschöpfte Ìstaw und hatte seine großen Augen geschlossen. Im Hintergrund erklang die Ehrfurcht gebietende Stimme der Tsahìk, welche ein Lied zu Dank an Eywa anstimmte. Nacheinander fielen alle Ureineinwohner mit ein. Das Schnarchen des erschöpften Ìstaw begleitete den Gesang, doch niemand seiner Brüder und Schwestern störte sich daran.

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Re: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« Reply #2 on: December 17, 2012, 12:24:08 pm »
Eine wunderbare Idee  :D :D :D  Euch DREIEN ein herzliches IRAYO  ;)
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Re: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« Reply #3 on: December 17, 2012, 12:46:55 pm »
Sehr schön, einfach genial! :D
Weiter so!

Zum ersten Mal bekommt ihr nun ein Gemeinschaftswerk aus den Federn von Eichhörnchen, Plumps und Ricardo zu lesen. Jeder hat ein Kapitel dazu beigetragen.
Solltet ihr also in freundlicher Absicht Karmapunkte spenden wollen, dann für jeden der drei.
Wurde gemacht. ;)

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Re: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« Reply #4 on: December 17, 2012, 03:44:18 pm »
Sehr genial geschrieben, der alleine durch den Wald streifende Na'vi am Seeufer ist dabei meib persönlicher Favorit ! Wieder mal Gelesen ! Perfekt ! Mehr !


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Ich bleibe in Erinnerung. Ich habe mit Toruk Makto gekämpft. Und wir waren Brüder. Und er war mein letzter Schatten.

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Re: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« Reply #5 on: December 23, 2012, 12:01:35 pm »
lang lang ist's her, daß ich diese wunderbare Geschichte las und auch von Herzen gern kleine Pünktchen verteilte - heute endlich möchte ich dazu einige wenige Zeilen "los werden".

Den drei Autoren ist es super gelungen, ein "Produkt wie aus einem Guß" zu creieren. Alle einzelten Teile sprachen für sich selbst eine Sprache, die sich tief beim Leser einbrannte; sinnlich, informativ und mitreißend. Ich habe es genossen, dieses lesen zu dürfen.

Euch also auch noch einmal an dieser Stelle meinen herzlichen Dank !
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Re: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« Reply #6 on: December 23, 2012, 12:43:58 pm »
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Re: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« Reply #7 on: December 23, 2012, 12:51:31 pm »
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« Last Edit: December 23, 2012, 01:16:26 pm by Tìtstewan »

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Re: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« Reply #8 on: December 23, 2012, 12:53:34 pm »
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???
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Re: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« Reply #9 on: December 23, 2012, 01:01:10 pm »
Do you tryed to read this fan fiction? (You can a bit German ;))

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Re: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« Reply #10 on: December 23, 2012, 01:04:02 pm »
Do you tryed to read this fan fiction? (You can a bit German ;))
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Re: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« Reply #11 on: December 23, 2012, 01:15:08 pm »
Srane.
But some word you understand?

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Re: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« Reply #12 on: December 23, 2012, 01:17:02 pm »
Srane.
But some word you understand?
Few words.
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Re: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« Reply #14 on: December 23, 2012, 03:45:03 pm »
 I think a little bit german is good for all readers here ;)

Im englisch sprachigen Raum werden auch keine anderen Sprachen "geduldet"

Sorry - but is true  ;D
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Offline Passi

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Re: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« Reply #15 on: December 23, 2012, 04:56:30 pm »
Kaltxì ma eylan

Etwas Englisch sollte nicht so das Problem sein denke ich, nur Na'vi könnte man übersetzen. ;)

Passi

Offline tsmukan_stephen

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Re: AVATAR-Jubiläums-Fanfiction: Ftxozä Irayoä
« Reply #16 on: January 11, 2013, 03:23:49 pm »
Kaltxì, ma tsmuk,

leider bin ich erst heute dazugekommen, Eure Geschichte in Ruhe und mit Genuss zu lesen.

Danke an Euch alle drei für die gut erzählte, wie aus einem Guss wirkende Geschichte. :-*

Mal wieder ein Tag auf Pandora, das weitet den Blick für die wesentlichen Dinge im Leben!  :-[ 8) ;D

Ein Dankeschön für Plumps und Ricardo sowie Nüsse für's Eichhörnchen, wohlverdient, wie ich meine.

Da kommt richtig Vorfreue auf in Hinblick auf die nächsten Stories (ich hoffe, nicht erst zum nächsten AVATAR-Tag...  ::) )

Eywa ayngahu

tsmukan_stephen
Unsere Seite zum Treffen in Leipzig: http://www.LearnFromPandora.de

Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt,
sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen.
(Uraltes indianisches Sprichwort)

 

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