Author Topic: Das Licht der Ewigkeit - Kapitel 1 “Visionen und Geheimnisse”  (Read 1139 times)

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Offline Eichhörnchen

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Das Licht der Ewigkeit - Kapitel 1 “Visionen und Geheimnisse”



Ein Schwarm Vögel zog laut kreischend über ihre Köpfe hinweg. Geblendet vom Schein der hoch stehenden Sonne versuchte Tara ihren Flug zu verfolgen. Nach einer Weile gab sie es auf und blickte auf das ruhig liegende Geschöpf neben ihr im Gras. “An was denkst du, Theia? Du hast seit dem Frühstück kaum ein Wort gesprochen.” “Ich habe Kopfschmerzen. Die letzte Nacht war furchtbar. Lass mich einfach hier liegen und die Ruhe genießen.”
Liebevoll strich Tara eine herabfallende Haarsträhne aus dem Gesicht ihrer Freundin, was Theia zu einem Naserümpfen veranlasste.
“Nicht, das kitzelt.”
“Möchtest du darüber sprechen?”
Die kleine Fee stemmte ihre Hände auf den Boden und setzte sich auf.
“Worüber denn?”
“Na wovon du geträumt hast. Du siehst aus, als hätte ich dich stundenlang über die Felder gejagt.” Theia machte einen gequälten Gesichtsausdruck.
“Ich verstehe nicht, wo Zahira abgeblieben ist und es beunruhigt mich.”
“Kannst du sie nicht aufspüren? Sie kann doch nicht spurlos verschwinden.”
“Ich habe schon alles versucht, aber bisher vergebens.”
“Wer macht sich jetzt zu viele Gedanken?” Tara schnitt eine Grimasse und begann, die Fee zu necken. “Nicht Tara, hör sofort auf damit!” Völlig überraschend sprang Theia auf und flitzte zum Bach, welcher unweit der Festungsmauer lag.
“Bleib stehen Theia, ich bin noch nicht fertig mit dir!”, rief Tara und rannte der Fee lachend hinterher.

Auch an anderer Stelle gab man sich Beobachtungen hin.
“Sagtet Ihr nicht: die Mädchen würden nie wieder heimkehren? Nun, so wie es aussieht, erfreuen sie sich bester Gesundheit oder wie erklärt Ihr mir das, Dain?” Wütend streckte der Kommandant seine Hand aus dem Turmfenster und deutete auf die beiden Geschöpfe unterhalb der Festung. Helles Lachen drang an ihre Ohren und ließ Kelven angewidert das Gesicht verziehen.
“Ein bedauerlicher Vorfall durchaus. Ihre Begleitung erwies sich effektiver, als wir vermuteten. Andererseits befinden wir uns durch diese Närrinnen nun wieder im Besitz der Artefakte. Ich brauche Euch nicht zu sagen, welch glückliche Fügung des Schicksal dieser Umstand bedeutet.”
Kelven winkte ab. “Ihr werdet es nicht müßig, mir ständig davon zu erzählen. Eure Experimente sind mir egal. Ich will Ergebnisse sehen, Dain, hört Ihr? Also bringt sie mir und zwar bald.” Ein finsterer Ausdruck erschien wie eine aufziehende Gewitterwolke auf dem Antlitz des Befehlshabers.
“Selbstverständlich, Sir Kelven. Jetzt, wo meine Adepten die Steine untersuchen können, werden unsere Forschungen viel schneller vorankommen.”
“Ihr habt einen Mondumlauf, Dain, keinen Tag mehr! Habt Ihr das verstanden?”
“Wie Ihr befiehlt, Kommandant. Ich werde Euch nicht enttäuschen.”
Dain verzog seine Mundwinkel zu einem Lächeln als Kelven davon schritt, doch hinter seinen Stirn brodelte es.
“Elender alter Einfallspinsel. Eines Tages werde ich dich…”
“Was wirst du, Dain? Hat dich wieder jemand verärgert?”
Hinter seinem Rücken war Nyara in einem aufreizenden Gewand erschienen, das kaum etwas verbarg.
“Kelven. Er hat mir eine Frist gesetzt.”
“Ja, darin ist mein Gemahl wirklich ungeschlagen. Komm mit mir. Ich weiß etwas, dass dich wieder besänftigen wird”, lachte die Frau auf.
Erschrocken sah Dain zum Vorhang, hinter dem der Kommandant verschwunden war. “Jetzt? Was ist, wenn er wieder zurückkommt?”
“Fürchtest du dich vor ihm, Dain? Ich hatte dich mutiger eingeschätzt.”
Ihre Hand fuhr zwischen seine Beine und packte beherzt zu.
“Mein Mann wird sich einen Becher Wein reichen lassen und über das Schicksal der Welt sinnieren, wobei er wie jeden Nachmittag in tiefen Schlummer fällt. Zeit genug also für uns beide, etwas Spaß zu haben oder beginne ich, dich zu langweilen?”
Immer noch tasteten ihre Finger über sein Gemächt und drückten unmerklich zu.
Der Magister verneinte rasch, um sich nicht den Unmut Nyaras zuzuziehen, deren Launenhaftigkeit der ihres Gemahls in nichts nachstand.
Ohne zögern führte sie ihn in ihre Kemenate. Nyara hielt sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf und begann, die Träger ihres Kleides über die schmalen Schultern zu streifen.
Dain betrachtete anerkennend die Rundungen ihrer schweren Brüste.
“Fürwahr, dieser Anblick kann einem Mann die Sinne rauben.“
“Na das hoffe ich doch”, kicherte Nyara und führte seine Hand daran. Keck stellten sich ihre Warzen unter seinen Liebkosungen auf und Dain begann, sie in aufflammender Begierde mit den Fingerspitzen zu kneten. Ein sanfter Schmerzensseufzer erklang.
“Nicht so stürmisch! Wie lange habe ich mich danach gesehnt. Wir treffen uns viel zu selten und diese Art der Unterhaltung ist mir die Liebste.”
“Wenn er herausfindet, dass wir den Tod deiner Tochter zu verantworten haben, übergibt er uns beide dem Henker.” Geschickt umschloss er eine Warze mit dem Mund und saugte lustvoll daran.
“Das wird er aber nicht. Kelven glaubt nach wie vor an die Schuld der Feen Mädchen. Ein wirklich gemeiner Schachzug von dir, mein Liebster”, kam es anerkennend über ihre vollen Lippen. Nyara ließ ihr Kleid vollends herab gleiten und Dain stellte verzückt fest, dass sie völlig nackt darunter war. Noch mehr faszinierte ihn jedoch ihre Scham, deren feine Härchen in einem güldenen Glanz erstrahlten.
“Gefällt es dir? Meine Zofe half mir dabei, sie zu färben. Das dumme Ding hat immer so merkwürdige Einfälle.”
“Es ist einfach nur unbeschreiblich.” Dain war sprachlos von dem Ideenreichtum und Verführungskünsten Nyaras, die er so noch bei keiner Frau erlebt hatte. Es war ein gefährliches Spiel, dass beide miteinander trieben und Dain sich dessen vollauf bewusst, doch zugleich liebte er die Gefahr. Sie gab ihm das gewisse etwas, nachdem es ihm zeitlebens verlangte.
Nyara sank vor ihm auf das seidenüberzogene Bett und zog ihn zu sich heran. Das liebliche Parfüm betörte seine Sinne und Dain merkte, wie ihm seine Hose zu eng wurde.
“Zieh dich endlich aus. Ich erwarte Taten, mein Lieber.”
“Die sollst du auch gleich erfahren”.
Ungeschickt befreite sich Dain seiner Kleidung und warf alles achtlos von sich. Schon bald darauf erklangen leidenschaftliche Stoßseufzer, gelegentlich abgelöst durch hemmungsloses Stöhnen.
In der Turmkammer sah Kommandant Kelven derweil wieder auf die beiden Mädchen herab, in einer Hand die schwere Karaffe. Wütend nahm er einen Schluck daraus und brabbelte vor sich hin, während er die Geschöpfe nicht aus den Augen ließ.
“Ihr werdet mir dafür bezahlen. Bei den Göttern, der Tod meiner Tochter wird nicht ungesühnt bleiben.”

Einem glitzernden Band gleich, breitete sich das Firmament über Akrans Zuflucht aus, nachdem es die Reste der abendlichen Dämmerung erfolgreich verdrängt hatte.
Theia wälzte sich unruhig in ihrem Bett, solange bis es Tara zuviel wurde.
“Bleib doch endlich mal still liegen. Wie soll ich so Schlaf finden?”
Verwundert blickte sie in die grünen Augen der Fee. Es gab keinen Zweifel, Theia war hellwach.
“Ist dir wieder schlecht? Möchtest du etwas nach draußen gehen? Die frische Nachtluft kann Wunder vollbringen, wir müssen nur darauf achten, dass wir Mira nicht aufwecken.”
Theia erwiderte ihren Blick und erweckte den Eindruck, als versuche sie für alle Probleme dieser Welt eine Lösung zu finden.
Schon ihre ersten Worte offenbarten dem Mädchen ein neues Geheimnis der Fee.
“Ich muss dir etwas gestehen. Meine Kopfschmerzen… es sind Visionen.”
“Was meinst du damit? Veralberst du mich etwa wieder? Jetzt ist wirklich nicht der richtige Zeitpunkt dafür, ich bin todmüde.”
Ihr Blick fiel hinüber zum Fenster, wo die Schwärze der Nacht wie ein Tuch über dem Land lag. “Wir haben noch nicht einmal Vollmond“, sagte sie in dem Versuch, irgendeine Erklärung für Theias seltsames Verhalten zu finden. Gerade wollte sie sich aufrichten, als eine Hand sie sanft zurück drückte.
“Warte! Ich werde versuchen, es dir zu erklären. Du weißt, dass wir Zahira nirgends aufspüren konnten, was allein schon Anlass zu großer Sorge geben sollte.”
Tara nickte stumm.
“Seit ein paar Nächten erklingt stattdessen eine Stimme in meinen Träumen oder sollte ich sagen Unterbewusstsein? Ich kann es dir nicht genau beschreiben.”
“Was sagt sie? Konntest du herausfinden, wer es ist?”
Theia schüttelte den Kopf und verzog im selben Moment schmerzverzerrt über ihre eigene Dummheit das Gesicht. “Meine Visionen sind sehr verschwommen. Es ist ein Mädchen, soviel ist sicher und sie ruft mich oder zumindest sagt sie etwas zu mir, dass sie immer wiederholt, aber ich kann sie nicht verstehen.”
“Das klingt einfach unglaublich. Vielleicht hat dich der Kampf gegen den Dämon mehr Kraft gekostet, als du bisher angenommen hattest. Nur, warum zeigt Mira dann keine Anzeichen von Erschöpfung?”
“Ich weiß nicht, Tara. Irgendetwas daran ist schrecklich falsch und ich fürchte, wenn ich es nicht herausfinde, werde ich noch verrückt.”
“Das verstehe ich Theia, aber was hast du vor? Ich sehe an deinen Augen, dass du schon einen Plan hast.”
Ein Seufzen klang durch den kleinen Raum. “Dir kann man wirklich nichts vormachen. Ich werde eine Weile heimkehren und versuchen, dort eine Lösung zu finden. Vielleicht offenbart der Hain, was mir bisher verborgen geblieben ist.”
“Du möchtest in die Anderswelt? Nimm mich mit Theia, bitte.”
“Nein Tara, es wird besser sein, wenn du hier bleibst. Mira wird mich begleiten. Jetzt mach nicht so ein Gesicht. Du kannst ein anderes Mal mit mir kommen.”
Tara zog sich die Decke über den Kopf und schwieg. Zu tief saß die Enttäuschung in ihr. Gelegentlich erklang ein Knarren oder Ächzen der alten Balken, deren Holz ständig arbeitete, Geräusche, die sich bei stürmischen Wetter um ein vielfaches verstärkten. Ein paar mal noch spürte Tara, wie Theia sie anstippte, um sie zu irgendeiner Regung zu veranlassen. Als sich das Mädchen nicht rührte, flüsterte die Fee eingeschnappt. “Dann eben nicht.”
Schließlich kehrte wieder Ruhe in der Kammer ein. Als Tara am nächsten Morgen erwachte, waren beide Feen Mädchen verschwunden.

Ein leichter Windhauch fuhr durch den Hain, spielte mit Blättern und Ästen und streifte dabei auch das Gesicht der zierlichen Fee, welche angestrengt in das Licht vor ihr starrte.
“Was machst du da, Theia?”
Erschreckt wirbelte sie herum und gleichzeitig erlosch der Strahl, begleitet von einem sanften Knistern.
“Mutter, was tust du denn hier? Ich habe dich gar nicht kommen gehört.”
“Dasselbe könnte ich dich auch fragen. Du verhältst dich in letzter Zeit äußerst merkwürdig. Selbst deinen Schwestern ist deine ständige Abwesenheit aufgefallen, ganz zu schweigen davon, dass du es nicht einmal für nötig erachtest, uns von deiner Heimkehr zu berichten.”
“Ich habe viel zu tun, Mutter.”
Eria packte sie forsch am Handgelenk und zog das Mädchen von den Steinen weg. “Was ist nur los mit dir, Theia? Ich habe geschwiegen, als du dich in das Reich der Menschen begeben hast und dich in dieses Mädchen verliebtest. Auch kein Wort darüber, dass du Mira zu allerlei Dummheiten anstiftest. Nein, sag nichts! Von allein wäre sie wohl nie auf den Gedanken gekommen, die Anderswelt zu verlassen.”
Theias grüne Augen wurden groß wie Wagenräder.
“Eria bitte, es ist nicht wie du denkst.”
“Schweig! Willst du etwa behaupten, dass du keine Magie angewendet hast, obwohl es dir bei Strafe verboten ist?”
“Woher weißt du da…” Eine schallende Ohrfeige traf ihre Wange. Verstört hielt Theia ihre Hand an die brennende Stelle, während ihre Mutter sich umdrehte.
“Mira, komm her!” Rascheln von Astwerk, dann wand Mira sich zwischen den Blättern hervor. Theias Entsetzten steigerte sich ins Unermessliche, was sich in einem Aufstöhnen äußerte.
“Deine Schwester hat mir alles erzählt. Ich fasse es einfach nicht. Wie konntest du dich mit ihr in solche Gefahr begeben? Ihr hättet beide getötet werden können. Hast du auch nur einen Moment daran gedacht, welche Sorgen ich mir machen könnte? Dieses Mädchen Tara hat wohl keinen guten Einfluss auf dich. Dabei hatte ich sie ganz anders eingeschätzt.”
“Bitte Eria, lass Tara aus dem Spiel!”
Ein Stechen in ihrem Kopf ließ sie vor Schmerz die Augen schließen.
War Eria eben noch verärgert, so trat nun ein sorgenvoller Ausdruck auf ihr Antlitz.
“Was hast du Kindchen? Geht es dir nicht gut? Du siehst furchtbar aus.”
“In letzter Zeit ist mir manchmal schwindelig. Mir fehlt einfach etwas Schlaf.”
Eria wollte es nicht dabei bewenden lassen.
“Ich vermute, es ist die Verwendung der Steine. Du sollst nicht damit rumspielen. Sie sind ausschließlich dem Rat vorbehalten.” Erias gut gemeinte Worte bewirkten das Gegenteil, wie der Trotz in Theias Stimme im nächsten Moment bewies.
“Ich werde eines Tages ihre Herrscherin sein, da ist es nur von Vorteil, wenn ich mir das Wissen aneigne und mich in ihrer Funktion übe.”
“Ihre Herrscherin? Dann solltest du auch langsam anfangen, dich so zu benehmen! Nun gut, lassen wir das. Nach was hast du überhaupt gesucht? Ich hoffe, du planst nicht wieder irgendwelchen Unsinn?!”
Eria studierte ungehalten jede Regung ihrer Tochter.
“Wir haben im Ödland einen weiteren Hain entdeckt, ähnlich diesem hier, wenngleich er auch nicht mit dergleichen Perfektion angelegt wurde. Ich möchte erfahren, ob noch weitere von uns geschaffene Orte existieren und wenn ja, wo sie sich befinden.”
“Es gibt viele Übergänge in die Menschenwelt und selbst mir sind nicht alle bekannt. Vermutlich weiß das nicht einmal unsere Gebieterin”, meinte Eria mit einem Augenzwinkern. “Einige sind seit langer Zeit verschlossen, von der einen oder anderen Seite. Andere hingegen führen in gefährliche Regionen und ihre Benutzung bedeutet den sicheren Tod. Du hast doch keine weiteren Exkursionen vor?”
Theia wusste nicht, was sie sagen sollte und legte stattdessen wieder ihre Hand auf den Stein. Das Material der Oberfläche reagierte augenblicklich auf die Berührung und erneut stieß die Lichtsäule vor ihnen empor.
“Das ist die Gegend, in der ich einen weiteren Hain vermute. Aber bisher blieb meine Suche erfolglos. Tara nennt sie die Klippen der ewigen Finsternis. Die Shrouks sind dort beheimatet.” Für Sekundenbruchteile überlegte Theia, ob sie ihrer Mutter von den Visionen berichten sollte, verwarf den Gedanken daran aber sogleich wieder. Eria war schon aufgebracht genug und es gab keine Veranlassung, ihre Verärgerung noch zusätzlich zu steigern. Solange ihre Mutter nicht danach fragte, beschloss sie, Zahiras Verschwinden für sich zu behalten.
“Also schön, sehen wir mal, ob sich etwas herausfinden lässt.”
Eria wiederholte das Ritual und begann, die aufleuchtenden und herumwirbelnden Runen zu studieren. “Haben die Menschen ihm diese Bezeichnung gegeben? Das mag einer der Gründe sein, warum du nichts findest. Es würde auch keinen Sinn machen, einen Hain mitten unter diesen Kreaturen anzulegen.”
Sie griff in den Strahl und berührte einige der Runen. “Hier ist etwas, siehst du?”
Theia rang nach Luft, derweil unzählige Informationen durch ihren Kopf wirbelten und sich zu einem plastischen Bild zusammensetzten.
“Der Übergang! Nicht an den Klippen, sondern dahinter… aber das ist unmöglich!” Die gewonnene Erkenntnis traf sie wie ein zu harter Schlag in die Magengrube und als wäre das nicht genug, saß ihr Eria im Nacken und wurde es nicht leid, ihr Vorhaltungen zu machen.
“Du redest völlig wirres Zeugs, Theia. Ich verbiete dir, die Steine weiter zu benutzen, bis du dich richtig erholt hast!”
Die Lichtsäulen erloschen zischend und Eria nahm das Gesicht ihrer Tochter zwischen die Hände.
“Warum interessiert dich das überhaupt? Die Gegend ist eine Todeszone und ihr betreten strikt untersagt. Von unserem Volk war schon… warte, ich muss nachdenken… also bestimmt lange vor der Geburt unserer Königin niemand mehr dort.”
“Was ist denn damals passiert?”
Theia klebte nun an den Lippen ihrer Mutter.
“Es gibt nur Gerüchte darüber, so dass sich im Nachhinein nicht mehr genau sagen lässt, was wirklich geschah. Ein Hain, wie so viele in der Welt der Menschen. Eines Tages riss jeder Kontakt ab und Boten, die dorthin entsandt wurden, kehrten niemals zurück. Die letzten Meldungen, die wir erhielten, waren sehr widersprüchlich. Es heißt, irgendetwas wäre durch den schwarzen Abgrund gekommen und hätte die Kolonie vernichtet.”
“Der schwarze Abgrund? Was ist damit gemeint? Ich kann mir nichts darunter vorstellen.”
Eria richtete sich wieder auf und sah auf ihre Tochter hinab.
“Ich weiß es nicht, Kind und du solltest dich auch nicht mit diesen Dingen befassen.”
Theia wollte aufbegehren, doch ein Schwindelanfall verhinderte ihre Absichten. Bevor Eria zugreifen konnte, sank sie vor ihr zu Boden.
“Was ist mit ihr, Mutter?” Mira klang ernsthaft besorgt.
“Deine Schwester braucht Ruhe. Komm, hilf mir, sie zurück zu tragen. Es ist alles meine Schuld. Ich hätte ihr niemals die Benutzung der Steine erlauben sollen.”
Mira wollte die Arme um ihre Schwester legen, da stoppte sie ein wütender Aufschrei.
“Nein, keine Magie! Wie oft muss ich es noch sagen? Außerdem würde der Transport sie zusätzlich belasten. Wir werden sie tragen und nun mach endlich und hilf mir.”
In Theia kam wieder Bewegung.
“Lasst mich sofort los! Ich bin nicht krank und kann alleine gehen, Mutter.”
“Ja, das sehe ich. Warum hast du nur immer so einen unglaublichen Dickkopf?”
Noch etwas wackelig versuchte Theia, ihren Halt wieder zu finden. “Ich muss zu Tara zurück. Bestimmt macht sie sich schon Sorgen, wo wir so lange bleiben.”
“Immer nur Tara. Ich kann diesen Namen langsam nicht mehr hören. Wie stellst du dir euer weiteres Zusammenleben denn vor? Wenn du Herrscherin bist, wird deine Freundin ihre Welt schon lange verlassen haben. Ihr habt keine Zukunft, mein Kindchen, akzeptiere das endlich.”
“Das werde ich niemals und ich bin auch nicht dein Kindchen!”
Mit tränenerstickter Stimme rang Theia nach Worten.
“Ich liebe sie Mutter, kannst du das denn nicht verstehen?” Theia wartete nicht auf eine Antwort und rannte davon. Sie schämte sich und wollte unter keinen Umständen, dass Eria ihre Tränen sah.
Unentschlossen blickte Mira ihrer davon hastenden Schwester hinterher. Eria spürte, in welchem Konflikt sich die junge Fee nun befand.
“Warte Mira! Ich habe eine Bitte an dich, bevor du gehst. Sag Theia, dass es mir Leid tut und ich mich freuen würde, wenn ihr heute Abend an unserem Fest teilnehmt. Ich bin mir sicher, das wird sie auf andere Gedanken bringen.”
Miras Flügel begannen vor Erregung wild auszuschlagen und verursachten einen steten Luftzug.
“Ein Fest? Zu wessen Ehren denn, Mutter? Bitte, du musst mir alles erzählen.”
“Oh nichts Großes. Nur der engste Kreis. Eure Schwester hat ihre Prüfung bestanden. Die Zauberweberinnen gaben sich alle Mühe, sie zu brechen, aber ihre Tests waren keine Herausforderung für sie. Ich denke, die Fähigkeit zur Magie ist ihr angeboren.” “Wie bei Theia, Mutter.”
“Ja Kindchen. Hör mal, du musst mir eines versprechen: Versuche ein Auge auf deine Schwester zu haben. Sie kann in große Schwierigkeiten kommen. Ihr beide könnt das. Die Menschen fürchten unsere Fähigkeiten, wie alles, was sie nicht verstehen und könnten euch in ihrer Unwissenheit schlimme Dinge antun.”
Mira nickte. Noch allzu gut war ihr der Mob in Erinnerung geblieben, der sie damals durch das Dorf gejagt hatte, um sie zu lynchen.
“Erlaubst du, dass wir Tara mitbringen, Mutter? Ohne sie wird Theia niemals ihre Zustimmung geben. Bitte, du magst sie doch auch.”
Eria verharrte wie eine Spinne, die in ihrem Netz auf Beute lauert, doch schon im nächsten Moment entspannten sich ihre Gesichtszüge.
“Beim Licht unseres silbernen Mondes, also schön. Wenn es euer ausdrücklicher Wunsch ist. Du hast ja Recht, vielleicht bin ich wirklich zu streng mit Theia gewesen. Es ist nur nicht leicht, mein großes Mädchen loszulassen.”
“Das musst du aber Mutter, oder du wirst sie verlieren. Die beiden lieben sich mehr als alles andere auf der Welt, so wie ich…”
“Wie was? Wovon redest du? Du solltest über solche Dinge überhaupt noch nicht nachdenken.”
Mira biss sich auf die Zunge. Beinahe hätten ihre Gefühle für Geldis sie überwältigt. “Verzeih, ich rede nur dummes Zeug, vermutlich, weil ich so aufgeregt bin. Heute Abend also?”
Eria nickte, wobei sie ihre Tochter auffällig lange musterte. “Auf was wartest du noch? Du darfst gehen. Ich habe noch schrecklich viel vorzubereiten.”
Mira eilte davon. Von ihrer Schwester war nichts mehr zu sehen, aber sie hatte eine recht genaue Vorstellung davon, wo sie Theia finden würde. So schnell sie ihre kleinen Füße trugen, näherte sich Mira dem Übergang, der sie zurück in die aufregende Welt der Menschen führen würde.

“Du hast was? Bist du von Sinnen? Ich gehe nicht auf das blöde Fest! Wir haben die Anderswelt gerettet und wie dankt sie es mir?” Theia war außer sich vor Wut, was sich in dem gefährlichen Funkeln ihrer hübschen Augen widerspiegelte.
“Wer benimmt sich jetzt kindisch? Eria hat es doch nicht so gemeint. Gibt ihr einfach mehr Zeit. Woher sollte sie auch damit rechnen, dass du dich entschließt, für immer mit Tara zusammenzuleben. Sie liebt dich und hat Angst, dich zu verlieren.”
“Los, gib dir einen Ruck, Theia”, mischte sich jetzt auch Tara ein. Bisher hatte sie nur atemlos dem Streitgespräch gelauscht, doch nun hielt sie es nicht mehr aus.
“Ich würde gerne auf das Fest gehen, außerdem ist es sehr unhöflich, die Einladung abzulehnen. Wenn meine Mutter noch bei mir wäre, würde ich alles tun, um sie glücklich zu machen.”
Theia errötete und musste heftig schlucken. “Entschuldige Tara, manchmal weiß ich nicht, was in mir vorgeht. Also schön, machen wir uns fertig. Ich werde euch beide hingeleiten.”
Vor Freude quietschte Mira auf. “Komm mit mir Tara, wir müssen noch etwas besorgen. Hast du Geld?”
Fragend blickte sie die grinsende Fee an und nickte. Im nächsten Moment wurde sie schon von den zierlichen Händen gepackt und nach draußen gezogen. Geistesgegenwärtig schaffte sie es gerade noch, nach einem der Umhänge zu greifen, der das quirlige Geschöpf vor allzu neugierigen Blicken verbergen sollte.
“Warte am Weiher auf uns Theia, wir sind bald wieder zurück.”
« Last Edit: October 11, 2013, 06:05:05 pm by Eichhörnchen »
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Re: Das Licht der Ewigkeit - Kapitel 1 “Visionen und Geheimnisse”
« Reply #1 on: October 11, 2013, 05:27:48 pm »
Theia sah zu den Häusern herüber, in dessen Richtung auch der kleine Markt und die Gebäude der Handwerker lagen.
“Wo bleiben sie nur? Hoffentlich macht Mira nicht wieder irgendeine Dummheit.” Die leise ausgesprochenen Worte trugen auch nicht dazu bei, die Fee zu beruhigen. Gerade als sie beschloss nachzusehen, erschienen zwei Gestalten am Dorfrand und kamen rasch näher. Schon von weitem konnte sie das Kichern ihrer Schwester vernehmen. Erleichtert stieß Theia die Luft aus und sah den Mädchen erwartungsvoll entgegen.
“Was hat denn da so lange gedauert?”
Neugierig versuchte sie, einen Blick unter die Tücher zu erhaschen, die beide Mädchen in ihren Händen hielten. Bevor sie eines davon beiseite ziehen konnte, erhielt Theia einen Schlag auf ihre Handfläche. “Das könnte dir so passen! Es ist ein Geschenk für Alessa, also nimm gefälligst deine Finger davon!”
“Ist ja schon gut. Dann lasst uns gehen, wir sind spät dran.”
Sicher führte Theia ihre Begleiterinnen durch den für die meisten Augen unsichtbaren Übergang. Diesmal verspürte Tara keine Furcht. Schon bald nachdem sie in den teigartigen Dunst geschritten waren, lichtete sich der Nebel vor ihnen wieder und machte dem farbenfrohen Himmel der Anderswelt Platz.

“Mutter! Mutter? Wir sind zurück. Wo bist du?” Theia blickte sich suchend um.
Bunte Girlanden spannten sich an Fäden über dem versteckt liegenden Platz, die mit ihrer filigranen Beschaffenheit den Eindruck erweckten, als wären sie durchsichtig. Versetzt saßen leuchtende Kugeln auf Pfählen, in denen die glitzernden Bänder endeten.
“Das ist reinste Magie”, hauchte Tara, völlig von dem Anblick verzaubert.
Neben ihr antwortete Theia voller Stolz. “Ja, das ist es. Eria weiß, wie man Gäste beeindruckt, noch dazu wenn man bedenkt, wie wenig Zeit sie dafür hatte.”
“Schön, dass es euch gefällt. Allerdings ist es nicht mein alleiniger Verdienst. Deine Schwestern haben mir tatkräftig geholfen.”
Tara war beim Klang der sanften Stimme zusammengezuckt und wirbelte herum. Zu ihrer Erleichterung waren ihre Begleiterinnen vom lautlosen Erscheinen der Fee ebenso überrascht worden.
“Eria! Wir haben schon nach dir gesucht.” Mira legte das Mitbringsel auf die festlich gedeckte Tafel und fiel ihrer Mutter um den Hals. Hinter ihr tauchten Alessa und Leilia auf, um die Gäste zu begrüßen. Artigkeiten flogen wie kleine Vögelchen hin und her, bis Eria ihnen zu verstehen gab, sich zu setzen. Aufgeregt betrachtete Tara die zahlreichen Speisen. Glitzernde Schüsseln wechselten mit ebenso prächtigen Tabletts aus farbigen Glas. Auf einem von ihnen erkannte sie die Feenbeeren, die sie für den Trank verwendet und ihrer Freundin so gut geschmeckt hatten. Freudig wollte sie danach greifen, da hielt ein Schrei Erias sie erschreckt zurück.
“Fass sie nicht an! Du würdest üble Bauchschmerzen davon bekommen. Hier, das kannst du unbesorgt essen. Du bist doch sicher hungrig, oder?”
Nun machte sich ihr Magen durch ein Ziehen bemerkbar und Tara nickte eifrig. Ein Teller mit Salat wurde vor sie geschoben, gefolgt von etwas Fisch und Gebilden, die kleinen Kuchen nicht unähnlich sahen. Tara schnupperte daran und verzog grinsend das Gesicht.
“Das riecht hervorragend. Ich glaube, ich könnte jetzt einen ganzen Bären verschlingen.” Leilia erstarrte bei ihren Worten und sah sie fassungslos an.
“Das darf man nicht! Wir töten keine Wesen des Waldes. Niemals! Nur wenn eines krank oder verletzt ist. Das Licht Maras würde uns sonst verbrennen.”
“Tara hat es nicht so gemeint. Es ist nur eine Redensart, Dummchen”, kicherte Theia und hieb ihrer Schwester mit der flachen Hand auf den Kopf. Gerade, als diese sich revanchieren wollte, fuhr Eria dazwischen.
“Es ist genug! Könnt ihr euch nicht einmal vertragen?”
“Entschuldige Mutter, aber Theia hat angefangen.”
Theia seufzte auf und wand sich wieder ihren Speisen zu.
“Wie war deine Prüfung, Alessa?”
“Viel zu leicht”, lachte die Angesprochene hell auf. “Die alten Frauen dachten, ihre Aufgaben wären eine Herausforderung für mich. Sieh mal, was ich gelernt habe.” Alessa formte ihre Hand, wie eine kleine Schale und ließ fluoreszierendes Feuer darauf entstehen.
“Wirklich hübsch. Ich bin mir sicher, dass sich ein Shrouk tief beeindruckt davon zeigen würde.”
“Du bist widerlich, Theia! Eines Tages werde ich ebenso geübt wie du sein und dann werden wir sehen, wer die Bessere ist oder glaubst du, diese Viecher machen mir Angst?”
“Das Licht Maras möge das zu verhindern wissen“, sagte ihre Mutter schnell und warf Theia einen warnenden Blick zu, es dabei bewenden zu lassen.
Mira versuchte, die Situation wieder zu entspannen.
“Möchtest du nicht nachsehen, was wir dir mitgebracht haben?”
Neugierig richteten sich alle Augen auf Alessa. Vorsichtig entfernte sie die Tücher und wickelte das darin enthaltene Mitbringsel aus. Ein freudiger Aufschrei. “Backwerk! Ist das aus der Menschenwelt?” Mira und Tara nickten wie aus einem Guss. Aufgeregt befühlte Alessa die Teiglinge und hielt ihre feine Nase darüber.
“Dieser Geruch... einfach unbeschreiblich, ich danke euch. Damit habt ihr mir die größte Freude gemacht.”
Tara fühlte, wie Mira sie unmerklich anrempelte. Ihr Blick sagte so etwas wie: Na, habe ich es dir nicht gleich gesagt? Der Vorfall mit dem Bäcker in der Festung kam ihr in Erinnerung. “Kennt ihr keine Brötchen?” Kopfschütteln.
“Wir sind nicht sehr geschickt darin. Das betrifft viele handwerkliche Dinge. Unsere Magie kann einiges möglich machen, aber eben nicht alles”, seufzte Mira versonnen.
Tara schaute überrascht von ihrem Teller auf, als Theia sich plötzlich neben ihr erhob und ihrer Mutter platz machte. Eine in Ewigkeiten messende Zeitspanne sah sie die Fee nur wissend an, sagte aber nichts. Mit einemmal fühlte sie sich sichtlich unwohl und spürte, wie ihr heiß und kalt zugleich wurde, bis am Tisch das vertraute Gekicher aufbrandete. Eria warf einen flüchtigen Blick an Tara vorbei und ließ ein Schmunzeln erkennen.
“Kannst du dir vorstellen, welche Verantwortung es ist, diese Geschöpfe zu erziehen? Ständig stellen sie irgendetwas an und treiben ihren Unfug. In gewisser Weise sollte ich dir also dankbar sein, dass du mir nun eines meiner Mädchen abnimmst. Ich weiß nicht, was Theia zu dir gesagt hat, doch verzeih mir, wenn ich anfangs vielleicht etwas schroff gewirkt habe. Es ist nur so, dass die Ereignisse so völlig überraschend für mich kamen.”
Eria stützte ihren Ellenbogen auf der Tischplatte ab und nahm eine bequeme Haltung ein, wobei ihr Blick unbeirrbar auf dem Mädchen ruhte.
Die grünen Augen gaben Tara unweigerlich das Gefühl, direkt in ihre Seele zu blicken.
“Ich habe gehört, was ihr getan habt und ich teile Theias Ansicht, dass es nötig war, um großes Unheil von uns allen abzuwenden. Doch das bedeutet nicht, dass ich ihren Leichtsinn gutheiße.“
“Ihr seid nicht überrascht oder gar böse?”
Eria zeigte ein wehmütiges Lächeln. “Du weißt noch so wenig über uns, Kindchen. Wir Feen sind zumeist Einzelgänger und agieren ebenso. Es gibt keine starre Hierarchie oder Befehlsstruktur, wie deinesgleichen sie kennt. Manche verbindet sich ihr Leben lang mit einem Baum oder Tier, um es zu beschützen und eins mit ihm zu werden. Andere suchen bewusst die Gegenwart der Menschen. Diese Kreatur, auf die ihr gestoßen seid, war sicher ein schreckliches und unfassbares Erlebnis für dich und deine menschliche Begleitung. Für uns aber sind diese Wesen so real, wie die Welt um uns herum. Wir haben uns ihnen schon oft zum Kampf gestellt und werden es immer wieder tun.”
Tara überkamen eigenartige Empfindungen, als die Fee unerwartet über ihre Wange strich.
“Du darfst mich nicht falsch verstehen. Ich hege keinen Groll gegen dich. Ein Blinder kann sehen, wie sehr ihr euch liebt und ich spüre viel Gutes in dir. Wohlmöglich hätte ich anders reagiert, wenn Theia in der Anderswelt geblieben wäre, aber ich denke nicht.”
“Ich danke Euch….”
“Euch? Warum so förmlich? Immerhin gehörst du nun zur Familie oder denkst du, ich weiß nicht, was du mit meiner kleinen Theia treibst?”
Schamesröte schoss Tara in die Wangen und gab ihr das Gefühl, wie eine der Kugeln zu leuchten. “Also dann: dir. Ich danke dir, Eria.”
Bevor sie sich versah, packte sie die Fee und zog ihr Gesicht ganz nah an sich heran, sodass sich ihre Nasenspitzen berühren konnten. Warm streifte sie der Atem Erias.
“Du darfst mich Mutter nennen, wenn du es möchtest. Theia hat mir erzählt, was du durchgemacht und wie sehr du dich immer nach ihrer Liebe gesehnt hast. Ich kann sie dir nicht ersetzten, aber es würde mir nichts ausmachen, noch eine weitere Tochter zu haben.”
Eria zeigte ein herzergreifendes Lächeln. “Also, wie lautet deine Antwort?”
Tara erstarrte und konnte ihren Blick nicht mehr von der Fee lösen. Im nächsten Moment fühlte sie, wie ihre Knie weich wurden und bevor sie sich versah, brach sie hemmungslos in Tränen aus. Stille herrschte urplötzlich über dem Areal. Atemlos sahen die Feen von ihren Speisen auf, wobei sie verwunderte Blicke miteinander austauschten. Mira schaute immer wieder verstört von Theia zu ihrer Mutter, die Tara nun fest in ihren Armen hielt.
“Warum weint sie denn, Theia?”
“Kommt, lassen wir die beiden allein. Sie haben bestimmt einiges zu besprechen. Damit meine ich euch alle!” Nur äußerst widerwillig erhoben sich die Mädchen und folgten ihrer großen Schwester.  

Dain stapfte durch den Raum, wie ein Raubtier in seinem Käfig.
“Die Mädchen müssen verschwinden! In dieser Hinsicht stimme ich einmal mit deinem Gemahl überein. Man könnte vielleicht etwas arrangieren, aber es darf kein Verdacht auf uns fallen.”
“Du vergisst, dass sie unter dem Schutz des ersten Ritters Ciron und seines kampferprobten Schatten stehen, der ihm niemals von der Seite weicht.”
“Asgard!” Dain spie das Wort aus.
“Warum so erzürnt, mein Liebster? Ich hätte da vielleicht eine Idee, wie wir uns ihrer entledigen können. Dieser Knappe von Sir Asgard, wie hieß er doch gleich?”
“Paran, aber warum interessiert er dich?”
“Nun, er erwähnte beiläufig, wie neugierig diese Wesen sind. Eines von ihnen sprach davon, dass es die Klippen erforschen wolle.”
Nyara beobachtete fasziniert, welche Wandlung mit dem Gesicht des Magisters vor sich ging. “Nicht wahr, das gefällt dir.”
“Damit ergeben sich völlig neue Möglichkeiten. Wir könnten eine Expedition ins Leben rufen unter dem Vorwand, mehr über die Herkunft der Artefakte zu erfahren…”, “… welche wohlweislich an den Klippen ausgegraben wurden.” Nyara vollendete seinen Satz und blickt ihn triumphierend an.
“Manchmal frage ich mich, ob ich nicht mit einer Dämonin schlafe.”
“Ich nehme das als ein Kompliment, Dain”, erwiderte sie und befeuchtete ihre Lippen. Voller Erregung versuchte sie ihn zu küssen, doch der Magister drückte sie von sich. “Nicht jetzt, Nyara. Wir sollten keine Zeit verlieren.”
“Was hast du vor?” Nur schwer verbarg sie ihre Enttäuschung.
“Ich werde deinem Gemahl den Vorschlag unterbreiten. Er will Ergebnisse sehen. Nun, dann wird er sicher zustimmen, dass ich weitere Nachforschungen anstellen muss. Sobald die Ritter aus der Burg sind, haben wir endlich freie Hand. Hoffen wir nur, dass diese seltsamen Wesen mitspielen und den Köder schlucken.”
“Das werden sie Dain, vertrau mir.”
In ihre Augen war ein siegessicherer Schimmer getreten.
“Was machen deine Forschungen? Wenn du etwas benötigst, sag es. Es gibt nichts, was ich dir nicht geben könnte.”
Wie zufällig verrutschte ihr Gewand, so dass Dain einen Blick auf ihren aufreizenden Körper erhaschen konnte.
“Es läuft alles hervorragend. Nicht mehr lange und ich werde meinen Bruder endlich befreien können. Zusammen werden wir Kelven stürzen und die neuen Herrscher im Lehen werden.” Unter bösartigen Gelächter, verschwand Dain aus der Kammer.

Nach ihrer Rückkehr aus der Anderswelt und einer für Taras Empfinden viel zu kurzen Nacht, in der Theia sich mehrmals schlaflos herumgewälzt hatte, saßen sie beim Frühstück und sprachen über die Ereignisse des Vortages.
Mira steckte sich einen weiteren Löffel Kornbrei in den Mund, wobei sie die beiden heftig debattierenden Mädchen nicht aus den Augen ließ.
“Das hat sie wirklich zu dir gesagt?”
Theia grinste in nie da gewesener Frechheit und schob ihre Schüssel beiseite.
“Was meinst du damit? Willst du etwa andeuten, dass Eria…”, schlucken, “…Moment mal, ihr könnt nicht lügen, das hast du selbst gesagt!”
“Oh, es stimmt, auch wenn es sich dabei um Dinge handelt, die wir nur den wenigsten Menschen anvertrauen. Aber das war doch bestimmt noch nicht alles.”
“Sie hat mir angeboten, sie Mutter zu nennen.”
“Ja und? Wirst du?”
“Ich weiß nicht, Theia. Es kommt alles so überraschend. Habe ich mich auf dem Fest unmöglich verhalten?”
“Weil du ihr keine Antwort gabst oder wegen deiner Heulerei, die jeden Schlosshund vor Neid zum Erblassen gebracht hätte?”
“Du bist gemein! Kannst du nicht einmal ernst bleiben?”
Tara knuffte die kichernde Fee. “Was hast du überhaupt im Hain erfahren? Wir sind noch gar nicht dazu gekommen, darüber zu sprechen.”
Theias Grinsen gefror zu einer Maske. “Wir müssen zu den Klippen, Tara.”
“Müssen wir? Wer sagt, dass ich dich begleite?”
“Ich dachte, also…”
Nun war es an Tara, ihre verblüffte Freundin anzugrinsen.
“Du solltest mal dein Gesicht sehen! Natürlich komme ich mit dir!”
“Ihr wollt wieder auf ein Abenteuer gehen?“
Mira hielt nichts mehr auf ihrem Platz.
“Vielleicht Mira. Doch so eine Unternehmung muss gut vorbereitet sein. Auch wenn sich die Bestien in letzter Zeit verdächtig ruhig verhalten, bleibt es eine gefährliche Reise.”
“Ich werde mit Ciron sprechen und mir anhören, was er dazu sagt. Dann sehen wir weiter.”
“Wie willst du das anstellen? Es ist keine gute Idee, einfach wieder in die Burg hineinzumarschieren. Die Leute haben noch nicht vergessen, was mit der Tochter des Kommandanten geschehen ist und wer dafür verantwortlich gemacht wurde. Ehrlich gesagt, erfüllt mich dein Vorhaben mit Unbehagen, Theia.”
“Habe ich gesagt, dass wir durch das Haupttor gehen und um Erlaubnis fragen? Ich habe andere Möglichkeiten.” Theia stellte ein selbstsicheres Gesicht zur Schau. “Genau das befürchte ich. Denk doch mal nach. Selbst wenn es dir gelingt, ungesehen rein zukommen, wie willst du dich zurechtfinden? Wir wissen nicht, wo die Ritter ihre Unterkünfte haben, außerdem würden sie denken, dass du wieder etwas im Schilde führst, wenn sie dich in der Festung herumschleichen sehen.”
“Schattengleich und schnell wie ein Pfeil. Sie werden mich gar nicht bemerken.”
“Mag sein, aber was ist, wenn doch? Ich halte nichts davon. Es ist viel zu gefährlich.” Tara versuchte, die Fee an sich zu ziehen, doch Theia entwand sich geschickt ihren nervösen Händen.
“Die Ställe, Tara! Dort könnte ich mich verstecken und auf Ciron warten. Er wird bestimmt irgendwann nach seiner Stute sehen.”
“Dafür haben sie ihre Knappen und Stallburschen”, erwiderte sie wenig zuversichtlich.
“Hast du eine bessere Idee?”
Tara knabberte auf ihrer Lippe herum, doch so sehr sie auch überlegte, war der Vorschlag der Fee der einzig Erfolg versprechende Weg.
“Also gut. Aber sollte Ciron nicht dort sein, oder dich jemand entdecken, dann verschwindest du sofort wieder.”
Kichern erklang und im selben Moment erhielt sie einen Kuss.
“Du bist niedlich, wenn du dich um mich sorgst. Wartet hier, ich bin bald wieder zurück.” Der vertraute glitzernde Regen, dann war die Fee verschwunden.

Theia drückte sich in das Heu und versuchte, den penetranten Geruch der Pferde zu verdrängen, der ihre empfindliche Nase traktierte.
“Unglaublich, wie ihr riecht. Wascht ihr euch nie? Vielleicht sollte ich euch alle zum Weiher führen.” Schnauben antwortete ihr. Eines der Tiere drückte mit seiner Schnauze von hinten an sie und begann, an ihren strohblonden Haaren zu ziehen.
“Hey, lass das gefälligst! Meine Haare kannst du nicht fressen. Wie dumm seid ihr eigentlich?” Erneutes Wiehern.
“Eine Unterhaltung mit euch ist ebenso sinnlos, wie mit meiner Mutter.”
Gerade wollte sie sich des Tieres erwehren, das Gefallen an ihrer Haarpracht gefunden hatte, da erklang das Knarren der Stalltür. Rasch drückte sie sich tief zwischen das überall aufgestapelte Heu. Schritte die sich näherten, dann fiel ein Schatten auf sie. Theia hielt vor Aufregung in ihrem Versteck den Atem an.
“Ruhig, meine Beste, was hat dich denn so aufgeregt? Bestimmt diese verdammten Ratten. Wird Zeit, dass wir etwas dagegen unternehmen, bevor sie uns noch im Schlaf fressen.” Ein raues Lachen folgte.
Theias Herz setzte vor Erleichterung beinahe aus, als sie den vertrauten Klang vernahm. Ungestüm sprang sie aus ihrer Deckung hervor.
“Ciron! Ihr seid es wirklich und ich dachte schon, einer der Stallburschen wäre hereingekommen.”
Der Ritter wirbelte auf dem Absatz herum. “Bei den Göttern, was…”
Ungläubig starrte er das zierliche Wesen an, während eine Hand sein Schwert zurückschob, dass er in der Drehung hervorgezogen hatte. “Ihr? Was hat das zu bedeuten? Verstecken sich Eure Begleiterinnen ebenfalls im Stroh?”
Theia winkte grinsend ab. Es schmeichelte ihrem Selbstbewusstsein gewaltig, dass sie den Ritter so erschreckt hatte. “Ich bin alleine hier, wie Ihr sehen könnt.”
“Dann kann ich von Glück reden, dass Ihr nicht in meiner Kammer erschienen seid.” “Das geht leider nicht, Sir Ciron. Ich muss an einem Ort gewesen sein, um ihn aufzusuchen.” Theias Augen leuchteten hell auf, ließen aber nicht erkennen, ob sie diesen Umstand bedauerte.
“Sagt mir, was Ihr von mir wünscht, Mylady. Ich nehme nicht an, dass Ihr gekommen seid, weil es Euch nach einem Ausritt verlangt und meine Zeit ist begrenzt.”
Theia erinnerte sich noch mit schaudern an ihren wunden Hintern. Die ersten Tage nach ihrer Heimkehr waren eine Qual für das zierliche Geschöpf gewesen und nur die Gewissheit, dass es Tara ebenso erging, hatte es ihr etwas erträglicher gemacht.
“Was habt Ihr vor, Sir Ciron? Ich hoffe, Ihr verlasst uns nicht?”
Seine Hände griffen sicher nach den Zügeln der Stute.
“Ich bin mit meinen Rittern einer Expedition als Begleitung zugewiesen worden. Da unsere Leute im Gegensatz zu den Trunkenbolden der Wache die meiste Kampferfahrung haben, verwundert mich das nicht.”
“Ihr seid was? Wohin denn, Sir Ciron?”
Dass der Ritter die Festung verlassen wollte, versetzte Theia in helle Aufregung, stand er doch somit als Begleitung nicht mehr zur Verfügung. Doch schon seine nächsten Worte brachten sie vollends aus dem Gleichgewicht.
“Wir reisen zu den Klippen, Mylady. Ihr könnt mir glauben, dass ich mich lieber an jeden anderen Ort wünschen würde, doch Befehl ist Befehl.”
Theia kaute nachdenklich auf ihrer Lippe herum.
"Warum führt Ihr ihn dann aus? Immerhin ist Kelven nicht Euer Lehnsherr."
“Er ist der Kommandant und bis dieses Land einen neuen Herrscher gewählt hat, leisten wir ihm die Treue. Sollte er eines Tages unserer Dienste allerdings überdrüssig werden….” Ciron hielt inne.
“Dann würdet Ihr mir den Gefolgseid schwören?”
“Ohne zu zögern, Mylady.”
“Wann brecht Ihr auf?”
Ciron tätschelte beruhigend den Hals des Pferdes. “Im Laufe des nächsten Tages. Asgard ist dabei, die Bewachung für den Tross zusammenzustellen.”
“Solltet Ihr das nicht tun?”
“Vertraut Ihr ihm nicht? Ich dachte, es liegt Euch etwas an ihm.”
“So meinte ich das nicht. Verzeiht meine unbedachte Äußerung. Ich wollte damit nur sagen, dass Ihr der Befehlshaber seid.”
Erneut schallte das raue Lachen durch den Stall.
“Oh, das bin ich auch, aber unser gemeinsamer Freund ist sehr bewandert darin, was die Auswahl der richtigen Leute angeht.”
“Dürften wir Euch begleiten, Sir Ciron?”
“Ihr wollt was? Aber warum denn? Hat Euch unser letztes Abenteuer nicht bekehrt, dass es besser ist, in Akrans Zuflucht zu bleiben? Vermutlich sind die Tage hier nicht ganz so aufregend, aber dafür habt ihr die Gewissheit, morgens noch mit dem Kopf auf euren Schultern aufzuwachen. Was sagt denn Eure Freundin dazu?”
Theia verzog ihr Gesicht.
“Sie hatte ihre Bedenken, würde mir aber ohne zu zögern folgen.”
“Ja, so was in der Art hatte ich mir schon gedacht.” Ciron seufzte auf.
“Also gut, trefft uns Morgen um die Mittagszeit am Stadttor. Der Tross wird ein Pferd für Euch bereithalten.”
Theia warf sich dem überraschten Ritter voller Dankbarkeit in die Arme und nur mühsam schaffte es Ciron, sich ihrer zu erwehren.
“Ihr solltet nun besser gehen Mylady, bevor noch jemand auf Eure Anwesenheit aufmerksam wird. Der Kommandant müsste sich zwar an seinen Erlass halten, aber ich traue ihm nicht und ihr sollte es auch nicht tun.”
Theia zuckte zurück, als die Stute erneut versuchte, nach ihren Haaren zu schnappen. “Ich verschwinde ja schon, du hungriges kleines Miststück!”
Bevor Ciron noch etwas erwidern konnte, löste sich Theias Erscheinung vor seinen Augen auf.

Tara zuckte zusammen, als sie die Berührung an ihrer Schulter spürte. “Theia! Musst du dich immer so anschleichen? Komm, setz dich neben uns. Ich brauche nur noch einen Moment, dann können wir gehen.”
Theia ließ ihre Blicke über die Grabsteine streifen, welche sich ohne ein erkennbares Muster auf dem Gottesacker verteilten. Auf einem davon saß Mira und ließ die Beine herabbaumeln.
“Was machst du da überhaupt? Du hättest mir sagen können, wo ihr hingeht. Ich habe im ganzen Haus nach euch gesucht.”
Der leise Vorwurf war nicht zu überhören.
“Ich habe eine Andacht gehalten.”
“Du hast was?”
“Ich habe Geoffrey gesagt, dass wir ihn bald besuchen. Also den Platz, wo er gestorben ist.” Tara leckte sich nervös über die Lippen. “Was hast du? Ich bin nicht verrückt. Du weißt doch, dass sie nur sein Schwert hier beerdigt haben.”
Theia nickte sprachlos. “Du kannst ihn einfach nicht vergessen, oder?”
“Nein, aber das ist es nicht. Vielmehr das grauenvolle Schicksal, dass ihn ereilt hat. Ich habe ihn wirklich geliebt, Theia und die Vorstellung, dass wir zu den Klippen reisen, weckt alte Erinnerungen in mir.”
“Woher willst du wissen, dass Sir Ciron zugestimmt hat, uns zu helfen?”
Tara zuckte mit den Schultern. “Eingebung Theia. Immerhin kenne ich dich gut genug, um zu wissen, dass du dich nicht von einem einmal gefassten Plan abringen lässt. Also wird er uns begleiten?”
Theia ließ die Hand auf ihrer Schulter ruhen und strich sanft darüber.
“Er erwartet uns Morgen am Ausgang des Dorfes. Ich muss es herausfinden Tara, verstehst du? Ich muss es einfach.”
“Du hast es also nicht geplant, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass du etwas damit zu tun hast.”
Die Fee starrte sie an, erwiderte jedoch nichts.
“Das dachte ich mir, Theia.”
“Können wir nun gehen? Ich friere jämmerlich und das liegt bestimmt nicht an der Witterung.” Zustimmend erhob sich Tara und legte einen Arm um die Fee. Lautlos glitt Mira von ihrem provisorischen Sitz herunter und hakte sich bei ihnen ein. Jedes in seine eigenen Gedanken versunken, machten sich die Mädchen auf den Heimweg.


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« Last Edit: October 11, 2013, 06:06:32 pm by Eichhörnchen »
kxetse sì mikyun kop plltxe


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Re: Das Licht der Ewigkeit - Kapitel 1 “Visionen und Geheimnisse”
« Reply #2 on: October 11, 2013, 05:30:41 pm »
Wooow! Neues Lesestoff! :D *downloaded*
FI aktualisiert!

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Offline Yaknun

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Re: Das Licht der Ewigkeit - Kapitel 1 “Visionen und Geheimnisse”
« Reply #3 on: October 24, 2013, 09:05:03 am »
Kaltxi ma Eichhörnel,
leider bin ich lange nicht zum Lesen gekommen, geschweige denn dazu, Dir ein paar Zeilen hier zu lassen  :-* :-[

Gestern habe ich nun endlich dieses neue Werk mit großem Interesse und großer Freude studiert. Nicht nur, daß es - wie schon gewohnt - sehr lesenswert ist und mich sehr erfreut hat; nein es birgt gleich am Anfang auch eine wichtige Erkenntnis.

Der fiese Magister Dain und seine Mätresse Nyara (eigentlich ja Ehefrau des Kommandanten) sind Schuld am Tode der Tochter des zuletzt genannten.
Ich bin gespannt, ob noch nachzulesen sein wird, auf welche Art und Weise sie dieses grausige Werk inszeniert haben.

Die Fee Zahira verschwand ja bekanntermaßen auf auch nicht gerade erstrebenswerte Weise, wobei unseren Akteuren noch nicht bekannt ist, wie das geschah und wo sie letztendlich verblieb. Vermutlich wird es in folgenden Teilen hierzu Aufschluß geben  :-\

Sehr interessant war der Aufenthalt unserer drei illusteren Damen in der Anderswelt und hier auch sehr schön gezeichnet das Zusammentreffen von Eria und Tara. Ich hoffe, daß Tara Eria's Angebot letztendlich annehmen wird  :-*

Daß es sich nunmehr auf absolut zweigleisigem Wege ergibt, daß die Mädels und ihre Beschützer Ciron und Asgard wieder in's Ungewisse aufbrechen, läßt spannungsgeladene Episoden erwarten.

Ich bin für meinen Teil begeistert über das Gelesene und freue mich auf kommende Zeilen  :D :D :D :D :D

In diesem Sinne
kiyevame ulte Eywa ngahu ma oeyä kllvawma ioang  ;)
Neytiri:
"Sie leben, Jake, in Eywa"

alt, aber
vernarrt in AVATAR
...


Offline Tìtstewan

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Re: Das Licht der Ewigkeit - Kapitel 1 “Visionen und Geheimnisse”
« Reply #4 on: October 28, 2013, 12:10:57 pm »
Kaltxì ma Eichhörnchen,

Nun habe ich es auch gelesen und muss meinem Vorposter nur zustimmen!
Ich will nicht die ganzen einzelnen Geschehnisse zusammemnfassen, aber es genügt zu sagen, dass die Art und Weise, wie diese schöne Geschichte geschrieben wurde wahrlich ein Juwel ist. Ich stehe auf und verneige mich vor dir und dieser wunderbaren Arbeit.

Ich finde die Abwechlung innerhalb der Geschichte gut umgesetzt (der Teil über die Feen und der Teil über die böswilligen Absichten von Dain und Nyara). Auf die bevorstehende Reise der Feen und Ritter zu den Klippen und auf die zahleichen Abenteuern, die darauf folgen, freue ich mich sehr.

Selbstvertändlich gibt es dafür auch eine Nusslieferung. :)

Eywa ngengahu, ma 'eylan!

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Offline Neytiri2000

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Re: Das Licht der Ewigkeit - Kapitel 1 “Visionen und Geheimnisse”
« Reply #5 on: November 02, 2013, 02:11:58 pm »
Kalkxí ma Eichhörnchen,

wieder eine ganz tolle geschichte mit so manchen tollen szenen  :-[

freu mich schon auf die nächsten ;)

Mit ganz vielen Grüßen dein Neytiri2000
Zitate:

Jake Sully: Ich möchte kein Mitleid, wenn du Fair behandelt werden willst, bist du auf dem Falschen Planeten.

 

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