Author Topic: Die Legende von Yuki - Episode 10 “Kein Kontakt nach Davenport”  (Read 460 times)

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Offline Eichhörnchen

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Die Legende von Yuki - Episode 10 “Kein Kontakt nach Davenport”


Metallisches Klopfen drang aus dem Inneren des Anbaus und ließ Cindy aufhorchen. Eben noch im Begriff, sich dem Haupthaus zuzuwenden, um Tim einen überraschenden Besuch abzustatten, änderte sich ihre Meinung augenblicklich.
Erst zögernd dann immer forscher schritt sie der Scheune entgegen, deren hölzernes Tor, einem dunkles Maul ähnelnd, weit offen stand.
“Bron? Tim? Seid ihr hier drin?” Keine Antwort erfolgte, nur ein Schnaufen aus dem hinteren Teil des Schuppens ließ darauf schließen, dass sich überhaupt jemand darin aufhielt. Beherzt schritt Cindy voran. Landwirtschaftliche Gerätschaften versperrten allenthalben den Weg und ließen die Erkundung zu einem Hindernislauf ausarten.
Der Geruch von Schmieröl, Benzin und anderen Substanzen hing wie ein Schleier in der Luft. Cindy ließ sich nicht davon beirren und tastete sich vorsichtig durch das Dämmerlicht voran. Das Knarren einer Bohle unter ihren Füßen ließ sie erschreckt innehalten. Augenblicklich verkrampfte sich ihre gesamte Körperhaltung. Reiß dich zusammen! Hier ist nichts wovor du dich fürchten must. Ein leiser fast zaghafter Laut kam über ihre Lippen. “Tim?“
Noch immer keine Reaktion auf ihre Rufe. Im hintersten Teil erregte schließlich ein Monstrum von Maschine ihre Aufmerksamkeit, oder vielmehr die Stiefel, welche darunter hervorlugten.
“Tim? Bist du das?” Vorsichtig stieß sie mit ihrer Stiefelspitze gegen einen der Füße, um sich bemerkbar zu machen.
“Was ist denn?” Die Stimme klang ungehalten, doch hatte sie, wie sie erleichtert feststellte, eindeutig nach Tim geklungen.
“Du machst es gerne spannend, oder? Ich habe mir beinahe die Kehle heiser gerufen.”
Tim bewegte sich etwas unter dem Gefährt, gerade soweit, dass sie ihm in die Augen schauen konnte. Russ und Reste einer öligen Substanz bedecken Gesicht und Kleidung.
“Entschuldige. Ich war beschäftigt. Der Motor will nicht anspringen und Onkel Bron erwartet, dass ich ihn repariere.”
Cindy ging in die Hocke und beugte sich weit über ihn. Der Junge nahm es wortlos hin, nur seine Augen verrieten ihr, in welche Richtung sich seine Gedanken bewegen mussten.
“Wenn du erwartest, dass ich jetzt mein Shirt hochziehe, hast du dich geschnitten, Tim.” Dabei tippte sie ihm spielerisch auf die Nasenspitze, was ein breites Grinsen im Gesicht des Jungen hervorrief.
“Erstmal solltest du dich waschen und wie es hier riecht. Furchtbar.” Cindy kramte in ihrer Tasche herum auf der Suche nach einem Parfüm. Ein Tropfen davon unter die Nase gerieben sollte Linderung verschaffen. Dabei fiel ihr eine unscheinbare Packung heraus. Nervös griff sie danach, um sie aufzuheben, doch zu spät. Tim starrte bereits mit großen Augen darauf.
“Nimmst du immer noch die Tabletten?”
“Ja, es ist besser, kein Wagnis einzugehen. Du musst dir um solche Dinge ja keine Gedanken machen.”
“Ich wurde auf der Erde geboren, schon vergessen?”, erwiderte Tim, wobei sich sein Gesicht zu einer Grimasse verzog.
“Wie könnte ich. Ein Glück das Lynda nicht hatte.” Im nächsten Moment hätte sie sich am liebsten für ihre unbedachte Äußerung auf die Zunge gebissen. Unbewusst hatte sie ein heikles Thema angesprochen, welches sie seit dem Tod des Mädchens versucht hatten auszuklammern. Alles nur, um ihre aufkeimende Zuneigung zueinander nicht zu gefährden. “Entschuldige bitte, ich bin so blöd.”
Der Junge tat, als habe er ihren Patzer gar nicht bemerkt und zog sich vollends unter der Maschine hervor. Hatte sie erwartet, Tim würde sich nun ihr zuwenden, so sah sie sich enttäuscht. Mit einer Zange in der Hand machte er sich erneut an dem Motor des Ungetüms zu schaffen.
“Bist du bald fertig?” Es war mehr eine rhetorische Frage. Cindy begann sich zu langweilen und wenn sie ehrlich zu sich selbst war, dann erhoffte sie sich von dem gemeinsamen Nachmittag mehr, als nur Tim bei der Arbeit zuzusehen. Die Antwort erfolgte prompt.
“Ich weiß nicht. Vielleicht sollte ich ihn einem Testlauf unterziehen, bevor Onkel Bron damit wieder auf die Felder fährt.”
“Dauert das lange? Ich dachte wir beide unternehmen etwas zusammen.”
Tims schelmischer Gesichtsausdruck ließ sie zusammenzucken.
“Du meinst eine Erkundung, an dessen Ende ich dich komplett ausgezogen habe?” “Tim! Benimm dich!”, erwiderte sie lachend, während ihre Finger durch sein dichtes Haar wuschelten.
“Ja, so etwas in der Art schwebte mir vor. Wir sehen uns in letzter Zeit viel zu selten.”
Interessiert sah sie zu, wie Tim sich aus der dreckigen Kleidung schälte, wobei seine Blicke jede Einzelheit des Gebäudes förmlich in sich aufsogen.
“Ich hoffe, du ziehst nicht diese Scheune in deine Überlegungen mit ein?”
“Wäre eine Idee. Das Heu ist wunderbar weich.”
“Na, vielen Dank. Beim letzten Mal habe ich es überall an meinem Körper vorgefunden und es hat ganz furchtbar gekribbelt.” Cindy fühlte bei der bloßen Vorstellung einen leichten Schauer den Rücken hinab rinnen. Ein Schulterzucken Tims folgte.
“Also gut, verschieben wir das auf später. Ich gehe Bron bescheid sagen, dass ich hier fertig bin, dann sehen wir weiter.”

Bron zeigte sich äußerst angetan vom Vorschlag des Jungen, wie Cindy nur wenig später zähneknirschend feststellen musste.
“Welch eine großartige Idee. Traust du dir das zu , Tim? Ich weiß grade nicht, wo mir der Kopf steht, soviel ist noch zu tun. Die Arbeit auf den Feldern wird einfach nicht weniger.”
Bevor Cindy sich an einem Einwand versuchen konnte, warf der stämmige Mann Tim  den Zündschlüssel zu, den dieser geschickt in Empfang nahm.
“Komm mit, Cindy!”
“Was hast du vor?”
“Wir beide machen eine Spritztour. Hast du Lust?”   
Ein flüchtiger Blick zu seinem Onkel.
“Das heißt, wenn du nichts dagegen hast, Onkel Bron.” Dieser winke gebieterisch ab.
“Nimm deine Freundin ruhig mit, aber stellt keinen Unsinn an und seid vor dem Abendessen wieder zurück, sonst bekommst du Ärger mit Emily.”
Tim verdrehte lachend die Augen. “Bloß nicht. Es gibt nichts, wovor ich mich mehr fürchte.”
Jetzt war es an Bron, die Mundwinkel zu verziehen. “Lass sie das besser nicht hören, sonst erteilt sie dir mehr Aufgaben, als dir lieb sein kann und nun ab mit euch.”
Mehr widerwillig gab Cindy dem Drängen Tims nach, der sie an die Hand nahm und zurück zur Scheune zog.
“Müssen wir das jetzt wirklich tun? Ich würde viel lieber mit dir ein bisschen in deinem Zimmer kuscheln.”
“Lass dich überraschen. Es wird dir gefallen.”
Immer noch nicht so ganz überzeugt, folgte sie ihm aufseufzend.

Yuki betrachte widerwillig ihre Schwester. Hatten sie früher alles zusammen unternommen, so distanzierte sich Yeena nun merklich von ihr. Ein Umstand der dem jungen Mädchen zu schaffen machte. Trotz aller Ablehnung gegenüber Txar schaffte es Yuki nicht, ihre Blicke von dem eng umschlungenen Paar zu lösen.
“Seit ihr bald fertig?” Irgendwie gelang es ihr nicht, die Gefühle in den Griff zu bekommen, was sich in ihrem harschen Tonfall widerspiegelte. Txar blieb die Ruhe selbst, während Yeena ihr nur einen missbilligenden Blick zuwarf.
“Von diesen Dingen verstehst du noch nichts. Warum hilfst du nicht den anderen Frauen beim Beeren sammeln? Ich bin sicher, im Lager gibt es genug zu tun für jemanden, der mit seiner Zeit nichts anzufangen weiß, als anderen auf die Nerven zu gehen. Vielleicht ist das der Grund, warum Tim seine neue Freundin dir nun vorzieht.” Das saß. Yuki verschluckte sich fast und für einen winzigen Augenblick war sie versucht, sich auf ihre Schwester zu stürzen. Sekundenlang funkelte sie Yeena wütend an, bevor sie sich abwandte. Die helle Stimme der Frau rief ihr nach.
“Was hast du nun vor?”
“Das geht dich überhaupt nichts an. Aber falls es dich interessiert, ich werde Tim vor dem fremden Stamm warnen. Ihr seid ja gerade zu beschäftigt.” Yuki rannte los begleitet von den überraschten Ausrufen der beiden Turteltäubchen. Nichts würde sie jetzt noch zurückhalten. Sie musste raus aus dem Lager.

Vor ihnen tat sich die Hauptstrasse auf, zog vorbei an Häusern und Gehöften, bis sie in der Ferne eins wurde mit  dem Horizont. Wobei dieser Begriff den tatsächlichen Gegebenheiten nicht einmal ansatzweise gerecht wurde.      
Vielmehr ein von unzähligen Füssen und Fahrzeugen ausgetretener Weg, welcher sich in der Regenzeit in eine Schlammpiste verwandelte. Eine Gestalt trat vor ihnen auf die Strasse, gerade als der Traktor an Fahrt aufnehmen wollte. Nur mit Mühe gelang es Tim, ihn im letzten Moment zum Stehen zu bringen.
“Wo wollt ihr mit dem Ungetüm hin? Weiß dein Onkel davon? Nicht flunkern, Junge! Ich erkenne eine Lüge, bevor du sie ausgesprochen hast!”
Cindy verkniff sich ein Auflachen. Das war wieder typisch für ihren Vater. Besser jetzt nichts Falsches sagen.
Ihr Freund beugte sich heraus. “Mein Onkel möchte, dass ich den Traktor einer Testfahrt unterziehe. Ich hatte daran gedacht, mit Cin … Ihrer Tochter zum See zu fahren. Wir sind rechtzeitig zurück, bevor es dunkel wird.”
Düstere Blicke fixierten den Jungen. “An den See wollt ihr also, sagst du.”
Tief sog sie die Luft in ihre Lungen. Insgeheim erwartete das Mädchen, gleich vom Traktor gezogen und nach Hause geschleift zu werden. Immerhin kannte sie die Ansicht ihres Vaters, gerade in Bezug auf Tim nur zu gut. Dieser jedoch reagierte anders, als sie instinktiv erwartet hatte. Barns verzog kaum sichtbar das Gesicht, gab allerdings den Weg frei, nicht jedoch ohne eine bissige Bemerkung folgen zu lassen.
“Meinetwegen, aber versucht auch nur ansatzweise einmal nichts anzustellen.”
Cindy fühlte eine Zentnerlast von sich abfallen. Das war ja gerade noch einmal gut gegangen.
“Eine Sache noch!” Das Gesicht ihres Vaters erschien in der Kabine. Es gibt da eine Kleinigkeit, die ihr für mich erledigen könntet. Cindy horchte auf. Zu früh gefreut. Heute schien jeder versucht, ihnen Aufgaben zu erteilen.
“Seit ein paar Tagen haben wir keinen Kontakt zu einer Siedlung im Norden. Sagt dir der Name Davenport etwas, Junge?”
Tim nickte rasch, während sich das Mädchen eingestehen musste, mit dem Namen so überhaupt nichts anfangen zu können.
“Möglich, dass ihr Funkgerät kaputtgegangen ist und sie einfach nur Ersatzteile brauchen. Oder sie haben es schlicht und ergreifend vergessen, sich zu melden. Wäre nicht das erste Mal. Die Leute dort sind etwas sonderbar, gerade im Umgang mit Außenstehenden.”
“Schon gut, wir sehen nach Mr. Barns. Sie können sich auf uns verlassen.” Der Ortsvorsitzende wirkte sichtlich erleichtert.
“Ich würde ja jemanden Anderen schicken, nur sind alle verfügbaren Männer an der Mine oder mit der Bewachung des Zauns beschäftigt. Du würdest mir damit einen großen Gefallen erweisen, Tim.” Barns trat ein wenig zurück, um den Weg freizugeben. Für Tim das Startsignal.
Unter ohrenbetäubenden Dröhnen setzte sich die schwerfällig wirkende Maschine in Bewegung. Steine Dreck und winzige Erdbrocken wurden von den Rädern erfasst und verteilten sich hinter dem Gefährt in einer gewaltigen Staubfahne, welche ihnen nachhing, während sie durch die Siedlung fuhren. Langsam blieben die letzten Häuser zurück, bis Felder und Wiesen zu einem bunten Fleckenmeer miteinander verschmolzen. Das Gefährt rang mit kraftvollen Geräuschen der Piste jedes Stückbreit Boden ab. Nichts ahnend schaute der Junge dabei auf die eintönig wirkende Wand des näher kommenden Urwalds. Eine flüchtige Bewegung! Tim hielt inne und lehnte sich etwas seitlich aus der Kabine, um besser sehen zu können. Dabei rieb er sich mit einer Hand über die Augen. Seine erste Vermutung war, das ihm die Sinne einen Streich zu spielen versuchten. Angesichts der anstrengenden Arbeit, welche ihm der Traktor den Vormittag über bereitet hatte, nicht weiter verwunderlich. Dass dem nicht so war, bewies der erneut wiederkehrende Schatten, welcher sich, ohne an Geschwindigkeit zu verlieren, zwischen dem dichten Unterholz bewegte. Tim konnte kaum glauben, was er da sah. Eine Eingeborene, noch nicht ganz ausgewachsen, dennoch schon deutlich größer, als die meisten Siedler, die er kannte. Ein blitzartiger Gedanke. Yuki. Sollte das möglich sein? Andererseits, wie wahrscheinlich war es, dass sich jemand Anderes als Yuki und ihre Schwester so nah an die Siedlungen der Menschen heranwagten. Nun war auch Cindy auf die hoch gewachsene Gestalt aufmerksam geworden.
“Siehst du sie, Tim? Wer ist das? Das Lager der Ureinwohner sollte doch weit hinter uns liegen.”
“Ich weiß nicht. Ist schon eigenartig.” Er vermied es, Yukis Namen auszusprechen, um das Mädchen nicht zu verärgern. Das ein gewisser Konkurrenzkampf zwischen ihnen herrschte, war Tim nicht entgangen. So schnell, wie die Erscheinung aufgetaucht war, verschwand sie auch wieder im Unterholz. Von ihnen hatte sie augenscheinlich keine Notiz genommen, obwohl das bei dem Lärm, den die Maschine des Traktors verursachte, kaum vorstellbar war. Eine Weile beobachte er stumm die Landschaft, während sie ihrem Ziel immer näher kamen. Cindy war die Erste, die ihre Sprache wieder fand.
“Warum heißt es Davenport? Dort liegt doch kein Fluss oder ein anderes Gewässer in der Nähe.”
“Dummchen. Deine Aussage zeigt, dass du die Siedlung noch nie verlassen hast. Davenport hat das einzige Landefeld nördlich von uns. Danach kommt nichts mehr -  nur noch tiefster Urwald.”
“Klingt nicht gerade verlockend. Wie groß ist der Ort? Kann man dort etwas unternehmen?” Die Vorstellung für einen Moment aus dem Trott auszubrechen, besserte ihre Stimmung. Doch nur vordergründig. Im nächsten Augenblick zerschlugen sich alle ihre Hoffnungen, gleich einer Staubfahne die vom Wind zerrissen wird. 
“Du wirst enttäuscht sein. Es handelt sich um eine Ansammlung von Hütten. Die Bewohner sind etwas verschroben und meiden jeden unnötigen Kontakt zu ihrer Umwelt.”
“Na super und da sollen wir hin? Das wird sicher so aufregend, wie der Unterricht bei Mr. Humphrey.”
“Wir beeilen uns, versprochen? Du hast doch gehört, was mein Onkel vorhin gesagt hat. Bis zum Abendessen müssen wir wieder zurück sein.”
“Ja schon. Allerdings brauchen wir mit dem Ding bestimmt ewig.” Kopfschütteln antwortete ihr.
“Es ist nicht so weit, wie du denkst, dafür schwer zugänglich. Dieses Gefährt ist für unseren Ausflug die richtige Wahl.” Eine Weile verbrachten sie schweigend, während beiderseits immer dichter stehende Baumreihen an ihnen vorbeizogen, durch deren Gipfel sich das Sonnenlicht brach. Cindy spürte mit jeder verstreichenden Minute, die sie unterwegs waren, ihren schmerzenden Hintern mehr. Für zwei Leute war das Gefährt einfach nicht geschaffen und so versuchte sie, unter ständigem Hin- und Her- rutschen, sich Linderung zu verschaffen.
“Das ist alles so ungerecht.”
“Was meinst du?”
“Na dass ich hier groß werden muss. Wohin man sieht nur dieser verdammte Dschungel. Wie es wohl auf der Erde ist? Ich wäre gerne dort aufgewachsen.”
“Glaub mir, es würde dir dort nicht gefallen.”
“Woher willst du das wissen? Du bist als kleiner Junge hierher gekommen. Bestimmt erinnerst du dich nicht mal besonders an deine Kindheit.”
“Stimmt. Doch beantworte mir eine Frage.” Tim klang nun sichtlich verstimmt, wie sie verwundert feststellte.
“Glaubst du allen Ernstes, meine Eltern hätten mich hergegeben, wenn alles dort in Ordnung gewesen wäre? Wie verzweifelt müssen sie gewesen sein, ihr einziges Kind einem ungewissen Schicksal zu überlassen? Dennoch erschien es ihnen immer noch besser, als die Zukunft, welche mich dort erwartet hätte.”
Tief sog sie die Luft in ihre Lungen. Seine Worte hatten sie getroffen. Mehr noch. Cindy gestand sich ein, dass der Junge mit allem richtig lag. “Entschuldige Tim, ich benehme mich gerade wie eine Närrin.”
Er winkte beschwichtigend ab. “Schon gut. Siehst du da vorne zwischen den Baumreihen die dunklen Flecken? Das müssten die ersten Häuser sein. Schauen wir, ob sich der Dorfrat auftreiben lässt, damit wir erfahren, warum sie den Kontakt abgebrochen haben. Irgendwie schon komisch die ganze Sache.”

Bruce erwachte. Nebel tanzten um ihn herum, vergleichbar einem rotierenden Karussell und verursachten ihm Übelkeit. Wo befand er sich und was machte er hier? Bruce konnte sich nicht daran erinnern, ohnmächtig geworden zu sein. Aus der jetzigen Lage heraus ließen sich keine weiteren Rückschlüsse ziehen, die auf seinen Aufenthaltsort hindeuten. Nur diffuse Laute, Stimmen und einzelne Wörter drangen an seine Ohren, ergaben aber keinen Sinn. Einem Impuls nachgebend, versuchte er sich aufzurichten, bereute es jedoch sogleich wieder. Stöhnend sank er zurück, während eine Hand nach ihm griff, gefolgt vom Klang einer ebenso entschlossenen wie besorgten Stimme.
“Das wollen wir doch lieber bleiben lassen! Denken Sie allen ernstes, dass Sie nach diesem Vorfall aufstehen und einfach hinausspazieren können? Sie haben eine schwere Gehirnerschütterung erlitten, von diversen Hautabschürfungen ganz zu schweigen.”
Vorfall? Wovon sprach der Mann? Zumindest nahm Bruce es an, da sein Gegenüber rau und tief in seinen Worten klang. Immer noch schaffte er es nicht, die Augen zu öffnen, so unbarmherzig war der Druck auf seinem Schädel und ließ ihn ums wiederholte Mal aufstöhnen. Ein Stich in seinem Arm veranlasste ihn, aufzuschreien. Mehr aus Überraschung, als dass es wirklich geschmerzt hätte.
“Was verdammt noch mal tun Sie da?”
“Seien Sie ruhig. Nur ein Mittel, um ihren Kreislauf auf Touren zu bringen. Gleich werden Sie sich wieder besser fühlen.”
Zu seiner Verwunderung lichteten sich kurz darauf tatsächlich die Nebel um sein Gesichtsfeld herum. Nach und nach traten erste Konturen seiner jetzigen Umgebung hervor. Nüchtern von der Einrichtung her, in strahlendem Weiß gehalten... eine Krankenstation. In einem erneuten Anlauf versuchte Bruce, sich nun endlich von seinem Lager zu lösen.
“Für so etwas habe ich keine Zeit. Ich werde … .” Weiter kam er nicht. Begleitet von einem Aufschrei rutschte er zu Boden und schlug hart mit dem Kinn auf.
“Oh, der werte Herr unternimmt eine Bodenanalyse. Warten Sie, ich helfe Ihnen auf. Na, etwas herausgefunden?”
“Sie sind ja ein richtiger Witzbold, Doktor“, erwiderte Bruce, während er stöhnend auf sein Lager zurücksank.
“Das bringen Patienten wie Sie so mit sich, mein Lieber.” Die Stimme klang nüchtern, doch Bruce war sich sicher, dass der Mann sich insgeheim über ihn lustig machte.
Er verfluchte innerlich seine Ungeschicktheit und nahm sich vor, ihn bei erst bester Gelegenheit strafversetzen zu lassen. Sobald er die Gewalt über die Siedlung hatte, würden sich einige Dinge dramatisch ändern. Die alleinige Vorstellung beflügelte ihn und Bruce spürte, wie langsam seine Kräfte zurückkehrten. Einen Teil schob er dennoch mehr widerwillig auf die Spritze, welche ihm der Doktor verabreicht hatte.
“Wie heißen Sie überhaupt?”
Sein Gesprächspartner hielt in der Bewegung inne und blickte ihn aufmerksam, fast durchdringend an. “Sie besinnen sich Ihrer Manieren? Fein. Nennen Sie mich Dr. Wolinski.”
“Nie von Ihnen gehört“, meinte Bruce patzig. “Ich bin … .”
“Ich kenne Ihren Namen. Die Männer, die Sie rein trugen erwähnten ihn mehrmals. Sie sind der neue Aufseher der Mine, nicht wahr? Nun, wie es aussieht, ist ihr Versuch, die Dinge hier wieder gerade zu biegen grandios gescheitert.”
War da so etwas wie Spott in seiner Stimme zu vernehmen? Bruce war sich nicht sicher, nahm sich jedoch erneut vor, den Mann alsbald in die Verbannung zu schicken. Allerdings musste das warten. Für den Moment gab es Wichtigeres zu tun. Bruce entsann sich der äußerst unangenehmen Begegnung, die ihn geradewegs hierher geführt hatte. “Was ist mit diesem … Ding?”
“Die Bestie? Oh, sie wurde verjagt, zusammen mit den anderen Angreifern … vorerst zumindest.”
Bruce Gesicht hellte sich zusehends auf. “Vertrieben also und da sprechen Sie von einem Misserfolg?”
“Wenn man die Verluste bedenkt, die wir erlitten haben, fällt es mir schwer, das anders zu sehen.”
“Wirklich Doktor, Sie verstehen es, einem den Tag zu versauen.” Von draußen erklangen Rufe, was den Arzt zu einer weiteren Bemerkung veranlasste. “Ich fürchte, ich werde anderweitig gebraucht. Ruhen Sie sich noch etwas aus. Ich komme später wieder zu Ihnen. Mit ihrer Kopfverletzung sollten Sie keine Späße treiben.” Bruce grummelte zustimmende Worte in seinen Bart, während Wolinski den Raum verließ. In seinem Schädel bereitete sich indessen eine sehr klare Vorstellung davon aus, was Bruce als nächstes zu unternehmen gedachte. Langsam richtete er sich auf, wobei seine Füße versuchten, ersten Halt zu fassen. Ein leichtes Schwindelgefühl erfüllte Bruce, was er jedoch verdrängte. Er musste es einfach schaffen. Die Untätigkeit trieb ihn noch in den Wahnsinn. Ein Fuß vor den anderen setzend, taumelte Bruce an Regalen und Gerätschaften vorbei. Dabei wirkte er wie ein Betrunkener, der beim letzten Dorffest zu tief ins Glas geschaut hatte. Die Auswirkungen der Kopfverletzung wären doch stärker, als Bruce sich selbst eingestehen wollte. Schlieren tanzten vor seinen Augen und auch sein wackeliger Gang trugen nicht zum Wohlbefinden bei. Nur mühsam näherte er sich schließlich dem Ausgang. Zu seinem Glück war sonst niemand anwesend. Wolinski war wohl der einzige Bedienstete hier, der für die Versorgung der Minenarbeiter zuständig war. Bruce atmete noch einmal tief durch und trat ins Freie.

Ohne an Schnelligkeit zu verlieren oder sich besonders umsichtig zu verhalten, jagte Yuki durch das Unterholz. Kleinere Schrammen und Kratzer ignorierte sie dabei. Sie musste Tim finden. An der Siedlung hatte sie den Jungen nicht angetroffen, so gründlich sie auch gesucht hatte und es gab nur wenig, was ihren aufmerksamen Blicken entging. Nun, außerhalb der besiedelten Gebiete, galt es Vorsicht walten zu lassen. Die merkwürdigen Fußspuren, welche ihr Txar gezeigt hatte, wollten ihr nicht aus dem Kopf gehen. Was, wenn sie auf einen der fremden Krieger traf oder vielleicht einen Spähtrupp? Yuki verdrängte die unerfreulichen Gedanken. Als erstes galt es, Tim zu finden. Beim Belauschen der Bewohner hatte sie in Erfahrung gebracht, dass zwei junge Menschen auf dem Weg in den Urwald waren. Auch wenn sie mit dem Namen des Gefährts, dass die Siedler erwähnten, nichts anfangen konnte, so war es zumindest eine Möglichkeit, der sie nachgehen musste. Erkundungen jeglicher Art passten zu dem Bild, dass sie sich längst von Tim gemacht hatte. Seufzend reckte Yuki den Kopf aus den Büschen, zwischen denen sie immer wieder Deckung suchte. Alles wäre viel einfacher, wenn sie endlich ihren eigenen Ikran hätte. Zu ihrem Bedauern hielt Txar indessen ihre Zeit für eine Erwählung durch eines der mächtigen Tiere noch nicht für gekommen. Immer noch standen ihr Ungehorsam und die ständige Ungeduld wie Felsblöcke im Weg. Ein Geräusch, wie sie es bisher nur auf den Feldern der Bauern gehört hatte, drang zu ihr bis ins dichte Geäst vor. Neugierig richtete Yuki sich auf. Das Donnern und Rumpeln schwoll an und etwas entfernt von  ihrer Position entdeckte sie den Ursprung des animalischen Lärms: Tim. Ihre geschulten Augen hatten ihn sofort erkannt. Yuki hastete aus ihrer Deckung und versuchte, näher heran zukommen. Dabei bemerkte sie Cindy, die sich bisher im Hintergrund gehalten hatte und in der Kabine nicht gleich zu erkennen war. Yuki presste die Lippen zusammen. Sollte sie auf sich aufmerksam machen oder erst einmal beobachten, was die beiden vorhatten? Die Gegenwart des Mädchens verunsicherte sie. Auch wenn sie Cindy mochte, so betrachtete sie das Mädchen ebenso als Rivalen, die um die Gunst des Jungen rang. Beherrsche dich! Du musst überlegt handeln. Immer wieder redete sie sich selbst beruhigend zu, was jedoch nicht die gewünschte Wirkung zeigte. Ohne weiter auf die beiden zu achten, tauchte Yuki wieder im Schutze des Dickichts unter. Schon bald war das unheimliche Gefährt an ihr vorbei und in der Ferne entschwunden. Yuki beschloss, die Verfolgung aufzunehmen.

Ein Ruck ging durch das Fahrzeug, bevor es unvermittelt zum Stehen kam.
“My Lady, wir sind da! Wenn ihr so freundlich währt, auszusteigen oder möchtet ihr lieber, dass ich euch hinaus helfe?”
Cindy versuchte, sich aus der engen Kabine zu befreien. “Lass den Unsinn! Mir ist nicht nach Späßen zumute.” Unbewusst rieb sie sich ihr Hinterteil, was Tim ein schadenfrohes Grinsen entlockte.
“Das ist nicht komisch! Du könntest ruhig etwas mehr Mitgefühl zeigen.” Jetzt hab dich nicht so. Etwas Bewegung wird dir nach der Fahrt gut tun.
Eine beklemmende Stille herrschte über dem weitläufigen Areal.
“Merkst du etwas Tim? Es ist so ruhig. Beinahe könnte man annehmen, dass hier niemand lebt. Sollten wir nicht zumindest irgendein Anzeichen der Bewohner zu Gesicht bekommen?”
Tim sah sich um und ihm war anzumerken, dass er keine Antwort wusste. Was sollte er erwidern? Alles, was ihm als Erklärung in den Sinn kam, hätte nur dazu beigetragen, das Mädchen weiter zu verunsichern.
“Redest du nun mit mir oder hat es dir die Sprache verschlagen?” Statt einer Antwort fühlte sie sich am Handgelenk gepackt und mitgezogen.
“Hey, warte mal! Ich kann nicht so schnell. Meine Gelenke sind noch ganz steif.”
“Wohl eher ein anderes Körperteil“, meinte Tim mit einem süffisanten Gesichtsausdruck. “Nun komm, sehen wir zu, dass wir die Angelegenheit so schnell wie möglich hinter uns bringen.” Er ignorierte den empörten Aufschrei des Mädchens und zog sie mit sich auf die ersten Gebäude zu, die sich wie stumme Wächter zwischen den gewaltigen Baumstämmen abhoben. Die Stille machte ihnen dabei zu schaffen. So sehr Tim auch überlegte, konnte er sich nicht erklären, warum sie niemand begrüßte. Ihr Erscheinen musste doch von irgendwem bemerkt worden sein. Einen Weg oder gar Straße suchte man vergeblich. Allenfalls bessere Trampelpfade zogen sich durch das Dickicht.
“Was ist das hier? Eine Holzfällersiedlung? Sieh dir den … diesen Schuppen an.” Cindy rang förmlich mit den Worten. “Kein Vergleich mit unseren Häusern.”
“Es sind einfache Leute, die keinen Wert auf Hilfe der Regierung legen. Erwarte also nicht, dass sie uns um den Hals fallen.” Trotzdem sollte sich doch irgendwer dafür interessieren, dass wir hier so unerwartet auftauchen. So ein Verhalten ist doch nicht normal. Cindy redete sich langsam in rage, wohl auch um ihre Unsicherheit zu überspielen, wie Tim vermutete. Das nächste Ereignis trug nicht dazu bei, ihr Unwohlsein zu verringern. Sieh mal, Tim. Die Tür dort vorne. Ist sie zersplittert? Fast so, als ob sie eingetreten worden wäre. Begleitet von einem beklemmenden Gefühl schritten sie weiter auf das Gebäude zu, welches sich nur schwer vom restlichen Urwald abhob. Tim wollte weiter ausschreiten, als Cindy ihn an der Schulter packte. Ihre Stimme klang dabei schon panisch. “Sind das Einschusslöcher?” Dabei deutete sie auf die Wand des Hauses, dem sie sich fast auf Armlänge genähert hatten. Der Junge pfiff aufgeregt durch die Zähne.
“Hier ist gekämpft worden. Nur gegen wen?”
“Vielleicht sind sie deshalb alle geflohen?”
“Nein! Dann hätten sie noch einen Funkspruch abgesetzt.” Tim fühlte sich sichtlich unwohl in seiner Haut. Wer weiß, was sie erst im Innern erwartete.
“Bleibt draußen, Cindy! Das ist ein Befehl!”
Sie verharrte augenblicklich. Normalerweise hätte sie sich Tims Anweisungen widersetzt, doch diesmal hatte seine Stimme so anders geklungen. Irgendetwas stimmte nicht.
Angetrieben von einer inneren Neugier kletterte Tim über die Trümmer, welche vormals eine stabile Tür dargestellt haben mussten. Was konnte sie mit solcher Wucht zerschlagen? Ohne eine Antwort darauf zu haben, drang er weiter ins Innere vor. Seine Augen weiteten sich, angesichts der sich ihm bietenden Szenerie. Nur mühsam unterdrückte er einen Aufschrei, um Cindy nicht noch mehr zu verängstigen. Vor ihm hing einer der Siedler mit gesenktem Kopf vor einem Gerät und rührte sich nicht.
Die Hand war durchbohrt, von einem Dolch regelrecht an die Tischplatte genietet wurden.
Folgte man der Richtung, in welche sie zeigte, so ließ sich rasch erkennen, das die arme Kreatur, zu der sie gehörte, versucht hatte, das Funkgerät zu erreichen. Tim versuchte, den Würgereiz zu unterdrücken, der seinen Hals peinigte.
“Jetzt wissen wir, warum keine Nachricht durchkam.” Seine Stimme ein Flüstern, aus Furcht, dass die Angreifer noch in der Nähe sein könnten. Doch wie wahrscheinlich war das? Hätten sie dann nicht längst jemanden zu Gesicht bekommen müssen? Er atmete tief durch. Viel besser. Allmählich kamen seine aufgeschreckten Sinne zur Beruhigung. Hör auf, dich wie ein verdammter Narr zu benehmen. Wenn sie noch hier wären, hätten sie euch längst gefunden. Immerhin hatte der Traktor ihre Ankunft lautstark verraten.
“Tim! Tim! Was machst du so lange da drinnen? Soll ich reinkommen? Rede endlich mit mir!”
“Nein Cindy! Auf keinen Fall! Warte, ich komme gleich wieder zu dir.” Tim warf einen letzten Blick auf den Mann, bevor er erneut über die Trümmer stieg. Hier gab es nichts mehr zu tun. Draußen erwartete ihn ein sichtlich aufgeregtes Mädchen. “Was hast du gesehen? Gibt es Hinweise auf die Bewohner?” 
“Beruhige dich. Warte einen Moment, ich muss nur noch etwas überprüfen, dann fahren wir zurück.” 
“Hier warten? Das kannst du vergessen. Ich komme mit dir. Keinen Moment bleibe ich allein an diesem unheimlichen Ort.”  “Na gut. Bleib dicht hinter mir. Es wird nicht lange dauern.”
 “Sag mir doch, was du vorhast. Ich werde sonst noch verrückt.”  Geduckt schlichen sie weiter, bis zu einem größeren Gebäude, was wohl der Sitz des Ortsvorstandes gewesen sein musste. Rußgeschwärzte Balken verrieten, dass hier ein Feuer gewütet haben musste. Der hintere Teil war eingestürzt.
“Du willst da wirklich rein,” sagte Cindy, als sie sah, was Tim vorhatte.
“Ich muss mir Gewissheit verschaffen. Schließlich möchte ich deinem Vater irgendetwas zu berichten haben. Mit Vermutungen kommen wir nicht weiter.”
 “Also gut. Ich gebe dir fünf Minuten, aber nicht länger.” Bevor sie noch etwas hinzufügen konnte, hauchte Tim ihr spontan eine Kuss auf den Mund. “Es wird schon nichts passieren. Warte einfach. Ich bin bald zurück.” Einem bestimmten Gefühl folgend, schlich sich Tim ins Innere. Auch hier bot sich das erwartete Bild. Die Einrichtung oder besser das, was von ihr noch übrig war, wirkte, als ob ein Berserker im Eingansbereich gewütet hätte. Hinter einem umgestürzten Regal lugten Beine hervor. Tim hielt die Luft an, als er sich vorsichtig um das Hindernis herumbewegte. Eine Frau mittleren Alters lag ausgestreckt auf dem Boden, teilweise bedeckt vom Inhalt des Regals, der sich über sie ergossen hatte. Die klaffende Wunde an ihrer Seite verriet, dass auch hier jede Hilfe zu spät kam. Benommen und nach Luft ringend, schleppte sich der Junge nach draußen. Er hatte genug gesehen. Wer auch immer dafür verantwortlich war, hatte dafür gesorgt, dass es keine Zeugen mehr gab, die irgendetwas berichten konnten.
“Meine Güte, Tim du bist kreidebleich. Können wir jetzt endlich gehen?” Ihre gebrochene Stimme ließ erkennen, wie sehr Cindy mit den Tränen rang. Tim erlöste sie aus ihrer Ungewissheit.
“Ja. Ich habe genug gesehen. Lass uns nach Hause fahren. Wir müssen so schnell wie möglich mit deinem Vater sprechen.” Die Worte Tims beflügelten die Schritte des Mädchens. Beide eilten durchs Gestrüpp dem nahen Waldrand entgegen, wo sie vorhin ihr Gefährt abgestellt hatten. Gerade, als sie sich in Sicherheit zu wiegen begannen, schob sich eine Gestalt zwischen den letzten Bäumen hervor. Groß, schlank, doch das Furcht einflößende war der scharfe Dolch, welcher gefährlich in der Hand des Ureinwohners glitzerte … .


Ende. @Copyright 2017 Eichhörnchen



« Last Edit: July 11, 2017, 06:41:17 am by Eichhörnchen »
kxetse sì mikyun kop plltxe


Offline Ricardo

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Klasse, endlich neuer Lesestoff!

Offline Eichhörnchen

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Re: Die Legende von Yuki - Episode 10 “Kein Kontakt nach Davenport”
« Reply #2 on: August 11, 2017, 12:15:13 pm »
Hallo Ricardo


Ich danke dir für deine Bewertung und natürlich das Karma. Freut mich das es dir wieder gefallen hat. Immerhin liegt der letzte Teil doch schon ein wenig zurück und ich war nicht sicher ob es mir gelingt, wieder nahtlos an die laufende Handlung anzuschließen. Habe deine PM erst heute gesehen. Irgendwie war die automatische Benachrichtigung raus.
An einer Fortsetzung wird schon gearbeitet und ich werde mich bemühen, dass es diesmal nicht wieder so lange dauert. ;D


Liebe Grüße,


Robert
« Last Edit: August 15, 2017, 05:42:42 am by Eichhörnchen »
kxetse sì mikyun kop plltxe


Offline Ricardo

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Re: Die Legende von Yuki - Episode 10 “Kein Kontakt nach Davenport”
« Reply #3 on: August 12, 2017, 12:50:22 pm »
Das klingt doch gut!

Offline Neytiri2000

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Re: Die Legende von Yuki - Episode 10 “Kein Kontakt nach Davenport”
« Reply #4 on: October 27, 2017, 06:34:14 am »
Kameie ngat ma Eichhörnchen,

eine grandiose Fortsetzung hast du hier wieder abgeliefert.
Gegenüber dem laufenden Rollenspielen eine schöne Abwechslung deine Tollen Geschichten zu lesen.

Dein Schreibstil ist unverändert 1A.
Die Sinne und Gefühle der Charaktere kann man 1:1 nachempfinden, womit man super ins Geschehen eintauchen kann.
Aber auch die Szenerie ist toll umgesetzt und mit vielen Details gespickt. Klasse  ;) :D


Während des Lesens sind mir wirklich nur sehr vereinzelt Rechtschreibefehler aufgefallen.
Diese sind aber im schnellen Lesefluss zu meist überlesen worden, was grundsätzlich kein Hindernis darstellte.

Zudem kann ich nichts negatives dazu sagen.

Echt super Fortsetzung ma Eichhörnchen  :) :D ;)

LG Neytiri2000

Ps. Nusslieferung ist erfolgt  ;D
Zitate:

Jake Sully: Ich möchte kein Mitleid, wenn du Fair behandelt werden willst, bist du auf dem Falschen Planeten.

 

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