Author Topic: Die Legende von Yuki - Episode 7 “Wenn Engel weinen”  (Read 801 times)

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Offline Eichhörnchen

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Die Legende von Yuki - Episode 7 “Wenn Engel weinen”
« on: February 27, 2015, 11:41:35 am »
Die Legende von Yuki - Episode 7 “Wenn Engel weinen”


Mein Onkel Bron sagt: “Immer, wenn der Himmel seine Schleusen öffnet und Regen auf die Erde fällt, dort oben irgendwo ein Engel weint“, doch das ist nur die halbe Wahrheit, die in diesen wohlfeilen Worten verborgen liegt. Was er nicht sagte war, dass jedes Mal wenn es regnet, ein guter Mensch stirbt. Als es nach einer langen Trockenperiode wieder so weit war, verlor ich das Teuerste, was ich jemals besessen hatte … .

Ein Mann in schmutziger Kleidung riss die Fahrertür auf, kaum dass der Wagen zum Stillstand gekommen war. “Das wurde auch Zeit, dass sich mal einer von Ihnen hier blicken lässt. Wo sind denn die Anderen?”
“Was meinen Sie?”
“Na, sind Sie nicht unsere Ablösung? Wir warten schon seit Tagen auf Hilfe und die Leute sind am Ende ihrer Kräfte.”
Mühsam entstieg Bruce dem schweren Gefährt und blickte sich mürrisch um.
“Was ist hier überhaupt los? Warum arbeiten die Maschinen nicht? Auf dem Raumhafen steht ein Frachtschiff und wir können es nicht beladen.”
“Die Leute sind alle in der Bar oder den Unterkünften. Kaum einer traut sich noch heraus, schon gar nicht an die Mine. Die Wölfe kamen über Nacht und begannen über die Wachen herzufallen. Ein paar erschossen wir, doch für jeden, der getötet wurde, tauchten weitere auf. Schließlich griffen sie selbst am Tag an. Erst waren es nur vereinzelte Bisswunden, doch je mehr wir von ihnen erledigten umso härter wurden ihre Überfälle. Haben sie einmal erlebt wenn ein Mann vor ihnen in Stücke gerissen wird? Ich sage Ihnen, das ist ein Anblick, den sie nicht so schnell wieder vergessen.
Fast sieht es so aus, als ob die verdammten Biester uns daran hindern wollen, das Erz abzubauen.”
“Wollen Sie damit behaupten, dass diese Viecher Intelligenz besitzen?”
“Ich behaupte gar nichts. Es ist Ihre Aufgabe herauszufinden, was sie antreibt und vor allem, wie wir sie wieder loswerden.”
Bruce deutete auf ein heruntergekommenes Gebäude, aus dem laute Stimmen drangen. “Als erstes werden wir dafür sorgen, dass die Leute wieder an ihre Arbeit gehen. Wer ist hier der Verantwortliche?”
“Das bin ich, Sir.”
Bruce nickte befriedigt. “Na, dann kommen Sie mal mit.”

Lynda keuchte auf und wie schon die letzten Tage, wollte der Hustenanfall nicht nachlassen.
“Warte, ich hole dir schnell ein Glas Wasser.” Ihre Augen, in dem von der Krankheit gezeichneten Gesicht, blickten ihn dankbar an. Jedes mal, wenn er sie so sah, zerriss es Tim fast das Herz. Die absolute Hilflosigkeit war nur schwer zu ertragen und das Wissen um die Machenschaften in der Siedlung, die sie nun womöglich das Leben kostete machte ihn rasend vor Wut. An einen Besuch der Schule war schon lange nicht mehr zu denken. Fast täglich schaute Cindy vorbei. Manchmal nahm sie ihn direkt nach dem Unterricht ins Schlepptau, ein anderes Mal tauchte sie spontan auf um Lynda bei den Hausaufgaben zu helfen. Tim war ihr dankbar dafür. In Lyndas Gegenwart schaffte er es einfach nicht sich zu konzentrieren.
“Fertig. Gar nicht mal so schlecht”, sagte Cindy gerade, als er das Zimmer wieder betrat. Tim stellte das Tablett mit den Getränken ab.
“Danke Tim, das ist lieb von dir. Ihr beide seid toll. Ich wüsste nicht, was ich ohne euch machen sollte.” Lynda bedachte sie mit müden Blicken.
“Ich denke, es ist besser, wenn wir dich eine Weile allein lassen.” Cindy griff nach ihrer Tasche und verstaute die Lernmaterialien darin.
“Ich komme mit dir“, erwiderte Tim und erhob sich.
“Das heißt, wenn es dir Recht ist, Lynda.”
“Schon gut. Geht ruhig. Ich würde mich jetzt gerne ein wenig ausruhen und Mutter ist ja auch noch da, wenn ich etwas brauchen sollte. Ihr sollt nicht immer eure gesamte Freizeit für mich opfern. Da bekomme ich ein schlechtes Gewissen.”
Tim grinste sie an. “Also, was mich betrifft, kann ich gar nicht genug Zeit mit dir verbringen.”
“Tim!” Der ernüchternde Ausruf beider Mädchen ließ ihn erst verblüfft aufhorchen, bevor er herzhaft zu lachen begann. “Was habe ich mir nur mit euch beiden eingehandelt.” Ein flüchtiger Kuss, währenddessen Cindy verlegen zur Seite blickte. “Wenn ihr beiden Turteltäubchen fertig seid, können wir gehen.”
Tim hauchte Lynda einen letzten Liebesschwur ins Ohr und zog die überraschte Cindy mit sich hinaus. “Wir sehen uns heute Abend wieder, versprochen.”

Tim hatte das Mädchen aus der Siedlung heraus bis zum nahen Raumhafen begleitet, wie er nun verwundert feststellte. Doch maß er dem keine Bedeutung zu. Er war froh, nicht allein zu sein und auch Cindy wirkte sichtlich entspannter, soweit man in der gegenwärtigen Situation davon sprechen konnte. Zuhause bekam Tim jedes Mal das Gefühl, dass die Wände seines Zimmers zusammen rückten, um ihn zu erdrücken. Ihre Gespräche kehrten immer wieder zu Lynda und ihre Erkrankung zurück.
“Glaubst du das sie wieder gesund wird? Also so wie früher?”
Tim zuckte hilflos mit den Schultern. “Ein paar Mal sah es ja so aus, doch dann hat sich ihr Zustand jedes Mal verschlechtert. Jetzt kann sie noch nicht einmal mehr zur Schule.”
Cindy erhob sich unerwartet. “Ich muss los. Es gibt da noch etwas, dass ich erledigen soll.”
“Du klingst so betroffen. Was ist denn? Wenn du möchtest, begleite ich dich. Vielleicht kann ich dir helfen?”
“Nein!”
Erschrocken von ihrer Reaktion wich Tim zurück.
“Entschuldige Tim, ich habe es nicht so gemeint. Es ist nur … siehst du den Frachter dort drüben?”
“Er hat Waren für unsere Siedlung geladen, wie ich gehört habe. Ist schon komisch. Sollten die Arbeiter nicht längst mit dem Ausladen begonnen haben?”
Tim ließ seine Blicke über das weite Areal des provisorischen Raumhafens gleiten. Eine raue Betonfläche, die sich wie ein Makel aus den farbigen Wiesen und Feldern hervorhob. Gelegentlich hallten Rufe oder das Dröhnen eines Generators zu ihnen herüber. “Die Leute haben es wohl nicht eilig.”
“Es ist nicht die Mannschaft, Tim. Sie warten auf ihre Bezahlung.”
“Ich verstehe immer noch nicht.”
“Das glaube ich dir gerne. Ich soll mich darum kümmern.”
“Warte mal. Wie soll das gehen? Soweit mir bekannt ist, werden die Frachtschiffe mit Erz aus der Miene bezahlt.”
“Das ist korrekt, Tim. Nur gibt es da das Problem, dass wir nicht genug abbauen konnten.”
Tim hing förmlich an ihren Lippen, mit einem Ausdruck, der seine völlige Sprachlosigkeit widerspiegelte.
“Meine Eltern sind der Ansicht, dass ich geeignet wäre, mit dem Kommandanten des Schiffs zu verhandeln.”
“Was hast du ihm denn anzubieten?” Ihre Antwort erschütterte ihn.
“Nur mich, Tim.”

Wie versprochen kehrte Tim, nachdem er zuvor mit Bron und Emily gegessen hatte, Abends zu Lynda zurück. Das heißt, er wollte es, doch statt ihm Einlass zu gewähren, blickte ihm Amanda totenblass entgegen.
“Was … was ist denn geschehen?” In seinem Kopf schrillten alle Alarmglocken. “Lynda!” Die nächsten Worte gaben ihm Gewissheit.
“Ihr Zustand hat sich verschlechtert, nachdem ihr gegangen seid. Der Husten wollte einfach nicht mehr aufhören und sie hat angefangen Blut zu spucken. Ich bekam Angst das sie vielleicht erstickt und mir unter den Händen wegstirbt. Da habe ich einen Arzt gerufen der sie gleich ins Hospital gebracht hat.” Amanda nannte ihm die Zimmernummer mit der Bitte, Lynda nicht vor dem morgigen Tage aufzusuchen, da noch einige Untersuchungen anstanden.
Tim fügte sich und als er schließlich nach dem Abendessen in seinem Bett lag, konnte er vor Aufregung und der bohrenden Ungewissheit keinen Schlaf finden. Es wurde die schwerste und längste Nacht seines bisherigen Lebens.

Der neue Tag dämmerte herauf, während Tim einen einsamen Kampf mit seinem Frühstück ausfocht. Jeden Bissen musste er hinunterwürgen, so sehr sträubte sich alles in ihm gegen eine Nahrungsaufnahme.
Bron betrachtete ihn mit sorgenvollen Blicken. “Hör mal Tim, ich weiß, wie du dich fühlst, doch du solltest es dir nicht so zu Herzen nehmen.”
Gerade fertig, klingelte es unerwartet an der Tür. In Gedanken versunken, öffnete Tim und blickte geradewegs in Cindys leuchtende Augen. “Was … was möchtest du den jetzt hier, noch dazu um diese Uhrzeit? In einer Stunde beginnt doch die Schule.”
“Ich muss mit dir reden, Tim, bitte. Es ist wichtig.”
Verunsichert über ihr Erscheinen musterte Tim sie erfüllt von innerer Anspannung.
Cindy war schon ein beeindruckendes Mädchen und wäre er in einer besseren Verfassung gewesen, hätte sie ganz sicher sein Interesse geweckt. So war es nicht verwunderlich, dass ihre Begrüßung etwas kühl verlief.
“Also was möchtest du von mir?”
“Ich hatte dir von dem Kommandanten erzählt.”
Tim nickte, erwiderte aber nichts.
“Nun, die ganze Sache läuft irgendwie aus dem Ruder. Er will deutlich mehr von mir, als dass ich nur nett zu ihm bin. Ich weiß nicht, was meine Eltern sich dabei gedacht haben.”
“Vielleicht solltest du noch mal mit ihnen sprechen.”
“Das wird nichts bringen. Meinem Dad geht es nur um die Lieferung. Du hättest seine Reaktion sehen sollen, als ich mich weigerte.”
“Du könntest für eine Weile untertauchen. Dann wärst du erst einmal aus der Schusslinie und sie müssten sich etwas anderes einfallen lassen.”
“Wo soll ich denn hin? Mein Dad wird mich überall auf dieser Welt aufspüren.” “Wird er nicht.”
“Was meinst du damit? Weißt du einen Ort, an dem ich mich verstecken kann? Würde mich dein Onkel bei euch aufnehmen?”
Tim blickte hastig hinter sich, doch von Bron oder Emily war nichts zu sehen.
“Das wäre viel zu gefährlich. Bei Onkel Bron würden sie als einer der Ersten nach dir suchen. Ich habe eine viel bessere Idee. Macht es dir etwas aus, dich schmutzig zu machen?”

Das Zimmer wirkte mit seiner Einrichtung bedrückend. Keine Farben, keine persönlichen Dinge, nur die pure Nüchternheit. Lynda lag in ihrem Bett und blickte ihn an, während er ihre Hand hielt. “Du musst los, Tim, sonst kommst du zu spät und bekommst Ärger. Die Pause ist schon vorüber.”
“Das ist mir egal! Mein Platz ist jetzt an deiner Seite”, kam es trotzig.
Das Mädchen seufzte auf. “Ach Tim, du kannst mich doch nach der Schule wieder sehen. Ich renne dir ganz gewiss nicht weg.” Sie versuchte sich an einem Lächeln, das jedoch in einer Grimasse endete.
Tim kam es vor als ziehe eine unsichtbare Macht jegliche Kraft aus diesem zierlichen Körper vor ihm und es gab nichts, was er dagegen tun konnte. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass es wirklich Zeit wurde sie zu verlassen. Ein Verweis war ihm sicher, doch im Angesicht des todkranken Mädchens, verlor jegliche Art von Bestrafung ihre Schrecken. “Ich geh dann mal, aber gleich nach der Schule bin ich wieder bei dir. Brauchst du noch irgendetwas?”
Lynda bewegte in einer verneinenden Geste den Kopf. “Amanda kommt nachher und bringt mir alles was ich benötige. Ich bin einfach nur müde.”
“Also gut, dann bis heute Nachmittag. Richte deiner Mutter Grüße von mir aus, falls wir uns nicht sehen.”
“Das mache ich Tim und nun geh endlich, bevor dich Mr. Humphrey an den Ohren ins Schulgebäude schleift.”
Cindy hatte sich bisher nur im Hintergrund gehalten, trat nun aber an das Bett heran. “Machs gut Süße und halt die Ohren steif. Wir lassen dich nicht im Stich, egal was passiert.
“Das weiß ich doch nun ab mit euch, sonst stehe ich auf und schiebe euch eigenhändig zur Tür hinaus.”
“Schon gut, wir sind weg.” Kaum, dass sich die Tür hinter ihnen geschlossen hatte, erklang wieder das charakteristische Husten … .

Cindy warf einen wehmütigen Blick zurück auf die Siedlung, die sich in der Ferne erstreckte und deren Häuser, wie farbige Tupfer in der Landschaft wirkten. Einen krassen Gegensatz bildete dagegen die vor ihnen aufragende undurchsichtige Wand des Dschungels.
“Was machen wir hier Tim?”
“Na, ich bringe dich in Sicherheit.”
“Aber hier ist doch nur Urwald. Soll ich mich im Busch verstecken?”
“So etwas Ähnliches, ja.”
“Das kann ich nicht. Ich habe eine Todesangst im Dunkeln. Du wirst mich doch nicht hier zurücklassen? Was geschieht, wenn wir auf wilde Tiere treffen?”
“Mach dir keine Sorgen. Für dich wird gut gesorgt, ich verspreche es dir.”
“Also schön“, seufzte sie auf. “Lynda vertraut dir, da werde ich es auch können. Ich fühle mich so schuldig sie in ihrer Lage einfach allein zu lassen.”
Er fasste instinktiv ihre Hand fester. “Es ist ja nicht für immer. Sobald sich die Lage beruhigt hat, hole ich dich zurück. Außerdem werde ich jeden Tag nach dir schauen.” Inzwischen waren sie weiter vorangeschritten. Unter dem Knacken von Zweigen, bahnten sie sich ihren Weg durch das Unterholz, bis die Büsche zurückwichen und den Blick auf eine Lichtung freigaben. Mitten in diesem von der Natur geschaffenen Freiraum brannte ein eindrucksvolles Feuer umgeben von kleineren, um die geschäftig Ureinwohner einher schritten und ihren Tätigkeiten nachgingen.
“Was ist das für ein Ort?”
“Ein kleines Lager der Na’vi. Sie haben sich hier vor einiger Zeit auf der Flucht vor anderen Stämmen niedergelassen.” Tim atmete tief durch, als Yuki vor ihm auftauchte und auch das Mädchen schien die unerwartete Situation zu überraschen.
“Ihr lasst nach. Wir sind unbemerkt bis ins Lager gekommen.”
“Bist du dir da so sicher Tim?” Sie stieß einen lauten Schrei aus. Hinter ihnen erhob sich der gewaltige Körper eines Kriegers aus dem Gebüsch, das sie eben hinter sich gelassen hatten.
Yuki deutete auf das Mädchen, dessen Hand immer noch in der Tims ruhte.
“Wer ist das und warum führst du sie hierher?”
“Das ist nicht so leicht zu erklären. Ich muss mit eurer Anführerin sprechen.”
Yuki verschluckte sich fast, ebenso wie ihre Schwester, die einen keuchenden Laut vernehmen ließ. “Was möchtest du von ihr, Tim? Yaya ist sehr beschäftigt und niemand den man aus einer Laune heraus aufsucht.”
“Das zu entscheiden, obliegt immer noch mir, nicht wahr?” Die ernste Stimme ließ jeden anderen Laut zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Alle Augen richteten sich auf die so unerwartet aus dem Nichts aufgetauchte Persönlichkeit ihrer Anführerin.

Beinahe hätte man es für eine gemütliche Lagerfeuerszene halten können, wenn nicht die angespannten Gesichtszüge der Anwesenden gewesen wären. Tim schaute nachdenklich von einem zum anderen, bis Yaya das Wort an ihn richtete.
“Gut, wir kennen dich, Tim und auch das Mädchen sehe ich nicht als Bedrohung an, doch was soll sie hier?”
“Ihr müsst sie verstecken.”
“Müssen wir das?” Yayas Blick ruhte felsenfest auf ihm, doch in ihren Augenwinkeln vermeinte Tim, ein belustigtes Aufblitzen bemerkt zu haben.
“Befürchtet ihr keine Komplikationen mit ihren Eltern?”
Wenn Tim darüber nachdachte fand er die Frage sogar berechtigt. Cindys Verschwinden konnte unangenehme Folgen für alle Beteiligten heraufbeschwören. Yaya betrachtete ihn verwundert. “Es weiß doch keiner, dass sie hier ist, nicht wahr, Tim?”
“Nein, niemand. Wir hielten es für sicherer, keinem von unserem Aufbruch zu erzählen.”
“Das ist gut. Du denkst nach, was ich für einen Mensch erstaunlich finde.”
Tim schluckte, verbiss sich jedoch eine Anmerkung.
“Sei unbesorgt. Eure Leute werden sie hier nicht finden. Wir suchen die Himmelsmenschen auf wenn es die Lage erfordert, doch nicht umgekehrt. Du darfst jetzt gehen Tim. Wir kümmern uns schon um das Mädchen, das heißt, wenn sie es auch wirklich möchte.”
Tim blickte Cindy bange Momente an, bis diese zu seiner Erleichterung einwilligte.

Die nächsten Tage verbrachte Tim fast seine gesamte Zeit damit zwischen Schule und Krankenstation zu wechseln, so dass ihm nur wenig Gelegenheit blieb nach Cindy zu schauen. Sein Onkel musste den Ernst genau erkannt haben, denn entgegen seiner sonstigen Gewohnheit, sagte er bei den flüchtigen Mahlzeiten, die Tim sich noch daheim gestattete, kein Wort darüber, wie sehr er seine Pflichten vernachlässigte.

Lynda richtete ihre Blicke zum nahen Fenster, durch das der Mond schien. Eine einsame Träne rutschte über ihre Wange hinunter, während sie wehmütig flüsterte.
“Leb wohl, Welt. War schön, dich kennen gelernt zu haben.” Sie dachte an Tim, wie er sie anlächelte. Ihn würde sie am meisten vermissen. Vielleicht schaffte sie es noch bis zum Sonnenaufgang durchzuhalten. Tim versuchte immer, vor der Schule bei ihr vorbei zusehen. Wenn sie nur nicht so müde wäre. Es waren ihre letzten bewussten Gedanken … .

Lynda starb am nächsten Morgen. Leise und ohne, dass jemand Notiz davon genommen hätte. Nur das Gerät zur Überwachung ihrer Körperfunktionen verkündete mit einem aufdringlichen Piepton, dass etwas Schreckliches geschehen war.
Krachend flog die Tür auf und zwei Ärzte stürzten herein, konnten letztendlich aber nichts tun, als ihren Tod festzustellen.
Tim erreichte das Hospital in dem Augenblick, als der kleine weiße Sarg durch die Türen des Portals getragen wurde. Schweißtropfen bildeten sich auf seiner Stirn. Unbewusst zuckten seine Hände schon im ausstrecken begriffen, davor zurück. Etwas fuhr durch seinen Schädel und wischte jeden Gedanken beiseite, während er sich an den Trägern vorbei drängte. Das war nicht ihr Sarg. Ganz bestimmt jemand anderes, der ebenfalls an den Symptomen litt, aber nicht Lynda. Er klammerte sich daran, wie an ein Licht in der Dunkelheit, auf einem endlos wirkenden Ozean, das Hoffnung verspricht.
Mrs. Greyburn tauchte vor ihm auf, Lyndas Mutter. Oder besser eine Hülle mit ihrem aufgedruckten Gesicht. Sie wirkte um Jahre gealtert, wie ein Zombie aus einem der Filme, die er heimlich immer so gerne sah, wenn Onkel Bron schlief. Sie grüßte ihn, wobei sie versuchte, der Tränen Herr zu werden, die unaufhörlich über ihre Wangen rannen. Tim verhielt im Lauf, konnte nicht anders, als sie anzustarren. Sonst ein Denkmal äußerster Gelassenheit und innerer Ruhe, wirkte Mrs. Greyburn nun fehlplaziert, als gehöre sie nicht in diese Welt und in gewisser Weise mochte das auch stimmen. Fast apathisch saß sie auf einer der Bänke im Eingangsbereich und richtete ihre leeren Blicke wieder dem Boden zu. Von Mr. Greyburn fehlte jede Spur und Tim nahm an, dass Amanda ihn noch nicht benachrichtigt hatte, etwas, dass ihm sehr zugegen kam. Seine Stiefel fühlten sich an, als hätte sie jemand heimlich mit Blei befüllt, während er sich mühselig in das Zimmer schleppte, indem sie gelegen hatte. Eine Schwester sah auf als er herein trat und nickte ihm aufmunternd zu.
“Du möchtest bestimmt noch einen Moment mit ihr allein sein und Abschied nehmen, bevor wir sie umbetten?” Tim nickte wortlos und spürte den dicken Kloß im Hals, als er sich erneut des Sarges bewusst wurde, den er beim Hereinkommen gesehen hatte. Beinahe unerträglich lange kam es ihm vor, bis die Schwester das Zimmer verlassen hatte. Vorsichtig nahm er eine kalte kleine Hand in seine und flüsterte, während Tränen über sein Gesicht rannen. “Lynda … .”

Cindy fand sich schnell in ihre neue Rolle ein und wenn sie ehrlich war, gefiel es ihr sogar bei den Ureinwohnern. Yuki war von der Schamanin dazu eingeteilt worden, sich um sie zu kümmern und so schlossen die Mädchen schnell Freundschaft.
Impulsiv wie beide waren, arteten ihre Gespräche oftmals in hitzige Debatten aus.
“Mein Dad sagt, dass ihr einfältig seid.”
“Ach ja? Nun kann er einen Nantang mit seinen bloßen Händen das Genick brechen?” Cindy schüttelte den Kopf, doch Yuki war noch nicht fertig.
“Weiß er, welche Pflanzen im Dschungel giftig sind oder wie man eine Paradies - Todesfee überlistet?”
“Nein. Ich denke nicht.”
“Nun, dann ist dein Vater ein Trottel.”
Sie schluckte vor Überraschung und tat sich schwer, die passenden Worte zu finden. “Von deiner Warte aus betrachtet, hast du sogar recht.”
“Von meiner … was?”
“Na so, wie du die Dinge siehst.”
“Ach das meinst du. Warum müsst ihr Himmelsmenschen immer alles so kompliziert ausdrücken?”
“Unsere Sprache ist halt weiter entwickelt als eure.” Unmut regte sich nun in dem Mädchen, allerdings zeigte sich die junge Ureinwohnerin davon wenig beeindruckt. “Bringt euch das irgendwelche Vorteile?”
“Nun, ich sage zum Beispiel nicht immer gleich alles, was ich denke oder umschreibe es, wenn es angebracht erscheint.”
“Das verstehe ich nicht“, sagte Yuki, während ihre großen Augen, das Mädchen überlegend ansahen.
“Das machen Menschen gelegentlich, um andere nicht zu verletzen.”
“Habe ich das getan?”
“Ja ein wenig. Ich versuche, dir etwas beizubringen, doch du willst mich einfach nicht verstehen.”
“Ich bin eine Kriegerin und keine Diplomatin. Yaya wäre der bessere Gesprächspartner für dich.”
“Vielleicht, aber du bist für mich verantwortlich, das hat sie selbst gesagt. Also wirst du mit mir auskommen müssen.”
“Ach Mist. Hat sie das wirklich so gemeint?”
“Ja, meine Hübsche und jetzt komm. Kleidung ist angesagt!” Cindy packte Yuki auflachend und drückte ihr den ungewohnten Stoff in die Hand.
“Ist das für mich?”
“Ja Yuki. Das ist etwas, woran ich die letzten Abende gearbeitet habe. Eure Weberinnen haben mir das Material zur Verfügung gestellt.”
Cindy hielt den Stoff hoch und hielt ihn vor Yukis Brust.
“Noch nicht perfekt, aber es könnte passen.”
“Was soll das sein?” Yuki betrachte voller Abscheu das für sie ungewohnte Gewand.
“Ein Kleid. Du kannst doch nicht immer halbnackt durch den Wald rennen.”
“Warum nicht? Es ist warm und überflüssige Kleidung würde mich nur beim Jagen und Kämpfen behindern.”
“Ja schon, aber … nun … .”
“Was?”
“Es verdeckt deine Brüste. Du kannst sie doch nicht jedem zeigen.”
“Warum nicht? Selbst Tim hat nie etwas gesagt und grinst immer nur. Zieh dich doch auch aus. Deine sind wirklich groß für ein Menschenmädchen. Ich bin mir sicher, unseren Kriegern würde der Anblick gefallen.”
Bevor eine Hand nach ihren Trägern greifen konnte, schlug Cindy blitzschnell zu. “Nein! Nimm deine Finger weg. Damit ist jetzt ein für allemal Schluss. Dieses unsittliche Verhalten muss ein Ende haben.”
“Was meinst du damit?”
“Du wirst Kleidung tragen“, sagte Cindy mit einem Ton, der keinen Widerspruch duldete.
“Muss ich das?”
“Du musst und versuche nicht, mit mir darüber zu diskutieren. Hier, halte das. Ich sehe noch mal nach, ob es passt.”
Mit unglücklichem Ausdruck, verhielt Yuki regungslos und wartete geduldig, bis Cindy mit Anlegen fertig war.
“Gut, das war es. Hier werde ich etwas wegnehmen und dieser Teil muss noch länger werden.”
“Was ist, wenn ich nun nicht möchte? Meine Brüder und Schwestern werden mich auslachen. Selbst unsere Schamanin trägt ihr Gewand nur zu zeremoniellen Anlässen.”
“Möchtest du nun meine Freundin sein, oder nicht?”
“Natürlich möchte ich das. Meine Schwester versteht mich meist nicht und kommandiert mich ständig herum, weil sie denkt, dass es als Ältere ihr Recht ist.”
“Hast du niemanden anderes zum Reden?”
“Unser Stamm ist nur sehr klein. Viele sind auf dem langen Marsch gestorben und ohne unsere Schamanin hätte es wohl keiner von uns hierher geschafft. Außerdem fühle ich mich zu euch Himmelsmenschen hingezogen und will alles kennen lernen.” “Na dann ist ja alles bestens, sagte Cindy erleichtert.” Sie sah zum Waldrand, wo sich die ersten Schatten der heraufziehenden Nacht ankündigten. “Seltsam. Wo Tim nur bleibt. Er wollte doch nach mir sehen. Ob etwas mit Linda ist?“
“Sei ohne Sorge, Tim ist manchmal merkwürdig, aber man kann sich auf ihn verlassen. Er wird schon kommen wenn es seine Zeit zulässt. Bestimmt überschüttet ihn sein Onkel wieder mit Aufgaben.“
“Du hast sicher Recht“, sagte Cindy rasch, doch so richtig überzeugend klang es nicht. Seufzend begann sie, sich wieder an ihre Aufgabe zu machen.

Die Beerdigung war still und ohne großes Aufsehen erfolgt, ganz so wie es sich Amanda erbeten hatte. Tim kam das sehr gelegen und als sich die Versammelten in alle Winde verstreuten, blieb er allein zurück. Immer noch strömte der Regen herab und verwandelte den Boden in eine Schlammlandschaft. Einer alten Tradition folgend, hatte man im Bereich der Siedlung einen Gottesacker angelegt, etwas das auf der Erde kaum noch Verwendung fand. Tim war in diesen Momenten dankbar darüber, gab es ihm doch Gelegenheit, in aller Stille von Lynda Abschied zu nehmen. Hinter ihm erklangen weiche Schritte und er musste nicht lange überlegen, wer sich da an ihn heranschlich. Es verwunderte ihn nicht. Der Platz lag außerhalb und war jedem zugänglich. Einen Moment betrachtete er Yukis vertrautes Gesicht.
“Wie läuft es denn im Lager? Alles in Ordnung bei euch?”
Sie nickte. “Wie man es sieht. Txar wird unser neuer Anführer werden, nachdem er meine Schwester besiegt hat.”
Einen Moment schien es, als ob alle Gleichgültigkeit aus dem Antlitz des Jungen weggewischt wäre und er blickte sie seltsam an.
“Die beiden haben miteinander gekämpft?”
“Nein. Zum Glück nicht. Es war ein Wettkampf.”
“Schon komisch. Ich hatte immer gedacht, dass deine Schwester in einer direkten Konfrontation gegen ihn gewinnen würde.”
“Ja Tim, das habe ich auch.” Sekundenlang herrschte eine beklemmende Stille, bis Yuki ihm eine Hand auf die Schulter legte. “Lynda ist jetzt an einem besseren Ort. Da bin ich mir ganz sicher.”
“Ach wirklich?”
“Tim hör mal, es gibt Dinge die erscheinen uns manchmal ungerecht … doch du musst wissen … .”
“Sei still! Sei endlich still, Yuki! Kapier es doch, Lynda wollte nicht sterben. Sie hat jeden Abend dafür gebetet, dass sie wieder gesund wird. Warum hat sie die große Mutter dann nicht erhört?” Wieso wollte sie einfach nicht verstehen? Er hasste ihre Ahnen, Götter und was sonst noch dafür verantwortlich sein konnte. Am liebsten hätte er sich die Ohren zugehalten und vor allem verschlossen.
“Können mir deine Ahnen Lynda zurückgeben? Kannst du es?”
Das Mädchen schüttelte betrübt den Kopf.
“Es ist einfach nicht fair, verstehst du Yuki?”  Lauf … , erklang eine Stimme in seinem Schädel. Tim rannte los. So schnell ihn seine Füße trugen. Nur weg von allem, bevor die unsichtbare Last ihn unter sich zu ersticken drohte.

Hinter ihm wandte sich Yuki wieder der Stelle zu, an der Lynda beigesetzt worden war. Langsam lösten ihre Finger die Kette um ihren Hals. Einen Moment hielt sie den Schmuck andächtig in ihrer Hand, bevor sie alles vor sich auf das Grab legte. Leise geflüsterte Worte in ihrer Sprache erklangen.

Tim blickte in das Gesicht des Mädchens. Er hatte Vorwürfe erwartet, das sie in Tränen ausbrach, weil er sie die letzten Tage vernachlässigt hatte, ganz entgegen seinen Versprechungen. Doch nichts dergleichen geschah. Eine leichte Traurigkeit war alles, was er an ihr feststellen konnte. Nun saßen sie an Cindys provisorischen Schlafplatz und unterhielten sich über die letzten Ereignisse.
“Du besitzt nichts von ihr?”
“Nein. Es war einfach keine Zeit dafür und irgendwie haben wir es auch vergessen. Wer konnte denn damit rechnen das sie einfach stirbt?”
“Ja wer schon … .”
Tim sah zu ihr auf, wie sie nachdenklich in ihre Bluse griff.
“Hier habe ich etwas für dich.”
Verblüfft starrte Tim auf den glänzenden Gegenstand in ihren Händen.
“Ein Amulett.”
“Wunderschön oder? Wir fanden Freundschaftsbänder oder Ringe immer zu kitschig. Es war Lyndas Einfall mir das Amulett zu schenken. Klapp es auf. Na los, trau dich. Es beißt schon nicht.”
Ihre sanfte Stimme ermutigte ihn und ließ seine Finger ruhiger als erwartet nach dem Gegenstand greifen. Das Material verströmte eine kaum merkliche Kühle in seiner Hand. Vorsichtig öffnete er es und Lynda lächelte ihm entgegen. Genau so wie er sie gekannt hatte. Ein Stich dort, wo sich sein Herz befand. Warum mussten Verluste immer so verdammt wehtun. In der Innenseite des Verschlusses wartete die nächste Überraschung. Ein fotorealistisches Abbild, das sich, wenn er es schwenkte, bewegte und ihm zublinzelte.
“Gefällt es dir?”
Cindys Stimme riss ihn unvermittelt in die Wirklichkeit zurück und machte ihm bewusst, dass er nicht allein war.
“Es ist einfach nur unsagbar schön. Darf ich es behalten?”
“Natürlich darfst du das. Lynda hätte ganz sicher nichts dagegen gehabt, dass ich es dir gebe.” Sie überlegte und deutlich war ihr anzusehen, das sie am liebsten in die Siedlung zurück gelaufen wäre. “Es ist besser, wenn du jetzt gehst. Ich werde heute Nacht Abschied nehmen.“
“Woher wusstest du überhaupt davon?“
“Nachrichten verbreiten sich schnell. Das solltest du doch wissen, Tim.“
Er umschloss das Amulett mit seinen Händen, als hinge sein Leben davon ab.
“Wenn du es dich so sehr interessiert … Yuki hat es mir erzählt. Sie war wohl bei dir?“ Es klang mehr wie eine Feststellung.
“Ja. Aber ich bin weggerannt. Sag ihr, dass es mir leid tut, wenn du sie siehst.“
“Das mache ich und nun geh nach Hause. Es wird bald dunkel und womöglich macht sich dein Onkel sonst Sorgen.“
“Bin schon weg, erwiderte Tim und schlich sich davon.
Traurig blickte Cindy ihm nach, ihre Hände unbewusst zu Fäusten geballt.
“Meine kleine Freundin. Dafür wirst du mir büßen Vater, das verspreche ich dir!“

Ende

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Offline Tìtstewan

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Re: Die Legende von Yuki - Episode 7 “Wenn Engel weinen”
« Reply #1 on: March 01, 2015, 02:41:58 pm »
Ein schönes aber auch ein düsteres Kapitel. Es ist sehr lesenwert und daher möchte ich nicht spoilern. :)
Natürlich gibt es dazu eine Nusslieferung. :)

Seiyi irayo! :D

PS. Da dies die 7. Episode ist, werde ich mein kleines Verprechen einlösen. Ich brauche nur etwas Zeit (um die 2-3 Wochen). ;)

PPS: Fanfiction-Index aktualisiert. :)
« Last Edit: March 01, 2015, 03:00:29 pm by Tìtstewan »

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Offline Ricardo

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Re: Die Legende von Yuki - Episode 7 “Wenn Engel weinen”
« Reply #2 on: March 05, 2015, 02:50:59 pm »
Ein ziemlich trauriger Abschluss.
Es ist natürlich nun die Frage, ob die Geschichte je fortgesetzt wird.
Ich hoffe, denn sonst würde es nur noch trauriger werden.  :'(

Offline Neytiri2000

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Re: Die Legende von Yuki - Episode 7 “Wenn Engel weinen”
« Reply #3 on: March 08, 2015, 05:39:47 am »
Kalkxí ma Eichhörnchen,

wie schon vor mir erwähnt war es ein düsteres und trauriges Kapitel  :(

um ebenfalls nicht zu Spoilern gebe ich nur mein Erlebnis preis was ich in diesem
Kapitel wahrgenommen habe ;)

Was mir zu Anfang schon sehr gefallen hat war das man gleich auch nach längerer Zeit
wieder voll in die Geschichte rein kam.
( Bsp: Film irgendwann mal, in der Mitte auf Pause gedrückt,
und wenn man ihn dann zu ende sehen will,
man noch weis was davor im Film geschah bevor man Pause gedrückt hatte )

Als aller erstes war da schon die Überschrift und den dazu gehörenden Prolog.
Sobald man das gelesen hatte, spürte ich schon wie sich etwas schreckliches Anbahnt.
( wie oft von dir gut beschrieben der Kloß im Hals )

Die Hauptstory ging bis zum Schluss wie ein roter Faden durch das Kapitel,
man fragte sich immer wieder was als nächstes passieren könnte.  :-X

Insgesamt war es ein Feuerwerk der Emotionen über die Geschehnisse.

Es gab auch aufheiternde Szenen, wo ich sehr dankbar war. ( ich sag nur Kleid )
Ansonsten hätte man echt Depressionen bekommen  ;D

Der Höhepunkt kam wie erwartend, sehr beklemmend und hilflos zugleich.  :'(
Am Ende kamen abermals fragen auf wie es nun wohl weiter gehen soll.

Hierzu bin ich sehr gespannt auf die Folgenden Kapitel.  ;) :D

Ansonsten konnte ich soweit keine Logik oder Rechtschreibe/Grammatik Fehler ausmachen  :)
( bin zwar kein Deutschlehrer aber man konnte es wie immer sehr gut lesen und nachvollziehen)

So das war soweit meine Bewertung zu diesem Kapitel.
Es wäre natürlich umfangreicher geworden aber wie schon geschrieben wollte ich nicht Spoilern.

Meinerseits war es ein wichtiger Teil in der Yuki Reihe, den man so schnell auch nicht vergessen wird.

Ich hoffe dir hat mein Feedback gefallen und natürlich gibt es "Sofort" eine Ration Nüsse ;)

Mit vielen lieben Grüßen Neytiri2000

 
Zitate:

Jake Sully: Ich möchte kein Mitleid, wenn du Fair behandelt werden willst, bist du auf dem Falschen Planeten.

 

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