Author Topic: Ein Funken Hoffnung  (Read 1395 times)

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Offline Neyakaw

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Ein Funken Hoffnung
« on: March 23, 2012, 05:46:35 pm »
Ich habe mich nach ein wenig denkarbeit und gutem zureden :)
dazu hinreißen lassen meinen Anfang vom Buch hier öffentlich zu machen,
kritik und meinungen sind erwünscht.
Er hat nicht zu 100% mit Avatar zu tun aber einige sachen dürften wiedererkennungswert haben.
Und dank eines lieben freundes hat mein Roman sogar endlich einen Titel :)

Viel spass beim Lesen.

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Wer immer diese Zeilen liest, dem gratuliere ich zu dem Fund meines Heiligtums, meiner Erinnerungen, das Buch das ihr in den Händen haltet beinhaltet alles was eure Fragen zu dieser Welt zu beantwortet vermag. Sollte dem wieder erwartend nicht so sein, und solltet ihr, welcher lernte diese Sprache zu lesen immer noch Fragen haben, nun dann habt ihr meine Zeilen nicht verstanden und es bleibt mir nichts weiter zu sagen als dieses.
“Mögen eure Götter euch verzeihen.“


Kapitel 1

Rückblickend auf die Erlebnisse meines Lebens, komme ich nicht umhin es als äußerst Turbulent zu bezeichnen. Die Zeiten in denen mein Leben in normaleren Bahnen verlief liegen so weit zurück dass ich mich kaum noch daran erinnern kann,
aber lasst mich von Anfang an berichten.

Die Welt liegt im Sterben, die meisten Städte, frühere Oasen aus Leben, Licht und Fortschritt, verwandeln sich zu Ruinen.
Die alte Generation stirbt und die jüngere, nun es gibt nur noch diese eine Generation, schleichend hat sie etwas verändert, es wurden immer weniger Kinder geboren, immer mehr Paare blieben ohne nachkommen und nun ist es soweit das niemand mehr nachkommen zeugen kann.
Jahre ist es inzwischen her dass ein Kind geboren wurde.
Der Versuch Frauen künstlich zu einer Schwangerschaft zu verhelfen, endete zu 80% bereits an dem Versuch eine Eizelle zu befruchten. Bei weiteren 10% starben die ungeborenen spätestens wenige Wochen nach der Befruchtung im Mutterleib ab. Bei den restlichen 10% die glücklichen oder vielleicht sollte ich doch eher sagen die unglücklichen die es schafften ein Kind zu gebären, verloren es spätestens ein paar Monate nach der Geburt, keines der Kinder erreichte sein erstes Lebensjahr.

Die Wissenschaft war mit ihren Möglichkeiten am Ende, schlimmer noch, niemand verstand wieso dem so war, wieso die versuche lebensfähige Kinder zu zeugen scheiterten.
Nach den Versuchen an Frauen, die viele dazu trieb ihrem eh schon viel zu kurzem Leben ein frühes Ende zu setzen, kam der Versuch sie ohne eine Mutter regelrecht zu züchten.
In kürzester Zeit, vielleicht im Abstand von 10 Jahren, wurde die Medizin derart schnell vorangetrieben was niemand für möglich gehalten hatte und das alles nur weil ihnen klar wurde das unsere ganze Spezies vor der Vernichtung stand.
Es wurden riesige Wasserähnliche Bassins entwickelt, deren Inhalt eine Nährflüssigkeit, ähnlich dem Fruchtwasser im Körper der Frauen, künstliche Schläuche ersetzen die Nabelschnur.
Alles was zum Wachstum eines Kindes benötigt wurde, wurde über eine Maschine gesteuert.

Auch der Versuch die Kinder über dem normalen austrage Zeitraum hinweg reifen zu lassen, endete damit das diese Wesen, ich weigere mich sie Lebewesen zu nennen wenige Tage nach „Fertigstellung“ starben.
Die Hoffnung für meine Spezies schwand von Jahr zu Jahr immer weiter. Auch wenn die Wissenschaftler ihre stetigen Versuche und Experimente nicht einstellten, gelang es ihnen nicht einen Erfolg bei ihren Bemühungen zu erzielen,

Die meisten Fera so nennt oder nannte meine Spezies sich, verfielen in eine tiefe Gleichgültigkeit, ihnen war egal was passierte, ihnen war es völlig gleichgültig ob sie lebten oder starben.
Einige von ihnen gingen sogar soweit ihre Körper zu verstümmeln.
Sie fügten sich unendliche Qualen zu, brachten sich absichtlich in Lebensgefahr nur um dieses Elend welches sie Leben nannten zu entfliehen.
Der Planet auf dem du dich befindet wurde von uns Andorra-Maris genannt, wie unschwer zu erkennen, besitzt meine Heimat 2 Monde und eine Sonne.
Lasst mich also dazu über gehen euch mehr von diesem wundervollen Planeten zu berichten.

Andorra –Maris, Nachts wenn die beiden Monde das Licht der Sonne auf meine Welt reflektieren, wird alles in ein mystisches Licht getaucht.
Durch die beiden Monde jedoch geschieht es oft das es auch vollends Dunkel ist und das der eine Mond das Sonnenlicht blockt.
Viele der Pflanzen beginnen dann zu lumineszieren.
Sie leuchten sanft und warm von sich aus, sie sind wie ein Speicher der das Licht speichert und in Dunkelheit abgibt.
Selbst das Moos besitzt diese Eigenschaft und wenn man darauf tritt leuchtet es durch den Druck heller.
Vielleicht ist diese Welt ja inzwischen wieder so wie sie zu ihrer Anfangszeit war, ein Meer aus Bäumen, endloser Steppe, Bergen, die bis hinauf in den Himmel ragen und wunderschöne blaue rauschende Meere.
Zu meiner Zeit gab es diese Flächen immer weniger, die Städte raubten der Natur ihren Platz und auch wenn außerhalb der Städte immer noch viel unberührte Natur existierte, so war es doch nicht mehr so wie zu Zeiten meiner Ahnen.
Mit dem Verschwinden der Natur, verschwanden auch die Erinnerungen an die Ahnen, sie gerieten einfach in Vergessenheit, die meisten Fera wussten oft nicht mehr was einige 100 Jahre zurück lag, sie interessierten sich weder für den Ursprung ihres Lebens noch für die Kultur oder gar die Geschichte ihrer Ahnen.
Man könnte also soweit gehen zu sagen dass sie ihre eigene Herkunft verleugnen.
Hinterlassenschaften der Urahnen sind kaum noch zu finden, nur eine Handvoll religiöser Fera lebt noch und nur diese wissen noch um die Wahrheit der Ahnen. Aber ihre Versuche den anderen ihr Wissen näher zu bringen schlug fehl. Sie stießen immer wieder auf taube Ohren und auch jetzt will ihnen niemand zuhören. Ihre Theorie ist es nämlich das die Urahnen ihnen dieses Schicksal sandte um sie für ihre Ignoranz und ihr Vergessen zu strafen.
Die Wissenschaftler belächelten diese Theorie natürlich und erklärten alle Anhänger des Éywa Glaubens für verrückt und jeder der sich ihnen anschloss wurde ebenfalls von der Gesellschaft offiziell verstoßen.
Vor zwei Jahren gab ein Gerücht welches schnell die Runde machte den angeschlagenen Fera Hoffnung.
Es sollte eine weibliche Fera geben die in einer abgeschiedenen Region mitten im Urwald gelebt habe und die zum Erstaunen der Wissenschaftler Fruchtbar sein solle.
Die Gerüchte hielten sich erstaunlich lange und tauchten immer mal wieder auf wenn sie in Vergessenheit gerieten, die Wissenschaftler verwarfen weder dieses Gerücht noch bestätigten sie es.
Dieses Spielchen dauerte ein Jahr eh eine vom Staat geförderte Forschungsfirma offenbarte das sie tatsächlich eine weibliche Fera ausfindig gemacht hätten und das die Tests an ihr für eine vollkommene Gesundheit sprachen und das sie sehr wohl in der Lage sei lebensfähige Kinder zu gebären. Der einzige Haken war… sie hatten keinen männlichen Fera der ebenso wundersam noch zeugungsfähig war wie die Frau die sie gefunden hatte, ich glaube heute immer noch das es mehr Glück als Verstand war das sie überhaupt in ihr Netz ging.
Nach und nach veröffentlichte Geranomiks voller Stolz die Testreihen und deren Ergebnisse.
Schon damals verspürte ich eine unbändige Wut in meinem inneren wenn ich daran zurück denke was sie der armen Frau alles angetan haben, wie sie, sie geschunden haben nur um sich zu retten.
Es erfüllt mich mit Ekel wenn ich daran denke das sie auch danach noch Monatelang versuchten einen männlichen Gegenpart für sie zu finden.
Die Tests um die Fruchtbarkeit festzustellen waren zu dieser Zeit noch nicht zu 100% sicher.
So das immer wieder Fehler gemacht wurden.
Dr. Rebaran war das Oberhaupt der Forschungsabteilung von Geranomiks und dieser veranlasste das jeder mögliche männliche Fera dazu berechtigt war sich mit Glinferiel so hieß die weibliche Fera eigentlich aber jeder kannte sie nur noch unter dem Namen „Projekt G“ zu vereinen.
Ich will mir gar nicht vorstellen wie sehr sie darunter gelitten haben muss.
Als man sie das erste Mal in der Öffentlichkeit sah, wirkte sie voller Leben und voller Stolz, sie versuchte oft zu fliehen, aber immer wieder gelang es sie einzufangen weil ihr niemand den Schutz bot den sie gebraucht hätte.
Nach einigen Monaten als sich immer noch keine Schwangerschaft diagnostizieren lies, versuchten sie, sie mit Samen zu befruchten die sie tiefgekühlt auf Lager hatten, aus diversen Institutionen. Vorher wurden diese natürlich auf Brauchbarkeit getestet. Ich fragte mich lange wieso man ihr antat das man sie Dauer vergewaltigen durfte und wieso es im Namen der Wissenschaft doch so erlaubt sei, ob sie es wollte oder nicht.
Hätten sie es nicht wenigstens erst mit der künstlichen Befruchtung versuchen können anstatt ihr das heiligste was eine Frau zu bieten hat zu nehmen??
Unter den ganzen Versuchen gelang es ihnen tatsächlich die Fera zu befruchten, aber auch hier passierte dasselbe wie bei den anderen malen zuvor auch schon, sie verlor die Kinder immer wieder.
Als sie bei einer erneuten Fehlgeburt fast ihr Leben verlor, begriff auch Dr. Rebaran das er mit der einzigen Hoffnung einer sterbenden Spezies behutsamer umgehen sollte.
Bei einer Gala die für Hoffnung und die tollen Lebens verlängernden Maßnahmen stand die als Nebenprodukt der Forschung abfiel, sah ich Glinferiel wieder. Wie ein Schosstier saß sie neben Dr. Rebaran und sie war nichts mehr als eine gebrochene Seele, ihr Blick war leer, ihr Körper der früher ansehnlich und sehr anziehend gewirkt hat war abgemagert und ihre Haut war fahl, sie sah aus wie eine Puppe. Ich kann die Wut die mein Herz erfasste nicht in Worte fassen und ich hasste meinen Vater dafür das er dieses Monster von Wissenschaftler finanziell unterstützte. Das er meine Mutter nicht auch noch als Versuchskaninchen anbot war alles, aber ich hatte keine Wahl als ihn auf diese absurde Gala zu begleiten. Als Dr. Rebaran sich von seinem Schützling trennte um die Örtlichkeiten aufzusuchen, beschloss ich Glinferiel einen Besuch abzustatten. Ich war mir nicht sicher wieso ich es tat, vielleicht weil sie mir leid tat, vielleicht weil ich den Anblick wie diese einst so wunderschöne Frau so gebrochen dasaß.
Als ich sie zum ersten mal sah, erblickte ich eine aufrechte 2,65 große Frau, deren Körper sehr weiblich war. Ihre langen Beine endeten in zwei kraftvollen wohlgeformten Pranken, ihre Hüfte war weder zu breit noch zu schmal, ihr Oberkörper war gut trainiert aber nicht sehnig, ihre Arme und Hände kräftig, ihr Gesicht war bestückt mit zwei wundervollen saphirblauen Augen, in denen sich das Licht reflektierte, ihre Nase war etwas breiter und recht flach, aber es war keineswegs unüblich für meine Spezies. Sie hatte ein ähnliches äußeres wie wir alle, wie aufrecht gehende Schakale in den verschiedenen Blautönen, aber auch dunkles gräulicheres war zu finden. Meistens waren die Frauen etwas heller als die Männlichen. Ihre kleinen abgerundeten Ohren seitlich blitzten durch das ansonsten hüftlange schwarze Haar. Sie hatte einen wunderschönen Schwanz der aufgebracht hin und her schlug.
Heute war nichts von alledem mehr da.
Ich seufzte traurig und blieb schweigend neben ihrem Stuhl stehen.
Eine ganze Weile geschah nichts, aber nach einer Weile hob sie langsam den Kopf zu mir hinauf. Ich weiß nicht wie viel mein Blick ihr verriet, ich wusste nur das ich sie irgendwie aufheitern wollte.
Ich rang mir ein freundliches Lächeln ab, unfähig etwas zu sagen, gleichzeitig kam ich mir wie ein Trottel vor und in meinen Gedanken sagte ich mir selbst.
„Sicher du Volldepp, sie lebt in der Hölle und du meinst du könntest ihr helfen?“

Zu meiner Überraschung sagte sie tatsächlich etwas.

„Bitte…. bitte hilf mir…“

Völlig überrumpelt sah ich sie an. Ich hatte etwas derartiges ja schon in meinem inneren gespürt und nun wusste ich was mich zu ihr gezogen hatte, ihre Hilflosigkeit, ihre verzweifelten unausgesprochenen Rufe nach jemandem der sie rettet.
Ich ging in die Hocke damit sie den Hals nicht so verrenken musste während ich sie ansah.
„Ich weiß aber nicht wie ich dir helfen soll…. sag mir was ich tun soll.“

Und wieder gelang es ihr mich zu überraschen als sie mir ein Lächeln schenkte in dem ein Funken Hoffnung war.

„Töte mich, das ist das einzige worum ich dich bitte.“

Das war der Moment das ich sie geschockt ansah, war das denn der einzige Weg sie zu retten?
Blieb denn keine andere Möglichkeit ihrem leiden ein Ende zu setzen?
Als wenn sie meine Gedanken erraten hatte, nahm sie mein Gesicht in ihre beiden Hände die kraftlos und müde wirkten.

„Bitte Seron, wenn du mich liebst töte mich.“

Ich konnte nicht anders als ihr in die Augen zu sehen. Woher wusste sie meinen Namen? Hatte ich ihn ihr irgendwann gesagt? Ich konnte mich nicht daran erinnern ihr jemals zuvor begegnet zu sein und wieso sagte sie das ich sie liebte?
Woher wollte sie das wissen? Er wusste es doch nicht einmal selbst.
Unfähig zu antworten blickte ich sie nur an, in ihre so traurigen Augen.
Noch ehe ich etwa sagen konnte hörte ich Schritte hinter mir, ich wusste ohne das ich mich umdrehen musste wer auf uns zukam und auch an Glinferiels Blick sah ich das ich nicht irren konnte, sie wusste also das mein Vater nicht unschuldig an ihrem Leiden war.
Es dauerte nicht lange bis ich die stimme meinen Vater vernahm.

„Wie ich sehe hast du dich mit Projekt G angefreundet, hältst du das für eine gute Idee mein Sohn?“

Langsam, sehr langsam erhob ich mich und ich glaubte mich auch ebenso langsam zu ihm herum zu drehen. Ich war inzwischen einen Kopf größer als mein Vater und auch kräftiger.

„Hör auf sie so zu nennen, sie hat einen Namen und ist kein Versuchskaninchen für die kranken Perversionen eines irren Wissenschaftlers.“

Ich begriff gar nicht so schnell was ich da gesagt hatte, aber die Miene meines Vaters verdunkelte sich schlagartig und erst da dämmerte mir der ganze Umfang meiner Worte. Ich hatte ihn noch nie verbal angegriffen oder kritisiert und nun hatte ich es vor all diesen Leuten getan, ich spürte wie Glinferiel nach meiner Hand griff die ich zu Fäusten geballt hatte. Bei ihrer sanften Berührung öffnete ich die Faust und hielt ihre Hand so sanft ich konnte in meiner, ich wusste was sie beabsichtigte, sie wollte mich beruhigen, sie spürte meine Wut und meinen Hass in meinem inneren den ich viel zu lange schon mit mir herumtrug.

Krr za’u ta zusawkrr a ke fkeytok ne sekrr a ke krrnekx. Tsaw kä ne ftawnemkrr a ftolang fkeytivok.

Offline Neyakaw

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Re: Ein Funken Hoffnung
« Reply #1 on: March 23, 2012, 05:48:03 pm »

„Was erlaubst du dir? Wie kannst du es wagen so mit deinem Vater zu sprechen? Bist du noch bei Sinnen?“

Hatte er denn keine anderen Argumente parat? War das alles was er zu bieten hatte?
In meinen Gedanken lachte ich ihn aus. Wie schwach er war wenn er vor eine Situation gestellt wurde mit der er nicht im Entferntesten gerechnet hatte.
Ich fühlte mich in diesem Moment so überlegen und hätte es mit der ganzen Welt aufnehmen können.
Irgendetwas hatte Glinferiel mit mir gemacht, ohne das sie wirklich aktiv etwas getan hätte. Es war als hätte sie mir einfach einen Schubs hinaus in die Freiheit gegeben.
Ich belächelte meinen Vater und war über meinen eigenen Mut verwundert, woher hatte ich nur diese Ruhe und diese Gelassenheit? Keine Angst die mein Herz sonst hätte zerspringen lassen, es war einfach nur eine unsagbare Ruhe in mir, dennoch vergaß ich die Gräueltaten nicht im Geringsten.
„Ich spreche so mit dir wie du es verdienst Vater. Du behandelst jedes Leben respektlos, genauso wie dieser Versager Rebaran! Ihr seid nichts als bemitleidenswerte Kreaturen! Nicht das Pflaster der Straße wert auf denen ihr geht!“

Ohne Vorwarnung sah ich die riesige Hand auf mich zukommen, vielleicht hätte ich dem Schlag ausweichen können, aber ich tat es nicht, sollte er doch glauben er habe Chancen gegen mich, in meinem Herzen wusste ich was ich zu tun hatte.

„Das reicht! Du gehst auf der Stelle nach Hause und wenn ich hier fertig bin mein lieber werden wir ein paar Takte reden. So das dir wieder einfällt wem du Respekt zu zollen hast.“

Mir wieder strebte es mich von Glinferiel zu lösen, aber ich hörte sie leise flüstern.

„Geh nur Seron, aber vergiss dein Versprechen nicht.“

Ich hatte ihr kein Versprechen gegeben, zumindest war ich nicht dazu gekommen es auszusprechen. Ich nickte jedoch, wir brauchten nicht viele Worte um uns zu verstehen. Ich wusste was sie dachte und sie wusste was ich dachte, ich glaube man kann wirklich sagen das ich sie geliebt habe.
Mein Vater hatte ihre Worte nicht gehört, er kochte immer noch vor Wut und schien darauf zu warten das ich seinem Befehl folgte und die Gala verlies. Zu gern hätte ich ihm vor die Füße gespuckt, aber ich wusste das es jetzt noch nicht die rechte Zeit dafür war. Glinferiel löste ihre Hand aus meiner und ich ging stolzen Hauptes und ohne ein Wort der Entschuldigung erst an meinem Vater vorbei, dann an Dr. Rebaran der sich auch wieder eingefunden hatte und das Gespräch zwischen meinem Vater und mir mitbekommen hatte vorbei. Auch die anderen Gäste hatten das Schauspiel beobachtet und begannen hinter vorgehaltener Hand zu tuscheln. Ich konnte die Blicke spüren als ich durch den Raum schritt, es war mir egal was sie dachten, sie hatten es nicht besser verdient als auszusterben.
Wir hatten es nicht besser verdient.
Ich ließ meine Jacke wo sie war und verließ das Gebäude, die Hände hatte ich in den Hosentaschen vergraben. Ich fühlte mich nicht schlecht, auch nicht voller Euphorie, es war irgendwie nichts, während ich durch die Straßen lief, begann es zu regnen. Ich mochte den Regen, es kam mir immer so vor als würde er die Sünden und den Dreck versuchen fort zu waschen und für einen Moment war es vollkommen. Er blickte die anderen an die aufgeregt begannen sich unterzustellen oder hastig Richtung Haus rannten damit sie ja keinen Tropfen abbekamen, warum war ich nur in diese zeit geboren? Was sollte ich hier? Ich war einer der letzten Kinder gewesen die geboren worden waren, schon im Kindesleib mit einem Fluch belegt mit ansehen zu müssen, wie alle um ihn herum sterben werden.
Als ich zuhause ankam, ging ich schweigend und ohne meine Mutter auch nur anzusehen an ihr vorbei ins Arbeitszimmer meines Vaters. Ich wusste das er dort Unterlagen hatte die einen Gesetzesentwurf enthielten der alle Fera zwingen sollte sich einem Test zu unterziehen ob sie nicht doch fruchtbar waren. Dieser Entwurf sollte sowohl männliche als auch weibliche Fera betreffen.
% der Bevölkerung von Andorra-Maris Liesen sich schon freiwillig darauf testen, alle hofften sie als Retter der Welt in die Geschichtsbücher einzugehen.
Nur 10% sahen es so wie ich, das wir es nicht anders verdient hatten noch länger zu existieren, das es einen Grund geben musste warum das mit uns geschieht. Außerdem wollte sich niemand von ihnen als Versuchskaninchen wegsperren lassen.
Ich hielt den Entwurf in den Händen der soviel macht hatte die 10% die Frei sein wollten auch noch in Ketten zu legen. Ich nahm das Feuerzeug vom Schreibtisch und zündete den Entwurf an, am liebsten hätte ich es achtlos auf den Boden geworfen damit das ganze Haus niederbrennen möge, aber das hätte auch nichts geändert.
Ich lies das Papier in den Kamin fallen, meine Mutter hatte mich von der Türe aus beobachtet und kam nun auf mich zu. Sie hatte die Türe geschlossen als fürchte sie man könne sie hören,
Ich habe meine Mutter nie verstanden wieso sie mit meinem Vater zusammen leben konnte, sie war eine äußerst hübsche und sehr intelligente Fera. Ihre Haut hatte eine fast weiße Färbung, es wirkte als hätte jemand das blau nur ganz fein über ihren Körper gestreut, bei uns Fera war die Haut nie komplett gleichmäßig gefärbt, es gab feine Schattierungen die ineinander übergingen. Kein Fera hatte exakt dieselbe Farbgebung wie ein anderer Fera. Die wenigsten Fera hatten helles Haar, meist waren es braun Töne, oder schwarz, wer davon abwich wurde als Sonderling bezeichnet.
Augenfarben nun die waren meist orangefarben oder gelblich, einige hatten jedoch auch blaue Augen oder grüne. Ich gehörte zu denen die Blaue Augen hatten, Glückskinder wurden sie früher genannt.
Welches Glück sollte das denn sein in dieser Zeit?
Aber ich schweife zu sehr ab.
Meine Mutter hatte einen recht zierlichen Körperbau und war für eine Fera recht klein.
Mit ihren knappen 2,00 Metern überragte ich sie um fast einen Meter, sie schaffte es dennoch ihre Hand auf meine Schulter zu legen.

„Seron? ….was ist mit dir? Warum bist du nicht mit deinem Vater zurück gekommen?“

In ihrer Stimme klang sorge mit aber nicht Sorge um seinen Vater der ihr Mann war sondern Sorge um mich, ich spürte es auf sonderbare Weise, diese bedingungslose Liebe die sie mir entgegenbrachte erfüllte den ganzen Raum.
Ich drehte mich zu ihr, noch immer trug ich die Nassen Sachen aber das war mir gleichgültig und ein Blick in ihre Augen verrieten mir immer dass ich ihre Augen hatte, die ein ähnliches Blau hatten wie die meinen.
Ich nahm ihre Hand zwischen meine Hände und versuchte zu lächeln.

„Wir haben uns Gestritten Mutter.“

Ich machte eine kurze Pause und ich sah an ihrem Gesicht das sie etwas geahnt hat, aber ehe sie etwas sagen konnte fuhr ich fort.

„Du solltest für heute vielleicht zu Jena fahren, eh er Heim kommt.“

Ich wusste das es sie verwirren würden aber es war das beste für sie, ich würde heute nicht mehr klein bei geben und ich wollte ihr den Anblick ersparen wenn ihr Sohn auf den eigenen Vater losgeht oder ihr Mann auf ihren Sohn.
Ich wusste nicht woher ich diese Ahnung hatte, aber ich wollte sie zumindest in Sicherheit wissen, ich kannte meinen Vater. Würde er keine Chance gegen mich haben würde er seine Wut an ihr auslassen und das wollte ich um jeden Preis verhindern.
Ich wusste das er es tat schon als ich ein Kleines Kind war hat er es an ihr ausgelassen wenn er wütend auf mich oder sie war.
Als ich dann älter wurde, lies ich es über mich ergehen damit er ihr nichts mehr antat, aber diese Zeit war vorbei.
Etwas in mir das lange geschlafen hatte war heute Nacht aufgeweckt worden und ich würde ihm endlich die Stirn bieten, etwas das ich schon lange hätte tun sollen.
Ich bemerkte das milde lächelt meiner Mutter was mich verwirrte.

„Nein Seron, nicht ich sollte gehen sondern du.“

Sie nahm meine Hände fest in ihre und atmete tief durch, senkte für einen Moment den Kopf und schien mit ihren Gedanken zu ringen. Als sie den Kopf wieder hob ahnte ich das sie mir etwas sagen würde was mir vielleicht nicht gefallen könnte.
„Hör mir zu mein Sohn, Hrantha ist nicht dein leiblicher Vater, ich weiß ich hätte es dir niemals verheimlichen dürfen, aber es war nie der richtige Zeitpunkt dir die Wahrheit zu sagen.
Hrantah ist wie alle anderen Fera auch schon lange unfruchtbar, schon bei seiner Geburt.
Unsere Familien aber bestimmten dass wir uns zusammen tun sollten, damit die Macht unserer beiden Familien bis zu dem Ende der Fera überdauern sollte.
Ich liebte ihn nie, ich habe ihn verabscheut, gehasst ….ich wollte ihn nicht als Mann, auch wenn ich dachte das ich Kinderlos bleiben würde.
Ich ging noch meinem Studium nach als es beschlossen wurde. Aber ich bekam die Gnadenfrist es beenden zu dürfen und danach sollte ich ihn heiraten.
Ich glaubte mein ganzes Leben sei vorbei. Ich war so weit mich von den Klippen zu stürzen, aber ein junger Fera den ich von der Universität kannte, bemerkte meine Verzweiflung und folgte mir, er war kein Stadtgeborener Fera, er stammte aus einem der kleinen Walddörfer im Landesinneren.
Er war einer der noch an Éywa glaubte Seron, er hielt mich davon ab zu springen, hörte mir zu und bot mir Hilfe an, er war lange einfach nur für mich da.
Er verlangte nie etwas von mir.“

Sie seufzte und Tränen schimmerten in ihren Augen, ich begriff das es ihr schwer fallen musste mir das alles zu sagen und dann auch noch jetzt wo mein Herz angefangen hatte meinen  angeblichen Vater zu hassen, ich glaubte ihren Worten allzu gern, schon immer hatte ich gehofft das dieser Mann nicht mein Vater ist. Ich sah sie schweigend an, so dass sie fortfahren konnte.

„Ich habe ihn geliebt Seron von ganzem Herzen und er liebte mich, mir blieben noch 3 Jahre auf der Universität und in diesen 3 Jahren war ich die glücklichste Frau auf ganz Andorra-Maris.
Zu dieser Zeit waren fast alle Fera bereits unfruchtbar, so glaubten auch wir beide das wir es wären und gaben nicht acht als wir uns unseren Gefühlen hingaben.
Wir schafften es unsere Beziehung geheim zu halten, soweit es ging, auch wenn ich mich schlecht fühlte weil ich nicht zu ihm stehen konnte beruhigte er mich immer und sagte, solange du glücklich bist Brewa bin ich es auch. Er baute mich immer wieder auf und gab mir kraft.
Ein halbes Jahr vor meinem Abschluss wurde ich mit dir Schwanger, ich hatte schreckliche Angst was meine Eltern und die Eltern von Hrantah tun würden wenn sie es erfahren wurden, aber hergeben wollte ich dich einfach nicht, du warst ein Teil von mir, ein Beweis für die Echtheit dieser Wunderbaren Jahre die ich mit deinem Vater verbrachte.
Als ich es ihm sagte war er anfangs genauso ratlos und verwirrt wie ich, er sagte immer wieder das er es für ein Wunder hielte und er nie geglaubt hätte das grade wir beiden Nachwuchs zusammen bekommen sollten.
Er kannte meine Geschichte und mein Schicksal und er wollte mit mir fliehen, aber uns wurde nach wenigen Wochen klar dass es nichts bringen würde ein Leben auf der Flucht zu führen, mit einem Kind das ständig woanders wäre.
Es kam wie es kommen musste, meine Eltern erfuhren von meinem Zustand und tobten wie ich ihnen so etwas antun könnte, doch dann änderte sich plötzlich ihre Einstellung ihr wurde klar das ihre Tochter eine der letzten Fera war die ein Kind austrug. Sicher sie glaubten das du sterben würdest so wie es viele andere schon getan hatten.
Ich und auch dein Vater aber weigerten uns daran zu glauben das du das selbe Schicksal erleiden solltest wie die anderen.?“

Ich runzelte die Stirn, das war soviel was auf einmal auf mich einprasselte, ich hörte ihre Worte aber ich verstand sie nicht, ich war wie vor den Kopf gestoßen bei all dem was sie mir da sagte und ich verstand noch weniger wieso sie meinen vermeidlichen Vater geheiratet hatte.

„Warum hast du dann diesen Bastard geheiratet und nicht meinen Vater?“

Ich hatte das Gefühl das meine Lippen zusammenklebten, mein Mund war trocken und jedes Wort klang wie Schmirgelpapier das über Metall reibt, zumindest glaubte ich das.
Meine Mutter blickte mir betrübt in die Augen, dieses mal konnte ich den Vorwurf nicht aus meiner Stimme filtern, dieses mal konnte ich nicht so tun als verstünde ich warum sie tat was sie tat.

„Ich hatte keine Wahl, unsere Familien setzt sich zusammen beratschlagten und diskutierten was nun das Beste in dieser Situation sein sollte. Sie waren sich einig das sie mich niemals zu deinem Vater gehen lassen würden, da er in ihren Augen ein wildes unzivilisiertes Tier war.
Sie bedrohten uns und sperrten mich ein. Er lies sich nicht davon abhalten mich zu treffen oder versuchte immer wieder zu mir zu kommen, er wollte bei mir uns seinem ungeborenem Kind sein, etwas ganz normales.
Aber sie begannen mir zu drohen, sie sagten, wenn ich mich weigern würde mich mit Hrantah zu vereinen, würden sie ihn umbringen und das war keine leere Drohung, anfangs glaubte ich es noch und schlug ihre Warnungen in den Wind, aber als ich die Nachricht bekam das er schwer verletzt und in Lebensgefahr schwebend im Krankenhaus lag, begriff ich das sie es ernst meinten und ich wollte ihn nicht völlig verlieren.
Ich wollte nicht dass er sein Leben verliert nur weil ich dummes Ding ihn für mich haben wollte.
Ich ging schweren Herzens auf den Deal ein.
Als er sich erholt hatte und kurz bevor er entlassen wurde, Liesen sie mich zu ihm.
Nur um ihm das Herz zu brechen.
Sie hatten mir gesagt wenn er nicht gehen würde, würde er dieses Krankenhaus nicht mehr lebend verlassen. Ich war hochschwanger als ich ihn sah, er sah immer noch übel zugerichtet aus, auch nach Monaten im Krankenhaus. Ich hätte am liebsten geweint und mich in seine Arme gedrückt und wäre mit ihm gestorben, aber das ging ja nicht.
Also sah ich ihn an und sagte ihm das ich ihn nicht liebte und das ich ihn belogen hätte, das das Kind gar nicht von ihm sei sondern von Hrantah und ich nur sehen wollte wie dumm er ist und was er alles tut nur um mich zu bekommen.
Anfangs weigerte er sich meine Worte zu glauben, zu viel hatten wir erlebt.
Aber ich beharrte darauf und sagte ich wolle ihn nie Wiedersehen.
Ich weiß nicht ob er mir glaubte, aber an diesem Tag starb mein Herz in diesem Zimmer.
Er hielt sich daran und ich habe ihn nie wieder gesehen.
Eine Woche nach meinem Gespräch mit deinem Vater fanden die Feierlichkeiten der Vereinigung statt.
Auf welcher auch bekannt gegeben wurde das ich in anderen Umständen war und das ihr toller Sohn der Vater des Kindes sei, das gab dieser Familie noch mehr Macht und brachte ihn zu der Stelle die er nun inne hat. Hrantah wusste das du nicht sein Sohn warst und er wusste dass ich ihn hasste.
Er hat mich niemals so berühren dürfen wie dein Vater es durfte.
Daher seine unzähligen geliebten, was mich nicht berührte, ich bereue es nur deinen Vater verloren zu haben. Du warst der einzige Lebensinhalt der mich daran hinderte meinem Leben ein Ende zu setzen und als ich dich am Tage deiner Geburt in den Armen hielt, wurde mir klar das du das Ergebnis wahrer Liebe bist Seron, du wurdest als letztes Kind in diesem Landstrich geboren, ich weiß das ich dir schreckliche Dinge angetan habe durch mein schweigen, ich kann dich nur bitten das du mir mit der Zeit vergibst.“

Sie wollte ihre Hände lösen um mich gehen zu lassen, aber ich tat etwas womit sie nicht gerechnet hatte, ich zog sie in meine Arme und drücke sie an mich. Wie könnte ich sie jemals hassen?
Sie war meine Mutter, sie war alles was mir etwas bedeutete, außer Glinferiel die mir aus seltsamen Gründen auch nicht gleichgültig war.

„Ich vergebe dir Mutter, ich liebe dich viel zu sehr als das ich will dass du auch nur einen Tag länger leidest. Ich bitte dich nun noch mal zu Jena zu fahren, ich habe da etwas zu klären.“

„Bitte Seron tu nichts unüberlegtes. Wirf dein Leben nicht achtlos weg, du kannst sicher soviel Dinge erreichen wenn du nur willst. In deinen Adern fließt das Blut der Urahnen, dein Vater war ein direkter Nachkomme des Urvolks von Andorra-Maris. Du bist gesegnet und nun ist die Zeit für dich gekommen dein Erbe anzutreten. Du darfst dich nur nicht unterkriegen lassen.“
Ich seufzte, ich wusste dass meine Mutter ihre Worte von ganzem Herzen glaubte, aber was erwartete sie nur von mir? Ich bin nur einer von einigen hundert anderen die noch leben, wie sollte ich da noch etwas besonderes erreichen, oder was sollte dieses besondere denn noch ändern? Es hätte keinerlei Dauer.

„Mutter. Was glaubst du denn könnte ich tun? Was hätte denn noch Gewicht in unserer sterbenden Welt?“

„Sag so etwas nicht Seron, du wirst deinen Weg finden und ich bin sicher das du einen Nachkommen haben wirst.“

„Selbst wenn dem so wäre, was für ein Leben hätte das Kind zu erwarten? Es müsst schlimmer noch als ich mit ansehen wie alle um ihn herum sterben, wie eine ganze Zivilisation ausstirbt.
Und nur mal angenommen, es gäbe eine Handvoll Fera die sich fortpflanzen könnten, wie sollte denn ein gesunder Genpool aufgebaut werden können wenn sich die Kinder mit den Eltern vereinen müssen um neue nachkommen zu haben oder wenn Geschwister sich vereinen? Es ist doch Irrsinn und auch was die Wissenschaft treibt ist einfach Wahnsinn, auch wenn es ihnen gelänge das Glinferiel ein Kind bekommt das überlebt, was dann? Was kommt dann? Was soll ein einziges Kind tun um eine Welt zu retten?“

Meine Mutter sah mir in die Augen und ich sah an ihrem Blick das ich ihre letzten Hoffnungen auf eine Zukunft ins Wanken gebracht hatte.

„Nein bei deinem Denken wären wir nur noch eine Spezies die aus Inzucht besteht. Aber was wenn dieses Kind einen Gen Schlüssel in sich tragen würde der die Fruchtbarkeit aller Fera wieder aufleben lassen könnte? Ein Heilmittel gegen diesen Gen defekt den wir über Generationen hinweg vererbt haben?“

Ich schnaufte und sah sie an

„Das kannst du nicht wirklich glauben, sie haben doch eine Fera die fruchtbar ist und wo sie den Gene hätten entschlüsseln können, aber sie wollen unbedingt das sie ein Kind gebärt um sich selbst zu beweihräuchern, sie suchen doch nicht mal nach einer Lösung sie wollen doch nur als Helden dastehen die versucht haben unsere Spezies zu retten.“

Das Geräusch der Haustüre die sich öffnete und kurz darauf wieder schloss alarmierte mich, ich wusste das es nun auch für meine Mutter zu spät war dieses Haus vor der Auseinandersetzung zu verlassen, in mir schlich sich ein Gefühl von Abscheu und Ekel empor und vergiftete meinen Geist. Ich wäre ihm am liebsten sofort an den Hals gesprungen, aber ich beherrschte mich, nur mein Körper war angespannt und in Alarmbereitschaft. In meinem inneren machte ich mich auf alles gefasst und mein Geist begann sich auf die Diskussion vorzubereiten, ich würde ihm keine Gelegenheit lassen mich zu beschwichtigen, nicht nur er hatte mir ein paar Takte zu sagen und es war an der zeit das ihm endlich mal jemand zeigte wo seine grenzen sich befanden.

Seine Stimme schallte durch das Haus als er nach meiner Mutter rief, die sich gleich zu ihm begeben wollte, ich konnte die innere Anspannung kaum noch ertragen aber ich hielt meine Mutter zurück.

„Bleib, du bist nicht seine Sklavin die zu springen hat wenn er pfeift.“

Sie war unsicher und fürchtete sich, ich war als könnte ich ihre Gefühle greifen so intensiv spürte ich was sie empfand.
Sie hingegen spürte meine Entschlossenheit und als die Klinke der Türe sich senkte aufgeschoben wurde und als dann Hrantah eintrat, trat sie schutzsuchend hinter mich. Sie konnte sich wirklich fast vollends hinter mir verstecken, ich war immerhin stolze 2.87 Meter groß und dementsprechend auch breiter als meine Mutter. Ich sah dem Mann in der Türe für den ich noch nie viel mehr als Abscheu empfunden hatte entgegen, er hatte uns so sehr leiden lassen, hatte den Wahnsinn mitgespielt um an macht in einer sterbenden Gesellschaft zu kommen, mir wurde schlecht bei dem Gedanken, mein Magen krampfte sich so sehr zusammen das es fast schmerzhaft war.
Stockend blieb er in der Türe stehen, er hatte sich vermutlich gefragt wieso die Türe seines Arbeitszimmers geschlossen gewesen war, er hatte mir auch immer wieder verboten diesen Raum zu betreten, aber das kümmerte mich nun wenig, er runzelte die Stirn.

„Was hast du hier verloren Seron? Wie oft sagte ich dir das du hier nichts zu suchen hast.?“

Ich zuckte mit den Schultern, hinter mir spürte ich die Berührung meiner Mutter, sie musste zittern, denn die Hände die ich an meinem Rücken wahrnahm taten es. Im Moment konnte ich nur nichts tun um sie zu beruhigen.
Ich musste mich auf ihn konzentrieren und vor allem auf alles gefasst sein.

„Ich habe aufgehört zu zählen, aber ich bin hier und was willst du nun tun? Mir wieder mit Schlägen drohen? Weil ich ein ungehorsamer Junge bin der dir keinen Respekt zollt?
Du bist es doch der keinen Respekt vor seiner Familie hat! Du bist es der uns behandelt wie den letzten Dreck, der uns behandelt als seien wir keine Denkenden und fühlenden Wesen!“

Ich bebte vor Zorn und dieser Zorn lag auch in jedem Wort das ich ihm entgegen warf.
Ich ballte meine Hände so zu Fäusten das meine Muskeln wehtaten, alles in mir wollte nur eines, ihm gradewegs ins Gesicht schlagen. Ich wollte diese Wut einfach nur noch loswerden, dieses betäubende Gefühl das meine Gedanken vernebelte. Fast mechanisch ging ich auf ihn zu, wie in Trance spürte ich wie sich mein Arm hob und ich mit der geballten Faust ausholte, nur um sie dann nach vorne schnellen zu lassen und ihm mitten ins Gesicht zu schlagen, mir kam es unendlich langsam vor, wie in Zeitlupe, aber ich muss ungewöhnlich schnell gewesen sein, denn ich sah das mein falscher Vater aufschreiend nach hinten viel und auch hinter mir hörte ich einen Schrei der von meiner Mutter stammte. Ich hatte keine Zeit mich zu ihr zu drehen, mit wenigen Schritten war ich bei ihm und zerrte ihn am Kragen nach oben. Er war auch ein Stück kleiner als ich so das er den Boden unter den Füßen verlor als ich ihn hochzog um ihm in die Augen zu sehen, sie waren angsterfüllt aber auch wütend, sie hatten eine hässliche gelbbraune Färbung die mich immer an eine Schlange erinnerten.

„Ich verachte dich zutiefst und das hier hätte ich schon eher machen sollen. Du hast meine Mutter gequält, du hast unser beider Leben zerstört mit deinem kranken Wahn und du hast mir meinen Vater genommen!“

Ich ließ ihn zwar los so das er mit einem keuchen auf seinen Füßen landete, aber meine Faust vergrub ich unvermittelt an seiner Seite, mein schlag hatte eine solche Wucht das ich die Rippen krachen hörte. Er war nicht mal in der Lage zu schreien so sehr hatte ihm mein schlag die Luft aus den Lungen gedrückt.
Aber meine Wut und mein Zorn waren noch immer nicht gestillt.
Blind schlug ich weiter auf ihn ein, selbst als er schon auf den Boden zusammen sackte wollte ich weiter auf ihn einschlagen, ich wollte das er all den Schmerz den er meiner Mutter und mir zugefügt hatte am eigenen Leib erfuhr, ich hätte ihn sogar getötet wäre meine Mutter nicht dazu gekommen und hätte versucht mich von ihm weg zu zerren.

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Offline Neyakaw

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Re: Ein Funken Hoffnung
« Reply #2 on: March 23, 2012, 05:48:55 pm »

„Seron?! Seron hör auf du bringst ihn ja um! Bitte! Komm zu dir….!

Sie wiederholte meinen Namen so oft und flehte mich immer und immer wieder an von ihm abzulassen, aber ich nahm ihre Stimme nur als ein fernes murmeln war, ähnlich als wenn jemand hinter einer dicken Glasschriebe versucht demjenigen auf der anderen Seite etwa zu sagen. Erst als sie weinte und schluchzte und ihre Stimme nicht mehr war als das verzweifelte flüstern, kam ich wieder zu mir. Ich atmete schneller und fühlte jetzt erst den Schmerz in meinen Fäusten mit denen ich auf Hrantah eingeschlagen hatte, auch das feuchte Gefühl auf der Haut was sich nicht wie Wasser anfühlte spürte ich erst jetzt, ein Blick nach unten zeigte mir das an meinen Händen sein Blut klebte.
Ich war durcheinander, meine Gedanken überschlugen sich, versuchten sich daran zu erinnern was grade passiert war und nach und nach kehrten die Erinnerungen daran zurück und ich bereute nichts.
Meiner Mutter gelang es mich von ihm wegzuziehen, ich taumelte nach hinten und schwankte sogar leicht. Meine ganze Wut hatte ich dazu verbraucht ihn so zuzurichten, es hatte an meinen Kräften gezehrt, soviel stand für mich nun fest, das lange unterdrücken, dann das was seine Mutter ihm erzählt hatte und schlussendlich das auftauchen des Mannes der ihm noch vor seiner Geburt seine Zukunft stahl.
Es gelang ihr, das ich mich auf die dunkel brauen Ledercouch sinken lies wo sie mir weinend und zitternd versuchte in die Augen zu sehen.
Aber erst als sie meinen Namen erneut aussprach blickte ich auch sie an. Ich wollte ihr den Blick ersparen das ihr Sohn stolz auf das war was er getan hatte, ich wollte nicht das sie sieht das ich mich trotz der plötzlichen Müdigkeit unendlich erleichtert fühlte, aber all das las sie nun in meinen Augen, schluchzend nahm sie meinen Kopf zwischen ihre Hände und hauchte mir ein Kuss auf die Stirn. Dabei tropfte eine Träne von ihrem Kinn auf meine Stirn was mich dazu veranlasste die Augen zu schließen.

„Für einen Moment dachte ich dass ich dich verloren hätte. Ich dachte das du den Weg zurück nicht mehr findest?“

Ihre Stimme war so leise, so zart das ich genau hinhören musste was sie sagte, aber ich glaube im nachhinein dass es genau so beabsichtigt war, das sie wollte dass ich mich auf das hier und jetzt konzentriere und meine Gedanken sich sortieren konnten. Hrantah lag noch immer auf dem Boden im Flur, sein Atem war flach aber er atmete noch und ich spürte dass er durch seine geschwollenen Augen zu mir sah.
Ich wollte den Kopf zu ihm drehen aber Meine Mutter hinderte mich daran und zwang mich weiter sie anzusehen.

„Es ist alles gut Seron…… Er wird dich nie wieder anrühren.“

Das glaubte ich ihr aufs Wort, er wusste dass ich ihm all die Jahre längst ebenbürtig gewesen wäre. Aber ich hatte Angst um meine Mutter und was aus ihr werden würde.
Aber das würde ich auch noch regeln.
Ich hob meine Hände zu ihren um sie von meinen Wangen zu nehmen, dann lies ich sie los und erhob mich langsam, ängstlich sah sie zu mir hoch.

„Keine Angst, ich werde ihn nicht töten, nicht heute, darauf gebe ich dir mein Wort.“

Es beruhigte sie nicht das ich sagte heute nicht aber alles andere hätte ich ihr einfach nicht versprechen können, in meinem inneren war eine drohende Gewissheit das das hier nicht der letzt Konflikt gewesen sein wird und das der nächste für einen von uns tödlich ausgehen könnte.
Ich ging zu ihm herüber und hockte mich hin, die Händen ließ ich locker auf meinen Knien ruhen, ich konnte das Lächeln nicht vermeiden was sich in meinem Gesicht bildete. Diese Genugtuung ihn verletzt zu haben erzeugte so ein erhebendes Gefühl das ich mich glücklich fühlte.

„Es wäre gut für dich wenn du mir nun genau zuhörst. Sollte ich erfahren oder sehen das du meine Mutter schlägst oder ich auch nur ein Haar krümmst, werde ich dich nicht mehr lebend davon kommen lassen, habe ich mich klar ausgedrückt?“

Er sah mich hasserfüllt an und am liebsten hätte er seine Schläger auf mich gehetzt, aber in seinem jetzigen Zustand brachte er kein Wort heraus, nur ein schwaches nicken brachte er zustande.

„Gut. Oh ehe ich es vergesse, deinen Gesetzesentwurf für die Pflicht das Fera sich testen lassen müssen findest du als Aschehäufchen im Kamin.“

Mit diesen Worten erhob ich mich und ging die Treppe nach oben in mein Zimmer. Ich wollte aus diesen Sachen raus, mich waschen und neu ankleiden,
mir war klar dass sobald er wieder in der Lage war zu sprechen würde er mich verhaften lassen wollen, aber was wollten sie machen? Mich umbringen? Sollten sie, ich würde eh sterben, die Frage blieb immer nur wann und ich hatte nichts getan außer das was er auch immer getan hatte wenn er glaubte wir hätten etwas Falsches gemacht.
Etwa eine halbe Stunde später holte man ihn ab um ihn ins Krankenhaus zu bringen.
Ich stand reglos am Fenster und beobachtete alles, die Ruhe und Gelassenheit die mich sonst ausmachte hatte wieder in meinem inneren Einzug gehalten und ich konnte mir meine nächsten Schritte überlege.
Ich konnte mir überlegen wie ich Glinferiel helfen könnte ohne ihre bitte zu erfüllen.
Es blieb nur einige Tage ruhig eh das kam was ich vorhergesehen hatte.
Hrantah hatte sich dank neuster medizinischer Neuerungen schnell erholt und kam zurück nach Hause.
Er hatte sich einen Leibwächter angeheuert der ihn vor mir beschützen sollte, ich konnte darüber nur schmunzeln. Am Abend nach seiner Entlassung orderte er mich und meine Mutter in den Speisesaal, wo er einige Dinge bekannt zu geben hätte. Ich wusste schon im Vorfeld das aus seinem Mund niemals etwas Gutes herauskommen konnte.
Als wir uns eingefunden hatten und saßen, blickte er mich an, er saß im Rollstuhl und es war ungewiss ob er ihn jemals wieder verlassen könnte.
Ich lehnte mich zurück und wartete darauf was er zu sagen hatte, es überraschte mich nicht dass er seine alte Arroganz noch hatte.

„Hast du mir irgendetwas zu sagen Seron eh ich meinen Entschluss verkünde? Vielleicht willst du mich um eine besonders milde Strafe bitten.“

Ich musste auflachen, wahrlich er hatte nichts gelernt, er war einfach nur ein widerliches Subjekt das ich hätte zertreten sollen als ich die Gelegenheit dazu hatte.
Ich schüttelte mit dem Kopf und wartete wortlos darauf dass er das was seinem kranken Hirn entsprang oder diesem durch geknallten Doktor aussprach.
Hrantah schnaufte wütend, er hatte wohl angenommen dass ich auf die Knie falle und um Vergebung bitten würde.

„Nun da du durch deine Mutter darüber in Kenntnis gesetzt wurdest dass du nicht mit mir verwandt bist, verweise ich dich hiermit offiziell aus dem Kreise dieser Familie. Dir werden dein Titel und dein Nachname aberkannt und du bist ab sofort Heimatlos. Habe ich mich klar ausgedrückt?“

Meine Mutter blickte ihn geschockter an als ich, ich grinste nur und fühlte mich endlich von ihm befreit.

„Jedes Wort und es kümmert mich nicht ich will eh nicht Teil deiner Familie sein, deine Sippschaft besteht nur aus geisteskranken und Inzuchtsprösslingen, du hast mir sogar einen Gefallen getan.“

Er kochte vor Wut, das sah ich an den verkniffenen Gesichtsausdruck den er machte.
Er hatte anscheinend gedacht dass ich am Boden zerstört sein würde, aber ich war es nicht und ihn ärgerte es dass es mich nicht traf. Meine Mutter blickte mich nur an, Tränen schimmerten in ihren Augen und sie senkte den Kopf. Sie war betrübt darüber das sah ich ihr an aber was sollte ich tun? Meinen Stolz vergessen? So tunt als sei er der beste Vater den man sich nur wünschen kann? Wohl kaum.

„War das alles was du uns mitzuteilen hattest?“

Ich machte mir nicht einmal die Mühe seinen Namen auszusprechen, ich wollte nur noch meine Sachen packen und verschwinden. Wohin wusste ich noch nicht aber ich wusste dass ich gehen musste. Sicher der Luxus und die Tatsache immer zu wissen wo man schlafen konnte war ein beruhigender Gedanke, aber es war ihm egal, er würde schon etwas finden, es standen genug Häuser leer und niemand scherte sich noch darum weil einfach zu viel Wohnraum für zu wenig Fera vorhanden war, manche Häuser die leer standen waren nicht einmal in einem schlechten Zustand.

„Nein, ich habe dir nichts mehr zu sagen außer das du dich ab sofort diesem Hause und deren Bewohnern nicht mehr nähern darfst, dies gilt auch für deine Mutter, solltest du es dennoch tun, droht die eine Strafe die dir sicher nicht gefallen wird.

Ich hörte aus seiner Stimme dass er versuchte seinen letzten Trumpf auszuspielen. Aber er traf nicht mich damit sondern meine Mutter und ich sah regelrecht wie er sich über ihr Leid freute, er wollte dass wir litten und genoss es wenn er es erreichte.

to be continue

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Re: Ein Funken Hoffnung
« Reply #3 on: March 25, 2012, 07:48:12 am »
Huhu Neyakaw

Was ich von der Geschichte halte, weißt du ja längst. Ich finde sie einfach wunderschön und sehr gefühlvoll geschrieben. Genau wie deine Gedichte und alles andere was du mir geschickt hast.
Hoffe du schreibst das irgendwann weiter, auch wenn es nun nicht einen direkten Bezug zu Avatar hat. Wäre schön wenn sich vielleicht noch jemand finden würde der die Geschichte liest, damit du mal bisserl Anerkennung dafür erhalten tust. Ich habe hier schon vieles gelesen, oder einfach nur zur persöhnlichen Ansicht bekommen, aber die Story ist einfach Top.

Glinferiel schaut mich immer noch an...  :-*


Viele Grüße,

Robert
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Re: Ein Funken Hoffnung
« Reply #4 on: March 27, 2012, 05:32:01 pm »
Kaltxì, ma tsmuk,

danke, Neyakaw, für Deine Geschichte. Sie ist sehr gut, einfühlsam, aber auch plausibel geschrieben. :-*

Der Handlungsbogen ist gut aufgebaut, als Leser ist man im Geschehen drin, und hat schon die nächsten Bilder im Kopf. :-[

Deine Geschichte erinnert mich an einige Bücher, die Teile des Geschehens beschreiben können:

1.) Robert Merle : Die geschützten Männer
2.) Klaus Frühauf : Mutanten auf Andromeda
3.) Isaac Marion : Mein fahler Freund

Robert Merle beschreibt auch eine Krankheit, bei der die Männer zeugungsunfähig werden oder sterben, nur einige übeleben und sind noch in der Lage, Nachkommen zu zeugen. Auch hier wird die Medizin benutzt, 'um die Menschheit zu retten'...

Klaus Frühauf schildert das Empfinden von Raumfahrern, die auf einen Planeten kommen, auf dem nur Neutren leben, die durch eine Mutation keine Beine mehr haben und nur von den Hinterlassenschaften der Vorfahren leben. Diese Nachfahren greifen die Menschen an, da sie in Ihnen die Ursache für ihre Mutation sehen.

Isaac Marion schreibt in seinem 'Zombie'-Buch, wie sich die durch einen Virus ausgelöste Krankheit ausgebreitet hat. Hierbei werden Infizierte zu Zombies. Er schreibt auch, wie sich ein Kranker durch die Liebe zu einer 'normalen' Frau nach und nach selbst heilt und dadurch die Trennung zwischen Kranken und Gesunden mit Hilfe dieser Liebe von zwei Menschen überwunden wird.
Dabei ist der Vater der Frau auch der Sicherheitschef der Überlebens-Insel oder -festung, der sich immer wieder zwischen die beiden stellt mit der 'Gewissheit' : eine Heilung ist unmöglich, das hilft nur eins, draufhalten und abknallen. 
Kommt mir irgendwie bekannt vor, der Spruch ' Sie sind sehr schwer zu töten' ....  :-X

Insgesamt eine sehr gut erzählte Geschichte, für die ich Dir auch gern ein Karma-Pünktchen gebe.

Ich hoffe auf weitere Teile...  ;D

Eywa ngahu

tsmukan_stephen
« Last Edit: March 27, 2012, 11:17:16 pm by tsmukan_stephen »
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Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt,
sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen.
(Uraltes indianisches Sprichwort)

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Re: Ein Funken Hoffnung
« Reply #5 on: April 21, 2012, 07:42:23 am »
KaltxÌ ma Frapo

Ich habe hier zwar schon etwas länger nicht geschrieben, aber ich denke ich sollte das mal tun.
sorry also für das lange warten.

Zuerst möchte ich mich für die Worte bedanken :)

schade das es nur so wenig sind aber nunja.


[zitat]Deine Geschichte erinnert mich an einige Bücher, die Teile des Geschehens beschreiben können:[/zitat]

Ich muss gestehen das ich die Bücher alle nicht kenne, was ja nicht weiter schlimm ist :) ähnlichkeiten sind also zufällig entstanden,
wobei wenn man es so sieht und wenn man die masse an büchern betrachtet, dann ist es wohl nicht verwunderlich das man sich irgendwo an irgendwas erinnert fühlt :)

Ich habe noch das ein oder andere projekt laufen wo mir aber bisher noch die zeit fehlt das sinnvoll umzusetzen.
wobei wenn ich die resonanze hier so sehe sollte ich mir die mühe vermutlich gar nicht machen.

Trotzdem ein ganz ganz liebes dankeschön an Eichhörnchen und tsmukan_stephen :)

Vielleicht schreibe ich ja wirklich mal weiter, ein teil der geschcihte ist mir auf misteriöse weise verschwunden :( was mich sehr sehr ärgert, vielleicht finde ich die andere fassung nochmal wieder so das ich nicht zuviel rekonstruieren muss aber das wird sich zeigen :)

Gruß Neya

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Offline Eichhörnchen

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Re: Ein Funken Hoffnung
« Reply #6 on: April 21, 2012, 08:10:37 am »
Huhu Neya


Quote
schade das es nur so wenig sind aber nunja.

Sind ja auch nicht mehr soviele Leute hier im Forum und noch weniger die überhaupt Fan-Fictions lesen. Das hilft dir jetzt zwar nicht weiter, aber ändern läßt sich das leider auch nicht. :-[

Quote
wobei wenn ich die resonanze hier so sehe sollte ich mir die mühe vermutlich gar nicht machen.

Das Gefühl überkommt mich auch hin und wieder. Aber das sollte dich nicht abhalten weiter zumachen. Stell dir eine einfache Frage... macht es dir Spass dir Sachen auszudenken und zu schreiben? Wenn ja dann Pfeif auf die Rückmeldungen und mach weiter. Immerhin gibt es einem selbst auch viel. Ich könnte gar nicht ohne Abends bisserl an den Geschichten zu tippen.
Denk mal an Shana und ihre kleine Freundin... das macht so wahnsinnig viel Freude. Naja du verstehst schon was ich meine. :-*

Quote
Vielleicht schreibe ich ja wirklich mal weiter,

Bitte mach das, denn deine Geschichte ist wirklich wunderschön. Keine Logikfehler oder was sonst stören könnte. Zwei treue Leser hast du auf jeden Fall. :-*


Viele liebe Grüße,


Robert
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Re: Ein Funken Hoffnung
« Reply #7 on: April 24, 2012, 05:26:55 pm »
Kaltxì, ma tsmuke Neyakaw,
nimmst Du mich auf als Dritten im Bunde derer, die Deine Geschichte(n) mögen?

Ich werde mich nicht "wissenschaftlich begründet" äußern - dazu fehlt mir definitiv der Hintergrund. Aber: meine Gefühle darf ich mit gutem Gewissen äußern - und die sind rein. Reinsten Wassers, wenn ich Dir sage, daß ich Deine Geschichte genossen habe. Eichhörnchen hat es eigentlich mit wenigen Worten und Sätzen auf den Punkt gebracht.
Wenn ich lese und dabei versinkt die Welt um mich herum in ein nicht wahrnehmbares undefinierbares Etwas, dann gibt es nur eines, was daran "Schuld" trägt: DAS, was ich gerade mit allen Sinnen in mich einsauge, weil es mich fesselt. Deine Geschichte hat dieses geschafft und ich danke Dir dafür.

Gern sehe ich dem Moment entgegen, wo mich eine Fortsetzung sicherlich ebenso in ihren Bann ziehen wird...

Liebe Grüße
Achim
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Offline Neyakaw

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Re: Ein Funken Hoffnung
« Reply #8 on: April 24, 2012, 05:50:31 pm »
Kaltxì ma frapo,

Ich danke euch für die rückmeldung und freue mich natürlich das sie euch gefällt,
Ich werde mir mal gedanken dazu machen ob ich diesen strang nochmal in angriff nehmen kann
ohne das es schlechter wird. :)

Grüße Neya

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Re: Ein Funken Hoffnung
« Reply #9 on: April 29, 2012, 01:40:13 pm »
Kaltxì, alle zusammen. ;D

Ich werde mir mal gedanken dazu machen ob ich diesen strang nochmal in angriff nehmen kann
ohne das es schlechter wird. :)

Das hoffe ich doch sehr!!! :D
Ich finde die Story ist sehr schön geschrieben, Wortwahl und sonstige Ausdrucksweisen sind wie aus einem Autorenlehrbuch. ;)

Ich fände es sehr schön wenn die Geschichte weitergehen würde. :D

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      Naja, einer muss doch auch zur RDA halten, oder nicht?  ::) Und ein Hubschrauber ist nun mal cooler als ein Vogel. :P

Offline Yaknun

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Re: Ein Funken Hoffnung
« Reply #10 on: May 01, 2012, 08:18:16 pm »
Kaltxì, alle zusammen. ;D

Ich werde mir mal gedanken dazu machen ob ich diesen strang nochmal in angriff nehmen kann
ohne das es schlechter wird. :)

Das hoffe ich doch sehr!!! :D
Ich finde die Story ist sehr schön geschrieben, Wortwahl und sonstige Ausdrucksweisen sind wie aus einem Autorenlehrbuch. ;)

Ich fände es sehr schön wenn die Geschichte weitergehen würde. :D

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Mit absolutem Nachdruck stimme ich den Worten meines Vorschreibers zu !!!!!!!!!!!!!!!!
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Offline Jake.S

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Re: Ein Funken Hoffnung
« Reply #11 on: May 02, 2012, 05:54:49 am »
Kaltxì, alle zusammen. ;D

Ich werde mir mal gedanken dazu machen ob ich diesen strang nochmal in angriff nehmen kann
ohne das es schlechter wird. :)

Das hoffe ich doch sehr!!! :D
Ich finde die Story ist sehr schön geschrieben, Wortwahl und sonstige Ausdrucksweisen sind wie aus einem Autorenlehrbuch. ;)

Ich fände es sehr schön wenn die Geschichte weitergehen würde. :D

Kìyevame
Philipp


Mit absolutem Nachdruck stimme ich den Worten meines Vorschreibers zu !!!!!!!!!!!!!!!!

Na, und ich erstmal!  ;D ;D ;D
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Offline Neyakaw

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Re: Ein Funken Hoffnung
« Reply #12 on: May 02, 2012, 02:07:52 pm »
Kaltxì ma frapo,

Ich werde mich bemühen, aber im moment muss ich erst etwas anderes bewältigen.
Das fällt mir nicht leicht, deswegen bitte ich um gedult.

*knicks mach und in der Nebelbank verschwind*

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