Author Topic: Little Life -> Little Angel  (Read 1827 times)

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Offline Vip'kan

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Little Life -> Little Angel
« on: April 12, 2012, 04:46:16 am »
Kaltxi, ich möchte euch den Prolog und das erste Kapitel meiner Geschichte "Little Angel" vorstellen. Die Geschichte hat allerdings nichts mit AVATAR zu tun. Aber für eine FF mit AVATAR habe ich auch schon eine grobe Idee. Ich hoffe das euch Little Angel gefällt und ihr gerne mehr lesen möchtet  ;)
Liebe Grüße Vipkan


Prolog

Ein Mädchen: Victoria!
Ein Traum: Astronautin werden!
Und für diesen Traum möchte Victoria kämpfen. Wenn es da nicht ein Problem geben würde. Als Victoria sechs Monate alt war, wurde bei ihr eine seltene unheilbare Krankheit festgestellt: die Mondscheinkrankheit, ein seltener Gendefekt, der tödlich endet, wenn man ihn nicht früh genug erkennt. Seit dieser Diagnose stand fest, dass Victoria nie ohne Schutzkleidung in die Sonne darf. Doch seit sie vier Jahre alt ist stand für sie fest: Sie möchte Astronautin werden! Egal wie! Von Jahr zu Jahr verstärkte sich dieser Traum. Viele lachten sie aus, weil dieser Traum durch ihre Krankheit so gut wie unmöglich wahr zu machen schien. Nur einer hielt zu ihr: ihr Dad. Er arbeitet bei der NASA und hielt in jeder Situation zu seiner Tochter. Als Victoria vier Jahre alt war, war er bei der ISS und seitdem hält die heute neun jährige Victoria an ihrem großen Traum Astronautin zu werden fest.
Ein kleines Mädchen mit einem großen Traum. Geplagt von einer unheilbaren Krankheit die ihr jegliche Freiheit raubt. Und doch meistert sie ihr Leben wie jedes andere Kind in ihrem Alter. So als wäre sie Kerngesund, obwohl sie jeden Tag aufs neue an ihre Krankheit erinnert wird. Das ist die Geschichte von Victoria Moonlight McLeod.


Kapitel 1 Alltag

Es war 06:45 Uhr als der Wecker klingelte. Victoria streckte sich einmal ausgiebig und schaltete den Wecker aus. Heute war ihr erster Schultag im vierten Schuljahr . Auf diesen Tag freute sie sich schon lange. Ihr letztes Schuljahr auf der Cape View Elementary School. Gut gelaunt stand Victoria – die von ihren Freunden und ihrem Vater auch Vicky genannt wurde – auf. Ihre neue Schuluniform, die extra für sie angefertigt worden war, hatte sie sich bereits am Vorabend raus gelegt. Eine lange schwarze Hose, die unten einen leichten Schlag hatte, eine langärmlige weiße Bluse mit Kragen und darüber eine schwarze, enganliegende Weste auf der das Emblem ihrer Schule und ihr Name gestickt war. Und alles war von innen mit einem UV-Licht undurchlässigen Stoff ausgestattet, der Vicky vor den für sie tödlichen UV-Strahlen der Sonne schützte.

Draußen ging bereits die Sonne auf. Das Thermometer das in Vicky´s Zimmer hing zeigte bereits 22° an. Es würde ein warmer Augusttag werden. Vicky zog die Vorhänge auf und blickte nach draußen. An ihrem Fenster klebte eine durchsichtige UV-Schutzfolie, so dass sie problemlos am Tag in ihrem Zimmer sein konnte. Draußen auf der Straße fuhren die Autos hinter einander wie eine Ameisenkolonie. Entweder zur Arbeit, zur Schule oder irgendwo anders hin. Sie wand sich vom Fenster ab und schnappte sich ihre Schuluniform, um sich schließlich im Badezimmer umzuziehen. Im Bad angekommen, begann die gleiche Prozedur wie jeden morgen: duschen, mit Sonnencreme eincremen, anziehen. Vicky war bereits daran gewöhnt. Sie kannte es nicht anders. Andere Kinder in ihrem Alter würde es nerven sich jeden morgen einzucremen, auch im Winter! Doch für Vicky ist es eine wichtige, alltägliche Aufgabe. Ihre Krankheit ließ da keine Ausnahme zu. Nachdem Vicky sich fertig angezogen hatte, föhnte sie sich die Haare und machte sie sich zu einem Pferdeschwanz zusammen. So hatten alle Mädchen an der Cape View Elementary School die Haare. Eine Regel der Schulleitung um Mobbing oder ähnliches vorzubeugen. Vicky betrachtete sich noch einmal im Spiegel und verließ dann das Bad. Sie ging in die Küche die direkt gegenüber vom Badezimmer lag. Auf dem kleinen Küchentisch, der an der Wand stand, stand Vicky´s dunkelblaue Lunchbox auf der in dicken gelben Buchstaben „Surprise“ stand. Immer wenn ihr Dad, ihr diese Lunchbox hinstellte, waren dort tolle Überraschungen drin, doch sie durfte immer erst in der Schule rein gucken. Als Vicky ihre Lunchbox sah, freute sie sich. Sie hasste es wenn ihr Dad ihr nur ein normales Frühstück für die Schule machte. Sie fand, dass es schon genug alltägliche Dinge in ihrem Leben gab und sie wenigstens so etwas Abwechslung hatte.

 Vicky´s Dad war schon bei der Arbeit. Sein Job bei der NASA begann schon immer um sechs Uhr morgens, oder aber auch erst um 13:00 Uhr je nachdem wann seine Schicht begann. Victoria sah auf die kleine Küchenuhr auf dem Tisch. Es war 07:18 Uhr. In knapp 20 Minuten kam der Schulbus. Sie hatte also noch etwas Zeit. Sie nahm sich ihre Surprise-Lunchbox vom Tisch und ging in ihr Zimmer. Dort kontrollierte sie nochmal ihre Schultasche, ob sie auch wirklich alles, was sie für den heutigen Schultag brauchte, eingepackt hatte. Heute standen Mathe, Englisch, Deutsch, Geschichte und die Wahlfächer auf dem Stundenplan, den sie bereits in den Ferien bekommen hatte. Vicky hatte sich als Wahlfach „Astronomie“ ausgesucht. Alle anderen hatten sie nicht interessiert. Sport, Fotografie, Geologie, alles nicht ihr Ding. Astronomie hatte sie vor einiger Zeit mal der Schulleitung vorgeschlagen und nach einer Umfrage war Astronomie schließlich als Wahlfach aufgenommen worden. Und ihr Dad hatte die Erlaubnis bekommen dieses Fach zu unterrichten. Vicky freute sich, als sie ihre Schultasche kontrollierte und an die letzten beiden Stunden dachte. Doch erst mal musste sie die vier anderen Schulstunden und zwei Pausen hinter sich bringen.

Vicky packte noch die Lunchbox in die Schultasche und schloss den Reißverschluss. Sie warf einen Blick auf ihren Wecker: 07:26 Uhr. Noch neun Minuten bis der Bus kam. Vicky zog sich noch eine dünne Jacke, die auch zu ihre Schuluniform gehörte und ihren Schutzhelm an. Dieser bestand aus einer schwarzen Kappe, an der hinten schwarzer UV-Licht undurchlässiger Stoff und vorne durchsichtige Folie, die nicht so schnell kaputt ging, befestigt war. Was Vicky auch nicht vergaß, waren ihre Handschuhe aus UV-Licht undurchlässigem Stoff. Vicky hängte sich noch ihre Schultasche um und öffnete ihr Fenster. Dann verließ sie die Wohnung, schloss ab und ging aus dem Haus Richtung Haltestelle, die nicht weit von dem Haus, wo sie wohnte entfernt war.

An der Haltestelle wartete bereits Vicky´s beste Freundin Virginia. Die beiden kannten sich bereits seit dem Kindergarten und waren seitdem unzertrennlich. Manche hielten die beiden auch für Schwestern, weil sie sich sehr ähnlich sahen. Virginia kam auf ihre beste Freundin zugelaufen und umarmte sie stürmisch. Die beiden hatten sich fast drei Wochen nicht gesehen, weil Virginia – auch Vini genannt – mit ihren Eltern im Urlaub in San Francisco war. Vini ließ Vicky wieder los. „Ich hab dir etwas aus San Francisco mitgebracht, was Dir bestimmt gefallen wird.“, sagte sie zu Vicky und kramte etwas aus ihrer Schultasche, die genau so aussah wie die von Vicky. „Hier ist es.“, sagte Vini schließlich und gab Vicky ein kleines buntes aufklappbares Döschen. „Ist das schön.“, sagte Vicky und betrachtete es von allen Seiten. „Mach es mal auf!“, sagte Virginia und grinste. Neugierig öffnete Vicky das kleine Döschen das sich als Spieluhr entpuppte. Ein kleiner blau - schimmernder Delphin klappte hoch und begann sich zu drehen. Die Spieluhr spielte eine Melodie, die Vicky noch aus ihrer Kindheit kannte. Doch wie sie hieß, wusste sie leider nicht. Fasziniert blickte Vicky auf den kleinen Delphin. „Gefällt sie Dir?“, fragte Vini ihre Freundin. „Total!“, antwortete Vicky „Sie ist wunderschön, danke“. Vicky strahlte über das ganze Gesicht. „Das freut mich sehr. Ich hab sie gesehen und gedacht dass ich sie Dir unbedingt mitbringen muss.“, sagte Vini und grinste, Vicky ebenfalls. Die beiden wussten immer was der anderen gefallen könnte. So gab es auch nie Probleme bei Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenken, was ganz schön praktisch sein konnte.

Dann kam auch schon der Bus. Vicky klappte die Spieluhr zu und hielt sie fest in der Hand. Die Freundinnen stiegen in den Bus und setzten sich auf ihren Stammplatz in der vorletzten Reihe. Der erste Schultag im vierten Schuljahr stand nun kurz bevor.
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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #1 on: April 13, 2012, 07:31:28 am »
So Eichhörnchen, hier was ist für dich zum Lesen ;) und natürlich auch für die anderen fleißigen Leser  :D


Kapitel 2 Erster Schultag und eine peinliche Geschichte

Als der Bus an der Schule hielt, klingelte es gerade zum ersten Mal. Ein kleiner Junge, der heute seinen ersten Tag im zweiten Schuljahr hatte, machte immer Theater, wenn er in den Bus einsteigen sollte. Und so ging das seit einem Jahr – Tag für Tag! Man hatte bereits alles versucht ihm irgendwie klar zu machen, dass die Schule gar nichts schlimmes ist, aber jeder Versuch schlug bisher fehl. Und keiner wusste, was man noch machen sollte. So blieb ihnen nichts anderes übrig, als den täglichen Kampf mit dem Kleinen in irgendeiner Art und Weise durchzustehen.

Victoria und Virginia sprangen aus dem Bus und rannten ins Schulgebäude. In der ersten Stunde hatten sie Mathematik bei Mr. Baker. Das Klassenzimmer, in dem sie Mathematik-Unterricht hatten, lag im ersten Stock des Schulgebäudes. Vicky und Vini eilten, so schnell es ging, die Treppe hinauf und den kurzen Weg über den Gang in den Klassenraum, in dem bereits ihre Klassenkameraden auf Mr. Baker warteten.

„Na, hat Julien mal wieder Theater gemacht?“, fragte ein Klassenkamerad namens Jake. „Und wie, noch schlimmer als vor den Ferien.“, antwortete Vini und setzte sich auf ihren Platz, Vicky neben sie. Beide machten sich sofort daran ihre Sachen für den Unterricht aus ihren Taschen zu holen. Genau in diesem Moment klingelte es und Mr. Baker betrat den Klassenraum.


Die Mathe-Stunde ging schnell vorbei, weil nur über organisatorische Dinge gesprochen wurde. Nach der zweiten Stunde, die sie bei Mrs. Granger hatten, standen Vicky und Vini in der Pause auf dem Schulhof auf ihrem Lieblingsplatz und unterhielten sich über  morgigen Vorfall im Bus als Jake aufgeregt auf die beiden zugelaufen kam. „Mädels, ratet mal, was ich gerade Erfahren habe!“, rief er Vicky und ihrer besten Freundin zu und kam außer Atem vor den beiden zum stehen. „Meine Güte, so aufgeregt wie du bist, muss es ja etwas tolles sein, was Du uns sagen willst.“, sagte Vicky zu Jake und grinste ihn an. „Das kann man wohl sagen. Mrs. Meyer und Mrs. Bridge sind krank, also fallen Deutsch und Geschichte aus und die Wahlfächer werden vorgezogen.“, erzählte Jake ganz aufgeregt. Vicky und Virginia bekamen große Augen. „Das heißt ja, dass wir jetzt schon Astronomie haben.“, sagte Vicky und sprang vor Freude auf und ab. „So sieht die Sache aus.“, sagte auf einmal eine andere Stimme, die zu Vicky´s Dad gehörte. Grinsend ging er auf die drei Schüler zu.

Als Jake die Stimme von Vicky´s Dad hörte wurde er knallrot im Gesicht, denn ihm war vor den Ferien bei Astronomie etwas sehr peinliches passiert, was er in seinem ganzen Leben nicht vergessen würde. Und leider hatte sich diese Geschichte wie ein Lauffeuer in der ganzen Schule rumgesprochen.

Vor den Ferien sollte jeder der Schüler des Astronomie-Kurses ein kurzes Referat halten. Vor Jake war Victoria dran die ein perfektes Referat über den Antrieb der Space-Shuttles hielt. Jake´s Referat war über den Aufbau der Saturn V. Aufgeregt und mit hochrotem Kopf ging er nach vorne, hing sein Plakat mit Magneten an die Tafel und stellte sich vor die Klasse. Gespannt blickten seine Mitschüler ihn an und warteten, darauf dass er mit seinem Vortrag begann. Stotternd begann er zu erzählen. „A-a-also ich m-möchte euch etwas... über die Saturn V erzählen.“ Hilfesuchend schaute er sich nach Vicky´s Dad um, der ihn aufmunternd ansah.

„Komm schon Jake! So schwer kann das doch nicht sein.“, sagte ein anderer Mitschüler namens Lui genervt. „Ruhe dahinten!“, rief Mr. McLeod in Lui´s Richtung und sofort kehrte wieder Ruhe ein. „Okay Jake, mach bitte weiter.“, fügte er aufmunternd hinzu. Jake sah zu den anderen, die ihn wieder neugierig und aufmerksam ansahen und seine Nervosität stieg ins unermessliche. Er atmete ein paar mal tief durch und versuchte mit ruhiger Stimme seinen Vortrag zu halten.

„Also,... die Saturn V besteht aus drei Stufen. Sie wurde bei den Apollo-Missionen eingesetzt. Die Saturn V war die leistungsstärkste Trägerrakete der NASA.“, erzählte Jake mit zitternder Stimme. „Meine Güte bist du eine Schlaftablette.“ Wieder war es Lui der Spaß daran hatte Jake runter Druck zu setzen. „Beim nächsten Satz, den ich unaufgefordert von Dir höre, egal ob zum Thema oder nicht fliegst du raus, Lui.“, sagte Mr. McLeod in strengem Ton und sah Lui genau so streng an. Jake wurde noch nervöser. Sein Gesicht war Angst verzerrt und er begann unaufhörlich zu zittern. Und da passierte es: Jake´s Hose verfärbte sich zwischen seinen Beinen dunkel und er rannte mit knallrotem Kopf aus dem Klassenzimmer und knallte die Tür hinter sich zu. Lui und paar ein andere Kinder begannen lauthals zu lachen. Mr. McLeod stand von der Fensterbank auf, auf der er die ganze Zeit gesessen hatte, stellte sich hinter den Lehrer-Schreibtisch und stützte sich mit den Händen darauf ab. Ernst blickte er die Schüler an und sofort verstummte das Gelache. „Okay, da ihr das jetzt urkomisch findet, obwohl euch das genau so gut hätte passieren können, schreibt ihr mir ALLE einen zweiseitigen Aufsatz darüber, wie man sich „normalerweise“ in und so einer Situation verhält. Und zwar bis morgen! Auch meine Tochter wird das machen!“, erklärte Victoria´s Dad und verließ den Raum, um nach Jake zu sehen. „Das ist unfair!“, rief die ganze Klasse durcheinander, was Vicky´s Dad aber schon nicht mehr hörte.


Seit dieser Sache schämt Jake sich in Grund und Boden, wenn er Vicky´s Dad sah. Beschämt sah Jake zu Boden. Ihm war die Geschichte immer noch mehr als peinlich. Vicky und Vini grinsten um die Wette. Auch Vicky´s Dad grinste und klopfte Jake freundschaftlich auf den Rücken. „Mensch Jake, jetzt mach dich mal locker.“, sagte er zu ihm. „Wenn das so einfach wäre. Das war so peinlich.“, erwiderte Jake und verbarg sein Gesicht in seinen Händen. Vicky schüttelte belustigt mit dem Kopf und griff hinter sich nach ihrer Lunch-Box die auf einem Baumstumpf stand. „Ich geh schon mal rein“, sagte sie und ging in Richtung Schulgebäude. Ihr Dad, Virginia und Jake folgten ihr. Im Schulgebäude holten die drei ihre Schultaschen aus ihren Spinden, die auf dem Flur standen und machten sich auf den Weg zu dem Klassenraum in dem der Astronomie-Unterricht stattfand.

Diesen Raum konnten sich die zehn Schüler so für den Astronomie-Unterricht einrichten, wie sie wollten. Dies hatten sie gemacht als Astronomie neu als Fach aufgenommen wurde. Die Wände hatten sie dunkelblau gestrichen und in der Mitte unter der Decke hing ein Modell des Sonnensystems, das sie im Kunst-Unterricht gebastelt hatten. Außen an der Tür hing ein Bild mit den Astro-Schülern und Vicky´s Dad darauf. Gegenüber der Fenster-Seite hingen die Plakate der Referate und gegenüber der Tafel, an der Wand, hingen quer über die Wand verteilt Steckbriefe. Die Fenster wurden extra für Vicky mit UV-Schutzfolie abgeklebt, damit sie sich frei bewegen konnte.Und immer wieder hatten sie neue Ideen, wie sie den Raum noch besser und schöner gestalten konnten. Aber leider war es so das es für Vicky, Vini und paar anderen das letzte Jahr an der Cape View Elementary war und sie in den neuen Schulen, auf die sie im nächsten Jahr gehen würden, eventuell keinen Astro-Unterricht mehr haben würden. Vicky stimmte das oft sehr traurig.

Im Raum angekommen setzten Vicky, Vini und Jake sich auf ihre Plätze an den großen Gruppentisch, an dem alle zehn Schüler Platz hatten. Mr. McLeod legte seine Tasche auf den Lehrer-Schreibtisch, zog sich den Stuhl davon zum Gruppentisch hin und setzte sich zu den dreien. Victoria hatte sich währenddessen von ihrer Schutzkleidung befreit und hängte den Helm und die Handschuhe an den Haken an ihrem Tisch und die Jacke über ihren Stuhl. „Wir sollten noch irgendetwas machen was man an die Fenster hängen kann. Irgendwelche Fensterbilder oder so etwas in der Art.“ Ihr Dad grinste: „Abwarten!“ Vicky rollte mit den Augen. Vini und Jake grinsten sich an. Es konnte immer sehr lustig, werden wenn Vicky und ihr Dad diskutierten, was leider an diesem Tag nicht der Fall war. „So, wo bleibt denn der Rest?“, fragte Vicky´s Dad, als es gerade klingelte. „Die müssten gleich auch hier sein.“, antwortete Virginia. Und kurze Zeit später betraten auch die anderen Schüler den Klassenraum und setzten sich auf ihre Plätze.


Kapitel 3 Bastelstunde und Ängste

Alle saßen ruhig auf ihren Plätzen und warteten darauf das Vicky´s Dad mit dem Unterricht begann. „Sooo, schön dass ihr alle da seit. Als erstes möchte ich zwei Dinge mit euch besprechen“, sagte Vicky´s Dad und sah die Gruppe an. „Und zwar dürft ihr mich ab heute mit meinem Vornamen ansprechen. Ich denke den kennt ihr alle, oder? Falls nicht ich heiße Scott.“, sagte Scott zu seiner Gruppe. Manche nickten mit dem Kopf, andere zeigten ein kleines Lächeln. „Gut, dann zu der zweiten Sache. Ich möchte gerne mit euch Raketen, Satelliten und so weiter mit den Sachen die wir vor den Ferien gesammelt haben, basteln und da habe ich mir gedacht, dass wir nicht nur die dritte und vierte Stunde dazu nutzen, sondern auch die fünfte und sechste Stunde, was haltet ihr davon?“, fragte Scott und blickte fragend in die Runde. Einer nach dem anderen fing vor Freunde an zu grinsen. Die Schüler liebten den Astronomie-Unterricht und das wusste Scott. Umso mehr freute es ihn, dass sie bis zum eigentlichen Schulschluss bleiben wollten. „Okay, wie ich sehe, seid ihr einverstanden. Dann lasst uns anfangen.“, forderte Scott die Gruppe auf und alle erhoben sich von ihren Plätzen um das Material aus dem angrenzenden Nebenraum  zu holen. „Bastelst du mit?“, fragte Victoria. „Klar, wieso nicht?“, fragte Scott seine Tochter zurück, woraufhin Vicky nur zur Antwort grinste.

Einige Minuten später lagen die ganzen Materialien auf dem Tisch: Küchen- und Toilettenpapierrollen, alte Zeitungen, leere Plastikflaschen und vieles mehr. „Okay, mit den ganzen Sachen dürft ihr jetzt eigen kreierte Satelliten, Raketen und was euch noch alles so einfällt, basteln“, erklärte Scott der Gruppe. „Alles was wir wollen?“, fragte ein blond-haariges Mädchen namens Alexandra. „Alles was ihr wollt zum Thema Raumfahrt.“, antwortete Scott. „Auch die ISS?“, fragte Vicky mit großen Augen. „Von mir aus auch die ISS.“, antwortete Scott auf ihre Frage. Vor Freude sprang Vicky auf und ab.

Ihm war klar warum Vicky fragte ob sie auch die ISS nach basteln durfte.. Als Scott gerade 18 Jahre alt war, da war Victoria gerade vier Jahre alt, war er mit drei anderen Astronauten bei der ISS. Victoria erinnerte sich noch genau daran und sie war mächtig Stolz auf ihren Dad. Und seit dieser Zeit träumte Vicky davon eines Tages auch Astronautin zu werden.

Sofort machten sich die Schüler daran sich die Materialien raus zu suchen die sie brauchten und bald darauf waren alle am schneiden, kleben und halfen sich manchmal gegenseitig. Zwischendurch stand immer wieder jemand auf und holte sich noch andere Materialien wie Farbe, Glitzerpappe oder normale Pappe. Alle waren so vertieft in ihre Arbeiten, dass keiner merkte, wie schnell die ersten beiden Stunden vorbei waren und es zur Pause klingelte. „So, wer rausgehen möchte kann gerne raus gehen und wer nicht nach draußen, möchte kann hier bleiben.“, sagte Scott  zu seiner Gruppe und wartete auf Reaktionen ihrerseits. „Ich bleib drin und du Vini?“, fragte Vicky ihre beste Freundin. „Ich bleib auch hier.“, antwortete Virginia. „Wir gehen etwas raus.“, sagte Lui und verließ gefolgt von Alexandra und Jake den Raum. Alle anderen blieben in der Klasse.

Vicky setzte sich auf eine der Fensterbänke und blickte durch das Fenster nach draußen in den strahlend blauen Himmel. Scott ging zu seiner Tochter und stellte sich neben sie. „Worüber denkst du nach?“, fragte er sie. Langsam drehte Victoria den Kopf und sah nach unten auf ihre Hände. „Ich hab Angst vor der Untersuchung nächste Woche.“, antwortete sie ehrlich. Sie wusste, dass es nichts brachte ihren Dad anzulügen, weil er es immer sofort merkte.

In der nächsten Woche musste Vicky zu einer Routine-Untersuchung ins Krankenhaus nach Orlando, um zu sehen, ob alles in Ordnung war oder sich neue, eventuell bösartige, Muttermale gebildet hatten. Die Untersuchung wurde jedes halbe Jahr gemacht und immer wieder hatte Vicky Angst davor.

„Ach was Vicky, die letzte Untersuchung ist auch ohne Probleme abgelaufen und es ist auch nichts auffälliges gefunden worden. Und im letzten halben Jahr ist auch nichts passiert, oder?“, sagte Scott ruhig zu seiner Tochter und wartete auf eine Antwort ihrerseits. Einige Sekunden lang sagte Victoria gar nichts, bis sie schließlich mit nachdenklichem Ton antwortete: „Nein, ich hab immer darauf geachtet richtig angezogen zu sein, aber was ist wenn doch was ist?“. Vicky sah ihren Dad mit angstvollem Blick an woraufhin er sie liebevoll in den Arm nahm. „Du brauchst dir doch keine Sorgen machen wenn du schon selbst sagst, dass nichts passiert ist.“ „Ich weiß.“, sagte Vicky und lehnte sich an ihren Dad.

„Vicky was ist los?“, fragte auf einmal ihre beste Freundin Vini und setzte sich Vicky gegenüber auf die Fensterbank. Hilfesuchend sah Vicky ihren Dad an. Sie wollte immer die Starke sein und keine Angst haben, was ihr allerdings nicht immer gelang. „Vicky muss nächste Woche wieder zu einer Routine-Untersuchung nach Orlando und da hat sie etwas Angst vor.“, klärte Scott Virginia auf. Mitfühlend sah Vini ihre beste Freundin, an die wieder aus dem Fenster Richtung Himmel blickte. „Kann ich verstehen, aber ich denke nicht, dass die Ärzte irgendwas auffälliges finden werden.“ Vini versuchte ihrer Freundin Mut zu machen, doch Vicky blickte weiterhin aus dem Fenster und reagierte nicht auf den Satz ihrer besten Freundin. Sie wünschte sich in diesem Moment einfach nur ganz weit weg zu sein. Sie wollte nicht über ihre Gefühle reden. Dies tat sie, wenn überhaupt, nur mit ihrem Dad. Und dann auch nur, wenn sie mit ihm alleine war.

„Ich denke auch nicht, dass die Ärzte was finden werden. Aber wir sollten jetzt mal weiter machen. Auf geht’s Kinder, wir machen weiter!“ Vicky war ihrem Dad sehr dankbar dafür das er nicht weiter auf das Thema einging. Scott merkte, dass seine Tochter nicht über die Untersuchung reden wollte, also wechselte er lieber das Thema. Und die Pause war sowieso bald vorbei.

Als alle Schüler wieder in der Klasse waren und an ihren Plätzen saßen, ging das Basteln munter weiter. Eine ganze Weile arbeitete jeder ruhig an seinem Modell bis ein Junge – sein Name war Sebastian – die Stille brach. „Hat es eigentlich einen Grund warum wir die Sachen basteln sollen?“ Scott sah von seinem Modell auf, das einem Space-Shuttle sehr ähnlich sah, und antwortete auf Sebastian´s Frage: „Ja, ich habe vor mit euch eine kleine Ausstellung hier in unserem Klassenraum zu machen für die anderen Schüler. Und die Modelle, an denen ihr  gerade bastelt, würde ich gerne mit kleinen Haken vor die Fenster hängen. Was haltet ihr davon?“ Die fleißigen Schüler sahen kurz von ihren Arbeiten auf und nickten begeistert. Plötzlich rief Alexandra überrascht auf. „Oh mein Gott, haben wir hier zufällig ein Bild von der ISS ?“ Alle sahen zu Vicky die gerade ihr fast fertiges Modell von allen Seiten bestaunte. Sie hatte es tatsächlich geschafft, ein der ISS sehr ähnliches Modell zu basteln. Scott stand auf, holte ein Buch aus seiner Tasche und schlug eine Seite auf, auf der die ISS abgebildet war. Dies legte er in die Mitte des Tisches, so dass alle es sehen konnten. Manche blickten zwischen dem Bild aus dem Buch und Vicky´s selbst gebasteltem Modell hin und her. Und egal wie verrückt es auch schien, das Modell von Victoria sah der ISS sehr  ähnlich. Fragend sah Vicky die anderen an. „Was denn? Das ist doch nur ein Modell“, sagte sie und nahm noch kleine Veränderungen an ihrer Mini-ISS vor.
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Offline Eichhörnchen

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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #2 on: April 13, 2012, 11:18:09 am »
Kaltxì ma Vipkan


Quote
So Eichhörnchen, hier was ist für dich zum Lesen


Jo vielen Dank. Mit einem längeren Abschnitt lässt sich doch gleich mehr anfangen und das ganze dann sinnvoller Bewerten. :D
Bis jetzt liest es sich äußerst flüssig und ist erfrischend anders geschrieben. Das es nichts mit Avatar zu tun hat, stört da überhaupt nicht. Beim lesen erinnert mich die Story stellenweise an Filme wie Contact ( jetzt weiß ich auch wieder den Namen der Hauptdarstellerin... “Jodie Foster” ), Space Cowboys und Astronaut Farmer.
Bin wirklich mal gespannt wie es mit der Handlung dann bei dir weiter geht. Das Ziel an sich liegt ja fest. :-\
Werde dein “Projekt” auf jeden Fall weiter verfolgen und vielleicht finden sich auch noch andere Leser.
Also mach einfach weiter… :-*


Viele liebe Grüße,

Robert
kxetse sì mikyun kop plltxe


Offline Yaknun

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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #3 on: April 14, 2012, 07:59:31 pm »
Hallo Vipkan,
ich glaube, neben dem schnellen Eichhörnschen hast Du soeben einen weiteren begeisterten Leser Deiner Geschichte(n) gefunden.
Herzliche Grüße - auch an Robert

Achim
Neytiri:
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Offline Vip'kan

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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #4 on: April 16, 2012, 10:11:53 am »
Na, dann gibt es für meine beiden fleißigen Leser jetzt mal ein neues Kapitel =D

Kapitel 4 Abendlicher Alltag

Nachdem alle Schüler Vicky´s ISS – Modell bestaunt und bis kurz vor dem Klingeln weitergearbeitet hatten, wurde noch zusammen aufgeräumt. Alle Schüler sind in den vier Stunden mit ihren Modellen fertig geworden und so konnten sie in der nächsten Woche aufgehangen werden.

Nach Schulschluss fuhren Scott und Vicky zusammen nach Hause. Auf dem gesamten Weg nach Hause sagte Vicky kein Wort und verzog sich zu Hause sofort in ihr Zimmer. Scott machte sich Sorgen um seine Tochter, auch wenn es ihm nicht unbekannt war, dass Vicky jedes mal ca. eine Woche vor den Untersuchungen schon Angst hatte. Doch manchmal steigerte sie sich so sehr in ihre Angst rein, dass sie nächtelang nicht schlafen konnte. Das wollte Scott vermeiden und wollte mal versuchen mit seiner Tochter zu reden. Also ging er in die Küche, machte seiner Tochter einen Kakao, legte ein paar ihrer Lieblingskekse auf einen kleinen Teller und ging damit zu Vicky´s Zimmer und klopfte an die Tür. Er wartete bis er von drinnen ein leises „Ja“ vernahm und betrat das Zimmer seiner Tochter. Vicky saß im Schneidersitz auf ihrem Bett und hielt eines ihrer kleinen Space-Shuttle Modelle in der Hand. Scott stellte den Teller mit den Keksen auf Vicky´s Nachtschränkchen ab und den Kakao hielt er ihr hin. Kurz sah Vicky ihren Dad an, der sich neben sie gesetzt hatte und nahm dann mit einem leisen „Danke“ die Tasse in die Hand. Nachdenklich blickte Vicky auf die Tasse in ihren Händen. Scott rutschte näher zu seiner Tochter und nahm sie in den Arm. „Was ist los mit Dir meine Kleine?“, fragte er seine Tochter. Vicky lehnte sich an ihren Dad und antwortete dann leise. „Ich will nicht nach Orlando.“

Vicky´s rechte Hand krallte sich in ihre Bettdecke. Sie konnte ihre Tränen nicht länger zurückhalten und begann bitterlich zu weinen. Scott nahm seiner Tochter die Tasse aus der Hand, stellte sie zu den Keksen und zog Vicky auf seinen Schoß. Vicky klammerte sich angstvoll an ihren Dad.

So war das oft vor den Untersuchungen. Vicky steigerte sich so sehr in ihre Angst hinein, dass es schon eher an Panik grenzte. Scott hatte die Hoffnung das Vicky wenn sie älter wurde, verstehen würde, das die Untersuchungen nur zu ihrem besten waren und nicht um sie zu Ärgern oder um ihr Angst zu machen.

Langsam beruhigte Vicky sich wieder. Mit verweinten Augen sah Vicky ihren Dad an. „Süße, glaubst du denn nicht, dass die Untersuchungen nur zu deinem Besten sind und nicht um dir Angst zu machen?“ Fragend schaute Scott seine Tochter an. Vicky beugte sich nach vorne und griff nach ihrem Space Shuttle Modell welches sie vorhin neben sich gelegt hatte. Nachdenklich spielte sie damit herum und antwortete ihrem Dad mit leiser Stimme. „Ich weiß, aber ich hab halt immer Angst, dass ich operiert werden muss.“ „Du machst Dir viel zu viele Sorgen.“, sagte Scott zu Vicky. „Ich weiß.“, antwortete Vicky nur und stand auf. Sie stellte das Space Shuttle zu ihren anderen Modellen auf ihre Kommode die vor ihrem Bett stand. Auf ihr standen Modelle der Saturn V auf der Startrampe, der Delta II, den Space Shuttles Discovery auf der Startrampe, Atlantis und Endeavour, der Landefähre  Eagle und über der Kommode hingen von der Decke herunter Modelle von der Apollo 11 Kommando-Kapsel Columbia und der ISS.
Vicky liebte ihre Modelle und achtete sehr darauf, dass keines davon kaputt ging. Sollte das allerdings mal eintreten konnte man darauf gefasst sein, dass Vicky solange sauer war bis das Modell repariert war oder bis sie ein neues bekam.

Sie setzte sich wieder neben ihren Dad auf ihr Bett. „Dad?“, sprach Vicky ihren Dad an. „Ja, was denn?“ Schüchtern kaute Vicky auf ihrer Unterlippe herum. „Ich hab letztens im Visitor Center im Shop ein Modell von der Ares I gesehen.“, erzählte Vicky . Mit großen Augen sah sie ihren Dad an. Grinsend stand Scott auf. „Warte mal kurz.“ Scott verließ Vicky´s Zimmer und kam kurz darauf mit einer länglichen Schachtel in der Hand wieder zurück. Fragend sah Vicky ihn an. Scott sagte nichts, sondern hielt ihr nur die Schachtel hin. Zögernd nahm Vicky sie in die Hand. Tief in ihrem Inneren hoffte sie das es das Modell der Ares I sein würde. „Ich hoffe das ist das Richtige.“, sagte Scott als Vicky die Schachtel öffnete. Und es war das Modell von dem Vicky erzählt hatte.
Vorsichtig nahm sie die Rakete aus der Schachtel und betrachtete sie von allen Seiten. Sie war ca. 15 cm groß und sah genau so aus wie die echte Ares I.
Vicky sprang auf und fiel ihrem Dad stürmisch in die Arme. „Danke Dad, sie ist wirklich toll.“ „Ich hab mir schon gedacht, dass sie dir gefällt. Kit hatte mir heute erzählt das es neue Modelle von der Ares I gibt und das hab ich mir gedacht, dass ich dir eins mitbringe. Überraschung gelungen?“, fragte Scott. „Auf jeden Fall.“, antwortete Vicky und ging zu ihrer Kommode. Dort stellte sie die Rakete zu den anderen Modellen. Dann ging sie zu ihrem Bett, verschloss die Schachtel und packte sie unter ihr Bett in einen Karton wo auch die Schachteln der anderen Modelle verstaut waren. Dann fiel sie auf Neuem ihrem Dad in die Arme.

Scott und Vicky verbrachten den restlichen Nachmittag zu Hause. Vicky erledigte noch ihre Mathematik-Hausaufgaben die sie zur Übung auf bekommen hatten, dann bereiteten Scott und Vicky gemeinsam das Abendessen vor und aßen auch gemeinsam. Am Abend sahen sie sich zusammen einen von Vicky´s Lieblingsfilmen an. „Mondscheinkinder“ hieß dieser. Er handelte von einer alleinerziehenden Mutter die eine Tochter und einen Sohn hatte. Der Sohn hatte ebenfalls die Mondscheinkrankheit, so wie Vicky. Und der Film beschrieb sehr gut wie man mit dieser Krankheit lebte.
Scott und Vicky hatten es sich während des Films auf dem Sofa gemütlich gemacht. Während des Films schlief Vicky ein. Scott schaltete den DVD-Player aus und brachte seine Tochter ins Bett. Kurze Zeit später ging er schließlich auch schlafen.



Kapitel 5 Training der Moonlights und ein unerwartetes Wiedersehen

Am nächsten Tag hatte Vicky nachmittags wieder Cheerleader-Training mit den Moonlights. Das Training fand immer Dienstag´s und Donnerstag´s statt, außer in den Ferien, weil da immer die meisten mit ihren Eltern im Urlaub waren.

Die Moonlights waren eine eigenständige Cheerleader-Gruppe bestehend aus zehn Mädchen zwischen neun und 12 Jahren. Eigenständige Cheerleader-Gruppen gab es nicht viele in den USA, die meisten gab es nur an High Schools. Aber da es in Cape Canaveral keine High School, gab waren die Moonlights eigenständig.

Da nur darüber geredet werden sollte, wie die neuen Kostüme der Mädels aussehen sollten, brauchte sich niemand umziehen und alle konnten sofort in den Trainingssaal kommen. Als alle zehn Mädchen im Trainingssaal angekommen waren, wurden sie herzlich von ihrer Trainerin Kristin begrüßt. „Hallo ihr Lieben, schön das Ihr alle da seid. Hattet ihr alle schöne Ferien?“, fragte Kristin in die Runde. Alle nickten mit dem Kopf. Kristin grinste. „Gut, heute möchte ich mit euch, wie vor den Ferien angekündigt, darüber reden, wie eure neuen Kostüme aussehen sollen. Ihr konntet Vorschläge aufzeichnen. Hat das jemand gemacht?“ Fragend sah Kristin einen nach dem anderen an. Vicky meldete sich. „Vicky, sehr schön. Dann zeig mal was du gezeichnet hast.“ Vicky holte eine Klarsichtfolie aus ihrer Tasche und setzte sich vor die anderen neben Kristin. Ihre Zeichnung legte sie vor sich. „Diesen Entwurf hab ich zusammen mit Virginia gemacht.“, erklärte Vicky und blickte in Richtung ihrer besten Freundin, die grinsend da saß. „Und wir haben uns gedacht das die Farben weiß, dunkelblau und lila gut zu uns passen, weil weiß ist das Mondlicht, dunkelblau der Nachthimmel und lila schimmert der Himmel, wenn es dunkel wird. Und so sieht unser Entwurf aus.“ Vicky hielt den Entwurf hoch so, dass alle ihn sehen konnten.

Die Oberteile hatten an den Seiten blaue Streifen, ebenso die Röcke. Der Kragen des Oberteils und der obere Rand des Rocks waren ebenfalls blau. Diagonal über das Oberteil verlief ein blauer Streifen. Darüber stand in lila „MOONLIGHTS“ geschrieben. Alles andere war weiß. Die Oberteile waren bauchfrei und die Röcke eng anliegend. Für Vicky sollte das Kostüm aus einem langen Oberteil und einer langen Hose bestehen, von innen ausgestattet mit UV-Schutzfolie.

Alle bestaunten Vicky´s und Vini´s Entwurf. „Okay, ich glaube wir brauchen uns gar keine anderen Entwürfe mehr ansehen oder selber welche zeichnen“, sagte Kristin und grinste, weil alle wie hypnotisiert auf die Zeichnung sahen. Keiner sagte etwas zu Kristin´s Satz, sondern blickten sie nur an. „Also, sollen eure neuen Kostüme so aussehen?“, fragte Kristin und zeigte auf die Zeichnung. „Ja“, sagten alle im Chor und nickten mit dem Kopf. „Gut, dann werde ich morgen mit dem Entwurf zu unserer Schneiderin fahren und dann habt ihr bald neue Kostüme“, sagte Kristin uns grinste. „Juuuuuhuuuuu“, riefen alle Mädchen im Chor. „Aber ich habe noch etwas mit euch vor“, sagte Kristin und alle Mädchen verstummten in ihrem Jubelgeschrei. „Und zwar, möchte ich mit euch in vier Wochen bei den Florida Cheerleading Champion Chips teilnehmen. Dort werdet ihr gegen die besten Cheerleader aus Florida antreten. Und dieses Jahr werden die Champion Chips im Kennedy Space Center stattfinden. Insgesamt werden 15 Mannschaften antreten. Und wer wird gewinnen?“, erklärte und rief Kristin ihrer Gruppe zu. „Die MOONLIGHTS“, riefen alle Mädchen gemeinsam. „Genau, und jetzt seit ihr entlassen. Wir sehen uns am Donnerstag. Jeder nimmt sich bitte noch einen Zettel mit der dort vorne auf dem Tisch liegt. Bis Donnerstag Mädels“, sagte Kristin und ließ ihre Mädels gehen. Jeder nahm sich noch einen Zettel, eine Einverständniserklärung für das Turnier in vier Wochen, mit und verließ den Saal.

Draußen angekommen blieben Vicky und Vini erst mal vor dem Gebäude stehen. Beide waren mit dem Fahrrad hergefahren. „Also ich fahre jetzt ins KSC und du Vini?“, fragte Vicky ihre beste Freundin. „Ich fahre nach Hause, meine Mum und ich wollten zusammen Abendessen machen.“ Vicky grinste. „Okay, dann bis morgen“, sagte Vicky zu umarmte ihre beste Freundin zum Abschied. „Bis morgen“, sagte Vini und machte sich auf den Weg. Auch Vicky machte sich auf den Weg Richtung Kennedy Space Center.

Victoria liebte es die lange Straße nach Merrit Island, auf der das Kennedy Space Center lag, lang zufahren. Wie ein Weg ins Nirgendwo der nie zu enden schien. Nach einigen Minuten war sie aber auch schon am Tor, das auf das Gelände führte, angekommen. Vicky besaß eine eigene Karte, mit der sie das Gelände jederzeit betreten konnte. Diese holte sie aus ihrer Tasche und hielt sie gegen den Kartenleser, der am Tor befestigt war. Nach einigen Sekunden ertönte ein klickendes Geräusch und das Tor öffnete sich. Vicky fuhr mit ihrem Fahrrad  auf das Gelände und stellte es an einem Unterstand, wo auch einige Autos der vielen Mitarbeiter standen, ab. Dann machte sie sich auf den Weg zum Vehicle Assembly Building, einem Gebäude wo die Ares I – Raketen für die momentanen Teststarts vorbereitet und aufgebaut wurden. Dort arbeitete ihr Dad oft. Genauso wie in der KSC Industrial Area und im Visitor Complex, wo er Führungen leitete, je nachdem was gerade anstand. Scott liebte seinen Job bei der NASA und Vicky war sehr stolz auf ihren Dad, dass er einen so coolen Job hatte.

Vicky betrat das High Bay 3 das sich im Vehicle Assembly Building befand und sah sich nach ihrem Dad um. Momentan wurde die erste Stufe einer Ares – Rakete vorbereitet. Sie stand auf Stützen in der Mitte des Gebäudes. Fasziniert ging Vicky um das riesige Triebwerk herum und sah es sich von allen Seiten an. Dann hörte Vicky Stimmen aus dem Mitarbeiterraum. Die von ihrem Dad und die einer Frau. Leise ging sie zur Tür die einen Spalt breit offen stand und lauschte.
„Ich weiß nicht wann Vicky hier ist. Ich hab keine Ahnung wie lange das Training heute dauert.“
„Verflixt Scott, dann ruf sie an.“ Vicky kannte die stimme der Frau nicht.
„Nein Laura, das werde ich nicht tun. Wenn du deine Tochter sehen willst musst du warten, aber ich kann dir nicht versprechen das Vicky dich sehen will.“ Ihr Dad klang etwas gereizt. Vicky lauschte weiter. War das wirklich ihre Mum die in dem Raum mit ihrem Dad diskutierte?
„Warum sollte sie das nicht wollen?“
„Sie weiß das du sie weggegeben hast.“
„Das hast du ihr nicht erzählt, oder?“ Die Frau klang schockiert.
Jetzt reichte es Vicky. Sie drückte die Türe ganz auf. „Doch das hat er“, die beiden Erwachsenen drehten ihre Köpfe in Vicky´s Richtung. Diese Schloss die Türe und zog ihren Fahrradhelm  und den Schutzhelm ab. „Was genau hat er dir erzählt?“, fragte ihre Mum. Vicky ging  näher auf die beiden zu und stellte sich vor ihren Dad, dieser legte seine Arme um die Schultern seiner kleinen Tochter und Vicky lehnte sich an ihn. „Er hat mir erzählt das du mich weggegeben hast, weil ihr nicht wusstet was mit mir ist. Und ihr wart nicht mal so schlau mit mir in ein Krankenhaus zu fahren. Du hast dich seit dem ich bei Dad lebe nie mehr für mich interessiert! Und jetzt nach über neun Jahren kommst du hier an?“ Vicky schrie diese Worte ihrer Mum entgegen und war dabei den Tränen nahe. Laura ging ein paar Schritte auf ihre Tochter zu.
„Vicky, Kleine...“
„Nenn mich nicht Kleine!“, fauchte Vicky ihrer Mum entgegen.

„Es tut mir Leid das ich dich weggegeben habe. Ich wusste nicht was mit dir war und war mit der Situation überfordert und...“
„Das wärst du jetzt auch noch.“, fiel Scott Laura ins Wort.
„Was?“ Laura konnte seinem Satz nicht ganz folgen.
„Ich sagte du wärst jetzt auch noch damit überfordert wenn sie bei dir Leben würde. Und es ist besser wenn du jetzt gehst. Das gerade ist zu viel für Vicky.“ Vicky drehte sich um und kuschelte sich an ihren Dad. „Okay, bis dann.“, sagte Laura und verließ den Raum. Vicky zitterte am ganzen Körper und Scott strich ihr beruhigend über die Haare. Dann betraten auf einmal Kit und Andy, die besten Freunde und Arbeitskollegen von Scott, den Raum. Die beiden waren Brüder, Andy der ältere und Kit der jüngere. „Das war doch nicht etwa Laura, oder etwa doch?“, fragte Kit und sah Scott überrascht fragend an. Scott nickte. „Doch sie war es. Nach über neun Jahren will sie ihre Tochter sehen. Das ist echt nicht zu glauben.“ Scott sah zu seiner Tochter die immer noch am ganzen Körper zitterte. Vicky sah ihren Dad an. Tränen liefen über ihre Wangen. „Ach Kleine. Ich hätte dieses Treffen am liebsten verhindert, aber bevor ich etwas unternehmen konnte war sie schon hier. Ich hab zu spät mitbekommen das deine Mum hier war. Andy wollte mich warnen, aber da war es schon zu spät.“ Scott strich seiner Kleinen die Tränen aus dem Gesicht. „Okay ihr beiden. Wie wärs wenn wir zusammen was essen gehen?“, schlug Andy vor. „Wenn du uns einlädst Brüderchen.“, sagte Kit als Antwort und grinste seinen großen Bruder an. Auch Scott musste grinsen. „Hatte ich vor. Also Scott du ziehst dich um. Wir passen in der Zeit auf Vicky auf und packen schon mal ihr Fahrrad ins Auto und wir treffen uns dann draußen.“, erkläre Andy den Plan für die nächsten Minuten. „Okay.“, sagte Scott und drückte seine Tochter sanft von sich weg. Widerwillig ließ Vicky ihren Dad los. Wortlos zog Vicky ihren Schutzhelm auf, schnappte sich ihren Fahrradhelm und ging nach draußen. Dann verlief alles wie geplant.

Nachdem Scott fertig umgezogen bei den anderen eintraf, setzten sich alle ins Auto und fuhren gemeinsam in die Stadt.



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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #5 on: April 20, 2012, 02:08:22 pm »
So Eichhörnchen, hier was ist für dich zum Lesen ;) und natürlich auch für die anderen fleißigen Leser  :D

Kapitel 2 Erster Schultag und eine peinliche Geschichte

Kapitel 3 Bastelstunde und Ängste


Ich hoffe, Eichhörnchen hat die Geschichte gefallen; mir jedenfalls sehr. DANKE
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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #6 on: April 20, 2012, 03:18:53 pm »
Na, dann gibt es für meine beiden fleißigen Leser jetzt mal ein neues Kapitel =D

Kapitel 4 Abendlicher Alltag

Kapitel 5 Training der Moonlights und ein unerwartetes Wiedersehen

Uiuiui sogar zwei Kapitel haha =D

Auch diese Kapitel haben mir gefallen - sehr schön geschrieben, man liest in einem durch und ist erschreckt, wenn dann plötzlich (leider schon) das Ende erreicht ist...
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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #7 on: April 20, 2012, 03:30:04 pm »
Kaltxi, ich möchte euch den Prolog und das erste Kapitel meiner Geschichte "Little Angel" vorstellen. Die Geschichte hat allerdings nichts mit AVATAR zu tun was überhaupt nicht schlimm ist. Aber für eine FF mit AVATAR habe ich auch schon eine grobe Idee da bin ich sehr gespannt 'drauf. Ich hoffe das euch Little Angel gefällt und ihr gerne mehr lesen möchtet  ;)
Liebe Grüße Vipkan


Prolog
Ein Mädchen: Victoria!
Ein Traum: Astronautin werden!

Kapitel 1 Alltag

Ein kurzer aber guter Anfang - weiter so...
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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #8 on: April 21, 2012, 08:37:22 am »
Hallo meine lieben Leser =D
Lust was zu lesen ?????
Dann hier für euch Kapitel 6  :)



Kapitel 6 Gemeinsames Abendessen und Erzählungen

In der Stadt angekommen gingen die Vier in ihr Lieblingsrestaurant. Vicky hatte sich wieder einigermaßen Beruhigt und auch die gesamte Stimmung war wieder besser.

Jeder bestellte sich etwas zu essen und was zu trinken und als jeder sein Getränk hatte kam Andy auf die Idee etwas zu erzählen um Vicky etwas aufzumuntern. „Vicky weißt du was heute passiert ist?“ Weiter auf ihr Getränk starrend antwortete Vicky. „Nee, was denn?“ Andy grinste als er an die lustigen Stunden dachte.

„Pass auf das war so. Es war heute ziemlich chaotisch im KSC. Es fing damit an das sämtliche Werkzeugkästen verschwunden waren. So konnte natürlich keiner an der ersten Stufe der Ares I weiterarbeiten. Dann waren Kit´s und meine Taschen verschwunden. War auch echt super. Zum Mittagessen kam keiner in die Kantine, weil die Türen abgeschlossen waren. Nach einiger Zeit kamen wir dann aber doch rein, weil jemand von Innen aufgeschlossen hat. Wer es war Wissen wir nicht. Als wir vom Essen wieder kamen waren unsere Taschen wieder da. Keine Ahnung wo die herkamen. Und auch die Werkzeugkästen standen wieder an Ort und stelle. Und später hat fast jeder der im High Bay arbeitet mindestens einmal eine Tür gegen den Kopf gekriegt. Das war die Story, aber jetzt rate mal wer für das alles verantwortlich war?“ Andy endete mit seiner Erzählung. Vicky zuckte  mit den Schutern. „Keine Ahnung.“ „Dein Dad. Angeblich meinte unser Chef er solle uns doch mal ein bisschen ärgern.“ Verärgert verschränkte Andy die Arme vor der Brust. Scott grinste vor sich hin. Vicky sah ungläubig zu ihrem Dad. „Das warst nicht wirklich alles du, oder?“ Scott grinste noch breiter. „Doch und das hat wirklich unser Chef gesagt. Und ich hatte meinen Spaß. Und ausserdem ist es sonst immer ziemlich langweilig im High Bay.“ „Toller Spaß Scott, wirklich super witzig.“ Kit guckte leicht genervt drein. Vicky fing lauthals an zu lachen. Kit, Andy und Scott guckten sie ungläubig an. Noch vor zwei Minuten war Vicky schlecht gelaunt und nun lachte sie aus vollem Halse. „Vicky, hier sind noch andere“, ermahnte ihr Dad sie. Vicky versuchte sich zurückzuhalten. „Ich stelle mir gerade Bildlich vor wie ihr alle vor der Kantine steht und nicht rein kommt“, erklärte Vicky und lachte wieder laut los. „So lustig fanden wir das gar nicht“, sagte Kit. Ungläubig sah Vicky ihn an. „Ach komm Kit, so wie ich dich kenne fandest du das auch teilweise ziemlich lustig. Und Andy ebenfalls.“ Die beiden Brüder sahen unschuldig drein blickend nach unten auf die karierte Tischdecke. Nun fing Scott an zu lachen. Vicky grinste. „Aber jetzt mal raus mit der Sprache, Scott. Wie hast du das überhaupt auf die Reihe bekommen, ohne das jemand was bemerkt hat?“, fragte Kit. „Stimmt, dass würde mich auch mal interessieren Dad.“, stimmte Vicky zu. Nun sahen alle drei Scott  fragend an. Dieser hatte sich von seinem Lachanfall erholt und sah die Drei grinsend an. „Tja, das wüsstet ihr wohl gerne, stimmt´s?“ Kit verdrehte die Augen. „Nee, wir tun nur so. Natürlich wollen wir das wissen.“, antwortete er. Scott grinste noch breiter. „Sagen wir es so: Ich war nicht der einzige der dazu aufgefordert wurde, mal ein bisschen Chaos zu veranstalten. Wir waren insgesamt zu zehnt.“, erzählte er. Entsetzt blickte Andy seinen besten Freund an. „Ist nicht dein ernst, oder?“, fragte er. Scott nickte bloß zu Antwort. Andy und Kit schüttelten mit dem Kopf. Die beiden waren sprachlos. Vicky grinste ihren Dad an. Sie fand das ganze urkomisch.

Einige Zeit später kam das Essen von den Vieren. Jeder aß schweigend sein Essen. Nur Vicky stocherte teilweise lustlos in ihren Nudeln herum. Sie dachte über ihre Mum nach, warum sie Vicky zu ihrem Dad gegeben hatte und wie das für ihn war, ob er Vicky überhaupt wollte und er davon gewusst hat das ihre Mum schwanger war. Wie war es für ihre Großeltern? Wollten sie Vicky in ein Heim bringen oder liebten sie sie von der ersten Minute an? Manchmal wenn Vicky die beiden sah kam es ihr so vor als ob sie Vicky gar nicht richtig mochten. Und bei ihrem Dad hatte sie Angst das er sie gar nicht so sehr lieb hatte wie er es immer sagte.

Vicky brauchte fast doppelt so lange wie die anderen bis sie aufgegessen hatte. Eigentlich hatte sie gar keinen richtigen Hunger, aber sie wollte das nicht sagen um Andy nicht zu enttäuschen. Immerhin hatte er alle eingeladen.
Auf dem Weg nach Hause sagte Vicky kein Wort. An dem Haus, in dem sie mit ihrem Dad seit ungefähr anderthalb Jahren alleine in einer schönen Wohnung wohnte, angekommen stieg sie ohne ein Wort zu sagen aus dem Auto aus, holte ihren Schlüssel aus ihrer Tasche und ging rein. Oben in der Wohnung ging Vicky sofort in ihr Zimmer und zog sich ihre Schlafsachen an.
Ihr Dad brachte währenddessen noch Vicky´s Fahrrad in den Unterstand neben dem Haus und ging dann ebenfalls nach oben in die Wohnung. Dort ging er in das Zimmer seiner Tochter. Doch diese war dort nicht zu finden. Auch ihre Bettdecke und ihr Kissen lagen nicht mehr auf ihrem Bett. Scott ging in sein Schlafzimmer. Da fand er schließlich auch seine Tochter die es sich auf seinem Bett bequem gemacht hatte. „Was wird das denn?“, fragte Scott. „Darf ich bei dir schlafen?“, antwortete Vicky . „Das war zwar nicht meine Frage, aber Ja darfst du.“ Vicky lächelte ihren Dad an und kuschelte sich unter ihre Decke. Scott zog sich um und legte sich neben seine Tochter unter seine Decke.

Da er ein großes Bett hatte war es kein Problem das Vicky bei ihm schlief, was nicht mehr so oft vorkam.

„Dad, darf ich dich was fragen?“ Scott drehte sich zu seiner Tochter. „Natürlich darfst du das.“
„Wie war das damals als ich zu dir gekommen bin? Und wie war das für dich und...“
„Hey Vicky langsam eine Frage nach der anderen“, unterbracht Scott seine Kleine in ihrem Redeschwall und strich ihr durch die Haare.
„Also das war so. Ich saß in meinem Zimmer auf meinem Bett und hatte ein Bild von mir und deiner Mum in der Hand. Zu dem Zeitpunkt waren wir schon einige Monate nicht mehr zusammen und ich habe sie sehr vermisst. Es klingelte auf einmal an der Tür. Ich bin runter gelaufen, hab die Tür geöffnet und es war weit und breit niemand zu sehen. Dann hab ich erst bemerkt das auf dem Boden ein kleines Baby in einer Decke eingewickelt lag und friedlich schlief. Auf der Decke lag ein Brief mit meinem Namen drauf. Es war die Handschrift deiner Mum, das hab ich sofort erkannt. Inzwischen standen auch deine Großeltern hinter mir. Ich hab dich dann auf den Arm genommen und reingebracht und dann hab ich gemeinsam mit deinen Großeltern den Brief gelesen. In dem stand das dieses kleine Wesen und meinen Armen meine Tochter ist und das etwas mit ihr nicht stimmt und das ich bitte auf sie aufpassen soll. Deine Großeltern waren schockiert. Sie haben sich darüber aufgeregt das ich so unvorsichtig war, aber ich hab ihnen gar nicht richtig zugehört. Ich habe nur auf dich geachtet. Klar haben sie sich zurecht aufgeregt. Immerhin bin ich ein paar Tage vorher selbst erst 13 geworden und nun lag da in meinen Armen ein kleines Mädchen das meine Tochter sein sollte. Was ja auch stimmte. Du hast von Anfang an mir ähnlicher gesehen als deiner Mum. Und ich wusste überhaupt nichts davon das sie schwanger war. Die ganze Zeit hab ich darüber nachgedacht was deine Mum damit meinte das etwas mit dir nicht stimmt. Und dann, nach einigen Untersuchungen in Orlando, kam die Diagnose: Xeroderma Pigmentosum, ein seltener Gendefekt. Ab da war klar das du in deinem ganzen Leben nicht in die Sonne darfst.
Danach hab ich mich oft mit deinen Großeltern gestritten. Sie meinten ich sei noch zu unreif um auf ein kleines Kind aufzupassen. Ich durfte mich so gut wie nie um dich kümmern. Ich hatte echt Angst das du mich irgendwann gar nicht als dein Dad sehen würdest. Aber ich hab ihnen ganz schnell das Gegenteil bewiesen.“
Fragend sah Vicky ihren Dad an der mit seiner Erzählung endete. Vicky hatte ihm die ganze Zeit aufmerksam zugehört. „Und wie hast du das gemacht?“ Scott grinste. „Du möchtest das also Wissen?“ Vicky nickte.
„Okay, also pass auf. Ich saß an meinen Hausaufgaben als deine Grandma in mein Zimmer kam und meinte das sie und dein Grandpa mal kurz weg müssten und das sie dich aber nicht mitnehmen, weil du am schlafen warst. Ich hab sagte das das kein Problem sei. Während du schliefst konnte ich meine Hausaufgaben fertig machen. Doch deine Großeltern waren länger weg als ich dachte und als ich gerade mit meinen Hausaufgaben fertig war wurdest du wach und fingst an zu schreien. Bisher durfte ich dich nie aus deinem Bettchen holen, was natürlich im Schlafzimmer deiner Großeltern stand, weil sie ja meinten ich sei zu unreif um mich um dich zu kümmern, wie ich dir ja eben schon erzählt habe. Aber ich konnte dich ja schlecht einfach schreien lassen. Also hab ich dich aus deinem Bettchen geholt, hab dich in eine Brusttragetasche gesetzt, die kennst du ja, und hab dir dann deine Flasche gemacht. Danach hab ich dich mit in mein Zimmer genommen, dich gefüttert und danach gewickelt. Dann hab ich dich in mein Bett gelegt, ich hab mich neben dich gelegt und wir sind zusammen eingeschlafen. Und das alles hat geklappt ohne das du einmal Theater gemacht hast. Bei deiner Grandma hast du nur Theater gemacht, wolltest nicht essen, beim Wickeln hast du nur geschrien und wolltest auch nicht schlafen.“ Scott hörte auf zu erzählen. Vicky sah ihn erstaunt an. „Hab ich echt nur Theater gemacht bei Grandma? Aber warum?“ Scott grinste. „Ich war der erste der dich auf dem Arm hatte als du bei uns warst. Und du bist bei mir auf dem Arm wachgeworden und ich hab zu dir gesagt das ich dein Dad bin. Das scheinst du dir gemerkt zu haben. Und ich bin auch vorsichtig mit dir umgegangen, deine Grandma war immer sehr grob. Sie meinte immer du müsstest lernen das im Leben nicht alles so läuft wie man es sich wünscht.“ Vicky guckte ungläubig. „Aber mit Kindern bzw. mit Babys muss man doch vorsichtig sein. Wie ging es weiter?“ Vicky konnte aus kaum erwarten das ihr Dad weiter erzählte. Scott grinste und erzählte weiter.
„Als deine Großeltern nach Hause kamen bin ich wach geworden, weil sie ziemlich laut waren. Sie sind sofort ins Schlafzimmer gerannt. Und wie sie gesehen haben das du dort nicht mehr bist kamen sie natürlich sofort zu mir. Sie haben total blöd geguckt als sie dich in meinem Bett haben friedlich schlafen sehen. Sie wollten dich natürlich sofort mit zu sich ins Wohnzimmer nehmen, aber ich hab knallhart gesagt `Nein, das könnt ihr vergessen, meine Tochter bleibt bei mir und jetzt seit leise`. Da hat deine Grandma total gereizt gesagt `Okay, sieh zu wie du mit ihr klar kommst. Ich sag dir direkt das ist nicht einfach`. Ich hab mir nur daraufhin gedacht `Auf jeden Fall besser als du mit ihr`.
Und nach dieser Sache hab ich nachmittags nachdem ich mit den Hausaufgaben fertig war auf dich aufgepasst. Es war mir egal was deine Grandma dazu meinte. Dein Grandpa hat irgendwann eingesehen das ich super mit dir klar komme und hat dein Bettchen in mein Zimmer gestellt. Nur deine Grandma ist bis heute noch der Meinung ich wäre nicht dazu fähig dich vernünftig zu erziehen.“ Scott endete mit seiner Erzählung. Nachdenklich sah Vicky ihren Dad an. „Ist das der Grund weshalb Grandma immer so komisch ist wenn sie hier ist oder wir bei ihnen?“, fragte Vicky. Scott nickte. „Sehr wahrscheinlich schon. Aber mach dir da nichts drauss. Sie hat dich trotzdem lieb.“ Vicky nickte bloß mit dem Kopf. Mit etwas traurigem Blick sah sie ihren Dad an. „Hey Süße, was ist los?“ Scott strich seiner Tochter sanft über die Wange. „Hast du mich lieb Dad? So sehr wie du es immer sagst?“ Sanft zog Scott seine Kleine zu sich. Vicky kuschelte sich sofort an ihren Dad. „Natürlich hab ich dich so lieb wie ich es immer sage. Sonst hätte ich mich damals nicht gegen deine Grandma durchgesetzt und mich einfach um dich gekümmert. Du bist meine Tochter und das wirst du immer sein.“ Vicky lächelte. „Das ist schön.“ Auch Scott lächelte und gab Vicky einen Kuss auf die Stirn. Dann schaltete er den Wecker ein und machte das Licht aus. Kurze Zeit später waren beide eingeschlafen.


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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #9 on: April 21, 2012, 03:34:24 pm »
Hallo meine lieben Leser =D
Lust was zu lesen ?????
Dann hier für euch Kapitel 6  :)


Kapitel 6 Gemeinsames Abendessen und Erzählungen


Guten Abend Vipkan,
zu später Stunde eine angenehme Lektüre. Sehr schön finde ich den Teil, wo Scott seiner Vicky erzählt, wie sie zu ihm kam.
Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Kapitel.
Dir noch einen schönen Abend.
Liebe Grüße
Jaknun
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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #10 on: April 26, 2012, 12:43:41 pm »
Hallooooo, hier ist Kapitel 7 :D

Kapitel 7 Tag der Untersuchung Teil 1

Eine Woche später war es schließlich soweit. Vicky musste nach Orlando in die Klinik. Am Vorabend hatte sie sich noch sehr mit ihrem Dad gestritten, weil sie mit allen mitteln durchsetzen wollte die Untersuchung ausfallen zu lassen. Dabei hat sie ihm aus lauter Wut fasst ihr Handy gegen den Kopf geworfen. Das hat Scott daraufhin einkassiert und Vicky sollte es erst wieder bekommen wenn die Untersuchung vorbei ist.

Als Scott seine Tochter am Morgen um halb sechs weckte war er schon fertig angezogen und hatte schon Frühstück gemacht. Vicky durfte trotz des Streits am Abend bei ihrem Dad schlafen. „Ich will nicht aufstehen!“ Vicky verkroch sich unter ihrer Decke. Scott hatte überhaupt keine Lust auf dieses Theater. Doch Vicky zu liebe blieb er ruhig. Er setzte sich zu Vicky und zog ihr die Decke vom Kopf. „Victoria Moonlight McLeod würdest du bitte aufstehen?“, bat Scott seine Tochter. Doch Vicky dachte gar nicht daran aufzustehen. Protestiv kroch sie unter die Decke von ihrem Dad. „Okay, dann eben anders“, sagte Scott und stand auf. Er stellte sich vor das Bett, packte beide Decken und zog sie mit einem Ruck vom Bett runter. „Dad es ist kalt!“, meckerte Vicky. „Es wird gleich noch kälter wenn du nicht auf der Stelle aufstehst. Dann gibt’s nämlich eine kleine Abkühlung in Form von kaltem Wasser“, Scott ging zu seiner Tochter und setzte sich zu ihr. „Ich bin noch müde“, sagte Vicky und kuschelte sich an ihren Dad. „Ich weiß Süße, aber du musst jetzt aufstehen. Wir müssen in einer Stunde fahren. Und ich möchte das du vorher noch was isst. Ich hab dir auch schon was zum Anziehen auf dein Bett gelegt.“ Langsam setzte Vicky sich auf und rieb sich die Augen. Müde blickte sie ihren Dad an. Scott lächelte. „Na komm Kleine, so schlimm wird’s nicht werden“, Vicky streckte sich und stand auf. „Machst du mir einen Kakao?“ Scott stand. „Ja mach ich dir“, sagte er und machte sich auf den Weg richtung Küche. Vicky ging in ihr Zimmer und nahm sich die Sachen vom Bett die ihr Dad ihr hingelegt hatte.

Ein weißer Trainingsanzug der an den Ärmeln der Jacke und an der Hose blaue Streifen hatte. Der Reißverschluss war ebenfalls blau. Links auf der Jacke auf Brusthöhe war das Logo der NASA aufgestickt. Dazu ein passendes weißes T-Shirt mit einem Delphin-Bild, saubere Socken und Unterwäsche.

Vicky ging ins Bad, dort duschte sie, cremte sich mit Sonnencreme ein und zog sich an. Ihre noch nassen Haare flocht sie zu zwei Zöpfen. Dann verließ sie das Bad und ging zu ihrem Dad in die Küche. Dort setzte sie sich auf ihren Platz an den Tisch. Ihr Dad stellte ihr eine Tasse Kakao hin und setzte sich auf den Platz gegenüber. Grinsend sah er Vicky an. „Wie süß, meine Tochter mit Zöpfchen.“ Vicky grinste und nahm sich die Dose mit den Cornflakes. „Bin zu faul mir die Haare zu föhnen.“ Sie kippte sich Cornflakes in die Schüssel die vor ihr auf dem Tisch stand und danach Milch darüber. „Ach so, brauchst du ja auch nicht“, sagte Scott und nahm sich ebenfalls Cornflakes.

Nach dem Frühstück räumten die beiden gemeinsam den Tisch ab. Dann war es auch schon bald Zeit loszufahren. Vicky zog sich ihre Schuhe an und einen weißen Schutzhelm. Vicky´s Schutzhelme waren keine direkten Helme. Es waren normale Kappen für Mädchen an denen die Folie und der Schutzstoff der über den Nacken und die Schultern ging mit Druckknöpfen befestigt waren, so dass Vicky sie nach belieben ändern konnte.
Sie schnappte sich ihre Tasche in der sie ihr Lieblingsbuch „One small step“ verstaut hatte, eines ihrer Kuschelkissen und los ging es nach Orlando.

Gemeinsam verließen Scott und Vicky die Wohnung und gingen nach unten. Draußen schaute Vicky genervt nach oben in den noch fast dunklen Himmel. Scott ging an seiner Tochter vorbei zum Auto. „Komm jetzt Victoria“, sagte er vorbeigehen zu ihr. Missmutig folgte Vicky ihrem Dad zum Auto und setzte sich auf ihren Kindersitz auf dem Beifahrersitz. Victoria schnallte sich an und lehnte ihren Kopf gegen die Scheibe. „Ich bin müde und mir ist kalt“, sagte sie in genervtem Ton. Scott startete den Motor und fuhr los. „Zu der ersten Sache: Du hättest ja nicht bis halb Elf so ein Theater machen müssen, dann wärst du jetzt ausgeschlafen. Und zu der zweiten Sache: Es wird gleich wärmer“, sagte Scott zu seiner Tochter und schaute kurz zu ihr.

Vicky durfte aus dem Grund bei ihrem Dad schlafen, weil sie stundenlang Theater gemacht hat und nicht in ihrem Bett schlafen wollte. Scott hatte schließlich irgendwann nachgegeben und Vicky zu sich in sein Bett geholt, sonst wäre das vermutlich noch die ganze Nacht so gegangen und Vicky hätte gar nicht geschlafen. Auch das ist schon ein paar mal vorgekommen. Nicht nur bei Untersuchungen, auch einfach so hat Vicky manchmal kein Problem damit einfach die ganze Nacht wach zu bleiben. Und an dem Tag danach ist sie meistens unerträglich.

„Wann krieg ich den mein Handy wieder?“, fragte Vicky und sah ihren Dad fragend an. „Eventuell heute Abend oder morgen früh. Je nachdem wie du dich heute benimmst“, erklärte Scott seiner Tochter. Reumütig sah Vicky auf ihre Hände. „Das von gestern tut mir leid Dad. Ich wollte das nicht.“
„Warum hast du es dann gemacht?“
„Ich weiß es nicht“, antwortete Vicky so leide das Scott es kaum verstand.
„Naja, immerhin hast du dich entschuldigt. Das finde ich sehr vernünftig von dir. Und ich nehme deine Entschuldigung auch an. Aber ich möchte das sowas nicht nochmal vorkommt, versprichst du mir das?“ Abwartend blickte Scott zu seiner Tochter rüber. „Ich verspreche es dir Dad. Hoch und heilig“, antwortete Vicky und sah zu ihrem Dad. „Damit ist das jetzt geklärt und ich bin nicht mehr sauer auf dich“, sagte Scott und lächelte Vicky an. Diese grinste.

Die restliche Fahrt verlief ruhig. In Orlando auf dem Klinik-Parkplatz angekommen zog Vicky sich im Auto ihren Schutzhelm und die Handschuhe wieder an uns stieg dann aus. Gemeinsam mit ihrem Dad ging sie richtung Klinik-Gebäude das auf der gegenüberliegenden Straßenseite lag. Ängstlich schaute Vicky auf das große Gebäude und danach zu ihrem Dad. Aufmunternd lächelte Scott sie an. „Hey, nun guck nicht so. Kopf hoch, das wird schon nicht so schlimm werden wie du es dir wieder ausmalst.“
Gemeinsam betraten sie die Klinik und gingen zur Anmeldung. Scott meldete seine Tochter an. Vicky stand unschlüssig im Foyer und dachte darüber nach wie sie am besten abhauen könnte. Aber bevor sie auch nur einen Fluchtversuch unternehmen konnte kam ihr Dad schon auf sie zu. „Komm Vicky“, sagte er zu ihr. Doch Vicky bewegte sich keine Millimeter. Scott nahm Vicky an die Hand und zog sie hinter sich her. Widerwillig kam Vicky mit. Sie gingen zu den Aufzügen und fuhren auf die dritte Etage – die Dermatologie. Dort ging es erstmal wieder an die Anmeldung wo Scott bescheid sagte das Vicky da war. Danach setzten sie sich in den Wartebereich. Mit angenervtem Blick und verschränkten Armen saß Vicky auf dem Stuhl und blickte stur geradeaus. „Victoria Moonlight, also langsam übertreibst du es“, sagte Scott. Doch bevor Vicky etwas dazu sagen konnte betrat eine junge Krankenschwester den Wartebereich. Freundlich lächelte sie in Vicky´s Richtung. „Victoria McLeod?“, fragte sie. „Ja, das bin ich!“, antwortete Vicky mit zitternder Stimme. Aufmunternd lächelte die Krankenschwester ihr entgegen. „Kommst du bitte mit?“ Vicky nickte und folgte ihr zögernd.

Sie gingen in ein Behandlungszimmer. In der Mitte des Raumes blieb die junge Krankenschwester namens Caroline stehen und drehte sich zu Vicky um die in der Nähe der Tür stehengeblieben war. „Setz dich schon mal auf die Liege“, sagte sie zu Vicky und deutete auf die Liege. Langsam setzte Vicky sich in Bewegung und setzte sich. „Mrs. Miller wird gleich bei dir sein“, sagte Schwester Caroline und legte Vicky´s Akte auf den Schreibtisch der im Raum stand. Mrs. Miller war die Ärztin die Vicky seit sie klein war regelmäßig untersuchte. Vicky nickte mit dem Kopf. Schwester Caroline lächelte und verließ den Raum. Kurze Zeit später betrat Mrs. Miller – die eigentlich Susan hieß – das Behandlungszimmer. Nun konnte die Untersuchung beginnen.
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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #11 on: May 05, 2012, 12:32:15 pm »
Hallöchen zusammen!  ;)

Ich freue mich als der dritte im Bunde der kommentierenden Leser dazuzustoßen. :D

@Vipkan
Sehr schön geschrieben, ma tsmuke. :)
Mir gefällt die Geschichte sehr gut. Mir scheint du hast Talent für so was. ;)

[...]für eine FF mit AVATAR habe ich auch schon eine grobe Idee.[...]

 ???

Wirklich????
Wenn dem so ist würde es mich freuen eine solche lesen zu können!
Eine Fan-Fiction über Avatar, welche so frisch und frei geschrieben ist wie diese, wäre eine weiter Bereicherung des Fan-Fiction Boards.
Ich hoffe sie erscheint bald. ;) ;) ;)

So viel erstmal von mir. ;D

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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #12 on: May 05, 2012, 01:04:18 pm »
Hey Jake =)

freut mich das dir Little Angel gefällt.
Die AVATAR-FF werde ich ganz bestimmt auch hier ins Forum stellen, damit hier mal wieder Leben rein kommt.
Sie trägt übrigens den Namen: Gemeinsam sind wir stark!!!
Aber mehr verrate ich noch nicht :D

Kleine Info an alle meine Leser:
Ich werde mit Little Angel am Bundeswettbewerb "Treffen Junger Autoren" teilnehmen!!!
Wer weiß, vielleicht habe ich ja eine Chance ;)

Lg
Vipkan

P.s. das nächte Kapitel kommt bald =) bzw. gleich :D
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Offline Jake.S

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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #13 on: May 05, 2012, 01:47:12 pm »
P.s. das nächte Kapitel kommt bald =) bzw. gleich :D

 ???
Wirklich???

Jippie!!! :D
      Naja, einer muss doch auch zur RDA halten, oder nicht?  ::) Und ein Hubschrauber ist nun mal cooler als ein Vogel. :P

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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #14 on: May 05, 2012, 02:45:58 pm »
Hallo Jake,
ich bin mal so nett und stell das neue Kapi on =)

Kapitel 8 Tag der Untersuchung Teil 2

Angstvoll blickte Vicky in Susan´s Richtung. Schon seit Vicky klein war wurde sie von Susan untersucht und durfte sie, seit sie reden konnte, mit ihrem Vornamen ansprechen.
Susan lächelte sie freundlich an. „Hallo Vicky, wie geht’s dir?“ Vicky reichte Susan die Hand. „Danke, gut“, antwortete Vicky schüchtern und sah auf ihre Hände. Susan zog sich einen Stuhl an die Liege auf der Vicky saß und setzte sich ihr gegenüber. „In welcher Klasse bist du jetzt, Vicky?“, fragte Susan und sah Vicky freundlich lächelnd an. Vicky zögerte. „In der vierten“. „Wirklich? Und macht es dir Spaß?“ Vicky nickte.

Bei jeder Untersuchung redete Susan erst einmal mit Vicky. So versuchte sie Vicky ihre Angst zu nehmen. Manchmal gelang er ihr einigermaßen oder auch gar nicht. Einmal war es so das Vicky vollkommen ausgerastet ist und Susan angeschrien hatte. Sie hat sich auf den Boden geworfen und um sich geschlagen und getreten. Susan hatte daraufhin noch andere Ärzte zu sich gerufen. Vier Ärzte mussten Vicky festhalten und einer gab ihr eine Beruhigungsspritze damit Susan endlich mit der Untersuchung anfangen konnte. Diese Geschichte würde Vicky so schnell nicht vergessen.

Immer noch lächelte Susan in Vicky´s Richtung. „Was habt ihr denn bisher alles in der Schule im Unterricht gemacht?“ Auf einmal wurde Vicky hellhörig und hob den Kopf und grinste. „In Astronomie haben wir aus verschiedenen Sachen eigene Modelle gebastelt und aufgehangen“, erzählte Vicky und grinste ganz stolz. „Echt? Aus was genau habt ihr die gebastelt?“, fragte Susan in neugierigem Ton und sah Vicky abwartend an. Vicky überlegte. „Aus Klopapier Rollen, Eisstäbchen, leere Dosen und Flaschen und ganz viel mehr“. Vicky grinste. „Das ist ja toll. Und wie sah dein Modell aus?“, fragte Susan und Vicky grinste noch breiter. „Wie die ISS“, antwortete Vicky und ihre Augen leuchteten förmlich. „Warum hab ich mir das bloß schon gedacht?“, fragte Susan und stand von dem Stuhl auf dem sie saß auf. Susan stellte den Stuhl zurück an den Schreibtisch und drehte sich zu Vicky um. Victoria wusste was nun auf sie zu kam. Leicht ängstlich sah sie Susan an, diese lächelte freundlich. „Nun guck nicht so. Du weißt doch das du gar nicht so ängstlich sein brauchst“. Langsam ging Susan auf Vicky zu und nahm Vicky´s Hände in ihre. Zögernd versuchte Vicky sich zu erklären: „Ich weiß, aber...“ „Kein aber! Jetzt zieh dich mal aus und dann fangen wir an“, fiel Susan Vicky ins Wort. Susan setzte sich an den Schreibtisch und tippte etwas in den Computer ein der darauf stand, während Victoria langsam  von der Liege aufstand und sich ihre Sachen auszog.
Fertig ausgezogen legte Vicky sich wieder auf die Liege. Susan stand vom Schreibtisch auf, zog sich Untersuchungshandschuhe an und ging zu Vicky an die Liege. „Okay, dann wollen wir mal anfangen“, sagte Susan zu Vicky und lächelte sie aufmunternd an. Krampfhaft versuchte Vicky zurück zu lächeln, woran sie aber kläglich scheiterte.

Mit geübtem Blick begann Susan jeden Millimeter von Vicky´s Körper nach Veränderungen abzusuchen. Zwischendurch schrieb sie immer wieder etwas auf einen Zettel.
Vicky hasste es einfach so da zu liegen und darauf zu warten, dass Susan endlich mit der Untersuchung fertig war. Jedes mal hoffte Vicky auf´s neue das Susan nicht länger als eine halbe Stunde brauchen würde, doch leider musste Vicky immer wieder feststellen, dass es doch immer wieder bis zu drei Stunden dauern konnte, manchmal auch nur zwei. Doch trotzdem kam es Vicky immer wie eine halbe Ewigkeit vor die sie so schutzlos da lag und die Untersuchung über sich ergehen lassen musste. Manchmal kam es sogar vor das Vicky während der Untersuchung einschlief, weil es so langweilig für sie war. Für Susan war dies wiederrum von Vorteil, da Vicky so wenigstens nicht rum meckern konnte. Auch bei dieser Untersuchung war es nicht anders. Nach einigen Minuten sank Vicky ins Land der Träume und Susan konnte in Ruhe ihre Untersuchung beenden.
Zwei einhalb Stunden später war sie mit der Untersuchung fertig und versuchte Vicky zu wecken. „Vicky aufwachen, du hast es hinter dir.“ Langsam öffnete Victoria die Augen. Susan grinste Vicky an. „Na, wieder wach?“, fragte sie. Vicky nickte zur Antwort. „Du kannst dich wieder anziehen“, sagte Susan. „Du hast es hinter dir.“ Vicky grinste, stand auf und begann sich anzuziehen. Als sie sich gerade ihr T-Shirt anziehen wollte bemerkte Vicky das Pflaster in ihrer linken Armbeuge. Gespielt böse sah sie Susan an. „Du hast mir wieder Blut abgenommen.“ Susan grinste. „Ja, habe ich. Die Ergebnisse sollten in ungefähr einer Stunde da sein.“ Vicky zog den Reißverschluss ihres Trainingsanzug zu. „Okay, ich sags´s meinem Dad“, sagte sie fröhlich und zog sich ihre Schuhe an. Sie verabschiedete sich noch von Susan und verließ den Behandlungsraum.

Vicky ging zum Wartebereich wo sie vor der Untersuchung von der freundlichen Krankenschwester abgeholt worden war. Doch ihr Dad saß dort nicht mehr. Vicky bekam etwas Angst. Hilfesuchend schaute sie sich um und erkannte die Krankenschwester wieder die an der Anmeldung saß. Schüchtern ging Vicky auf sie zu. Als sie Vicky erblickte lächelte sie sie freundlich an. „Du bist Victoria McLeod richtig?“, fragte sie und Vicky nickte schüchtern. Immer noch freundlich lächelnd drehte sie sich um und nahm etwas von dem Schrank der hinter ihr stand und reichte es Vicky. „Das hier soll ich dir geben. Dein Dad wartet unten auf dich.“ Vicky zog ihre Jacke, Handschuhe und ihren Schutzhelm an. Sie lächelte der Krankenschwester noch freundlich entgegen und ging dann zu den Aufzügen.
 
Unten angekommen sah Vicky sich im Foyer suchend nach ihrem Dad um. Schließlich sah sie ihn draußen vor der Klinik, doch er war nicht allein. Eine Frau stand bei ihm. Als Vicky näher ran ging erkannte sie wer diese Frau war und konnte es nicht fassen, dass sie sich tatsächlich hier hin traute. In den letzten Tagen hatte Vicky immer wieder ein fremdes Auto vor dem Haus stehen sehen in dem eine Frau saß. Und das war auch sie gewesen. Zwischendurch ist sie auch mal ausgestiegen. Doch nie hatte sie sich getraut zu klingeln. Vicky hatte sie zwischendurch immer mal wieder beobachtet. Die Frau, die über neun Jahre lang nichts von ihr Wissen wollte und die jetzt nicht besseres zu tun hatte als Vicky und ihren Dad auf Schritt und Tritt zu verfolgen: Laura, Vicky´s Mum!

Wut entbrand ging Vicky schnellen Schrittes nach draußen zu ihrem Dad. Als er Vicky erblickte lächelte er und ging auf sie zu. Doch der Blick seiner Tochter verriet ihm, dass irgendetwas überhaupt nicht in Ordnung war. Und er wusste auch was, oder besser wer, sie so aus der Fassung brachte. Vicky blieb vor ihm stehen und sah ihn fragend und gleichzeitig wütend an. Scott nahm Vicky an der Hand und zog sie zur Seite, etwas weiter von Laura weg. „Was zum Teufel macht sie hier?“, platze Vicky mit ihrer Frage heraus als sie stehen geblieben waren. „Ich hab keine Ahnung. Als ich vorhin hier draußen stand hab ich sie auf der anderen Straßenseite stehen sehen. Dummerweise hat sie mich auch gesehen und kam dann hier rüber“, erklärte Scott seiner Tochter die kurz davor war komplett aus zu rasten. „Und was zum Kuckuck will sie hier?“ Scott fasste seine Tochter an den Schultern und sah ihr ins Gesicht. „Ich weiß nicht genau was sie hier will, aber ich denke das sie wegen dir hier ist.“ Genervt sah Vicky ihren Dad an. „Seit letzter Woche verfolgt sie uns auf Schritt und Tritt. Ich hab da echt keine Lust mehr drauf!“ Scott zog Vicky in seine Arme. „Mich nervt das auch und das hab ich ihr auch gesagt. Aber leider ist deine Mum immer noch so uneinsichtig wie damals.“

Vorsichtig sah Vicky zu ihrer Mum rüber, in der Hoffnung das diese nicht die selbe Idee hatte. Doch dem war leider nicht so. Fröhlich lächelnd sah sie Vicky an und kam zu ihr und Scott. Mit geöffneten Armen ging sie genau auf Victoria zu. „Vicky meine Kleine, wie geht’s dir? Was hat deine Ärztin gesagt? Ist alles Okay?“ Wütend sah Vicky ihrer Mum ins Gesicht. Sie ließ ihren Dad los und drehte sich zu ihrer Mum um. „Erstens. Nenn mich nicht „Kleine“. Zweitens: Was mit mir ist geht dich gar nichts an. Und drittens: Hör auf Dad und mich auf Schritt und Tritt zu verfolgen!!!“ Den letzten Satz schrie Vicky ihrer Mum förmlich ins Gesicht. Tränen sammelten sich in Laura´s Augen. Wütend sah sie Vicky an. „Okay, aber glaube nicht das ich so schnell aufgebe. Irgendwann wirst du bei mir Leben. Das ist das einzige was ich will.“ Laura drehte sich um und ging. Scott und Vicky schüttelten fassungslos mit dem Kopf. „Diese Frau hat doch echt nicht mehr alle Tassen im Schrank“, bemerkte Vicky und sah ihren Dad an. „Da sagst du was. Mich würde es nicht wundern wenn sie irgendwas im Schilde führt. Dieser Frau kann man nicht trauen. Aber jetzt mal ein anderes Thema: Sollen wir noch mal zu Susan kommen?“ Fragend sah Scott seine Tochter an. Diese nickte. „Ja, in ca. 45 Minuten sollen wir wieder bei ihr sein. Sie hat mir wieder Blut abgenommen“, erklärte Vicky uund zeigte auf ihren linken Arm. Scott grinste. „Okay, was hältst du davon wenn wir solange in den Park gehen?“, fragte Scott und Vicky nickte mit dem Kopf. „Gut, dann lass uns gehen“, sagte Scott und gemeinsam machten sie sich auf den Weg in den Park. Vicky liebte den Park der sich direkt hinter der Klinik befand. Er war voll mit bunten Blumen und in der Mitte war ein großer See. Außen um den See herum war ein breiter Rasenstreifen. Dort setzten Scott und Vicky sich hin und sahen einfach auf den See. Keiner dachte mehr an Laura die versuchte ihr Leben durcheinander zu bringen. Oder an die Testergebnisse die sie bald erfahren würden. Das einzige was in diesem Moment zählte, war die Ruhe um sie herum und das sie sich hatten. Oft hat Scott Angst davor seine Tochter eines Tages zu verlieren. Denn Vicky´s Krankheit verbarg mehr Risiken als gedacht. Darum schätzte Scott solche Momente der Ruhe und auch für Vicky waren sie was besonderes. Sie kuschelte sich an ihren Dad, schloss die Augen und genoss die Stille.
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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #15 on: July 05, 2012, 06:59:04 pm »
Kaltxi ma Vip'kan,
soeben Kapitel 7+8 "verschlungen".
Beide waren flüssig geschrieben und das Lesen hat Spaß gemacht.
Ich hoffe, daß es für Vicky positive Nachrichten bezüglich ihrer Krankheit gibt  :)
Wann gibt es Neues zu lesen?

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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #16 on: July 11, 2012, 11:04:46 am »
Hier Kapitel 9 für meine lieben Leser :)


Kapitel 9 Ergebnisse und nervende Grandma

Nach einer halben Stunde, die sie schweigend am See gesessen hatten, machten Scott und Victoria sich auf den Rückweg zur Klinik. Langsam schlenderte Vicky hinter ihrem Dad her. Dabei sah sie nachdenklich auf den Boden und kickte ein paar kleine Steine vor sich her. Scott blieb stehen und drehte sich um. Schon mehrmals hatte er sie gerufen, doch Vicky ging immer noch so langsam um blickte wie Hypnotisiert auf den Boden. Scott blieb so lange stehen bis seine Tochter an ihm vorbei war und ging dann weiter. Diesmal ging er hinter ihr. Vorsichtig schlich er sich nahe hinter sie. Vicky bemerkte es nicht. Sie war weiterhin damit beschäftigt Steine wie einen Fussball vor sich her zu kicken. Mit einer schnellen Bewegung packte Scott seine Tochter um den Schultern und den Kniekehlen und hob sie doch. Erschrocken quiekte Vicky auf und sah ihren Dad böse an. „Musst du mich so erschrecken?“, meckerte sie. Scott grinste. „Wenn du wie eine kleine Schnecke daher schleichst und vollkommen abwesend Fussball mit Steinen spielst bleibt mir gar nichts anderes übrig. Ich hab dich mehrmals darum gebeten schneller zu gehen, aber du hast mir ja kein bisschen zugehört.“ Vicky wurde leicht rot um die Nase. „Oh, hab ich nicht gehört“, sagte sie leicht beschämt. Scott lachte. „Das hab ich gemerkt.“ „Lässt du mich wieder runter?“, fragte Vicky. Doch Scott schüttelte den Kopf. „Nein!“

Vor dem Büro von Susan lies Scott seine Tochter erst wieder runter. Böse sah Vicky zu ihm hoch. „Das war gemein!“ Scott zuckte mit den Schultern und klopfte an die Tür. Als sie von drinnen ein gut gelauntes „Herein“ vernahmen betraten Scott und seine Tochter das Büro. Susan saß an ihrem Schreibtisch und hatte einige Zettel vor sich liegen. Als die beiden den Raum betraten sah Susan von ihrer Arbeit auf und lächelte. „Ahhh ihr beiden seit es. Setzt euch doch bitte“, sagte Susan lächelnd und deutete auf die beiden Stühle die vor dem Schreibtisch standen. Scott und Vicky setzten sich während Susan noch kurz auf ihre Unterlagen schaute. Susan sah von ihren Zetteln auf die vor ihr lagen und sah Scott mit ernstem Blick an. „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht.“ Ängstlich sah Vicky erst zu Susan, dann zu ihrem Dad und wieder zurück zu Susan. „Dann sag uns zuerst mal die Gute“, sagte Scott. Susan atmete einmal tief ein und setzte dann zum sprechen an. „Die gute Nachricht ist das Vicky´s Blutwerte in Ordnung sind und ich keinerlei Auffälligkeiten finden konnte.“ Scott nickte. „Klingt doch gut und was ist die schlechte Nachricht?“ Susan seuzfte und sah nach unten und dann wieder richtung Vicky und Scott. Abwartend sahen die beiden sie an. „Die schlechte Nachricht ist das ich ein auffälliges Muttermal an Vicky´s linkem Knöchel gefunden habe. Es ist am Rand ausgefranst und leicht rötlich. Ich bin der Meinung das es entfernt werden sollte, bevor es sich vergrößert.“ Mit weit aufgerissenen Augen saß Vicky auf dem Stuhl und blickte zwischen Susan und ihrem Dad hin und her. Ihre schlimmsten Befürchtungen hatten sich bestätigt. Abwartend sah Susan Vicky und Scott an. Keiner der beiden wusste etwas dazu zu sagen. Scott fand als erster seine Sprache wieder. „Wenn so schlimmeres zu vermeiden ist, bin ich auch dafür das es entfernt wird.“ Entsetzt sprang Victoria auf. „Sag mal spinnst du? Fragt ihr mich vielleicht auch mal nach meiner Meinung?“, fragend blickte Victoria zwischen den beiden Erwachsenen hin und her. Scott stand auf, stellte sich vor seine Tochter und legte ihr seine Hände auf die Schultern. „Vicky, hör mir mal zu! Wenn dieses Melanom entfernt werden muss, so wie Susan es sagt, dann wird das gemacht. Dann musst du da durch.“ ernst sah Scott seine Tochter an. Auch Susan stand auf und ging zu Vicky und Scott. „Solche kleinen Eingriffe werden heutzutage mit örtlicher Betäubung gemacht und nicht unter Vollnarkose. Dieser kleine Eingriff dauert nicht länger als maximal 20 minuten“, erklärte Susan. „Na super, dann krieg ich auch noch alles mit.“ Beleidigt verschränkte Vicky die Arme vor der Brust. „Ach Kleine, du machst schon wieder alles schlimmer als es ist“, sagte Scott und strich seiner Tochter über die Arme. „Ich würde sagen wir besprechen alles weitere per Telefon und ihr fahrt jetzt erst mal nach Hause“, schlug Susan vor und Scott nickte zustimmend. „Würde ich auch sagen, dann kann die kleine Zicke sich erst mal wieder beruhigen“, sagte Scott und grinste. Böse sah Vicky ihren Dad an. Scott und Susan lachten. „Okay, ich  ruf dann bei euch an wegen dem OP-Termin und allem weiteren. Macht´s gut ihr beiden“, sagte Susan und lächelte. „Alles klar, bis dann Susan“, sagte Scott und verließ mit Victoria den Raum.

Den ganzen weg bis zum Auto sagte Vicky kein Wort. Und auch im Auto sagte sie nicht einen einzigen Ton, sondern saß mit verschränkten Armen auf dem Beifahrersitz und blickte stur geradeaus. Bis auf einmal Scott´s Handy klingelte. Aus dem Augenwinkel heraus sah Scott auf der Handy, was auf einer kleinen Ablagefläche in der Mitte lag, und erkannte wer da anrief. Seine Mutter! „Na super, was will denn deine Grandma jetzt?“, fragte er in Richtung seiner Tochter. Vicky zuckte mit den Schultern. Scott drückte auf die grüne Taste und schon konnte man die Stimme seiner Mum über die Freisprechanlage hören.
„Scott, wo zum Kuckuck seit ihr?“
Scott verdrehte die Augen. „Wir sind gerade auf dem Weg nach Hause. Vicky musste heute nach Orlando.“
„Und warum weiß ich davon nichts? Du hättest mir ja mal bescheid sagen können!“
„Mum ich habe gerade überhaupt keine Lust mit dir zu diskutieren!“
„Nicht in diesem Ton Scott! So redet man nicht mit seiner Mum!“
„So redet man nicht mit seiner Mum“, äffte Vicky, die sowieso schon nicht gut drauf war, ihre Grandma nach.
„Junge Dame, das hab ich gehört!“, sagte Judith aufgebracht.
Warnend sah Vicky ihren Dad an.
„Mum weißt du was? Wenn du unbedingt diskutieren willst, dann komm doch später einfach zu uns, okay? Bye!“, sagte Scott und legte danach einfach auf.
„Du weißt das sie sicherlich gleich bei uns vor der Haustüre steht wenn wir zu Hause ankommen, oder?“, fragte Vicky. „Das befürchte ich auch“, antwortete Scott. Vicky seufte. „Na das kann ja heiter werden.“

Als Scott und Vicky vor ihrem Haus ankamen stand wie erwartet Judith vor der Haustüre. Ungeduldig lief sie vor der Türe auf und ab. „Da seit ihr ja endlich. Das wurde aber auch langsam Zeit. Ich warte hier schon seit einer halben Stunde“, sagte sie als ihr Sohn und ihre Enkelin aus dem Auto stiegen. „Mum du weißt das man von Orlando bis hier hin über eine Stunde braucht, oder?“ Scott ging zur Haustür, schloss auf und ging nach oben. Vicky ging hinter ihm her und Judith folgte den beiden. In der Wohnung angekommen setzten Scott und Vicky sich ins Wohnzimmer während Judith nichts besseres zu tun hatte als die gesamte Wohnung zu kontrollieren. Wie immer wenn sie bei ihrem Sohn zu Besuch war. Vicky, die erst auf dem Sessel im Wohnzimmer gesessen hatte, setzte sich neben ihren Dad auf das Sofa. „Wenn sie irgendwas zu meckern hat dreh ich durch“, flüsterte sie ihrem Dad zu. „Nicht nur du“, erwiderte Scott.
Nach einigen Minuten kam Judith ins Wohnzimmer und fing direkt mit einer Aufzählung von Dingen an die ihr ganz und gar nicht gefielen. Genervt sahen Scott und Vicky sich an. Scott wurde das Gemecker seiner Mum nach kurzer Zeit zu viel, wütend sprang er auf. „So du hörst mir jetzt mal ganz genau zu! Wie Vicky und Ich hier leben ist ganz allein unsere Sache. Und da du dich ja auch nur dafür interessierst wie es hier aussieht und nicht dafür was Vicky´s Ärztin gesagt hat wirst du jetzt gehen!“ Scott schob seine Mum aus der Wohnung und schloss die Türe hier ihr ohne sie noch einmal zu Wort kommen zu lassen. Wutentbrannt lief er in sein Schlafzimmer, vorbei an seiner Tochter die an der Wohnzimmertüre stand, und knallte die Tür hinter sich zu. Das einzige was Vicky dann noch hörte war, dass ihr Dad bitterlich weinte.
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Re: Little Life -> Little Angel
« Reply #17 on: July 11, 2012, 02:43:54 pm »
Hallo liebe Schriftstellerin,

Deiner kleinen Vicky bleibt ja nichts erspart ... und der Schluß ist alles andere als lustig  :'(

Danke für dieses neue Kapitel.

Herzliche Grüße
Yaknun
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