Author Topic: Zeitsplitter - "Krrìlva" ( Autoren Marco, Ricardo, Robert )  (Read 1150 times)

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Offline Eichhörnchen

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Zeitsplitter - "Krrìlva" ( Autoren Marco, Ricardo, Robert )
« on: December 15, 2013, 08:18:31 am »
Hallo ihr Lieben,


Zum zweiten Mal zur Weihnachtszeit bekommt ihr nun ein Gemeinschaftswerk, diesmal aus den Federn von Marco, Ricardo und mir zu lesen.
Jeder hat ein Kapitel dazu beigetragen.
Solltet ihr also in freundlicher Absicht Karmapunkte spenden wollen, dann für jeden der drei.
Euch erwartet auf jeden Fall ein ganz besonderes und bisher einzigartiges Leseerlebnis!
Eine Pdf mit dem gesamten Werk befindet sich im Anhang.


Viel Spaß wünschen euch


Marco, Ricardo und Robert





Krrìlva



Die Himmelsmenschen waren zurückgekehrt. Zwar war der befürchtete Regen, der nicht mehr aufhört, ausgeblieben, dennoch lebten nun deutlich mehr der seltsamen Eindringlinge auf der Dschungelwelt als noch vor den Kämpfen.
Dabei hatten sie sich nicht auf einen Standort beschränkt, sondern waren - sehr zur Verwunderung der Späher - an verschiedenen Orten gelandet. Nach einiger Zeit der Beobachtung wurde den Ältesten der Stämme schnell klar, dass diese Himmelsmenschen anders waren als ihre verhassten Vorgänger. Sie verhielten sich passiv, zeigten keine Gewalt und bei Begegnungen traten sie ohne zögern den Rückzug an und überließen den Ureinwohnern das Feld. Die Anführer führten das auf die wenigen Bewaffneten unter den Menschen zurück, zumeist Jäger. So setzten sie die Beobachtung der Eindringlinge weiter fort und entdeckten etwas, dass die Soldaten nicht mehr besessen hatten und was dazu führte, dass sie von Angriffen absahen: Wissen. Diese Menschen verfügten über neue Formen der Nahrungsherstellung, welche die Na’vi bis dahin nicht kannten und die sie unbedingt in sich aufnehmen wollten.
Wie die Europäer im Mittelalter die neue Welt entdeckten und besiedelten, brachten sie den Indianern wertvolle Kenntnisse über Domestizierung von Haustieren und hoch entwickelte Landwirtschaft bei. Schafften es die Ureinwohner gerade mal auf Flächen, die so groß wie einzelne Staaten in Europa waren, wenige Menschen zu ernähren, so konnten die effizienten Methoden der ersten Siedler schnell ein Vielfaches auf deutlich weniger Ackerland erreichen.
Nun wiederholte sich der Vorgang auf dem Dschungelmond, wenn auch mit einer mittlerweile weiterentwickelten Maschinerie.
Noch etwas fand das Augenmerk der Ureinwohner. Unter den Pionieren und Siedlern befanden sich Frauen und Kinder. Zwar waren vereinzelt Frauen im Expeditionskorps gewesen, aber in dieser Anzahl waren sie den Na’vi fremd. Das die Himmelsmenschen nun Familien statt Soldaten aussandten, erfüllte die Schamanen und Ratgeber der Anführer mit Verwunderung und vorerst wussten sie nicht, wie sie mit der neuen Situation umgehen sollten.
Hier offenbarte sich zugleich auch die größte Schwäche der Na’vi. Während die Menschen aus einem schier unerschöpflichen Pool aufgrund der kathastophalen Überbevölkerung der Erde schöpfen konnten, waren die Stämme der Ureinwohner nicht in der Lage, größere Verluste auszugleichen. Manch ein Stamm verschwand von der Oberfläche Pandoras, ausgelöscht durch Hunger und Krankheit. Die geringe Geburtenrate beschleunigte den Zerfall noch zusätzlich. So kam es, dass kleinere Stämme von zahlenmäßig stabilen einverleibt oder aus ihrem angestammten Gebiet einfach verjagt wurden. Nicht alle Gruppen hegten große Liebe füreinander und um der völligen Auslöschung zu entgehen, zogen es geringere Populationen gelegentlich vor, entgegen ihren sonstigen Gewohnheiten ein Nomadenleben zu führen. So auch Yukis Stamm. Niemand hatte ihre Brüder und Schwestern aufnehmen wollen und letztendlich war ihnen nur ein Ausweg geblieben. In eine Gegend zu ziehen, wo keiner der sie umgebenden Stämme leben wollte.

Yuki sah zum Lager hinüber, dessen Einfriedung im strahlenden Licht der Sonnen glitzerte. Lachen und Rufe hallten an ihre empfindlichen Ohren aber sie konnte das meiste davon nicht verstehen.
“Schlaf nicht ein Yuki, bald wird es dunkel und wir sind noch lange nicht fertig.”
Die Stimme ihrer sa’nu erinnerte sie wieder an die Arbeit, die vor ihr lag. Nur schwerlich riss sie sich von dem Geschehen auf den Feldern los und packte eine weitere Frucht in den Weidenkorb. Ein flüchtiger Blick zu den anderen bestätigte ihre schlimmsten Vermutungen. Sie war die langsamste von allen. Die Körbe ihrer Brüder und Schwestern quollen fast über, während ihr eigener so leer war wie ihr Magen. Yuki seufzte auf und fuhr mit der verhassten Tätigkeit fort.

Tim schritt  so unauffällig, wie möglich dem nahen Zaun entgegen. Hier draußen auf den weitläufigen Feldern war mit Einbruch der Dämmerung kaum jemand. Die meisten Farmer waren zu ihren Familien zurückgekehrt, um zu Abend zu essen oder einen Abstecher in die behelfsmäßige Bar zu unternehmen, welche allein Ablenkung vom harten Arbeitsalltag versprach. Dennoch bückte er sich in unregelmäßigen Abständen und tat, als suche er angestrengt nach etwas, dass er verloren hatte. Immer wieder sah er sich dabei um, ob er beobachtet wurde. Endlich erreichte er die Absperrung. Mühsam kniete Tim vor dem Stacheldraht nieder und grub den Durchschlupf fertig, den er die letzten Tage so mühevoll geschaffen hatte. Den glitzernden Draht einfach durchzuschneiden, verbot sich von selbst, war doch allgemein bekannt, dass er unter Starkstrom stand. Er dachte an Onkel Bron. Mit seinen gewaltigen Pranken, von denen seine Tante immer meinte, dass sie wie Schaufelbagger wären, hätte er bestimmt die Arbeit in deutlich kürzerer Zeit bewerkstelligt. Noch einigen Minuten anstrengender Arbeit war es endlich geschafft und die Rinne groß genug, dass er unter dem Zaun durchrobben konnte. Er wagte gar nicht daran zu denken, was sein Onkel mit ihm machen würde, wenn er das Loch entdeckte. Tim war gerade volljährig geworden, doch das zählte auf Pandora nicht viel. Im war es verboten, wie allen jüngeren, das Lager ohne Aufsicht eines Erwachsenen und erfahrenen Begleiters zu verlassen. Eine reine Sicherheitsmassnahme, die Tim jedoch als lästig empfand. Dort draußen in dem kleinen Wäldchen hatte er sie gesehen. Ureinwohner beim sammeln, wie er annahm von Früchten und was sie sonst so essen mochten. Tim beherrschte leidlich gut ihre Sprache und fürchtete sich nicht vor einer Begegnung. Jeden Tag nach der Schule hatte er sie während der Feldarbeit beobachtet. Irgendeine innere Stimme sagte ihm, dass sie ihn auch beobachtet hatten, da war er sich ganz sicher. Ein letzter Blick zurück. Hinter ihm blieb alles ruhig. Unruhig tastete er über seine Jacke. Er hatte etwas mitgenommen, von dem er hoffte das es die Ureinwohner beeindrucken würde. So schnell ihn die Beine trugen, hastete er im Schutz einiger Büsche auf den nahen Waldrand zu. Dabei versuchte er, so leise aufzutreten, wie es die Situation eben noch ermöglichte. Die letzten Minuten hatte er niemand mehr gesehen, aber er nahm an, dass sie noch in der Nähe waren. Vielleicht war ihr Lager sogar direkt zwischen den Stämmen und er konnte sie heimlich beobachten. Tim spürte, wie ihm sein Herz im Hals schlug, als er sich zwischen dem dichten Gestrüpp weiter fortbewegte. Stimmen erklangen vor ihm. Atemlos ließ er sich vor einem besonders großen Busch zu Boden gleiten und spähte zwischen den Ästen hindurch. Nichts. Kein Ureinwohner. Aber wer hatte eben gesprochen? Nur schwer konnte er seine Enttäuschung verbergen. Gerade, als er sich erheben wollte, erklang eine Stimme hinter ihm und ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren.

“Oel ngati kameie Tawtute!” Tim wagte nicht, sich zu rühren. Erst, als ein Glucksen erklang, wand er sich vorsichtig um und blickte gleich darauf in leuchtende Augen, wie er sie nie zuvor in seinem Leben zu Gesicht bekommen hatte.
“Was machst du da? Beobachtest du uns? Ich werde unseren Kriegern bescheid sagen. Sollen sie entscheiden, was mit dir geschehen soll.”
Das klang gar nicht gut. Tim blickte sich entsetzt um. Das Mädchen war allein, dennoch war er sich sicher, dass ein Ausruf von ihr, ihm bald Gesellschaft bescheren würde. Mehr noch… sollte er nicht rechtzeitig zurückkehren und sein Ausbruch bemerkt werden, würden ihm einige unangenehme Fragen ins Haus stehen, sobald sein Onkel seiner habhaft wurde.
“Nein warte, tu das bitte nicht! Ich habe nicht spioniert. Ich war nur neugierig.”
Yuki studierte aufmerksam seine Gesichtszüge.
“Also gut, ich glaube dir. Du hast soviel Krach gemacht, wie eine Herde aytalioang. Ich habe dich schon gehört, bevor du zwischen den Büschen aufgetaucht bist. Für einen Spion wäre das ziemlich dumm, findest du nicht?”
Der Junge schaute verlegen zu Boden und so versuchte Yuki, ihm etwas von seiner Anspannung zu nehmen. Instinktiv spürte sie, dass ihr von ihm keine Gefahr drohte. “Du sprichst unsere Sprache sehr gut. Ich dachte immer, Himmelsmenschen können das nicht.”
“Ich habe deine Sprache studiert. Wir müssen jeden Tag lernen.”
Sie trat nahe an ihn heran und gab ihm zu verstehen, dass er sich erheben sollte.
“Mein Name ist Yuki und bin eurer Zählung nach 16 Jahre alt. Verrätst du mir auch deinen Namen?“
Der Junge war überrascht. “Tim. Ich heiße Tim. Du bist jünger als ich, dabei bist du schon so groß. Ich hätte dich für eine Erwachsene gehalten.”
Wieder ein sanftes Lachen. “Oh, erwachsen bin ich nicht… leider, aber bis dahin werde ich noch viel größer.”
Das Mädchen streckte sich, um eine Spur imposanter auf den Jungen zu wirken. “Lebst du… ich meine ihr hier?”
Kopfschütteln. Yuki blickte sich um, als müsse sie sich erst vergewissern, dass niemand zuhörte. “Unser Lager befindet sich auf einer Lichtung im Wald. Wir sind nur ein sehr kleiner Stamm.”
“Dann haben wir wieder etwas gemeinsam. Unser Dorf ist auch nicht besonders groß. Nicht so wie Woodberry, das ein paar Tagesmärsche im Norden liegt.”
Yuki deutete auf die sich endlos erstreckenden Felder. “Was macht ihr da überhaupt?” “Du meinst die Äcker? Das ist Landwirtschaft. Wir bauen Getreide und andere Nahrung an. Auf meiner Heimatwelt ist der Boden in vielen Regionen verseucht.” “Die Stammesältesten sprachen davon, aber ich habe es nicht verstanden. Vielleicht können wir eines Tages von euch lernen.”
“Ja vielleicht”, kam es wenig überzeugt zurück. Tim dachte an Onkel Bron, wie er dem Mädchen die Feldarbeit erläuterte. Eine für ihn eher befremdliche Vorstellung.
“Du fürchtest dich gar nicht vor mir. Hattet ihr schon oft Kontakt zu Menschen?” “Sollte ich das?”, kam es selbstsicher zurück. Im gleichen Moment packte sie ihn und Tim spürte, wie er mühelos hochgehoben wurde.
“Du bist auch nicht schwerer als ein kleiner Nantang.”
Beinahe sanft setzte sie ihn wieder zu Boden.
“Was machen wir nun?” Yuki überlegte einen Moment, dann spiegelte sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht wieder.
“Ich kenne eine Erzählung unseres Volkes. Allerdings handelt sie von einem anderen Stamm. Meine sa’nu hat sie mir vorgesungen, als ich kleiner war, wenn ich nicht einschlafen konnte.”
“Sie hat was?”
“Gesungen. Singt ihr Menschen nicht? Wir geben so alle unsere Geschichten weiter. Warte, ich zeige es dir.” Yuki setzte sich auf das Moos und wartete, bis der Junge ebenfalls neben ihr kniete. Zusammen sahen sie auf die kleine Ansammlung der Hütten, welche die Farmer im Laufe der Zeit errichtet hatten.
“Mein Lied handelt von einem Krieger namens Tzu'natxu. Er gehörte zu den Abgesandten. Von ihnen erfuhren wir, was ihr Weihnachten nennt.”
Erst wollte Tim wohl auch aus Unsicherheit über die eigenartige Situation auflachen, doch beim Klang der sanften melodischen Stimme des Mädchens verschlug es ihm augenblicklich die Sprache. Yuki trug die Inhalte des Liedes mit solcher Inbrunst vor, dass ihm wollige Schauer über den Rücken rannen. Mehr noch, Tim konnte die Ereignisse fast bildhaft vor sich sehen.
 

Die Gesandten.


Ich möchte euch heute die Geschichte von den sechs Na'vi erzählen, die sich vor sehr langer Zeit auf den Weg machten, eine neue Zeit einzuläuten, die sich in das Unbekannte aufmachten. Heute gehöre ich Tzu'natxu zu den Alten und Erfahrenen des Clans, doch damals machte ich mich im Auftrag vom Olo'Eyktan mit einer Begleiterin auf den Weg, zu dem Dorf das die heute so verhassten Himmelsmenschen bauten. Wir alle waren unerfahren und wussten nicht, was uns erwarten würde wir waren teilweise voller Angst das wir, nicht mehr zurückkehren würden. Man nannte uns unter den Clans nur die Abgesandten, aus jedem Clan wurden 2 Na'vi ausgewählt die stark waren und mutig genug waren, diese Reise anzutreten. Einer von ihnen war ich und wenn ich heute daran zurückdenke, dann wäre ich froh wenn wir die Menschen nie hätten kennengelernt! Doch wer hätte zu damaliger Zeit damit rechnen sollen, dass sie einmal unseren geliebten Kelutral zerstören würden? Auch nach dieser langen Zeit ist der Schock und auch der Schmerz nicht vergessen, viele denken noch an diesen Tag als alles was wir über Generationen aufgebaut hatten einfach den Flammen zum Opfer fiel, und von den Himmelsmenschen zerstört wurde. Ich kann es noch ganz genau vor meinen alten Augen sehen, der Tag als der damalige Olo'Eyktan Eytukan alle Na'vi des Volkes zusammenrief und sie um sich versammelte.

Auch an seine Worte kann ich mich genau erinnern, so als wenn es gestern gewesen wäre" Meine Brüder und Schwestern, heute suche ich zwei aus dem Volk die mutig genug sind sich in ein Abenteuer zu stürzen, aus dem sie vielleicht nicht mehr wiederkehren werden. Ich weiß es ist ein großes Opfer was ich von euch fordere, doch es ist nötig um diese Wesen kennenzulernen von denen man schon so viel gehört hat!" Diese Worte schallen immer noch in meinem Kopf, ich war jung und unerfahren ein einfacherer Taronyu der etwas bewegen wollte, daher meldete ich mich mit meiner damaligen Gefährtin La'rityen freiwillig für diese Aufgabe. Auch sie war eine junge aufstrebende Taronyu im Dienste der Omatikaya, und auch sie meldete sich freiwillig. In einem großen Zusammentreffen am Baum der Seelen, kamen alle Olo'Eyktan der drei Clans zusammen den Omatikaya, den Maguyuk und den Tipani, ich selber war allerdings nicht dabei. Nach geschlagenen zwei Tagen kehrte Eytukan mit seinen Begleitern zurück, und berichtete dem Volk auf was sie sich am Baum der Seelen geeinigt hatten und kurz darauf erfolgte die Ansprache. Auch die Maguyuk der Clan des Meeres, und die Tipani aus der Ebene entsendeten jeweils zwei Abgesandte man traf sich im Kelutral der Omatikaya und bereitete sich zwei volle Tage, auf die Abreise vor.

Als endlich die beiden letzten Na'vi der Maguyuk angekommen waren, konnte es endlich losgehen und jedem war die Vorfreude mehr oder weniger ins Gesicht geschrieben. Doch auch wurde viel darüber diskutiert was uns erwarten würde, nicht nur was es für Wesen waren, nein auch wie sie sich verhielten, wie sie lebten und noch viele andere Dinge. Die Namen der vier anderen Na'vi waren Artreon ein sehr erfahrener Jäger des Meeres, Cah'mula sie führte die zwei Mann Gruppe an, dann gab es noch Ley'ian ein Tsamsiyu von den Tipani und seine weibliche Begleitung Ka'ori, ebenfalls eine einfache Taronyu. Nach einiger Zeit lernte man sich besser kennen, schloss Freundschaften die alle Zeit halten sollten, doch heute weiß ich nicht was weiterhin aus ihnen geworden ist. Nach dem großen Krieg gab es so viel Verwirrung, das ihre Namen untergingen niemand genau wusste wer noch am Leben war oder auch nicht! Wir deckten uns ein mit allen was nötig war, getrocknetem Fleisch, Wasser und natürlich unseren Bögen und Dolchen die wir auch hätten benutzt, wenn es schief gegangen wäre. Doch niemals mussten wir eines von beidem einsetzten, die Menschen waren freundlich empfingen uns als Freunde, sie hatten auf uns gewartet!

Nachdem wir uns vorbereitet hatten machten wir uns auf den langen Weg, zu dem uns zu dem Zeitpunkt noch unbekannten Begegnugsdorf der Menschen. Wir legten die gesamte Strecke mit unseren Ikranen zurück, es war ein unglaubliches und bis heute unbeschreibliches Bild, was sich mir bot sechs Na'vi auf sechs Ikranen. Als junger Mann hatte ich davon geträumt einmal so, fliegen zu können in einer solchen Formation mit solchen tollen Begleitern! Ich sagte ihnen später bei der einzigen Rast, das es ein Bild Eywas sei wie wir alle unsere Ikrane wie grazile Wesen durch die Lüfte gleiten ließen, und die Freiheit genossen. Ich würde später meinen Kindern, etwas ganz besonderes erzählen können von den sechs Na’vi die sich auf den Weg machten, in das Unbekannte, in das völlig neue, um eine neue Zeit einzuläuten, sich dem neuen zu stellen! Als ich diese Worte an meine Begleiter gerichtet hatte, waren sie zu neuen Taten bereit, nein sie waren voll von Energie und getrieben von Neugier. Nach einigen Stunden in der Luft brauchten unsere Ikrane dringend etwas Ruhe und eine Pause, also beschlossen wir die Nacht auf einer Lichtung zu verbringen Cah'mula bewachte uns in der Nacht und das mehr als erfolgreich. Am nächsten Morgen machten wir uns mit neuer Kraft auf den Weg, die letzte Strecke zu fliegen und endlich zu dem Dorf der Menschen zu kommen.

Dann war der Moment da auf den alle gewartet hatten, die ersten Berge tauchten langsam am Horizont auf und man konnte die Silhouette von Hütten erkennen. Wir beschlossen alle gemeinsam nicht direkt bis zum Dorf zu fliegen, sondern landeten weit davor um erst mal außer Sicht zu bleiben! Den Rest der Strecke legten wir zu Fuß zurück was auch nochmal einige Stunden in Anspruch genommen hat. Doch dann war der große Moment da wir standen am Rand vom Dorf, und beobachteten das Dorf aus unmittelbarer Nähe und wollten uns einen ersten Eindruck verschaffen, mit was wir zu rechnen hätten. Ich kletterte auf einen Baum direkt neben dem Dorf und beobachtete die Menschen, und erzählte meinen Begleitern später davon ich versuche mich gerade zu erinnern, was ich ihnen erzählte." Diese Menschen sind merkwürdige Geschöpfe, sie tragen Kleidung die immer zu nur Geräusche macht, ich frage mich wie sie damit im Wald überleben können, diese Geräusche ziehen jeden Nantang in der Umgebung an!" Sprach ich zu meinen Begleitern und sie waren fasziniert, von meinen Worten und wollten mir erst gar keinen Glauben schenken, doch dann konnte ich sie doch überzeugen.

Es war wie eine neue Welt die sich uns eröffnete, es passierten Dinge die aussahen als wären Dämonen am Werk, mit einem Mal wurde das gesamte Dorf hell und niemand wusste wie so etwas möglich war? Wir entschlossen bis Einbruch der Dunkelheit zu warten, und dann auf die Menschen zu stoßen um einen kleinen Vorteil zu haben. Ich war der erste der mit den zwei Menschen die am Feuer waren, in Kontakt trat und ich stellte jeden aus unserer Gruppe vor mit Namen und von welchen Clans wir kamen. Zuerst verstanden sie uns kaum doch ein dritter Mensch kam zum Feuer, eine Frau sie sprach unsere Sprache wir waren fasziniert davon, zwar nicht besonders gut doch wir verstanden was sie sagte und wollte. Was dann folgte waren Wochen  und Tage voller Erfahrungsaustausch, und weiteres kennenlernen man konnte sagen sie wollten alles über uns wissen, sie schrieben es auf Papier auf und behielten es für immer. Es war erstaunlich immer mehr Zeit zog ins Land, und wir wussten kaum mehr wie unser Zuhause der Kelutral aussah wir schliefen und aßen im Dorf, sie waren sehr freundlich und kümmerten sich um all unsere Bedürfnisse. Am Anfang sah es so aus als wenn sie unser Volk verstehen würden, doch der große Krieg einige Jahre später lehrte uns etwas anderes.

Sie erzählten uns viel von ihrer Welt, wie es dort aussah und was es dort gab, als sie weitere Details erzählten waren wir zutiefst erschrocken wie die Menschen mit ihrer Welt umgingen. Sie war für immer geschädigt, und würde sich vermutlich nie wieder erholen von all dem was sie zerstört hatten. Doch damit würden sie leben müssen, doch niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt das sie hier genau dasselbe vorhatten! Ich war der erste der ihre Sprache einigermaßen gut konnte, und heute kann ich sie sogar sehr gut aber ich hasse die Sprache nach all dem was passierte. Ich schwor mir nach dem Krieg keines ihrer Worte mehr, in den Mund zu nehmen ich verbot es mir mehr oder weniger selber. Irgendwann war der Tag gekommen als wir wieder zu unseren Clans zurückkehren mussten, und wir uns voneinander verabschieden mussten dass es ein Abschied für lange Zeit werden würde hätte niemand gedacht. Doch es war nicht ausgeschlossen dass wir sie wieder besuchen wollten, um noch mehr übereinander zu erfahren. La'rityen und ich kehrten in den Kelutral zurück und wurden von allen bejubelt, man gab uns zu Ehren ein großes Fest was die ganze Nacht dauerte. Alles was ich erlebt und gelernt hatte musste ich Eytukan, weitertragen und er konnte sich nun ein sehr gutes Bild von den Menschen machen.

Es verging sehr viel Zeit in der alles seinen normalen Weg ging, so oft ich konnte ging ich in den Wald auf eine Jagd oder widmete mich, bei den Schwebenden Bergen den wilden Ikranen die mich schon immer faszinierten. Eines Tages traf ich mit ein paar Jägern im Wald überraschend auf einen der Menschen, aus dem Dorf und er hat uns eingeladen das Dorf erneut zu besuchen. Noch im guten Vertrauen folgten wir der Einladung, und machten uns wieder auf den Weg zu dem Dorf der Menschen doch diesmal ohne die Maguyuk und Tipani. Es waren nur vier aus dem Volk der Omatikaya, die sich diesmal auf den Weg machten um die Menschen zu treffen, doch nun wollten sie uns etwas zeigen etwas aus ihrer Heimat. Ein Fest wie beiden Omatikaya zu einer Jagd doch zuerst verstand ich den Sinn des Wortes Weihnachten nicht, doch nun weiß ich es ist sehr lange Tradition bei ihnen. Sie zeigten uns einen Bereich wo ein großer Baum stand, der unser aller Überraschen nach mit komischen Dingen behangen war, sie erzählten das dies völlig normal war und zu dieser Tradition gehörte. Ebenso leuchtete er und es sah wirklich mehr als schön aus, das muss ich den Menschen lassen sie wissen wie man schöne Feste feiert! Wieder sagten sie das Wort Weihnachten, und sie wollten das wir es mit ihnen zusammen verbringen es war ein Abend um den es sich handelte.

Dieser Abend sollte sich vorerst zu einem der schönsten in meinem Leben entwickeln, wir aßen gemeinsam und tranken etwas gemeinsam, und verbrachten dann weiter den Abend zusammen. Dann kam noch etwas dazu das jeder von uns kannte, es handelte sich um Musik doch sie war besungen und das wunderschön, es war eine fantastische Atmosphäre. Wir kamen uns sehr geborgen vor und an dem Abend waren sie, unsere Ersatz Familien, niemand sagte etwas Schlechtes oder wäre nur auf den Gedanken gekommen. Doch sie erzählten uns von dem wichtigsten Teil an Weihnachten, sich etwas zu schenken und so dem Abend und der Person eine gewisse Ehre zu erweisen. Doch was schenkt man als Na'vi einem Menschen das fragte sich wohl jeder von uns vieren, ich schenkte einem Menschen eines meiner Halsbänder! Es war zwar für seinen Hals viel zu groß doch sie meinten es zähle der Wille, eine gute Tat zu tun und das hatte ich damit. Der Mensch dafür schenkte mir einen seiner Dolche, man konnte sich in ihm spiegeln er war aus etwas gebaut, das niemand von uns verstand es glich einem Dämonenwerk. Heute wissen wir es ist geschliffenes Metall, und das Messer hab ich noch heute in meinem Besitz denn ich denke dieser eine Mensch hatte nichts Schlimmes im Sinn.

Einen Abend später schauten wir in den Wald und sahen auf einmal wie es anfing zu schneien, und das auf Pandora wie sie unsere Welt nannten, sie waren begeistert auch ich hatte so etwas  noch nie gesehen! Es kam uns fast so vor als wenn es ein Zeichen, von Eywa selber gewesen wäre so ging es noch den ganzen Abend weiter wir saßen am Feuer, erzählten uns Geschichten. Sie waren zum Lachen aber auch zum Fürchten, doch unseren Freunden gefielen sie und wieder schrieben sie sie auf Papier nieder... Den Rest könnt ihr euch vielleicht denken, irgendwann verschlechterten sich die Beziehungen drastisch und sie fingen an auch unseren Wald zu zerstören, und wir verachteten sie dafür und wollten nichts mehr von ihnen wissen! Nun hat ein alter Mann viel geredet doch ich finde, ihr jungen Leute sollt wissen was damals passiert ist, und das die Himmelsmenschen nicht von Anfang an böse waren, das kam viel später. Doch heute ist das kein Thema mehr, unser großer Toruk Makto befreite uns von ihnen, vor vielen vielen Monden. Doch nun wisst ihr genau was Weihnachten ist..........


Selbst nachdem Yuki geendet hatte, sah Tim sie immer noch atemlos an.
“Das war wunderschön. Fast so, als ob ich es selbst erlebt hätte.”
“Jetzt bist du dran”, rief Yuki keck und blickte den Jungen erwartungsvoll an.
“Ich kann aber nicht singen“, sagte Tim unentschlossen. “In meiner Geschichte geht es um Wölfe.”
Bevor er fortfahren konnte, streckte Yuki ihre Hände, wie Krallen vor und gab ein Fauchen von sich, wobei ihre Zähne eindrucksvoll zur Geltung kamen.
“Meinst du so etwas? Das ist ein Nantang.”
“Ist er sehr groß? Die Wölfe, die ich meine, sind groß wie ein Haus und stark.” “Thanator…”, flüsterte das Na’vi Mädchen in einer Eingebung ehrfurchtsvoll. Als sie merkte, dass der Junge nichts damit anzufangen wusste, sagte sie schnell.
“Er ist der gefährlichste Jäger. Kein Krieger kann ihn allein besiegen.”
“Jagt er aus Spaß?”
“Kehe!” Yuki schüttelte entschieden den Kopf.
“Die Wölfe in meiner Geschichte sind abgrundtief böse und jagen nicht aus Hunger, sondern töten aus reiner Freude.”
Das Mädchen sah ihn mit weit aufgerissenen Augen an. “Ayvrrtep”.
“Was meinst du? Sind das eure Dämonen?” Yuki vermeinte das Wort schon mal vernommen zu haben. Wenn sie doch nur mehr gelernt hätte.
“Möchtest du sie hören? Wenn du etwas nicht verstehst, finden wir schon eine Lösung.” Tim sah sie erwartungsvoll an.
Yuki nickte und warf einen Blick zum Lager. Vor ihnen war alles ruhig und auch aus Richtung ihrer Stammesunterkünfte kamen keine Geräusche. Ein Seufzen kam über ihre Lippen, als ihr bewusst wurde, dass sie das gemeinschaftliche Essen verpassen würde, aber auf seltsame Art faszinierte sie ihr Zusammensein und sie war erpicht darauf, die Geschichte des Jungen zu hören. Yuki liebte Geschichten über alles, wenn sie ihr auch meist nur als Lieder bekannt waren und konnte nie genug davon bekommen.
“Also pass auf“, sagte Tim und begann.


Kratzen an der Tür


Von draußen peitschte der Regen gegen die kleinen Scheiben des Hauses und gelegentlich zuckten Blitze herab. Begleitet von einem Donnergrollen wurde der dunkle Nachthimmel für winzige Augenblicke erleuchtet. Valura richtete sich auf und starrte verängstig auf das unheimlich anmutende Schauspiel vor dem Fenster.
"Ich habe Angst. Irgendetwas stimmt heute Nacht nicht, das fühle ich. Wir hätten niemals hierher kommen sollen. Ist es nicht seltsam das jeder Ort uns wie Aussätzige behandelt hat? Nur hier empfängt man uns mit offenen Armen. Auch einige der Bewohner benehmen sich merkwürdig und da ist noch etwas. Erinnerst du dich an den Reisenden den wir trafen und der uns warnte das dass Dorf vor uns verflucht sei? Vielleicht hatte er Recht."
Der muskulöse Mann schlug die Decke zurück, die sie sich über die Beine gelegt hatten. Durch den Lärm des Sturms über dem Dorf war an Schlaf nicht zu denken und so hatten es sich beide vor dem heruntergebrannten Feuer des Kamins gemütlich gemacht. Ganz eng hatte sich Valura dabei an ihn gekuschelt, eine Nähe, die er trotz der Jahre, die sie nun zusammen waren immer noch genoss und ihn erregte.
"Wenn du möchtest, kann ich im Haus schnell nach dem rechten sehen."
Er wollte sich erheben, doch ihre Hand bekam ihn zu fassen und hielt ihn fest.
"Nein Farog, bitte lass mich jetzt nicht allein. Ich fürchte mich so schrecklich. Du musst mir glauben, irgendetwas ist da draußen."
Ihre Worte verunsicherten ihn und widerstandslos ließ er sich wieder neben ihr nieder. Er vertraute auf ihr Gefühl und tat es nicht als Spinnerei ab. Zu oft hatte die Zauberin mit ihren Vermutungen recht behalten. Valura besaß wie wohl die meisten ihres Volkes die Gabe, drohendes Unheil zu spüren.
"Was sollen wir deiner Meinung nach denn nun tun?" Ratlos sah er auf die knisternden Flammen, die hungrig nach den letzten Holzresten leckten.
"Das Feuer muss neu geschürt werden. Warte ich erledige das."
Ein paar der bereit liegenden Holzscheite flogen in den Kamin.
"Ich weiß es nicht, Farog. Vermutlich bin ich auch nur übernervös." Sie hatte kaum ausgesprochen, als ein Schaben an der Hintertür erklang.
"Was bei allen Göttern war das?" Farog blickte gehetzt die Fenster entlang doch der darauf prasselnde Regen machte es unmöglich etwas zu erkennen, obwohl immer wieder Blitze die Nacht mit ihrem Licht zerrissen.
"Bleib hier und beweg dich nicht vom Fleck! Ich werde nachsehen, was es war."
Sie schrie mit ihrer hellen Stimme auf.
"Nein Farog, du darfst jetzt nicht raus gehen!"
Er schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln.
"Vermutlich war es nur ein abgebrochener Ast, den der Sturm gegen die Tür geweht hat. Du wirst sehen, es ist alles ganz harmlos. Mach dir keine Sorgen."
Farog schritt angespannt zur Hintertür und ergriff die gewaltige Axt an der Wand. Sobald sich der Griff in seine Hand schmiegte, fühlte er sich sichtlich wohler. Was immer da vor der Tür lauerte, er würde damit fertig werden. Der Sturm riss ihm fast die Klinke aus der Hand als er nach draußen trat. Vorsichtig sah er zu den nahen Feldern herüber und ließ seine Blicke weiter über die Umrisse der Nachbarhäuser schweifen, die sich friedlich in der regengepeitschten Nacht abzeichneten. Sein Augenmerk fiel auf die Außenseite der Tür und vor Schreck blieb ihm der Mund offen stehen.
kxetse sì mikyun kop plltxe


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Re: Zeitsplitter - "Krrìlva" ( Autoren Marco, Ricardo, Robert )
« Reply #1 on: December 15, 2013, 08:21:34 am »
Tiefe Kratzer, die von einer gewaltigen Klaue herrühren mussten, verliefen über das Holz. Die Axt jederzeit bereit zum Zuschlagen, wirbelte er herum und versuchte, seine Umgebung im Auge zu behalten. Eine Zeitlang blieb Farog bewegungslos stehen und lauschte in die Finsternis hinein, doch nichts rührte sich. Mittlerweile klebten seine Haare klatschnass am Kopf und Wassertropfen rannen ihm in einem steten Strom über das Gesicht. Doch nicht nur Regen tropfte herab, auch kleine Schweißperlen gesellten sich dazu, welche sich trotz der Kühle der Nacht auf seiner Stirn bildeten. Aus dem kleinen Fenster, das zum Garten wies, flackerte der sanfte Schein des Kaminfeuers heraus und ließ gespenstische Schatten über den Rasen tanzen. Er bewegte sich langsam zurück, um nach Mira zu sehen, da hörte er ein Knurren hinter sich. Farog blieb wie angewurzelt stehen. Seine Finger umschlossen den Stiel der Axt und mit einem Schrei warf er sich zur Seite. Der mächtige Schatten flog an ihm vorbei und krachte gegen die Hintertür, die heftig in ihren Angeln erzitterte. Von innen hörte er die dünne Stimme Valuras angstvoll rufen. Fluchend sprang er hoch, die Axt zum Schlag erhoben. Seine Augen weiteten sich, als er der schrecklichen Kreatur gewahr wurde, die mit ihren Klauen die gepflegte Grasnarbe des Rasens aufriss. Feurig rote Augen blickten ihm in der Dunkelheit entgegen, während der Dämonenwolf zum nächsten Sprung ansetzte. Farog fixierte ihn und achtete auf jede Regung des gewaltigen Tieres. Sein geübtes Auge registrierte den nächsten Angriff und als der Wolf sich auf ihn stürzte, hieb Farog zu und ließ sich dabei zu Boden fallen. Ein mörderischer Schrei zerriss die Nacht und ekelhafter Geruch strömte auf ihn ein, als der Körper dicht an ihm vorbei schrammte. Warmes schwärzliches Blut spritzte herab, doch Farog kümmerte sich nicht darum und richtete sich gleich wieder auf, um sich dem Wolf erneut zu stellen. Der Hals der mit dichten Fell bedeckten Kreatur glänzte rot vor Blut. Sie sprang hoch, fauchte und schrie vor Wut. Tödliche Reißzähne wurden sichtbar, als die mächtigen Kiefer immer wieder wild um sich schnappend aufeinander klackten. Von neuer Zuversicht erfüllt, packte der Kämpe seine Waffe fest mit beiden Händen und rief leidenschaftslos.
"Du blutest, also kann ich dich auch töten."
"Elender Narr!", schrie es ihm hasserfüllt entgegen.
"An dir Mensch besteht kein Interesse. Gib mir die Zauberin, die du in deinem Haus versteckst und ich schenke dir dein Leben."
Farog wurde bei der Erwähnung wieder auf das Wimmern aufmerksam, das hinter der Tür erklang. "So läuft das nicht, Ausgeburt der Hölle. Du wirst sie niemals bekommen so lange ich lebe."
Wieder ein wütendes Fauchen gefolgt von Worten voller Verachtung.
"Das können wir ändern." Der Wolf sprang.
Farog war vorbereitet, hatte sich so gestellt, dass seine Beine optimalen Halt boten und erwartete den bevorstehenden Aufprall. Machtvoll schlug er zu und schloss im gleichen Moment geblendet die Augen. Ein heller Strahl durchbrach die Dunkelheit und hüllte die Bestie in einen feurigen Schein. Wahnsinniges Kreischen erfüllte die Luft, das abrupt abbrach, dann fiel vor Farog der gewaltige Kopf auf den Boden. Tote leblose Augen blickten ihn an, aus denen jedes Leuchten erloschen war. Grünliche Flammen leckten aus dem Körper und verbrannten ihn zur Unkenntlichkeit. Nur Staub blieb übrig, der vom stürmischen Nachtwind in alle Richtungen davon gewirbelt wurde. Immer noch geblendet, glitt die Axt aus seinen Händen.
"Valura, was war das eben? Hast du Magie gewirkt?" Er blinzelte und langsam kehrte die Sehkraft wieder zurück. Bevor er sie erkennen konnte, fühlte er schon ihre Hände, die ihn umschlangen.
"Ich hatte wahnsinnige Angst um dich, Farog. Bist du mir böse, weil ich nicht im Haus geblieben bin?"
Er spürte das Zittern ihres Körpers. "Nein, wie sollte ich. Vermutlich hast du mir gerade das Leben gerettet."
Sie schrie auf, als er nach dem verbrannten Schädel des Dämons griff, der von den Flammen verschont geblieben war. Plötzlich öffneten sich die Kiefer und eine Stimme dröhnte in ihren Köpfen.
"Euer Sieg ist unbedeutend Sterbliche! Das Gefüge zerbricht, der Fluch vollendet sich und diese Nacht werden wir über euer Dorf her fallen und eure Seelen fressen!"
Farog ließ den Schädel fallen, als habe er ein glühendes Eisen in den Händen und schon im Fall, begann sich der Kopf der Kreatur aufzulösen. Angeekelt betrachtete er seine Hände.
"Ich muss mich waschen Valura.”
Sie warfen einen letzten Blick auf die Stelle wo der Dämon gestorben war. Nur das verbrannte Gras zeugte davon, dass sie sich nicht alles eingebildet hatten. Erschöpft betrat er mit ihr das Haus und ließ die Tür hinter sich achtlos zufallen.

Drinnen betrachtete sie besorgt Farogs Abschürfungen und begann heißes Wasser aufzusetzen. "Setz dich dort hin. Ich muss die Wunden reinigen, sonst entzünden sie sich noch. Wer kann schon sagen, was für Auswirkungen die Kratzer dieses Biestes haben."
Er ließ sich ächzend auf den Schemel sinken und warf die zerrissene Weste zu Boden, was ihm einen missbilligenden Blick Valuras einbrachte. Farog achtete nicht darauf und mühte sich aus den ledernen Stiefeln. Langsam fing der Kessel über der Feuerstelle an zu dampfen. Die Zauberin nahm ein paar Tücher aus einem der Regale und kehrte damit zu ihm zurück.
"Hier, halt das fest, während ich das Wasser hole."
"Ich finde, du siehst das zu verbissen, meine Liebe. Ich habe schon viele Kämpfe durch gestanden und ebenso viele Verletzungen. Nichts davon hat mir je etwas anhaben können."
Sie trat neben ihn und stellte den warmen Kessel ab. Nachdenklich streichelte sie die Narben auf seinem Gesicht.
"Ich weiß Farog, aber ich würde es mir nie verzeihen können, wenn dir etwas zustößt. Was sollte ich denn ohne dich anfangen? Dich dem Dämon zu stellen, war sehr leichtsinnig. Es hätten auch mehrere sein können und ich hatte dir gesagt, dass etwas da draußen lauert." Er seufzte ob ihrer Belehrung auf, doch musste er ihr insgeheim recht geben.
"Ja, das hattest du Valura und es tut mir leid, dass ich deine Worte nicht ernst genug genommen habe. Wir sollten so schnell wie möglich die anderen Dorfbewohner warnen." Er schrie auf, als sie einen blutenden Striemen auf seiner Brust behandelte.
"Du klingst jetzt nicht sehr heldenhaft. Hab dich nicht so, es ist nur ein winziger Kratzer", stellte sie fest.
"Du wirst doch nicht heute Nacht noch die Wache alarmieren, Farog? Ich möchte nicht, dass du wieder raus gehst. Warten wir bis zum Morgengrauen und hoffen, dass nicht noch mehr dieser Kreaturen herum streifen."
"Also schön, wenn du es sagst. Dann muss ich mich wohl fügen", sagte er unwillig. Ihre Hand traf ihn und gab ihm einen verspielten Klaps auf den Hinterkopf.
"Die richtige Entscheidung, mein lieber. Überhaupt solltest du öfter auf mich hören, dann wäre dir diese Verletzung erspart geblieben."
Kopfschüttelnd erhob sich der Kämpe und betrachtete die tiefen Schürfwunden.
"Bist du sicher, dass sich nun nichts mehr entzünden kann? Vielleicht sollte ich zum Tempel reiten und den Heiler aufsuchen."
"Nein Farog, zum letzten mal, du bleibst heute Nacht hier!"
Die Stimme der Frau überschlug sich fast vor Empörung über seinen erneuten Vorstoß, das Haus zu verlassen. Ihre Augen erstrahlten in hellem Grün und sanft presst sie beide Hände auf die Wunden.
"Was hast du vor?" Er sah sie irritiert an. Die Zauberin senkte die Augen und begann, seltsame Laute vor sich hin zu flüstern und stellenweise hörte es sich für Farog an, als ob sie in einen Gesang verfiel. Ihre Hände vollführten kreisende Bewegungen und im selben Moment spürte der Kämpe ein Prickeln auf der Haut. Erschreckt wollte er zurücktreten, doch Valura bannte ihn mit einem Blick aus ihren strahlenden Augen.
"Entspann dich. Ich werde versuchen, die Verletzung zu heilen. Du kannst morgen immer noch den Heiler aufsuchen, aber das wird nicht nötig sein." Der Klang ihrer Stimme strotzte vor Überzeugung und Farog seufzte nur verwundert auf.
"Du wirkst wieder deine Magie. Ich habe nichts dafür übrig. Für mich ist sie genauso dämonisch, wie die Kreaturen, die uns draußen auflauern."
Valura löste ihre Hände und sah ihn vorwurfsvoll an.
"Weil du es nicht verstehst und du dir nicht auch mal ansatzweise die Mühe machst, etwas davon zu begreifen. Ich habe dir schon so oft erklärt. dass ich über Heilkräfte verfüge."
Farog blickte auf die Risse in seiner Haut. Waren es Hirngespinste oder sahen die Wunden deutlich besser aus? Er fühlte sich in diesem Moment so hilflos wie ein kleines Kind.
"Ich gebe zu, es hat seine Vorteile." Die Worte kamen nur zögernd über seine Lippen und zeugten nicht von seinem Glauben an ihre Fähigkeiten. Sein Mund  berührten ihre Wange und hauchte einen Kuss darauf.
"Ich danke dir."
Er streifte das grobe Hemd über, das er ständig unter seiner Rüstung trug, damit die Kettenglieder nicht zu sehr scheuerten. In Gedanken versunken ging er zu der Truhe, wo die Teile ihren Platz gefunden hatten. Längst war der Glanz des Metalls erloschen und vielfältige Abnutzungserscheinungen machten sich darauf bemerkbar. Seinen Knappen hatte er schon vor Jahren aus den Diensten entlassen. Er hatte ihm alles beigebracht, was für seine Ernennung zum Ritter nötig war. In Zeiten wie diesen sehnte er sich nach einem Helfer zurück und nach der Gelegenheit, sein Wissen weiter zugeben.
"An was denkst du, Farog? Irgendetwas bedrückt dich doch, das fühle ich ganz deutlich." Die liebliche Stimme riss ihn aus seinen trüben Betrachtungen.
"Es ist nichts, meine Liebste. Nur vielleicht…", sie lauschte aufmerksam seinen Worten und so viel es ihm leichter zu sprechen.
"Ich vermisse eine Aufgabe, irgendeine Herausforderung."
"Dein Bruder hat seine Bestimmung im Handwerk gefunden. Vielleicht hättest du es ihm gleich tun sollen. Noch ist es nicht zu spät dafür, Farog."
Sie legte eine Hand auf seine Schulter und hielt seinem Blick stand.
"Glaubst du das wirklich, dass er glücklich ist, bei dem was er tut?" Mira seufzte auf. "Nun, er versucht jedenfalls nicht krampfhaft, sich in Gefahr zu bringen und zu sterben. Immerhin hat er die Verantwortung für seine Tochter akzeptiert und du solltest die deine annehmen."
Die Hand wurde zurückgezogen, dann flüsterte sie zögernd.
"Ich brauche dich, Farog, mehr als alles andere auf dieser Welt. Kannst du das nicht verstehen?”
"Das wird nicht geschehen, mach dir keine Sorgen. Allerdings müssen wir den Rat des Dorfes einberufen und die Wache alarmieren und ich muss es jetzt machen!"
In ihren Augen spiegelte sich eine Mischung aus Bewunderung und Furcht, vor dem was er vorhatte, aber Valura fügte sich schließlich in der Gewissheit, dass sie ihn nicht umstimmen konnte. Sie durfte es einfach nicht.
Kaum war er entschwunden, erhob sich in der Ferne ein klagendes Geheul, in das immer mehr Stimmen mit einfielen, unterbrochen von hysterischen Lauten, die sich durch die Finsternis fortbewegten. Valura sah entsetzt aus dem Fenster und erstarrte. Farog kam gerade bis zum Nachbarhaus, dann stürzten sich aus den Schatten mehrere Kreaturen auf ihn und ließen dem Kämpfer keine Chance. Noch bevor sie schreien konnte, erschien ein gewaltiger Körper und gleichzeitig zerbarst die Scheibe in einem Splitterregen. Unter den Pranken des Wolfs hauchte Valura ihr Leben aus.
Nach und nach verstummten die teils spitzen in Todesangst ausgestoßenen Schreie der übrigen Dorfbewohner und eine unheimliche Stille breitete sich über dem Ort gleich einem Leichentuch aus.
Nur das anklagende Heulen aus unzähligen Kehlen, zerriss die Stille.
Der Dämon hatte seine Ankündigung Wahrheit werden lassen.


Gelegentlich hatten sie sich mit Händen und Füßen unterhalten müssen, wenn ihrer beiderseitigen Sprachkenntnisse nicht reichten. Yuki zeigte ein Lächeln.
“Deine Aussprache ist beinahe so haarsträubend wie die Dämonen in der Geschichte. “Irayo ma smukan.”
Der Junge blickte sie verwundert an und so verbesserte sich Yuki schnell.
“Isch… gebbe dir meinen Dang.”
“Du sprichst auch nicht viel besser, erwiderte Tim grinsend.
 “Ich kenne noch eine Geschichte. Wenn du möchtest, erzähle ich sie dir. Es dauert auch nicht lange. Unschlüssig sah das Mädchen zwischen den Bäumen hindurch, als könnten sie ihr die Entscheidung abnehmen. Schließlich ein Nicken. “Ich habe immer noch nichts gesammelt. Meine sa’nu wird darüber ganz sicher nicht erfreut sein.”
Der Junge lachte auf. “Glaubst du, mein Onkel ist da anders? Er ist sehr streng und vermutlich werde ich die nächsten Tage Arrest bekommen. Hoffentlich stimmt ihn das nahe Fest freundlicher. Tim ließ sich wieder auf dem Gras nieder und das Mädchen tat es ihm gleich. Erwartungsvoll musterten ihn die gelben Augen.
“Also pass auf. Es geht um einen Mann, der nach Pandora wegen seines Sohnes kommt. Der Junge ist krank und er möchte mit seiner Tätigkeit genug Geld verdienen, um ihn zu heilen. Das spielt in einer Zeit vor dem großen Kampf zwischen Na’vi und Menschen.”


Finn und Jane


Nervös sieht sich Finn um. Nirgendwo sieht er eine Kotztüte. Auf dem Raumschiff, das ihn jahrelang durchs All geflogen hatte, gab es welche. Aber dort war ihm noch nicht übel. Er hatte zwar Kopfschmerzen und fühlte sich etwas benommen, aber schlecht war ihm nicht. Das Raumschiff glitt auch ganz ruhig durch die Schwerelosigkeit. Das Shuttle-Schiff zur Pandora-Oberfläche schüttelt seine Insassen hingegen auch nach dem Passieren der Atmosphäre kräftig durch. Finn kann spüren, wie die Antiperistaltik ihm die Magensäfte in den Mund drücken will. Am ganzen Körper schwitzend legt Finn den Kopf in den Nacken und schließt die Augen. Ein Wichtigtuer geht an den Neuankömmlingen vorbei und trichtert ihnen ein, wie sie sich bei der Ankunft verhalten sollten, um nicht gleich zu sterben. Finn hört kaum zu und hofft, dass der Flug bald vorbei ist.
Nach endlosen weiteren Minuten, in denen er sich kaum traut zu schlucken, geht endlich ein Ruck durch die Flugmaschine und Bodenkontakt ist hergestellt. Das Flugschiff öffnet sein Maul und spuckt die Neuen so aus, wie es Finn auch gerne mit seinem Mageninhalt tun würde. Der kalte Wind tut gut auf der Haut. Der Schweiß hilft, einen kühlen Kopf zu bewahren.
Auf halbem Weg zwischen Shuttle und Eingang in die Militärstation fragt Finn sich, was passieren würde, wenn er sich nicht mehr beherrschen könnte; wenn er sich hier und jetzt in seine Atemmaske erbrechen müsste. Die müsste er sich dann runterreißen, sich notgedrungen der feindlichen Luft aussetzen, wenn er nicht wie ein besoffener Dichter an seiner eigenen Kotze ersticken will. Irgendwie schafft er es dann doch, seine Säfte bei sich zu behalten.
Im Inneren angekommen läuft das übliche Prozedere ab. Beziehung der Unterkünfte, Sicherheitseinweisungen, Aufgabeneinteilung und so weiter. Da Finn bereits ein paar Jahre bei der Armee hinter sich hat, ist das alles nichts Neues für ihn. Zwar ist er seitdem etwas außer Form geraten, aber lange Überlandmärsche in sengender Wüstenhitze sind hier eher nicht zu befürchten.
Am nächsten Morgen trifft Finn zum ersten Mal seine neuen Kameraden. Er wurde in eine Aufklärungseinheit eingeteilt und muss dort in einer Gruppe Orte auf Gefahren untersuchen, bevor dort andere Rohstoffe abgebaut werden können, Feldlager errichtet oder Forschungen durchgeführt werden können. Den größten Teil der Zeit ist das langweilig und dieser Beruf existiert nur, weil irgendjemand ihn tun muss. Aber niemand wurde gezwungen, ihn anzunehmen.
Der Befehlshabende James Lando ist ein ruhiger, besonnener Typ. Sein freundliches Gesicht wirkt auch durch die Glatze kein bisschen bedrohlich, die Brille mit dünnem Drahtgestell und abgerundeten Ecken tut ihr Übriges. Obendrein hat Lando einen recht schmächtigen Körper. Er musste nie irgendwo kämpfen, seine Stärke ist das Denken. Auf einer Motorhaube breitet er die Karte aus. Nachdem er sie ein paar Minuten lang studiert hat, sieht er sich seine Notizen an und pfeift laut, damit die Gruppe sich versammelt. Es sind ein Dutzend Leute, Männer wie Frauen. Das einzige, was alle gemeinsam haben, ist, dass die Firma sie aus der Gosse gezogen hat. Jeder von ihnen braucht das Geld, wofür auch immer. Mit der zusammengefalteten Karte in der einen Hand streicht sich Lando mit der anderen über die Glatze, dann erläutert er das Vorgehen. In Zweiergruppen sollen verschiedene Gebiete im Umkreis erkundet werden. Helikopter bringen jede Gruppe an ihren Einsatzort und holen sie abends wieder ab. Wenn etwas schiefgeht oder etwas Ungewöhnliches passiert, soll ein Funkspruch abgesetzt werden. Ansonsten soll die Zeit effektiv genutzt und jeder rechtzeitig zur Abholung bereit sein. Finn wird gemeinsam mit Jane in eine Gruppe eingeteilt. Sie ist Ende vierzig, wirkt durch ihre Agilität aber jünger. Finn mustert sie genauer. Die trainierten Muskeln, die aus der dunklen Weste herausschauen, der Kurzhaarschnitt, der breite Gang und lässige Sprüche lassen sie kaum weiblich wirken. Allerdings ist sie nicht aggressiv und lacht oft.
Beim Flug über die Urwälder verliert Finn schnell die Orientierung. Wohin man auch sieht, überall Bäume. Er hofft, dass der Pilot wirklich wiederkommt, bevor es dunkel wird.
    „Wie heißt’n du?“, will Jane wissen. Ihre Arme hat sie locker um ihr angewinkeltes Knie geschlungen, ihre Augen verstecken sich hinter einer tiefschwarzen Sonnenbrille.
    „Mein Name ist Finn O’Doyle. Ich stamme aus Utah und habe früher im Achten Regiment gedient. Davor ging ich…“ Jane unterbricht ihn mit ihrem Lachen. „Schon gut, Kleiner, ich wollte nicht deine ganze Lebensgeschichte hören.“ Sie lockert die rechte Hand und streckt sie Finn entgegen. „Ich bin Jane, aber mach dir keine Hoffnungen, mein Tarzan zu werden. Ich bin bereits vergeben.“ Finns leichte Unsicherheit, mit dieser ungewöhnlichen Situation umzugehen, wird durch Janes Lachen beseitigt. Schweigend verbringen sie den Rest des Fluges.
Am Ziel angekommen verlassen beide mit ihrer Ausrüstung den Helikopter und werden allein gelassen. Eine tragbare, digitale Karte mit allerlei Bedienelementen soll die Orientierung erleichtern.
   „Wir sollen also da vorne eine Quadratfläche Wald abgehen und wenn uns nichts auffällt, bis zum Ende des Tages warten. Das ist unsere Aufgabe?“, fragt Finn etwas unbeholfen.
   „Irgendwer muss es machen“, sagt Jane und setzt sich in Bewegung.
Es ist zwar sehr warm und die Pflanzen sehen ungewohnt aus, aber das ändert nichts daran, dass es den beiden wie ein Waldspaziergang anmutet. Nachdem sie jeden Meter abgelaufen haben, setzen sich beide auf einen Fels und essen etwas.
    „Das können ja heitere sechs Jahre werden“, scherzt Jane, dann setzt sie eine Cola-Dose zum Trinken an.
    „Ja, das kannst du laut sagen“, antwortet Finn. „Bloß dass es bei mir zehn Jahre werden. Wenn nichts dazwischenkommt, versteht sich.“
    „Zehn Jahre, wieso das? Willst du hier noch Urlaub machen oder was?“
    „Nein. Das ist wegen meiner Familie, weißt du. Ich habe einen Sohn, der sehr krank ist. Die Behandlung können meine Frau und ich aber nicht von unserem Gehalt bezahlen, es ist einfach zu viel. Also habe ich mich hierfür beworben und veranlasst, dass meine Familie das ganze Geld für meine zehn Jahre Dienst gleich bekommt. So kann mein Sohn vielleicht auf eine Heilung hoffen und mit viel Glück bleibt noch etwas Geld fürs Studium übrig.“
    „Wow, wie übel. Das ist aber echt stark von dir, dass du das alles für deinen Sohn machst.“
    „Ja, dafür bezahle ich aber auch teuer. Als ich die Erde verlassen habe, konnte er kaum laufen. Wenn ich ihn wiedersehe, ist er ein erwachsener Mann und meine Frau wird alt sein.“
Bedrückendes Schweigen legt sich über beide. Nur die Geräusche des Waldes sind zu hören.
    „Warum machst du’s?“, will Finn wissen.
    „Ich mache es für meinen Mann. Er wurde beim Glücksspiel reingelegt, geriet tief in die Schulden.“
    „Und warum ist er dann nicht hier? Versteh mich nicht falsch, aber das sind seine Schulden, nicht deine.“
    „Er wäre wohl auch hergekommen, aber es gibt zwei Gründe die dagegen sprechen. Erstens bin ich diejenige von uns beiden, die schon Vorerfahrung beim Militär hat. Für mich ist das keine so große Umstellung. Zweitens ist mein Mann tot.“
Finn fühlt sich mies, weil er die Frage gestellt hat.
    „Was passiert eigentlich, wenn du die zehn Jahre nicht schaffst?“, fragt Jane in die Stille hinein.
    „Dann muss meine Familie das übrige Geld zurückzahlen. Das würde natürlich nicht gehen, da wohl bereits alles ausgegeben ist. Sie würden also meine Schulden erben. Ist es bei dir auch so?“
    „Nicht ganz. Wenn ich hier sterbe, sterben auch die Schulden. Das ist gar nicht mal so schlecht. So belaste ich niemanden weiter.“
Wie vorgesehen werden Finn und Jane am Abend abgeholt und ins Lager zurückgebracht. Am nächsten Tag sollen sie einen anderen Abschnitt auskundschaften. Am übernächsten wieder einen anderen. So geht es wochenlang. Bis auf das eine Mal, als sie der Ausgrabung einer kleinen Silberquelle beiwohnen durften, passiert wenig Aufregendes.
Am Weihnachtsmorgen geht es etwas lockerer zu. Alle tragen rote Weihnachtsmützen mit Bommeln, ein dicker Mitarbeiter verkleidet sich als Weihnachtsmann und erzählt dreckige Witze und für alle wurde zur Feier des Tages der Dienst um zwei Stunden gekürzt.
Finn und Jane fällt es zu, an diesem Tag das Gebiet über einer besonders ertragreichen Unobtaniumquelle zu kontrollieren.
Wie sich herausstellt, ist das Areal noch nicht einmal gerodet, sondern besonders dichter Urwald. Die hohe Luftfeuchtigkeit, große Hitze und die schwere Ausrüstung machen den Weihnachtstag nicht gerade angenehm.
    „Was ist los, Soldat, du schaust so missmutig?“, fragt Jane nach einem langen Marsch bergauf. „Dir haben sie das wohl als Urlaub im Prospekt präsentiert, was? Schön am Pool liegen und die Sonne genießen.“
Finn wird es kurzzeitig schwarz vor Augen, doch nach einer kurzen Pause geht es ihm wieder besser.
    „Geht schon wieder“, sagt er und setzt den Marsch fort.
    „Wir sehen bestimmt lächerlich aus mit den roten Mützen auf dem Kopf“, wirft Jane ein.
    „Du ganz sicher.“
Nachdem das Gelände geprüft und für gefahrlos befunden wurde, ergeben sich beide wie üblich ihrem Schicksal und warten darauf, abgeholt zu werden. Glücklicherweise ist der Dienst heute früher vorbei. Von der Anstrengung und der Wärme schlafen beide beim Warten ein. Finn ist es, der zuerst wieder wach wird. Ein raschelndes Geräusch hat ihn geweckt. Da er nicht ausmachen kann, woher es kommt, weckt er Jane.
    „Hörst du das auch?“, flüstert er. Jane nickt nur. Sie richtet sich langsam auf, nimmt das Gewehr, das sie zum Schutz immer bei sich hat und sucht nach der Quelle der Geräusche. Finn tut es ihr gleich. Ohne Vorankündigung kommt ein Geschoss aus den Baumwipfeln und reißt Finn mit sich zu Boden. Jane kann im Geäst etwas Blaues weghuschen sehen und eröffnet sofort das Feuer.
    „Du dreckiges Monster“, brüllt sie. „Es ist doch Weihnachten. Ist dir denn gar nichts heilig?“
Eine der Kugeln erwischt ihr Ziel. Ein lauter Schrei ist zu hören und ein paar Bluttropfen fallen zu Boden. Dann wird es langsam still. Erst jetzt findet Jane die Zeit, nach Finn zu sehen. Er liegt vor Schmerz schreiend auf dem Boden, ein mannshoher Pfeil hat sich durch seinen rechten Oberarm gebohrt. Jane ist klar, dass das ein Werk der Ureinwohner sein muss, die hier beheimatet sind. Fachmännisch holt sie aus ihrem Erste-Hilfe-Set ein Schmerzmittel und spritzt es Finn. Es wirkt schnell und macht Finn benommen. Trotzdem bleibt er bei Bewusstsein. Kurze Zeit später erscheint der Helikopter, der beide abholt. Der Pilot beschleunigt das Flugtempo, als er sieht, was mit Finn passiert ist. Er wird so schnell wie möglich in die Krankenstation gebracht.
Die Operation ist erfolgreich und Finn muss eine Woche zur Beobachtung da bleiben. Dann bekommt der Arm einen dicken Verband und soll heilen. Nach Finns Entlassung besucht ihn Jane auf seinem Zimmer.
    „Tut mir Leid, dass ich nicht früher da war, die haben mich einfach nicht vom Dienst losgelassen.“
    „Kein Problem“, sagt Finn.
In dem Moment kommt ein Bote ins Zimmer und überreicht Finn einen Brief.
    „Was ist das?“, will Finn wissen.
    „Ihre Entlassungsurkunde, Sir. Sie haben Zeit bis morgen Mittag, ihre Sachen zu packen. Danach fliegen sie nach Hause.“
    Finn will etwas erwidern, da dreht sich der Bote um und geht schon wieder.
    „Was ist, du wirkst gar nicht glücklich darüber.“, bemerkt Jane. „Jetzt kannst du doch wieder zu deiner Familie.“
    „Ja“, sagt Finn betrübt, den Tränen nahe, „zu einer Familie in Armut.“
    „Nein, das siehst du falsch“, sagt Jane.
    „Wieso glaubst du das?“
    „Ich glaube es nicht, ich weiß es. Ich habe hier mit ein paar Leuten gesprochen und eine Vereinbarung getroffen. Die zehn Jahre, die du hier leisten solltest, habe ich auf mich aufgenommen und verdoppelt. Darum darfst du jetzt nach Hause fliegen und das Geld behalten.“
    „Was? Warum? Aber … was ist mit dir?“
    „Schau dich doch nur an, du bist hier nicht richtig. Du willst hier zehn Jahre bleiben und überlebst kaum zwei Monate. Auf die Art und Weise schaffst du nur eins: Deine Familie zu ruinieren. Und genau das willst du verhindern. Es ist besser für dich, hier abzubrechen und dahin zurückzukehren, wo du hingehörst.“
    „Und du?“
    „Ich gehöre mehr hierhin als irgendwohin sonst. Diese raue Umgebung ist genau mein Ding, dem Tod von der Schippe zu springen lässt mich spüren, dass ich lebe. Und wenn es einmal nicht klappt, scheiß drauf. Ich hatte eh nie vor, zur Erde zurückkehren. Dort gibt es gar nichts mehr für mich. Also, grüß mir deine Familie.“
    „Dann ist das also der Abschied?“
    „Sieht ganz so aus, was?“
    „Ich weiß wirklich nicht, wie ich dir danken soll.“
    „Denk ab und zu an mich, das reicht schon.“
Mit einem breiten Grinsen steht Jane auf und geht zur Tür.
    „Du warst vielleicht nicht der beste Fußsoldat, aber als Partner warst du ganz okay. Fröhliches neues Jahr.“
Mit diesen Worten verschwand Jane aus Finns leben.
Die Rückreise zur Erde kam ihm unwirklich und viel zu schnell vor. Der lange Schlaf raubte ihm sämtliches Zeitgefühl. In seiner Heimat war schon über ein Jahrzehnt vergangen.
Seine Frau und sein Sohn wohnten nicht mehr in der alten Wohnung. Es dauerte ein paar Tage, bis Finn die neue Adresse herausfinden konnte. Wie es der Zufall wollte, kam er an einem anderen Weihnachtsmorgen auf der Schwelle der neuen Wohnung an. Seine Frau brach sofort in Tränen aus, als sie ihn sah. Mit seiner so schnellen Rückkehr hatte sie nicht gerechnet.
    „Komm schnell her, dein Vater ist wieder da“, rief sie in die Wohnung, woraufhin Finns Sohn angelaufen kam und nicht glauben konnte, was er sah. Er kannte seinen Vater nur von Fotos und jetzt stand er leibhaftig vor ihm. Alle drei waren sich einig, dass es das beste Weihnachtsgeschenk aller Zeiten war. Sie verbrachten die anstehenden Ferien damit, sich alles genau zu erzählen. Mit dem Geld konnte die Krankheit von Finns Sohn früh und erfolgreich geheilt werden, er behielt keine Folgeschäden. In der Schule gehörte er zu den besten und von dem tatsächlich übrig gebliebenen Geld war ein Studium zumindest möglich.
Ein Jahr später bekam Finn von seiner Frau ein weiteres, diesmal gesundes Kind geschenkt.
Es war ein Mädchen.
Sie nannten es Jane.
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Offline Eichhörnchen

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Re: Zeitsplitter - "Krrìlva" ( Autoren Marco, Ricardo, Robert )
« Reply #2 on: December 15, 2013, 08:22:20 am »
“Das war eine aufregende Geschichte. Jetzt muss ich aber weiterarbeiten. Die Anderen warten bestimmt schon.”
Bedächtig öffnete Tim seine Jacke und zog etwas darunter hervor, das er dem Mädchen reichte
“Was ist das?”
Yuki betrachtete fasziniert und mit wachsender Neugier die seltsamen Zeichnungen. “Hast du die gemalt? Es sieht so echt aus. Wunderschön und die vielen Farben.”
“Das sind Aufnahmen von deiner Welt. Erkennst du es denn nicht? Die hier zeigt den Mond aus Entfernung und dieses ist kurz vor der Landung aufgenommen wurden.”
Die Hände des Mädchens fingen mit einen mal an zu zittern, als sie auf das Bild starrte. “Kelutral. Ich erkenne ihn ganz deutlich. Das ist einer der heiligen Bäume.” “Die Aufnahmen hat mein Onkel angefertigt. Er ist leidenschaftlicher Hobbyfotograph.”
“Sie sind wunderschön. Darf ich sie behalten?” Natürlich darfst du das. Sie gehören dir. Nimm sie als Geschenk, schließlich ist Morgen Weihnachten.”
Yuki konnte ihre Blicke kaum von den Bildern lösen. “Unsere Welt. Wie klein sie doch aussieht. So zerbrechlich. Ich kann es kaum erwarten, sie meiner sa’nu zu zeigen.” Fast als erinnere sich das Mädchen an etwas, legte sie die Bilder auf das Moos und begann, ihren Armschmuck abzunehmen. Vorsichtig ergriff sie die Hand des Jungen. Etwas groß, aber er ist sehr schön“, sagte Tim als sie das Band darüber gezogen hatte. “Findest du wirklich? Ich habe ihn selbst gefertigt.”
”Irayo Tim.“ Das Mädchen und griff nach seiner Maske. “Warte!”
Tim fühlte sich unsicher, traute aber nicht, sich zu rühren und hielt angstvoll die Luft an. Er wusste nicht, wie ihm geschah, als das Mädchen sich über ihn beugte und mit den Lippen seine Nase berührte. Schnell half sie ihm, die Maske wieder aufzusetzen.
“Was ist? Du sagt ja gar nichts. Hat es dir nicht gefallen?”
“Doch schon”, erwiderte Tim errötend. “Es ist nur… ach nichts. Vergiss es.”
Yuki begann zu lachen.
“Jetzt sag nicht, dass dich noch nie ein Mädchen geküsst hat?”
Der Junge erwiderte nichts und so griff sie nach einer Frucht und steckte sie seufzend in den Korb.
“Warte, ich helfe dir, dann geht es schneller. Soll ich diese hier pflücken?”
Er deutete auf einen Strauch mit honiggelben Früchten.
Yuki nickte eifrig und bald füllte sich ihr Korb zusehends. Ohne, dass sie es bemerkten, nahm die Abenddämmerung das Land fest in ihren Griff und ließ lange Schatten zwischen den Bäumen entstehen.
“So nun muss ich aber wirklich gehen, sonst bringt meine Familie mich um”, meinte Tim als sie fertig waren. Das Na’vi Mädchen trat an ihn heran.
Ftxozä irayoä, kleiner Himmelsmensch und nun geh und kehre in dein Lager zurück. Möge eywa über dich wachen.”
“Können wir uns wiedersehen?”
“Srane Tim. Aber nicht Morgen. Da feiert unser Stamm ein großes Fest zu ehren eywas.”
Tim musste grinsen, wandte sich ab und flitzte davon. Glücklich sah sie dem Jungen noch etwas nach, bevor sie ihren Korb aufnahm und zum Lager zurück schritt. Auf den Früchten lagen die Bilder und Yuki konnte nicht ihre Blicke davon lassen. Auch spät Abends, als die meisten ihres Stammes schon längst schlafen gegangne waren, saß Yuki im Gras und betrachtete die Bilder. Mit einem seufzen richtete sie ihre Blicke zum Sternenzelt über sich.
“Ftxozä irayo, ma Tim.”


Ende


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Offline Tìtstewan

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Re: Zeitsplitter - "Krrìlva" ( Autoren Marco, Ricardo, Robert )
« Reply #3 on: December 15, 2013, 08:36:26 am »
WoooW!! :D :D
--> ab in den Index!
Zeitsplitter - "Krrìlva"         Gemeinschaftswerk von Eichhörnchen, Tsu'tey und Ricardo

Das Werk wird baldsmoglich gelesen! :D

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Offline Tsu'tey

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Re: Zeitsplitter - "Krrìlva" ( Autoren Marco, Ricardo, Robert )
« Reply #4 on: December 15, 2013, 10:54:44 am »
Ein tolles Werk ist es geworden, anders kann ich das garnicht sagen! Die fließenden Übergänge, die anderen Geschichten wirklich klasse! Ich habe den Übergang, zu meiner Geschichte bestimmt 5-6 mal gelesen, weil es so toll ist und mich auf eine gewisse Art schmeichelt...

Ich bleibe in Erinnerung. Ich habe mit Toruk Makto gekämpft. Und wir waren Brüder. Und er war mein letzter Schatten.

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Zeitsplitter - "Krrìlva" ( Autoren Marco, Ricardo, Robert )
« Reply #5 on: December 18, 2013, 05:14:46 am »
Hallo Dreigestirn  ;)

das war wunderbar zu lesen - eine echte Weihnachtsgeschichte  :-*

So schön geschrieben, daß ich nicht umhin kam, an einigen Stellen mit feuchten Augen zu kämpfen  :'(

Da sie punktuell auf das bevorstehende Fest orientiert ist, darf man wohl kaum hoffen, eine Fortsetzung erleben zu dürfen  :-\

Aber - kommendes Jahr dürfen wir ja wieder dieses Fest erwarten ... und vielleicht geht es dann doch weiter  :-X :-[ ::)

DAS wäre echt schön  :-* :-* :-*

Also: ein von Herzen kommendes IRAYO und allen hier wunderschöne Feiertage  ;) :D ;)
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alt, aber
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...


Offline Tìtstewan

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Re: Zeitsplitter - "Krrìlva" ( Autoren Marco, Ricardo, Robert )
« Reply #6 on: December 18, 2013, 09:55:34 am »
Soo, endlich durchgelesen und ich muss sagen, dass eure Geschichte sehr gelungen ist. :D :D
Suneiu oer pxengeyä vur atxantsan! :D :-*

;)

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Re: Zeitsplitter - "Krrìlva" ( Autoren Marco, Ricardo, Robert )
« Reply #7 on: December 18, 2013, 10:01:07 am »
Nein Nein sollen sie bitte nicht ;) Die sind so schon richtig wie ich sie geschrieben habe, das hat Hand und Fuß ;)

Ich bleibe in Erinnerung. Ich habe mit Toruk Makto gekämpft. Und wir waren Brüder. Und er war mein letzter Schatten.

Offline Tìtstewan

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Re: Zeitsplitter - "Krrìlva" ( Autoren Marco, Ricardo, Robert )
« Reply #8 on: December 18, 2013, 10:09:46 am »
Alles klar, ich wollte das nur erwähnt haben, weil es sonst |in Na'vi| nicht ganz richtig gewesen wäre. ;) Aber wenn es so gewollt ist, ist das natürlich völlig in Ordnung (Freiheit des Künstlers). :)

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Re: Zeitsplitter - "Krrìlva" ( Autoren Marco, Ricardo, Robert )
« Reply #9 on: December 18, 2013, 10:21:14 am »
Siehst du und genau das ist der Punkt, da mich Na'vi als Sprache schon lange nicht mehr begeistern kann, ist diese ganze Namen richtig schreiben und all so ein Zeug, für mich nicht relevant ;) Wie du aber auch schon richtig erkannt hast, es ist die Freiheit des Künstlers und die lässt man sich nicht hier oder aber auch in einem Rpg Z.b nehmen ;) Mein Name Tzu'natxu ist auch falsch weiß ich, aber ich lass mir da einfach von niemand reinreden, wenn man das Z einfach gegen ein S tauscht ist es eben nicht mehr der gleiche Charakter, und ich kann mich nicht mehr richtig damit identifizieren. Das ist alles so eine Sache der Überzeugung ;)

Ich bleibe in Erinnerung. Ich habe mit Toruk Makto gekämpft. Und wir waren Brüder. Und er war mein letzter Schatten.

 

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