Author Topic: Fehler die es zu vermeiden gilt. Idiome-Zusammenfassung  (Read 4792 times)

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Fehler die es zu vermeiden gilt. Idiome-Zusammenfassung
« on: March 16, 2010, 06:32:33 pm »
Verbreitete Fehler, die von Na’vi-Lernenden vermieden werden sollten.

Ich möchte hier deutlich machen, dass das hier HÄUFIGE Fehler sind. Fühlt euch nicht wie ein skxawng, nur weil ihr sie gemacht habt. Eine fremde Sprache – egal, ob erfunden oder nicht – ist genau das: fremd. Manchmal ist es schwierig, aus den eigenen Denkmustern auszubrechen.

Außerdem sind die aufgelisteten Wörter/Sätze nur Beispiele und keine Versuche, Grammatik darzustellen. Ich könnte ein paar Fehler gemacht haben, also nehmt sie als das, was sie sind, anstatt darüber zu reden, wie sie richtig sein sollten.

Fehler #1: Fälle der Nomen

*Oe-yä-ri ikran tse’a nga (Erzielte Bedeutung: Mein Ikran sieht dich. Richtige Bedeutung: Unsinnig! ::) wirklich  ::) )

Wenn ihr euch selbst dabei erwischt, mehr als einen Fall an Nomen zu hängen, dann müsst ihr noch einmal nachdenken, was Fälle für Nomen bedeuten.
In diesem Beispiel sind zwei Sachen falsch:
  • Das Suffix bei oe. Sowohl -ri (Über mich; Ikran sieht dich) als auch - (Mein Ikran sieht dich) wären korrekt, aber nicht beide gleichzeitig.
  • Fehlende Suffixe bei den Nomen. Na’vi hat eine relative freie Wortstellung, das heißt es kann SVO (Subjekt, Verb, Objekt) sein wie im Englischen oder Deutschen, SOV (Subjekt, Objekt, Verb) wie im Japanischen oder jegliche andere Anordung, die euch dabei hilft, besser auszudrücken, was ihr sagen wollt, z.B. VOS, VSO usw. Das heißt also, in diesem Satz habt ihr keine Ahnung, wer eigentlich was sieht. Für ein transitives Verb wie „sehen“ braucht ihr den Agens- (Subjekt) und den Patiens- (direktes Objekt) Marker, -l bzw. -t.

Richtig: Oe-yä ikran-ìl tse’a nga-ti > Oeyä ikranìl tse’a ngati

*Nga-l t‹ay›erkup (Erzielte Bedeutung: Du wirst sterben)

Der Agens (L-Endung) und Patiens (T-Endung) funktionieren nur für transitive Verben. „Sterben“ ist nicht transitiv. Na’vi ist eine dreischichtige Sprache. In anderen Worten bedeutet das, dass das Subjekt und Objekt eines transitiven Verbs anders markiert werden als das Subjekt eines nicht transitiven Verbs.

Richtig: Nga t‹ay›erkup > Nga tayerkup

Fußnote: Nur, weil ihr ein Nomen in einem Satz benutzt, macht es aus einem Verb nicht automatisch ein transitives. Wenn ihr sagen wollt „Ich sehe“ wie in „Guck mal da, siehst du den Ikran?“ – „Ja, ich sehe (ihn).“ dann würdet ihr immer noch sagen Oe-l tse’a.


Fehler #2: Wörtliche Übersetzungen ins Deutsche

*Oe slu hum ye’rìn (Angestrebte Bedeutung: Ich werde bald weggehen)

Deutsch ist in vielen Fällen eine seltsame Sprache. Ein Beispiel ist, dass viele andere Sprachen das Verb oder das Nomen für Fälle, Aspekt oder anderes verändern würden. Im Deutschen gibt es dafür Hilfswörter. Die vielen Formen von „sein“ sind gute Beispiele für das Bilden der vollendeten Vergangenheit („sie ist gegangen“), die Formen von „werden“ gute Beispiele für das Bilden der Zukunft („du wirst weggehen“). In vielen anderen Sprachen sind diese Wörter unnötig, und würden einen Satz grammatikalisch falsch machen, wenn sie eingebracht werden würden.

Richtig: Oe h‹ìy›um ye’rìn > Oe hìyum ye’rìn

Es gibt ein anderes Wort in diesem Satzes, das – während er im Na’vi grammatikalisch richtig ist – als überflüssig behandelt werden könnte. Dieses Wort ist „bald“. Der Grund dafür ist, dass Na’vi mehr als nur ein Basiskonzept für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hat. Es hat auch das Konzept von „naher“ Vergangenheit und Zukunft. Das heißt, einfach zu sagen, dass etwas entweder vor kurzem passiert ist (nahe Vergangenheit) oder das es bald passieren wird (nahe Zukunft). Weil das nahe Futur in diesem Satz bereits benutzt wird (‹ìy›), bedeutet das, dass bereits gesagt wird, dass es bald geschehen wird. Es also noch einmal zu wiederholen ist in diesem Satz überflüssig. Das ist im Deutschen vergleichbar mit der Aussage, wenn wir die Gegenwart benutzen, um über zukünftige Ereignisse zu sprechen (z.B.: „ich gehe morgen ins Kino“ anstatt „ich werde morgen ins Kino gehen“)
Alternative: Oe hìyum oder Oe hum ye’rìn


Fehler #3: Übersetzung von Idiomen

*Sìltsan txon (Erzielte Bedeutung: Gute Nacht.)

Idiome werden von Wikipedia wie folgt definiert:
a: eigentümliche Sprechweise einer Personengruppe; b: Feste Redewendung, Wortverbindung

Manchmal ist es schwer, Idiome zu erkennen, wenn man nur seine eigene Muttersprache spricht. Wir benutzen sie jeden Tag, ohne auch nur darüber nachzudenken, weil wir alle wissen, was unsere Sätze bedeuten.
Versucht, über das nachzudenken, was ihr wirklich sagen wollt, während ihr etwas übersetzt. Denkt über die Wörter nach, bedeuten sie auch wirklich das, was ich sagen sollen? Vergesst, was ihr erwartet, was sie bedeuten und versucht herauszufinden, was sie aussagen. Für einen deutschen Muttersprachler werde ich das mit dem Englischen Idiom „A long row to hoe“ illustrieren – wörtlich übersetzt mit „Eine lange Reihe zu hauen.“ Jemand, der gerade erst Deutsch lernt, wird dazu tendieren es so zu übersetzen, wie es dort steht und andere Engländer würden wissen was es bedeutet. Aber wenn ihr das zu jemandem sagt, der nicht Engländer ist, würde dieser nicht wissen, dass damit eine schwierige Aufgabe gemeint ist, die eine lange Zeit in Anspruch nimmt, weil Idiome in fremden Sprachen meist anders ausgedrückt werden. (Stellt euch diesen Dialog vor: „Wie läuft deine Facharbeit?“ – „It’s a long row to hoe.“ ~ Ein hartes Stück Arbeit vor sich haben)
Das ist etwas langatmig für eine Erklärung, aber es ist ein Fehler, der wiederholt auftritt, weil es für viele Menschen schwer ist, diese als Fehler anzusehen. Zurück zu unserem Beispiel „Gute Nacht“. Wörtlich heißt das, dass man sagt ,die Nacht ist gut‘. Aber ihr redet nicht im geringsten über die Nacht, stattdessen sagst ihr „Auf Wiedersehen“ zu jemandem.

Weil Idiome dazu dienen, oft genutzte Sätze zu kürzen, oder bestimmte Nachrichten, die sonst langatmig wären, zu vermitteln, ist die Antwort auf ein Idiom meistens ein anderes Idiom. Es gibt natürlich viele Wege im Na’vi „Auf Wiedersehen“ zu sagen, die verbreitetste ist Kìyevame. Ihr könntet jemandem auch mit Txon lefpom livu ngar eine gute Nacht wünschen (Wörtlich: Mögest du eine friedliche Nacht haben), welches idiomatisch abgekürzt wird durch txon lefpom genauso wie „Habe eine gute Nacht“ einfach „Gute Nacht“; oder aber hivahaw nìmwey, was „schlafe in friedlicher Weise“ bedeutet.

Korrekt: txon lefpom l‹iv›u nga-r > Txon lefpom (livu ngar)
Alternative: k‹ìyev›ame > Kìyevame
Alternative: h‹iv›ahaw nìmwey > Hivahaw nìmwey

Für solche Fälle ist es immer gut, sich an diesen Spurch zu erinnern: Übersetze die Bedeutung, nicht die Worte. ;)


Fehler #4: Aspekt vs. Zeitform

Leider ist dies ein Thema, das nicht leicht für einen deutschen Muttersprachler ist, da das Deutsche diese Unterscheidung zwischen Aspekt und Zeitform nicht wirklich hat. Ein Satz, der die Vergangenheit im Na’vi benutzt, kann ins Deutsche auf die gleiche Weise übersetzt werden, wie einer, der den Perfektivaspekt benutzt, aber ihre Bedeutungen sind unterschiedlich.

Im Moment kann ich nur darauf hinweisen, dass ‹ol› eine abgeschlossene Handlung darstellt, und ‹er› eine nicht abgeschlossene Handlung (also eine, die sich im Verlauf befindet). ‹er› bildet oft den Rahmen einer Erzählung, während ‹ol› die Ereignisse innerhalb dieses Rahmens abdeckt.

Beispiel:
Oe-l hu Txewì trram na’rìng-it t‹arm›ok, ts‹ol›e’a Syeptute-t a-tsawl frato mì sìrey.
„Während ich gestern mit Txewì im Wald war, sah ich den größten Hyneman in meinem ganzen Leben.“ (,im Wald war‘ bildet den Rahmen der Handlung, ,sah‘ bildet das abgeschlossene Ereignis innerhalb des erzählerischen Rahmens – andere Ereignisse könnten selbstverständlich folgen)


Fehler #5: Hinzufügen oder Entfernen des Glottisschlags ( ’ )

*po-ru lu awa eveng aewan (Angestrebte Bedeutung: Sie hat ein junges Kind)

Viele Wörter beginnen mit einem Glottisschlag (der Apostroph am Anfang eines Wortes). Zuerst wirkt es merkwürdig, als würde es am Anfang eines Wortes keinen Sinn ergeben. Also neigen viele dazu, es wegzulassen. Das würde jedoch genauso falsch sein, als würde man das „K“ von „Kìyevame“ wegzulassen. Der Glottisschlag wird als ein Konsonantenlaut behandelt und bleibt dem Wort in allem bis auf die Lenition erhalten. Es gibt einen Unterschied in der Aussprache.

Andere Gründe, weil es wichtig ist, ihn zu behalten, sind: Hinzufügen von Präfixen und Wörtern vor dem Glottisschlag machen es zu mehr als einem meist leisen Konsonanten. Wenn du den Glottisschlag aus „beenden“ (be’enden) herausnimmst, würde es mehr wie „benden“ klingen, was im Deutschen kein Wort ist. Das gleiche kann auch im Na'vi geschehen.
Außerdem verbreitet es falsche Schreibweisen, wenn andere es sehen und versuchen, eure Sätze abzuändern, ohne die Wörter nachzuschlagen.

Vergleichbar ist das Hinzufügen von extra Glottisschlägen. Noch einmal: sie sind nicht nur Dekoration! Ihr könnt sie nicht einfach dort hineinstecken, wo ihr denkt, dort würden sie gut passen. Selbst wenn ihr zwei Wörter zusammen schiebt, ist dort kein Glottisschlag.

Korrekt: po-ru lu ’awa ’eveng a-’ewan > Poru lu ’eveng a’ewan


Fehler #6: Fragewörter

*Oe-l tse’a tsenge-t peseng po kä. (Angestrebte Bedeutung: Ich sehe den Ort, wo sie hingeht.)

Im Deutschen fungieren Wörter wie „wer, was, wann, wo, warum“ und „wie“ sowohl als Fragewörter, Relativpronomen als auch als Einleiter von indirekten Fragen. Mit anderen Worten, ihr benutzt das Wort, wenn ihr eine Frage stellen wollt, z.B. „Wo ging er hin?“, aber auch, wenn ihr einen Satz mit einem anderen verbinden wollt, z.B. „Das ist der Ort, wo mir reiten beigebracht wurde.“ Ersterer ist eine Frage, die in den meisten Fällen eine Antwort verlangt. Letzterer macht lediglich eine Aussage und kein deutscher Muttersprachler würde es als eine Frage missverstehen. Der Unterschied ist also eindeutig.

Im Na’vi benutzen wir natürlich pe+ oder -pe, um Fragen zu bilden; z.B. als pesu, peu, pehrr, pelun und pefya. Diese Wörter stellen allerdings immer eine Frage dar. Für eine Aussage würdet ihr natürlich etwas anderes benutzen. Allerdings steht der Stamm eines Wortes mit dem Fragewort in Beziehung, ein bisschen Grammatik inklusive. In unserem Beispiel bildet tseng das Stammwort, das dann näher durch den Satzverbinder a beschrieben wird. Da im Na’vi auch die Bewegungsrichtung geklärt werden muss, brauchen wir das Wörtchen ne – dieses wiederum kann nicht allein stehen und muss an ein Nomen gehängt werden, also entweder tseng oder das Ersatznomen tsa(w), um tseng nicht zu oft zu wiederholen.

Korrekt: Oe-l tse’a tsenge-t a tsa-ne po kä. > Oel tse’a tsenget a tsane po kä.
wörtl.: „Ich sehe den Ort, zu dem sie geht.“

*Ke omum oe krrpe tsun oeng h‹iv›um. (Angestrebte Bedeutung: Ich weiß nicht, wann wir gehen können!)

Eine indirekte Frage greift auf unser bekanntes Fragewort zurück, fügt jedoch einen Marker ein, um es als indirekte Frage zu kennzeichnen. Praktischerweise ist dies die „Antwort“, die wir auf die Frage erwarten würden: tì’eyng > teyng-

Korrekt: Ke omum oe-l tì’eyng-it a krrpe tsun oeng h‹iv›um. > Ke omum oel teyngta krrpe tsun oeng hivum.
wörtl.: „Ich weiß nicht die Antwort (auf die Frage:) wann wir gehen können.“


Fehler #7: Verneinung

*Oe smon po-r ke. (Angestrebte Bedeutung: Er kennt mich nicht.)

In Deutsch wäre es sehr komisch zu sagen „ich nicht kenne ihn“ – im Na’vi kommt die Verneinung ke allerdings immer vor das zu verneinende Verb.

Korrekt: Oe ke smon po-r. > Oe ke smon por.

*Rutxe, kä ke! (Angestrebte Bedeutung: Bitte, geh nicht!)

Die Verneinung weicht vom Na’vi außerdem dahingehend ab, dass Na’vi ein eigenes Wort für negative Befehle hat, z.B. „Geh(t) nicht!“ Dies heißt rä’ä.

Korrekt: Rutxe, rä’ä kä!



Dieser Beitrag wurde vom englischen ins deutsche übersetzt, den originalen Beitrag findet ihr hier: Common mistakes
Vielen dank an omängum fra'uti für diesen kostbare Beitrag!
Darüber hinaus: Danke an Liyanin für die Übersetzung.


Edit: 2013-10-14 – Neuübersetzung & Korrektur. Plumps
« Last Edit: October 14, 2013, 08:46:23 am by Plumps »
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Idiome-Zusammenfassung
« Reply #1 on: March 18, 2010, 06:22:53 am »
Na'vi Expressionen und Idiome

Manche Dinge haben eine verbreitete Form sie in einer Sprache zu sagen, obwohl sie nicht die offensichtlichsten sind. In manchen Fällen bewegen wir uns sogar im Raum der Idiome, sodass ihr wirklich lernen müsst, was ihr in manchen Situationen zu sagen habt. Also sammle ich hier eine Ausdrücke und Idiome des Na'vi.

Alle diese Idiome kommen im Moment von Frommer persönlich , weil wir als Community noch nicht weit genug fortgeschritten sind um unsere eigenen Idiome zu entwickeln. Wenn jemand eine Idiome findet, das hier fehlt oder von einem neuen erfährt (Zur Zeit nur von Frommer direkt oder indirekt), bitte gebt hier Bescheid und ich füge es der Liste hinzu.


Wie heißt du?/Wie ist dein Name?
Natürlich wollt ihr wissen mit wem ihr sprecht, wenn ihr ihn zum ersten mal trefft. Ihr könntet wörtlich fragen wie der Name der Person lautet, aber wie in vielen Sprachen gibt es auch im Na'vi ein Idiom dafür.
Fyape fko syaw ngar?
Wörtlich: In welchem Weg ruft dich einer?

Mein Name lautet.../Ich heiße...
Die formelle Form seinen Namen in Na'vi auszudrücken wäre Tstxo oeyä lu..., trotzdem gibt es auch hier ein Idiom mit dem man es meistens ausdrückt.
Oeru syaw (fko) ...Wörtlich: Einer ruft mich (als)... (Wenn ihr jemandem antwortet, der euch nach eurem Namen gefragt hat, könnt ihr das fko weglassen, da es im Kontext trotzdem verstanden wird.

Hallo/Grüße
Wenn ihr jemanden seht ist es natürlich höflich Hallo zu sagen und klar ist das im Na'vi nicht anders. Sie haben ein Wort für Hallo wie viele Sprachen und man kann es auch in vielen Situationen anbringen. Es gibt auch ein Idiom für "Ich sehe dich". Es gibt eine Auseinandersetzung darüber wann man es benutzt, aber bei den Na'vi scheint es einen Level der Bekanntheit zu implizieren, der trotzdem nicht intim ist. Außerhalb der fiktionalen Welt von Pandora scheint es ein wenig mehr herum geworfen zu werden, meistens als ein formelleres "Hallo."
Kaltxì
Wörtlich: Hallo. (Generell)
Oel ngati kameie
Wörtlich: Ich sehe dich. (Familiär)
Kame ngat
Wörtlich: Sehe dich.(Familiär/Generell)
*Bemerkung: Oel ngati kameie wird meistens mit einer Geste von der Stirn begleitet. In einer normalen Situation kann die Geste auch gebracht werden ohne etwas zu sagen.

Tschüss/Bis bald/Wir sehen uns
Es ist immer schön, wenn man jemandem einen Guten Wunsch mitgibt wenn man ihn verlässt und die Na'vi drücken das mit dem geistigen Sinn von sehen kame aus, also ist das Idiom sehr ähnlich vielen anderen Sprachen. Der volle Ausdruck würde lauten Oel ngati kìyevame ye'rìn, wobei kame das annähernde Futur Konjunktiv bildet. Es drückt einen Wunsch aus, jemanden bald wieder zu sehen.
Meistens jedoch wird es nur zu einem Wort gekürtzt.
Kìyevame
Wörtlich: (Ich werde dich) bald (wieder)sehen.

Natürlich sind die Na'vi ein sehr spirituelles Volk, da sie ein echtes greifbares Ganzes haben mit dem sie kommunizieren können. Sie nennen die Große Mutter (nawma sa'nok) oder Eywa. Also könnt ihr auch sowas wie "Eywa sei mit dir" sagen. Ausgesprochen wäre das Eywa ngahu livu, wobei das "livu" meistens weggelassen wird.
Eywa ngahu
Wörtlich: Eywa mit dir

Es gibt so viele Wege sich von Leuten zu verabschieden. Ihr könntet ihnen auch eine Gute Nacht wünschen. Im Deutschen sagen wir meistens nur "Gute Nacht", aber der volle Satz wäre "Habe eine Gute Nacht". Ihr könnt das ähnlich im Na'vi ausdrücken mit Txon lefpom livu ngar.
Txon lefpom

Wörtlich: Friedliche Nacht

Wie geht es dir?/Geht es dir gut?
Es ist auch eine Sache der Höflichkeit jemanden zu fragen wie es ihm geht. Die Na'vi machen das indem sie fragen ob es dir wohl ergeht.
Ngaru lu fpom srak?
Wörtlich: Ist Wohlbefinden bei dir/Hast du Wohlbefinden?

Antwort
Da das eine Ja/Nein frage ist (Indiziert durch srak) reicht ein einfaches srane oder kehe meistens aus, oder ihr könntet in der selben Form anworten: Oeru lu fpom.

Und du?
(Nach der Antwort zu "Wie ist dein Name", "Geht es dir gut?" oder anderen Fragen die dich etwas im Dativ fragen (ngaru)
Meistens, wenn man miteinander spricht wiederholt man bei einer Antwort nicht noch einmal die Fragen, sondern sagt einfach "Und du?" Na'vi drücken das durch das fortgeführte Partizip tut.
Ngaru tut?
Wörtlich: Und zu dir?

Ich liebe dich.
Jemandem seine Gefühle auszudrücken will jeder, egal in welcher Sprache. In Na'vi könnt ihr das ausdrücken, indem ihr sagt jemand ist geliebt zu euch.
Nga yawne lu oer.
Wörtlich:Du bist geliebt zu mir.

Verzeih mir.
Im Na'vi wir um Verzeihung gebeten, indem ihr fragt ob ihr es erhalten könnt.
Oeru txoa livu
Wörtlich: Darf ich Verzeihung haben

Ich habe ...
Na'vi hat kein Verb "haben". Stattdessen benutzt man eine Konstruktion, die in vielen Sprachen vorkommt. Man kombiniert den Dativfall "-ru" und das Verb "sein". Das funktioniert sowohl für den Besitz von physikalen Gegenständen als auch für den Besitz eines Zustands (Krankheit, Gesundheit, usw) und abstrakten Konzepten (Wörtern, Nachrichten, Freunde, usw) Meistens kommt das Verb in solchen Situationen zuerst.
Lu oeru...
Wörtlich: Ich habe...

Wie sagt man ..... in Na'vi?/Wie sagt man..... auf Deutsch?
Während ihr eine Sprache lernt ist das Vokabular immer ein einschränkender Faktor während ihr euch unterhaltet, also ist es gut, wenn man weiß wie man nach Worten fragen kann.

.... nìNa'vi slu ’upe?
Wörtlich: ... in Na'vi wird was?(Wie sagt man …in Na'vi?)
... nìToìtse slu ’upe?
Wörtlich: ... in Deutsch wird was?(Wie sagt man ... auf Deutsch?)

Einfache Konversation die einige der obrigen Idiome benutzt.

Kaltxì, oel ke tsole'a ngati srekrr... Fyape fko syaw ngar?
Hallo, ich habe dich vorher noch nicht gesehen... Wie heißt du?
Kaltxì, oeru syaw Jake Sully. Ngaru tut?
Hallo. Ich bin Jake Sully. Und du?
Oeru syaw Neytiri.
Ich bin Neytiri.
Ngaru lu fpom srak ma Neytiri?
Geht es dir gut, Neytiri?
Oeru lu fpom, slä oel tspìyang ngati fa swizaw oeyä! Ngaru tut?
Mir geht es gut, aber ich werde dich jetzt mit meinem Pfeil töten. Und du?
Kehe, lam fwa oe tìyerkup... Nang tse'a! Atokirina'!
Nein, sieht so aus als würde ich bald sterben... Oh sieh mal! Eine Saat des großen Baumes!
Pak, oeru txoa livu, lam fwa nga rerey. Kìyevame!
Pah, verzeih mir, es scheint du würdest leben. Bis bald!
Eywa ngahu ma Neytiri!
Möge Eywa mit dir sein, Neytiri!


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Dieser Beitrag wurde vom englischen ins deutsche übersetzt, den originalen Beitrag findet ihr hier: Klick
Vielen dank an omängum fra'uti für diesen kostbaren Beitrag!
Darüber hinaus: Danke an Liyanin für die Übersetzung.
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edit: ein paar Fehler beseitigt —Plumps
« Last Edit: July 19, 2010, 01:38:56 am by Plumps »
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Re: Idiome-Zusammenfassung
« Reply #2 on: May 07, 2010, 07:15:52 am »
Mein Name lautet.../Ich heiße...
Die formelle Form seinen Namen in Na'vi auszudrücken wäre Tstxo oeyä lu..., trotzdem gibt es auch hier ein Idiom mit dem man es meistens ausdrückt.
Oeru syaw (fko) ...Wörtlich: Einer ruft mich (als)... (When ihr jemanden antwortet, der euch nach eurem Namen gefragt hat, könnt ihr das fko weglassen, da es im Kontext trotzdem verstanden wird.

Es muss im Ganzen doch mit fkol und nicht mit fko gebildet werden, schließlich ist "syaw" transitiv.

Verzeih mir.
Im Na'vi wir um Verzeihung gebeten, indem ihr fragt ob ihr es erhalten könnt.
Oeru txoa livu
Wörtlich: Darf ich Verzeihung haben

Die wörtliche Übersetzung ist nicht "Darf ich Verzeihung haben?" sondern "Mir sei Verzeihung.", da es ein Aussagesatz ist. Deine (/Liyanins) Übersetzung ist eine Ja/Nein-Frage, jedoch haben wir kein "...srak?" im Satz.

Pak, oeru txoa livu, lam futa nga rerey. Kìyevame!
Pah, verzeih mir, es scheint fu würdest leben. Bis bald!

Erstmal hast du einen kleinen Tippfehler eingebaut (bzw. der Übersetzer Liyanin), zweitens passt die Übersetzung "würdest leben" von "rerey", finde ich, nicht so ganz. Besser wäre meiner Meinung nach "...bleibst am Leben."
("Würde leben" wäre mit -iv-)

Nur kleine Verbesserungsvorschläge.

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Re: Idiome-Zusammenfassung
« Reply #3 on: May 07, 2010, 09:13:23 am »
Mein Name lautet.../Ich heiße...
Die formelle Form seinen Namen in Na'vi auszudrücken wäre Tstxo oeyä lu..., trotzdem gibt es auch hier ein Idiom mit dem man es meistens ausdrückt.
Oeru syaw (fko) ...Wörtlich: Einer ruft mich (als)... (When ihr jemanden antwortet, der euch nach eurem Namen gefragt hat, könnt ihr das fko weglassen, da es im Kontext trotzdem verstanden wird.

Es muss im Ganzen doch mit fkol und nicht mit fko gebildet werden, schließlich ist "syaw" transitiv.

Ich frage mich aber, woher du den Akkusativ für dein Ergativ-l nimmst? "Oeru" ist es auf jeden Fall nicht.
An der Stelle eine kleine Anmerkung von mir: Ich verstehe immer noch nicht so ganz, wieso man hier den Dativ statt den Akkusativ für die Person verwendet, der entsprechender Name gehört/die gerufen wird.

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Re: Fehler die es zu vermeiden gilt. Idiome-Zusammenfassung
« Reply #4 on: May 07, 2010, 09:31:04 am »
Ich frage mich aber, woher du den Akkusativ für dein Ergativ-l nimmst? "Oeru" ist es auf jeden Fall nicht.
An der Stelle eine kleine Anmerkung von mir: Ich verstehe immer noch nicht so ganz, wieso man hier den Dativ statt den Akkusativ für die Person verwendet, der entsprechender Name gehört/die gerufen wird.

Ganz einfach, weil das beweist, daß syaw ein intransitives Verb ist ;)

Verzeih mir.
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Die wörtliche Übersetzung ist nicht "Darf ich Verzeihung haben?" sondern "Mir sei Verzeihung.", da es ein Aussagesatz ist. Deine (/Liyanins) Übersetzung ist eine Ja/Nein-Frage, jedoch haben wir kein "...srak?" im Satz.

Genauso gut könnte man es auch mit »Möge mir Verzeihung (zu Teil) sein« – alles eine Frage der Auslegung und genau ein Beispiel dafür, daß es gerade nicht auf das wörtliche, 1:1-Übersetzen ankommen kann. ;)

Offline Krrtspangyu

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Re: Fehler die es zu vermeiden gilt. Idiome-Zusammenfassung
« Reply #5 on: May 09, 2010, 03:40:35 am »
Das habe ich nur verbessert, weil im ganzen Satz nirgends „Darf ich ... Haben?“ steht und die Übersetzung meiner Meinung nach nicht allzu weit abweichen sollte, gerade wenn man diese mit „Wörtlich: ...“ einleitet. ;)
Aber wieso ist syaw bloß intransitiv? Ist ja blöd.

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Offline Tìtstewan

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Re: Fehler die es zu vermeiden gilt. Idiome-Zusammenfassung
« Reply #6 on: April 14, 2013, 04:58:07 pm »
Ja, ich weiß, ich muss verrückt sein, dass ich hier nach fast drei Jahren was reinschreibe.
Aber diese Kleinigkeit sollte ich trotz dem mal Melden.

 ;)
Fußnote: Nur weil ihr ein Nomen in einem Satz benutzt, macht es aus einem Verb nicht automatisch ein transitiv. 
Wenn ihr sagen wollt „Ich sehe“ wie in (Guck mal da, siehst du den Ikran? Ja, ich sehe.) dann würdet ihr immer
noch sagen Oe-l tsa'e.
Kleiner Buchstabenverdreher. Sollte wohl tse'a heißen. :)

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Re: Fehler die es zu vermeiden gilt. Idiome-Zusammenfassung
« Reply #7 on: April 14, 2013, 05:08:15 pm »
Um Fehler auszumerzen und zu vermeiden, ist es nie zu spät oder zu lang ;)

Irayo, kxeyeyti skìlma’a :P

 

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